{"id":1969,"date":"2026-03-12T15:35:30","date_gmt":"2026-03-12T14:35:30","guid":{"rendered":"https:\/\/g7itchme.wordpress.com\/?p=1969"},"modified":"2026-03-12T15:35:30","modified_gmt":"2026-03-12T14:35:30","slug":"der-unfertige-spiegel-eine-technikgeschichte-der-kunstlichen-intelligenz-zwischen-traum-ernuchterung-und-ethischer-verantwortung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/der-unfertige-spiegel-eine-technikgeschichte-der-kunstlichen-intelligenz-zwischen-traum-ernuchterung-und-ethischer-verantwortung\/","title":{"rendered":"Der unfertige Spiegel: Eine Technikgeschichte der K\u00fcnstlichen Intelligenz zwischen Traum, Ern\u00fcchterung und ethischer Verantwortung"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Von DerSchneider<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaum eine Technologie hat die menschliche Vorstellungskraft so befl\u00fcgelt und zugleich verunsichert wie die Idee der K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI). Was einst als Mythenstoff in der Schmiede von G\u00f6ttern und homunculi gl\u00fchte, ist heute als gro\u00dfes Sprachmodell oder neuronales Netz in unseren Alltag eingewoben. Sie komponiert Musik im Stil Wagners, diagnostiziert Krankheiten und diktiert, welche Nachrichten wir im sozialen Netzwerk als n\u00e4chstes sehen&nbsp;<a href=\"https:\/\/hessian.ai\/de\/ki-verandert-alles-mensch-maschine-ethik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Philosoph-KI-ist-kein-Werkzeug-sondern-ein-Machtinstrument-11071893.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.rdf.beitrag.beitrag\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Doch der Weg der KI ist keine gerade Linie des Fortschritts, sondern eine Pfadgeschichte voller Br\u00fcche, Hypes und eisiger Winter. Dieser Artikel unternimmt den Versuch, die KI nicht als blo\u00dfes Werkzeug, sondern als soziotechnisches Ph\u00e4nomen zu begreifen \u2013 als einen unfertigen Spiegel, der uns nicht nur unsere technischen M\u00f6glichkeiten, sondern vor allem unsere gesellschaftlichen Werte, \u00c4ngste und Machtstrukturen vor Augen f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Wiederkehr des Verdr\u00e4ngten: Technikgeschichte als Warnung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der aktuellen Euphorie um generative Modelle wie ChatGPT oder DeepSeek geht oft vergessen, dass die Geschichte der KI von zyklischen Phasen der \u00dcbersch\u00e4tzung und des tiefen Falls gepr\u00e4gt ist. Ein Blick in den R\u00fcckspiegel der Technikgeschichte wirkt hier ern\u00fcchternd. Die Geburt des Schafes Dolly 1996 schien das Klonen von Menschen greifbar nah zu machen \u2013 heute ist es durch internationale Deklarationen weitgehend ge\u00e4chtet. Die Gentechnik in der Landwirtschaft, einst als Heilsbringer f\u00fcr die Weltern\u00e4hrung gefeiert, unterliegt in vielen L\u00e4ndern strengen Einschr\u00e4nkungen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/nach-dem-ki-hype-das-aufraeumen-die-sprachmodelle-stossen-an-grenzen-ld.1906204\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Beispiele sind mehr als blo\u00dfe Fu\u00dfnoten; sie sind Protokolle eines gesellschaftlichen Lernprozesses. Die IT-Branche neigt zu einem naiven Fortschrittsglauben, der technische Entwicklung als unaufhaltsam und linear betrachtet. Dabei wird ausgeblendet, dass bahnbrechende Erfindungen immer wieder in der Schublade verschwanden \u2013 sei es, weil sie sich als unwirtschaftlich erwiesen oder weil ihre Risiken als inakzeptabel eingestuft wurden&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/nach-dem-ki-hype-das-aufraeumen-die-sprachmodelle-stossen-an-grenzen-ld.1906204\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die KI durchlief selbst zwei solcher eisigen Winter. Der erste, von etwa 1974 bis 1980, wurde durch die US-amerikanische Forschungsbeh\u00f6rde DARPA eingel\u00e4utet, die frustriert ihre Finanzierung zur\u00fcckzog, nachdem die hochfliegenden Versprechen der Pioniere