{"id":2665,"date":"2026-03-28T11:27:51","date_gmt":"2026-03-28T10:27:51","guid":{"rendered":"https:\/\/g7itchme.wordpress.com\/?p=2665"},"modified":"2026-03-28T11:27:51","modified_gmt":"2026-03-28T10:27:51","slug":"leuchtende-materie-andy-zinko-und-die-erfindung-der-elektrolumineszenten-spruhfarbe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/leuchtende-materie-andy-zinko-und-die-erfindung-der-elektrolumineszenten-spruhfarbe\/","title":{"rendered":"Leuchtende Materie: Andy Zinko und die Erfindung der elektrolumineszenten Spr\u00fchfarbe"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DerSchneider<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stellen Sie sich vor, Sie k\u00f6nnten Licht auf eine Oberfl\u00e4che spr\u00fchen \u2013 nicht als Farbe, die im Dunkeln nachleuchtet, sondern als echte, elektrisch schaltbare Beleuchtung. Was wie Science-Fiction aus einem&nbsp;<em>Tron<\/em>-Film klingt, ist seit 2010 Realit\u00e4t. Die Geschichte dieser Technologie ist untrennbar mit einem Namen verbunden:&nbsp;<strong>Andy Zinko<\/strong>&nbsp;(in einigen Quellen als&nbsp;<em>Zsinko<\/em>&nbsp;gef\u00fchrt), ein Autolackierer aus Ohio, der die Grenzen zwischen Beschichtungstechnik und Elektronik neu definierte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Geburt einer Idee: Vom Hobbybastler zum Erfinder<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Urspr\u00fcnge der elektrolumineszenten Spr\u00fchfarbe liegen nicht in einem Hochtechnologie-Labor, sondern in der bescheidenen Werkstatt eines Mannes, der einfach seine Motorrad beautifin wollte&nbsp;<a href=\"https:\/\/tdcustoms.com\/lumilor\/electroluminescent-paint-questions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Andy Zinko, der aus einer Familie mit Erfahrung in der Autolackierbranche stammte, war nach den Worten seines sp\u00e4teren Gesch\u00e4ftspartners Shawn Mastrian ein &#8222;verr\u00fcckter Wissenschaftler&#8220; \u2013 ein T\u00fcftler, der sich mit Elektronik und Computertechnik auskannte und Ideen nicht loslie\u00df, bis er sie gel\u00f6st hatte&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.maxim.com\/rides\/lumilor-brings-new-life-lexus-rc-f\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urspr\u00fcnglich experimentierte Zinko mit herk\u00f6mmlicher, nachleuchtender Leuchtfarbe. Doch diese konventionelle Lumineszenzfarbe hatte entscheidende Nachteile: Die Leuchtdauer war begrenzt, sie musste zuvor Sonnenlicht &#8222;aufladen&#8220;, und vor allem lie\u00df sich der Leuchteffekt nicht kontrollieren&nbsp;<a href=\"https:\/\/tdcustoms.com\/lumilor\/electroluminescent-paint-questions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Es gab keinen Schalter, um das Licht ein- und auszuschalten \u2013 eine f\u00fcr den praktischen Einsatz unverzichtbare Eigenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zinko kannte das Prinzip der&nbsp;<strong>Elektrolumineszenz (EL)<\/strong>&nbsp;, das bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt war. Bei diesem physikalischen Effekt regt ein elektrisches Feld einen Leuchtstoff (meist mit Kupfer dotiertes Zinksulfid) zum Leuchten an. Die Herausforderung bestand darin, dieses Prinzip in eine spr\u00fchbare Form zu bringen, die sich mit handels\u00fcblichen Spritzpistolen auf dreidimensionale, komplex geformte Oberfl\u00e4chen auftragen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das technische Prinzip: Ein Kondensator zum Aufspr\u00fchen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die elektrolumineszente Beschichtung ist kein einfacher Anstrich, sondern ein&nbsp;<strong>mehrschichtiges System<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/tdcustoms.com\/lumilor\/electroluminescent-paint-questions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/tdcustoms.com\/electroluminescent-paint-lights-dragon-bike\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Wer die Technologie verstehen will, muss sie sich als eine Art fl\u00e4chigen Kondensator vorstellen, der aufgespr\u00fcht wird:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Leitf\u00e4hige Grundschicht<\/strong>: Zun\u00e4chst wird eine elektrisch leitende Schicht (meist auf Silberbasis) auf das Bauteil aufgespr\u00fcht. Diese Schicht wird sp\u00e4ter mit einer Elektrode kontaktiert.