{"id":3485,"date":"2026-06-24T08:23:00","date_gmt":"2026-06-24T06:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/g7itchme.wordpress.com\/?p=3485"},"modified":"2026-06-24T08:23:00","modified_gmt":"2026-06-24T06:23:00","slug":"d-a-r-y-l-zwischen-mensch-und-maschine-die-geschichte-eines-vergessenen-cyborg-kinderfilms-der-80er","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/d-a-r-y-l-zwischen-mensch-und-maschine-die-geschichte-eines-vergessenen-cyborg-kinderfilms-der-80er\/","title":{"rendered":"D.A.R.Y.L. \u2013 Zwischen Mensch und Maschine: Die Geschichte eines vergessenen Cyborg-Kinderfilms der 80er"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Autor:<\/strong>&nbsp;DerSchneider<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt Filme, die bei ihrem Erscheinen kaum Beachtung finden, Jahre sp\u00e4ter jedoch als unerkannte Wegbereiter eines Genres gelten. Einer dieser Filme ist&nbsp;<strong>D.A.R.Y.L.<\/strong>&nbsp;aus dem Jahr 1985. Die Geschichte eines Jungen, der sich als hochentwickelter Cyborg entpuppt, geriet schnell in Vergessenheit \u2013 zu Unrecht. Denn bei genauerem Hinsehen offenbart sich ein faszinierendes Zeitdokument, das die \u00c4ngste und Hoffnungen einer \u00c4ra einf\u00e4ngt, in der der Personalcomputer Einzug in die Wohnzimmer hielt und die Frage nach der Grenze zwischen Mensch und Maschine erstmals im gro\u00dfen Stil diskutiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Artikel beleuchtet die Entstehungsgeschichte des Films, seine technischen Hintergr\u00fcnde und seine Rezeption. Dabei wird nicht nur der Film selbst betrachtet, sondern auch der kulturelle und technologische Kontext der Mitte der 1980er Jahre.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Geschichte des Films \u2013 Ein Cyborg auf der Suche nach Identit\u00e4t<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Handlung von D.A.R.Y.L. folgt einem klaren, aber effektiven Drehbuchschema: Ein Junge wird verwirrt an einer Landstra\u00dfe aufgefunden und in eine Pflegefamilie gegeben. Schnell zeigt sich, dass Daryl (gespielt von Barret Oliver) kein gew\u00f6hnlicher Junge ist \u2013 er besitzt \u00fcbermenschliche Reflexe, perfekte schulische Leistungen und eine unheimliche Affinit\u00e4t zu Computern. Die Pflegeeltern Joyce und Andy Richardson (Mary Beth Hurt und Michael McKean) sowie sein Freund &#8222;Turtle&#8220; (Danny Corkill) lernen ihn als liebenswerten, wenn auch eigenartigen Jungen kennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Aufl\u00f6sung folgt, als Milit\u00e4rangeh\u00f6rige Daryl zur\u00fcckholen: Er ist kein Mensch, sondern&nbsp;<strong>D.A.R.Y.L.<\/strong>&nbsp;\u2013 ein Akronym f\u00fcr&nbsp;<strong>D<\/strong>ata&nbsp;<strong>A<\/strong>nalyzing&nbsp;<strong>R<\/strong>obot&nbsp;<strong>Y<\/strong>outh&nbsp;<strong>L<\/strong>ifeform (alternativ: Data Analysing Robot Youth Lifeform), eine milit\u00e4rische Waffe in Gestalt eines zehnj\u00e4hrigen Jungen. Was folgt, ist eine klassische Fluchtgeschichte, in deren Verlauf Daryl zunehmend menschliche Z\u00fcge annimmt \u2013 bis hin zur finalen Frage, ob ein Wesen, das Emotionen zeigt, nicht auch als Mensch gelten muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Film ist in seiner Grundstruktur ein typisches Produkt seiner Zeit: Er kombiniert die damals popul\u00e4re Computerangst (Terminator erschien nur ein Jahr zuvor) mit dem zeitlosen Motiv des Au\u00dfenseiters, der nach Zugeh\u00f6rigkeit sucht. Der entscheidende Unterschied zu d\u00fcstereren Vertretern des Genres: D.A.R.Y.L. ist ein Familienfilm, der ohne Gewaltexzesse auskommt und auf Vers\u00f6hnung setzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hintergr\u00fcnde zum Drehbuch \u2013 Ein Original unter Verschluss<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Drehbuch zu D.A.R.Y.L. wurde von&nbsp;<strong>David Ambrose<\/strong>,&nbsp;<strong>Allan Scott<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Jeffrey Ellis<\/strong>&nbsp;verfasst. Es handelt sich \u2013 anders als bei vielen Science-Fiction-Filmen dieser Zeit \u2013 um ein&nbsp;<strong>Originaldrehbuch<\/strong>, nicht um die Adaption eines Romans. Die sp\u00e4ter erschienene Buchversion von N. H. Kleinbaum ist eine sogenannte &#8222;Novelization&#8220;, also ein nachtr\u00e4glich zum Film verfasstes Begleitbuch, nicht die Vorlage.