ausgeblieben waren. Man sah die Forscher in einem \u201eNetz zunehmender \u00dcbertreibungen\u201c gefangen. Ein zweiter Winter folgte Ende der 1990er-Jahre, als fr\u00fche neuronale Netze an unzureichenden Datenmengen und Rechenleistung scheiterten und hunderte KI-Firmen ihre Tore schlie\u00dfen mussten&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/nach-dem-ki-hype-das-aufraeumen-die-sprachmodelle-stossen-an-grenzen-ld.1906204\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die heutige Erz\u00e4hlung, dass gro\u00dfe Sprachmodelle (LLMs) direkt in eine Allgemeine K\u00fcnstliche Intelligenz (AGI) m\u00fcnden werden, m\u00fcssen vor diesem Hintergrund als das erkannt werden, was sie ist: eine Verkaufsstrategie, die mehr \u00fcber den kalifornischen Optimismus ihrer Verk\u00e4ufer aussagt als \u00fcber die technische Realit\u00e4t. Selbst KI-Pioniere wie Yann LeCun von Meta halten es f\u00fcr \u201eabsolut unm\u00f6glich\u201c, dass generative Sprachmodelle allein menschliche Intelligenz erreichen werden&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/nach-dem-ki-hype-das-aufraeumen-die-sprachmodelle-stossen-an-grenzen-ld.1906204\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die enttarnte Maschine: Vom Werkzeug zum Machtinstrument<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die hartn\u00e4ckigste Fiktion im Diskurs um die KI ist die ihrer Neutralit\u00e4t. Sie wird oft als blo\u00dfes Werkzeug dargestellt, dessen Moral allein in den H\u00e4nden des Nutzers liege. Der Philosoph und Ethiker Rainer M\u00fchlhoff widerspricht dieser These entschieden: F\u00fcr ihn ist KI kein Werkzeug, sondern ein komplexes sozio\u00f6konomisches&nbsp;<strong>Machtinstrument<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Philosoph-KI-ist-kein-Werkzeug-sondern-ein-Machtinstrument-11071893.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.rdf.beitrag.beitrag\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Macht entfaltet sich auf mehreren Ebenen. Zun\u00e4chst basiert jedes KI-System auf menschlicher Vorarbeit \u2013 auf Datenspuren, Klickarbeit und global ungleich verteilter menschlicher kognitiver Leistung. M\u00fchlhoff spricht in diesem Zusammenhang von einer neuen Form digitaler Ausbeutung, die mit enormem Ressourcenverbrauch einhergeht&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Philosoph-KI-ist-kein-Werkzeug-sondern-ein-Machtinstrument-11071893.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.rdf.beitrag.beitrag\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die eigentliche Machtverschiebung aber liegt in der F\u00e4higkeit zur&nbsp;<strong>Vorhersage<\/strong>. Moderne KI-Modelle k\u00f6nnen \u00fcber Individuen Informationen vorhersagen, die nie Teil ihres Trainingsdatensatzes waren. Das klassische Datenschutzrecht, das auf Einwilligung und Zweckbindung basiert, wird dadurch systematisch unterlaufen. Ein in der medizinischen Forschung trainiertes Modell kann pl\u00f6tzlich zur Bewertung von Bewerbern auf dem Arbeitsmarkt eingesetzt werden \u2013 eine Sekund\u00e4rnutzung, die mit herk\u00f6mmlichen Anonymisierungsverfahren nicht mehr kontrollierbar ist&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Philosoph-KI-ist-kein-Werkzeug-sondern-ein-Machtinstrument-11071893.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.rdf.beitrag.beitrag\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Entwicklung offenbart die ideologischen Wurzeln der KI-Elite. M\u00fchlhoff verortet sie im Transhumanismus und Longtermism, Weltbildern, die technologischen Fortschritt als evolution\u00e4re Kraft betrachten, die den Menschen \u201e\u00fcber sich hinausheben\u201c solle. In der Verquickung dieser Heilsversprechen mit politischen Machtw\u00fcnschen sieht er ein \u201efaschistoides Potenzial\u201c, das die Grundlagen offener Demokratien gef\u00e4hrden kann&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Philosoph-KI-ist-kein-Werkzeug-sondern-ein-Machtinstrument-11071893.