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Dielektrikum (Isolationsschicht)<\/strong>: Dar\u00fcber folgt eine isolierende Schicht, die die leitf\u00e4higen Schichten voneinander trennt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Phosphor-Schicht<\/strong>: Die eigentliche Leuchtschicht enth\u00e4lt den Elektrolumineszenz-Phosphor, der bei Anregung durch ein elektrisches Wechselfeld Photonen emittiert.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Transparente leitf\u00e4hige Deckschicht<\/strong>: Als oberste Schicht wird eine leitf\u00e4hige, aber optisch klare Schicht aufgebracht. \u00dcber sie erfolgt die zweite elektrische Kontaktierung.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Legt man zwischen die untere und die obere leitf\u00e4hige Schicht eine&nbsp;<strong>Wechselspannung<\/strong>&nbsp;(typischerweise 100\u2013250 V bei einer Frequenz von 400\u20132000 Hz), beginnt die Phosphorschicht fl\u00e4chig zu leuchten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.globals.ieice.org\/en_transactions\/fundamentals\/10.1587\/e86-a_2_404\/_p\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Entscheidend ist hier der Wechselstrom: Ein Gleichfeld w\u00fcrde die Ladungstr\u00e4ger nur einmal ausrichten und dann keinen weiteren Effekt mehr erzeugen. Erst die st\u00e4ndige Richtungs\u00e4nderung des Wechselfelds regt den Leuchtstoff kontinuierlich zur Emission an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Weg zur Marktreife: Patent und Zertifizierung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach etwa anderthalb Jahren intensiver T\u00fcftelei konnte Zinko Mastrian das Ergebnis seiner Arbeit vorf\u00fchren. Die Reaktion des sp\u00e4teren CEO von Darkside Scientific fiel entsprechend aus: &#8222;Es ist wirklich ziemlich verbl\u00fcffend, und etwas Urt\u00fcmliches passiert da in einem&#8220;&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.maxim.com\/rides\/lumilor-brings-new-life-lexus-rc-f\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. 2011 wurde die Patentanmeldung eingereicht, 2013 erfolgte die Patenterteilung&nbsp;<a href=\"https:\/\/tdcustoms.com\/lumilor\/electroluminescent-paint-questions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.maxim.com\/rides\/lumilor-brings-new-life-lexus-rc-f\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommerzialisierung erfolgte unter dem Markennamen&nbsp;<strong>Lumilor<\/strong>&nbsp;durch die Firma Darkside Scientific. Zun\u00e4chst wurden nur zertifizierte Applikationsbetriebe (Certified Lumilor Labs) geschult, um die anspruchsvolle Mehrschichttechnik professionell anwenden zu k\u00f6nnen&nbsp;<a href=\"https:\/\/tdcustoms.com\/lumilor\/electroluminescent-paint-questions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die erste \u00f6ffentliche Gro\u00dfvorstellung gelang 2013 auf der Daytona Bike Week mit dem legend\u00e4ren &#8222;Dragon Bike&#8220; \u2013 einem Motorrad, dessen kunstvoll gestaltete Lackierung im Dunkeln in sattem Gr\u00fcn aufleuchtete und die Betrachter in Staunen versetzte&nbsp;<a href=\"https:\/\/tdcustoms.com\/electroluminescent-paint-lights-dragon-bike\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sicherheit und Normung: Kein Spielzeug<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Anwendung elektrolumineszenter Beschichtungen ist technisch anspruchsvoll und birgt Risiken. Wer mit der Technologie arbeitet, muss mehrere Sicherheitsaspekte beachten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Elektrische Sicherheit<\/strong>: EL-Beschichtungen arbeiten mit Hochspannung, wenn auch bei sehr geringen Str\u00f6men. Die Treiber (Wechselrichter) erzeugen Spannungen \u00fcber 100 V. In der Schweiz schreibt die Unfallverh\u00fctungsverordnung f\u00fcr elektrostatische Spritzger\u00e4te beispielsweise Grenzwerte von maximal 0,5 mA Ber\u00fchrungsstrom vor&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.droit-bilingue.ch\/de-fr\/8\/83\/832.314.12-41-44.