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wikiwand.com\/en\/articles\/D.A.R.Y.L\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders bemerkenswert ist die Geheimhaltung, die das Projekt umgab. Laut Unterlagen des American Film Institute wurde die Handlung noch w\u00e4hrend der Dreharbeiten streng geheim gehalten \u2013 selbst die Bedeutung des Akronyms D.A.R.Y.L. wurde erst kurz vor dem Start der Publicity-Kampagne im Februar 1985 preisgegeben.&nbsp;<a href=\"https:\/\/catalog.afi.com\/Film\/57561-DARYL#2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Diese Geheimnistuerei war ungew\u00f6hnlich f\u00fcr einen Familienfilm und zeigt, dass die Produzenten durchaus das Potenzial der \u00fcberraschenden Enth\u00fcllung erkannten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Regie \u2013 Simon Wincer zwischen Effekt und Emotion<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Regie \u00fcbernahm der australische Filmemacher&nbsp;<strong>Simon Wincer<\/strong>, der zuvor vor allem durch Fernsehproduktionen bekannt geworden war und sp\u00e4ter mit&nbsp;<em>Free Willy \u2013 Ruf der Freiheit<\/em>&nbsp;(1993) einen gro\u00dfen Erfolg landen sollte. Wincers Stil in D.A.R.Y.L. ist von einer gewissen N\u00fcchternheit gepr\u00e4gt \u2013 was von Kritikern oft als mangelndes Tempo oder &#8222;bland&#8220; kritisiert wurde.&nbsp;<a href=\"https:\/\/simple.wikipedia.org\/wiki\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/library.kiwix.org\/content\/wikipedia_en_all_maxi\/A\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch gelingt ihm ein Kunstst\u00fcck: Er inszeniert die Actionsequenzen (insbesondere die Flucht mit dem gestohlenen SR-71 Blackbird und die Verfolgungsjagden) handwerklich solide, ohne dabei die emotionale Ebene zu vernachl\u00e4ssigen. Die Beziehung zwischen Daryl und seiner Pflegefamilie steht stets im Vordergrund. Dass der Film heute vor allem als &#8222;Kindheitserinnerung&#8220; einer ganzen Generation gilt, ist nicht zuletzt Wincers Gesp\u00fcr f\u00fcr die richtige Balance zwischen Spannung und Herz zu verdanken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schauspieler \u2013 Ein Kinderstar und seine Mitstreiter<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Besetzung war ein Gl\u00fccksfall.&nbsp;<strong>Barret Oliver<\/strong>&nbsp;in der Titelrolle war bereits durch&nbsp;<em>Die unendliche Geschichte<\/em>&nbsp;(1984) bekannt, wo er den Helden Bastian Balthasar Bux spielte. Seine Darstellung des Daryl ist bemerkenswert, weil er die Gratwanderung zwischen roboterhafter Perfektion und erwachender Menschlichkeit \u00fcberzeugend meistert. Dass er f\u00fcr diese Leistung 1986 mit dem&nbsp;<strong>Saturn Award als bester Jungdarsteller<\/strong>&nbsp;ausgezeichnet wurde, spricht f\u00fcr sich.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wikiwand.com\/en\/articles\/D.A.R.Y.L\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mary Beth Hurt und Michael McKean als Pflegeeltern liefern solide Charakterdarstellungen, auch wenn sie im Schatten des Kinderstars stehen. Hervorzuheben ist&nbsp;<strong>Danny Corkill<\/strong>&nbsp;als &#8222;Turtle&#8220;, Daryls Freund, der mit seiner frechen, manchmal derben Art den notwendigen Kontrapunkt setzt.&nbsp;<a href=\"https:\/\/sony.fandom.com\/wiki\/D.A.R.Y.L.?diff=prev&amp;oldid=27844\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spezialeffekte \u2013 Handwerk aus der Pr\u00e4-Computer-\u00c4ra<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Spezialeffekte des Films stammen von&nbsp;<strong>Dream Quest Images<\/strong>, einem damals aufstrebenden Effektehaus. Besonders aufwendig war die Sequenz mit der&nbsp;<strong>Lockheed SR-71 Blackbird<\/strong>, einem strategischen Aufkl\u00e4rungsflugzeug, das Daryl im Film stiehlt. Hier arbeitete man mit Miniaturen und realen Luftaufnahmen \u2013 eine aufwendige, aber effektive Methode vor dem Zeitalter der Computeranimation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Computerdarstellungen (etwa die Terminal-Abfragen und die grafischen Anzeigen im Labor) wurden von Spezialisten f\u00fcr Graphik- und Video-Displays realisiert.