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.rdf.beitrag.beitrag\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die harmlose Frage nach dem Wetter von morgen wird so zur Gretchenfrage nach der Zukunft unserer Gesellschaftsordnung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die eingebaute Schieflage: Bias, Vielfalt und die Konstruktion von Wirklichkeit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn KI-Systeme unsere Wirklichkeit abbilden und gleichzeitig formen, dann ist die Frage, wer sie baut und mit welchen Daten, von fundamentaler Bedeutung. Derzeit sind diese Systeme jedoch vor allem ein Abbild ihrer \u00fcberwiegend wei\u00dfen, m\u00e4nnlichen und westlichen Entwicklerteams. Die Folge sind algorithmische Verzerrungen, die bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten nicht nur reproduzieren, sondern verst\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Beispiel: In Wikipedia-Artikeln \u00fcber Frauen kommt das Wort \u201eEhemann\u201c deutlich h\u00e4ufiger vor als umgekehrt \u2013 ein klares Indiz f\u00fcr einen strukturellen Bias, der von Sprachmodellen ungefragt \u00fcbernommen und multipliziert wird&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.simtech.uni-stuttgart.de\/communication\/Kuenstliche-Intelligenz--Vielfalt-SimTech-diskutiert-digitale-Verantwortung-im-Rahmen-von-Pride-in-STEM\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Prof. Virginia Dignum, KI-Expertin an der Universit\u00e4t Ume\u00e5, warnt:&nbsp;<strong>\u201eImmer leistungsf\u00e4higere Algorithmen machen KI nicht nur pr\u00e4ziser und schneller, sondern verst\u00e4rken auch bestehende Verzerrungen.\u201c<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.vietnam.vn\/de\/ai-chon-doi-moi-hay-trach-nhiem\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Diese Verzerrungen haben reale Konsequenzen. Sie entscheiden mit \u00fcber Kreditw\u00fcrdigkeit, Jobchancen oder die Dauer von Haftstrafen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders betroffen sind ohnehin marginalisierte Gruppen. Die Geh\u00f6rlosengemeinschaft in Ho-Chi-Minh-Stadt, deren Geb\u00e4rdensprache einen anderen Wortschatz umfasst, wird von sprachbasierten KI-Systemen systematisch ausgeschlossen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.vietnam.vn\/de\/ai-chon-doi-moi-hay-trach-nhiem\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Experten fordern daher ein radikales Umdenken: Inklusives Design m\u00fcsse bei der Frage beginnen, wer \u00fcberhaupt mitgedacht wird. Es reicht nicht, KI barrierefrei zu machen; sie muss auf die vielf\u00e4ltigen Lebenswelten aller Menschen reagieren k\u00f6nnen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.simtech.uni-stuttgart.de\/communication\/Kuenstliche-Intelligenz--Vielfalt-SimTech-diskutiert-digitale-Verantwortung-im-Rahmen-von-Pride-in-STEM\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die ethische Gretchenfrage: Wie halten wir es mit der Verantwortung?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts dieser Machtdimension stellt sich die Frage nach der Steuerung von KI umso dringlicher. Die Antworten darauf sind so vielschichtig wie die Technologie selbst. Einig sind sich Expertinnen und Experten aus Ethik, Technik und Politik jedoch in einem Punkt:&nbsp;<strong>Wir brauchen verbindliche Regeln.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prof. Kristian Kersting, KI-Forscher an der TU Darmstadt, fordert eine \u201eVerfassung f\u00fcr KI-Systeme\u201c&nbsp;<a href=\"https:\/\/hessian.ai\/de\/ki-verandert-alles-mensch-maschine-ethik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Diese m\u00fcsse sicherstellen, dass KI nicht nur wirtschaftlichen Interessen folgt, sondern dem Gemeinwohl dient. Die Politik beginnt, darauf zu reagieren. Der&nbsp;<strong>EU AI Act<\/strong>&nbsp;ist der erste umfassende Versuch, KI nach Risikoklassen zu regulieren&nbsp;<a href=\"https:\/\/oepuk.ac.at\/m-fuchs-ethische-fragen-im-kontext-mensch-und-ki\/#top\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Doch