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Brand- und Explosionsschutz<\/strong>: Die verwendeten Beschichtungsstoffe sind oft brennbar. Entsprechende Normen wie die&nbsp;<strong>DIN EN 50050-1<\/strong>&nbsp;regeln den Einsatz elektrostatischer Handspr\u00fcheinrichtungen f\u00fcr entz\u00fcndbare fl\u00fcssige Beschichtungsstoffe&nbsp;<a href=\"https:\/\/preview.beuth.de\/blueprint\/servlet\/din-en\/wdc-beuth:din21:191313758\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die europ\u00e4ische Normung unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Applikationstypen und definiert Anforderungen f\u00fcr den Einsatz in explosionsgef\u00e4hrdeten Bereichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Technische Normung<\/strong>: Die Entwicklung von EL-Treibern ist ebenfalls standardisiert. Eine japanische Forschungsarbeit aus dem Jahr 2003 befasste sich bereits mit der Entwicklung stabiler Treiberschaltungen f\u00fcr beliebig geformte EL-Elemente und nutzte dabei resonante Eigenschaften zwischen Elementkapazit\u00e4t und Transformatorinduktivit\u00e4t&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.globals.ieice.org\/en_transactions\/fundamentals\/10.1587\/e86-a_2_404\/_p\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anwendungen: Vom Prototyp zur Serie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was als pers\u00f6nliches Projekt eines Motorrad-Enthusiasten begann, hat heute ein breites Anwendungsspektrum erreicht:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fahrzeugbau<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lumilor hat sich insbesondere im Bereich der Fahrzeugveredelung etabliert. Motorradteile, Helme, Fahrzeugelemente und ganze Automobile wurden bereits mit der Technologie ausgestattet&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.maxim.com\/rides\/lumilor-brings-new-life-lexus-rc-f\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/tdcustoms.com\/electroluminescent-paint-lights-dragon-bike\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Besonders spektakul\u00e4r war die Zusammenarbeit mit Lexus: Ein RC F Coup\u00e9 erhielt eine Lackierung, die mit der Herzfrequenz des Fahrers pulsierte \u2013 eine Kombination aus Biometrie und Elektrolumineszenz&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.maxim.com\/rides\/lumilor-brings-new-life-lexus-rc-f\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Film und Entertainment<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Shawn Mastrian berichtete bereits 2015 von Gespr\u00e4chen mit Filmproduktionsfirmen, die an der Technologie interessiert waren&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.maxim.com\/rides\/lumilor-brings-new-life-lexus-rc-f\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Der entscheidende Vorteil: EL-Beschichtungen erzeugen reale Leuchteffekte, die nicht nachtr\u00e4glich am Computer animiert werden m\u00fcssen. Dies spart in der Postproduktion Zeit und Geld.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Architektur und Design<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Alles kann zu einem Licht werden&#8220;, formulierte Mastrian das Potenzial&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.maxim.com\/rides\/lumilor-brings-new-life-lexus-rc-f\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. W\u00e4nde, Decken, M\u00f6bel \u2013 \u00fcberall dort, wo herk\u00f6mmliche Leuchtmittel aus Platz- oder Designgr\u00fcnden nicht eingesetzt werden k\u00f6nnen, er\u00f6ffnet die Technologie neue M\u00f6glichkeiten. Die einzige Grenze sei die Kreativit\u00e4t der Anwender.