ob Regulierung allein ausreicht, ist fraglich. Der Philosoph M\u00fchlhoff und die Juristin Hanna Ruschemeier schlagen vor, das Datenschutzprinzip der Zweckbindung auch auf trainierte Modelle auszuweiten. Ein f\u00fcr die Medizin entwickeltes System d\u00fcrfte dann nicht einfach f\u00fcr Jobbewertungen verwendet werden. Daf\u00fcr w\u00e4re eine Registrierungspflicht f\u00fcr KI-Modelle n\u00f6tig, die ihre Herkunft und ihren Verwendungszweck dokumentiert&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Philosoph-KI-ist-kein-Werkzeug-sondern-ein-Machtinstrument-11071893.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.rdf.beitrag.beitrag\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig w\u00e4chst die Einsicht, dass technische L\u00f6sungen allein nicht ausreichen.&nbsp;<strong>Ethik by Design<\/strong>&nbsp;muss mit technischen Pr\u00fcfverfahren und gesellschaftlicher Partizipation kombiniert werden&nbsp;<a href=\"https:\/\/idw-online.de\/en\/news862295\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Initiativen wie B\u00fcrgerr\u00e4te zu KI und Freiheit zeigen, dass Menschen nicht nur informiert werden wollen, sondern mitentscheiden m\u00f6chten, in welcher Gesellschaft sie leben wollen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.simtech.uni-stuttgart.de\/communication\/Kuenstliche-Intelligenz--Vielfalt-SimTech-diskutiert-digitale-Verantwortung-im-Rahmen-von-Pride-in-STEM\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die vielleicht tiefgreifendste ethische Frage aber betrifft unser Selbstverst\u00e4ndnis. Was passiert mit uns, wenn wir F\u00e4higkeiten auslagern? Wenn wir uns selbst zunehmend in Analogie zur Maschine modellieren? Der Philosoph Michael Fuchs warnt vor einem Kompetenzverlust, der nicht nur technische, sondern auch anthropologische Dimensionen hat: Die Reduktion des Menschen auf berechenbare Funktionen ist eine bedenkliche Unterschreitung menschlicher Wirklichkeiten&nbsp;<a href=\"https:\/\/oepuk.ac.at\/m-fuchs-ethische-fragen-im-kontext-mensch-und-ki\/#top\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausblick: Jenseits des Hypes<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die KI-Entwicklung steht am Scheideweg. Der Hype um gro\u00dfe Sprachmodelle beginnt zu br\u00f6ckeln, die erhofften Renditen bleiben f\u00fcr viele Unternehmen aus, und die Grenzen des Skalierens werden sichtbar&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/nach-dem-ki-hype-das-aufraeumen-die-sprachmodelle-stossen-an-grenzen-ld.1906204\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/hessian.ai\/de\/ki-verandert-alles-mensch-maschine-ethik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Forschungsgelder flie\u00dfen dennoch weiter \u2013 zunehmend auch in milit\u00e4rische Anwendungen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/nach-dem-ki-hype-das-aufraeumen-die-sprachmodelle-stossen-an-grenzen-ld.1906204\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die entscheidende Schlacht um die Zukunft der KI wird aber nicht im Rechenzentrum geschlagen, sondern in den K\u00f6pfen und in den Parlamenten. Es geht um die Frage, ob KI ein Werkzeug f\u00fcr alle bleibt oder ein Machtinstrument weniger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Antwort liegt in unserer F\u00e4higkeit, die Technikgeschichte zu verstehen und aus ihr zu lernen. Sie lehrt uns, dass Fortschritt kein Naturgesetz ist, sondern das Ergebnis gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Die Zukunft der KI ist noch offen. Sie k\u00f6nnte eine sein, in der die Technologie dem Menschen dient \u2013 oder eine, in der der Mensch sich der Technologie anpassen muss. Der unfertige Spiegel, den wir ihr vorhalten, zeigt uns vor allem eines: uns selbst.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Dahm, M. H., &amp; Hagemann, C. (2024).\u00a0<em>Meilensteine und Entwicklungen der KI: Technische Herausforderungen sowie aktuelle ethische, soziale und gesellschaftspolitische Fragestellungen<\/em>. Springer Fachmedien Wiesbaden.\u00a0<a href=\"https:\/\/ebooks.mpdl.mpg.de\/ebooks\/Record\/EB002220820\/Details#tabnav\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Kopecz, J. (2026, Februar 24).\u00a0<em>Wenn die erste K\u00fcnstliche Intelligenz nach ihrem Sch\u00f6pfer fragt<\/em>. Menschen wie wir (<a href=\"https:\/\/ekhn.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ekhn.de<\/a>).\u00a0<a href=\"https:\/\/menschen-wie-wir.ekhn.de\/nc\/pdf\/startseite\/einzelansicht\/news\/wenn-die-erste-kuenstliche-intelligenz-nach-ihrem-schoepfer-fragt.html?cHash=b7ca9701086630afedaa0802cdd714ad&amp;content=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Fuchs, M. (2025, Oktober 15).\u00a0<em>Ethische Fragen im Kontext Mensch und KI<\/em>. \u00d6sterreichische Privatuniversit\u00e4ten Konferenz.\u00a0<a href=\"https:\/\/oepuk.ac.at\/m-fuchs-ethische-fragen-im-kontext-mensch-und-ki\/#top\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Morrison, E. (2025, November 3). Nach dem KI-Hype kommt das Aufr\u00e4umen: Die Sprachmodelle sto\u00dfen an Grenzen.\u00a0<em>Neue Z\u00fcrcher Zeitung<\/em>.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/nach-dem-ki-hype-das-aufraeumen-die-sprachmodelle-stossen-an-grenzen-ld.1906204\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Kersting, K. (2026, Februar 5).\u00a0<em>KI ver\u00e4ndert alles \u2013 Mensch, Maschine, Ethik<\/em>.\u00a0<a href=\"https:\/\/hessian.ai\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hessian.AI<\/a>\u00a0\/ Evangelische Akademie Frankfurt.\u00a0<a href=\"https:\/\/hessian.ai\/de\/ki-verandert-alles-mensch-maschine-ethik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Katzenbach, C., et al. (2021-2024).\u00a0<em>Shaping 21st Century AI \u2013 Konflikte und Entwicklungspfade in Medien, Politik und Forschung<\/em>. Alexander von Humboldt Institut f\u00fcr Internet und Gesellschaft (HIIG).\u00a0<a href=\"https:\/\/www.hiig.de\/project\/shaping-21st-century-ai-konflikte-und-entwicklungspfade-in-medien-politik-und-forschung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>M\u00fchlhoff, R. (2025, November 9). Philosoph: KI ist kein Werkzeug, sondern ein Machtinstrument.\u00a0<em>heise online<\/em>.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Philosoph-KI-ist-kein-Werkzeug-sondern-ein-Machtinstrument-11071893.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.rdf.beitrag.beitrag\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Dignum, V., &amp; Rohman, A. (2025, September 17).\u00a0<em>KI: Innovation oder Verantwortung?<\/em>\u00a0Nobel Dialog 2025,\u00a0<a href=\"https:\/\/vietnam.vn\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vietnam.vn<\/a>\u00a0(Originalquelle: Tuoi Tre).\u00a0<a href=\"https:\/\/www.vietnam.vn\/de\/ai-chon-doi-moi-hay-trach-nhiem\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Staab, S., Kunze, E., Sontopski, N., &amp; Kaiser, A. (2025, Juli 15).\u00a0<em>K\u00fcnstliche Intelligenz &amp; Vielfalt: SimTech diskutiert digitale Verantwortung<\/em>. Universit\u00e4t Stuttgart \/ SimTech.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.simtech.uni-stuttgart.de\/communication\/Kuenstliche-Intelligenz--Vielfalt-SimTech-diskutiert-digitale-Verantwortung-im-Rahmen-von-Pride-in-STEM\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Schmid, U., et al. (2025, November 25).\u00a0<em>Generative KI und ihre Folgen f\u00fcr die Gesellschaft: Perspektiven auf eine aktive Gestaltung der Zukunft der Zukunft<\/em>. Plattform Lernende Systeme \/ idw.\u00a0<a href=\"https:\/\/idw-online.de\/en\/news862295\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von DerSchneider Kaum eine Technologie hat die menschliche Vorstellungskraft so befl\u00fcgelt und zugleich verunsichert wie die Idee der K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI). 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