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wirtschaftlichkeit und Verf\u00fcgbarkeit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Preis f\u00fcr eine EL-Beschichtung ist erheblich. Ein zertifizierter Applikationsbetrieb wie TD Customs berechnete 2015 etwa&nbsp;<strong>4,50 US-Dollar pro Quadratzoll<\/strong>&nbsp;(ca. 0,70 US-Dollar pro cm\u00b2) zuz\u00fcglich Arbeitskosten&nbsp;<a href=\"https:\/\/tdcustoms.com\/lumilor\/electroluminescent-paint-questions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Eine komplette Motorradverkleidung zu beschichten, konnte schnell mehrere tausend Dollar kosten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Leuchtfarbe selbst ist nach Angaben der Hersteller auf eine&nbsp;<strong>Lebensdauer von \u00fcber 50.000 Betriebsstunden<\/strong>&nbsp;ausgelegt \u2013 das entspricht etwa sechs Jahren Dauerbetrieb&nbsp;<a href=\"https:\/\/tdcustoms.com\/lumilor\/electroluminescent-paint-questions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Farbpalette war zun\u00e4chst auf Wei\u00df, Blau, Aquamarin, Gr\u00fcn und Orange beschr\u00e4nkt&nbsp;<a href=\"https:\/\/tdcustoms.com\/lumilor\/electroluminescent-paint-questions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>, was den physikalischen Gegebenheiten des Phosphormaterials geschuldet ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zukunftsperspektiven und Herausforderungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Technologie steht an einem interessanten Punkt. Einerseits sind die technischen Grundlagen etabliert, und die Anzahl zertifizierter Anwender w\u00e4chst. Andererseits bleibt die Verbreitung aufgrund der hohen Kosten und der komplexen Applikation auf Nischenm\u00e4rkte beschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine entscheidende Entwicklung der kommenden Jahre wird die Frage sein, ob es gelingt, die Anwendung zu vereinfachen. Mastrian deutete 2015 an, dass die Firma an Versionen arbeite, die auch von Laien mit einigem Erfolg angewendet werden k\u00f6nnen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.maxim.com\/rides\/lumilor-brings-new-life-lexus-rc-f\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Ob diese Demokratisierung der Technologie gelingt, wird \u00fcber ihren Weg vom exklusiven Customizing-Werkzeug zum allt\u00e4glichen Gestaltungsmittel entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel dazu treiben Fortschritte in der Leistungselektronik die Entwicklung effizienter und kompakterer Treiber voran. Die Herausforderungen \u00e4hneln dabei denen bei LED-Treibern: Hohe Effizienz, lange Lebensdauer und kompakte Bauweise bei gleichzeitiger Beherrschung der notwendigen Wechselspannungserzeugung&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.elektroniknet.de\/smarter-world\/smart-building-smart-home\/treiber-fuer-kleine-und-grosse-lichter.86372.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.suretron.com\/de\/Is-An-LED-Driver-AC-Or-DC-id49516385.html?_t=1767118319\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Vom T\u00fcftlerprojekt zur etablierten Technologie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andy Zinkos Geschichte ist exemplarisch f\u00fcr eine bestimmte Form der Innovation: Sie entsteht nicht in einem industriellen Forschungslabor, sondern in der Werkstatt eines kreativen Handwerkers, der ein Problem nicht akzeptieren will. Die elektrolumineszente Spr\u00fchfarbe ist keine Erfindung, die aus heiterem Himmel kam, sondern die logische Weiterentwicklung einer vorhandenen Technologie \u2013 der Elektrolumineszenz \u2013 durch die Integration in ein neues Anwendungsfeld.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was Zinko gelang, war die&nbsp;<strong>\u00dcbersetzung eines physikalischen Prinzips in eine handwerkliche Technik<\/strong>. Die Leuchtfarbe ist heute da, wo sie hingeh\u00f6rt: nicht mehr nur in den H\u00e4nden des Erfinders selbst, sondern in einem Netzwerk zertifizierter Fachbetriebe, die sie f\u00fcr zahlende Kunden applizieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob die Technologie jemals den Sprung in den Massenmarkt schaffen wird, bleibt abzuwarten. Ihr Potenzial liegt weniger in der Alltagsbeleuchtung \u2013 daf\u00fcr gibt es mit LEDs l\u00e4ngst effizientere Alternativen \u2013 als vielmehr in der Verbindung von&nbsp;<strong>Oberfl\u00e4chengestaltung und dynamischem Licht<\/strong>. Wo Design, Kunst und Technik verschmelzen sollen, bietet Zinkos Erfindung ein einzigartiges Werkzeug.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zukunft k\u00f6nnte zeigen, dass die eigentliche Innovation nicht in der Lichtfarbe selbst lag, sondern in der Idee, Licht \u00fcberhaupt als Beschichtung zu begreifen \u2013 und damit die Trennung zwischen &#8222;Oberfl\u00e4che&#8220; und &#8222;Lichtquelle&#8220; aufzuheben.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>TD Customs:\u00a0<em>Electroluminescent Paint | Certified Lumilor Lab<\/em>, 2015-10-12. [online] URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/tdcustoms.com\/lumilor\/electroluminescent-paint-questions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/tdcustoms.com\/lumilor\/electroluminescent-paint-questions\/<\/a>\u00a0(abgerufen am 22.03.2026)<\/li>\n\n\n\n<li>Yasuyuki Kitada, Noboru Masuda, Hiroshi Nakane, Sadao Yamazaki:\u00a0<em>A Study of a Stable Driving Circuit for Arbitrary-Shaped Electroluminescent Elements<\/em>. In: IEICE TRANSACTIONS on Fundamentals, Vol. E86-A, No. 2, S. 404\u2013410, Februar 2003. [online] URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/de.globals.ieice.org\/en_transactions\/fundamentals\/10.1587\/e86-a_2_404\/_p\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de.globals.ieice.org\/en_transactions\/fundamentals\/10.1587\/e86-a_2_404\/_p<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Maxim:\u00a0<em>Lumilor Brings New Life to the Lexus RC F<\/em>, 2015-07-23. [online] URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.maxim.com\/rides\/lumilor-brings-new-life-lexus-rc-f\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.maxim.com\/rides\/lumilor-brings-new-life-lexus-rc-f\/<\/a>\u00a0(abgerufen am 22.03.2026)<\/li>\n\n\n\n<li>TD Customs:\u00a0<em>Electroluminescent Paint Lights Up the Dragon Bike<\/em>, 2015-10-11. [online] URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/tdcustoms.com\/electroluminescent-paint-lights-dragon-bike\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/tdcustoms.com\/electroluminescent-paint-lights-dragon-bike\/<\/a>\u00a0(abgerufen am 22.03.2026)<\/li>\n\n\n\n<li>DIN EN 50050-1:2014-03:\u00a0<em>Elektrostatische Handspr\u00fcheinrichtungen \u2013 Sicherheitsanforderungen \u2013 Teil 1: Handspr\u00fcheinrichtungen f\u00fcr entz\u00fcndbare fl\u00fcssige Beschichtungsstoffe<\/em>. Beuth Verlag, Berlin.<\/li>\n\n\n\n<li>DIN EN 50050-3:2014-03:\u00a0<em>Elektrostatische Handspr\u00fcheinrichtungen \u2013 Sicherheitsanforderungen \u2013 Teil 3: Handspr\u00fcheinrichtungen f\u00fcr entz\u00fcndbaren Flock<\/em>. Beuth Verlag, Berlin.<\/li>\n\n\n\n<li>Schweizerische Eidgenossenschaft:\u00a0<em>Verordnung \u00fcber die Verh\u00fctung von Unf\u00e4llen und Berufskrankheiten beim Spritzen von Farben oder Lacken<\/em>\u00a0(SR 832.314.12), Art. 41, 1966-04-05.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DerSchneider Stellen Sie sich vor, Sie k\u00f6nnten Licht auf eine Oberfl\u00e4che spr\u00fchen \u2013 nicht als Farbe, die im Dunkeln nachleuchtet, sondern als echte, elektrisch schaltbare Beleuchtung. Was wie Science-Fiction aus einem&nbsp;Tron-Film klingt, ist seit 2010 Realit\u00e4t. Die Geschichte dieser Technologie ist untrennbar mit einem Namen verbunden:&nbsp;Andy Zinko&nbsp;(in einigen Quellen als&nbsp;Zsinko&nbsp;gef\u00fchrt), ein Autolackierer aus Ohio, der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43,19],"tags":[422,2007,2170,4248,6579,6859,7617],"class_list":["post-2665","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erfinder-personlichkeiten","category-im-ruckspiegel","tag-andy-zinko","tag-elektrolumineszenz","tag-erfinderpersonlichkeit","tag-lumilor","tag-spruhfarbe","tag-technikgeschichte","tag-wechselspannung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2665","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2665"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2665\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2665"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2665"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2665"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}