&nbsp;<a href=\"https:\/\/catalog.afi.com\/Film\/57561-DARYL#2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Interessant ist ein Detail: Die Szenen mit den Computern auf dem Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt entstanden in den hinteren Computerr\u00e4umen des&nbsp;<strong>EPCOT Center<\/strong>&nbsp;in Walt Disney World \u2013 eine ironische Wahl, bedenkt man, dass EPCOT eigentlich die Zukunft positiv zelebrierte.&nbsp;<a href=\"https:\/\/s.media-imdb.com\/title\/tt0088979\/trivia\/?tab=gf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kuriosit\u00e4ten und bemerkenswerte Details<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Details sind heute aus technikhistorischer Perspektive besonders interessant:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Das Videospiel<\/strong>: Das Spiel, das Daryl im Film meistert, ist\u00a0<em>Pole Position<\/em>\u00a0(1982), vermutlich auf einer\u00a0<strong>ATARI 600XL<\/strong>\u00a0oder\u00a0<strong>800XL<\/strong>\u00a0gespielt. Die Szene, in der Daryl das Spiel durch reine Analyse der Maschinencode-Abl\u00e4ufe perfekt beherrscht, ist eine fr\u00fche filmische Referenz auf das Konzept des &#8222;Speedruns&#8220; oder des Ausnutzens von Programmstrukturen.\u00a0<a href=\"https:\/\/s.media-imdb.com\/title\/tt0088979\/trivia\/?tab=gf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der Turing-Test<\/strong>: Dr. Lamb zitiert im Film eine Variante des ber\u00fchmten\u00a0<strong>Turing-Tests<\/strong>: &#8222;General, a machine becomes human &#8230; when you can&#8217;t tell the difference anymore.&#8220; Diese Zeile ist ein direktes Zitat des Konzepts von Alan Turing, das 1950 die Frage aufwarf, ob eine Maschine denken kann. Dass diese philosophische Referenz in einem Kinderfilm der 80er auftaucht, ist bemerkenswert.\u00a0<a href=\"https:\/\/s.media-imdb.com\/title\/tt0088979\/trivia\/?tab=gf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Rechtschreibung<\/strong>: Das Akronym wird auf einem Bildschirm im Film als &#8222;Data Analysing Robot Youth Lifeform&#8220; dargestellt \u2013 mit der britischen Schreibweise &#8222;Analysing&#8220;. Dies ist ein kleiner Hinweis auf die britische Produktionsbeteiligung (World Film Services).\u00a0<a href=\"https:\/\/s.media-imdb.com\/title\/tt0088979\/trivia\/?tab=gf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Drehorte<\/strong>: Der Film entstand an mehreren Orten: in den\u00a0<strong>Pinewood Studios<\/strong>\u00a0bei London, in\u00a0<strong>Orlando, Florida<\/strong>\u00a0und in\u00a0<strong>Dillsboro, North Carolina<\/strong>. Das fiktive St\u00e4dtchen Barkenton wurde fast vollst\u00e4ndig in Orlando gedreht \u2013 Daryls Haus stand in der 716 Euclid Avenue.\u00a0<a href=\"https:\/\/library.kiwix.org\/content\/wikipedia_en_all_maxi\/A\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/catalog.afi.com\/Film\/57561-DARYL#2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kosten des Films \u2013 Ein kalkuliertes Risiko<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Budget von D.A.R.Y.L. wird \u00fcbereinstimmend mit&nbsp;<strong>10 Millionen US-Dollar<\/strong>&nbsp;angegeben.&nbsp;<a href=\"https:\/\/simple.wikipedia.org\/wiki\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/library.kiwix.org\/content\/wikipedia_en_all_maxi\/A\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/catalog.afi.com\/Film\/57561-DARYL#2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;F\u00fcr einen Familien-Science-Fiction-Film der mittleren Budgetklasse war dies ein kalkuliertes Risiko. Zum Vergleich: Der ein Jahr sp\u00e4ter erschienene&nbsp;<em>Flight of the Navigator<\/em>&nbsp;kostete etwa 9 Millionen Dollar, w\u00e4hrend&nbsp;<em>E.T.<\/em>&nbsp;(1982) mit 10,5 Millionen Dollar auskam. Die Kosten waren also keineswegs \u00fcberh\u00f6ht, aber auch nicht gering.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Finanzierung erfolgte durch&nbsp;<strong>World Film Services<\/strong>, vertrieben wurde der Film in Nordamerika von&nbsp;<strong>Paramount Pictures<\/strong>, international von&nbsp;<strong>Columbia Pictures<\/strong>.&nbsp;<a href=\"https:\/\/simple.wikipedia.org\/wiki\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.wikiwand.com\/en\/articles\/D.A.R.Y.L\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erfolg des Films \u2013 Ein Flop mit Folgen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der kommerzielle Erfolg blieb aus. Der Film spielte in den USA und Kanada lediglich&nbsp;<strong>7,84 Millionen US-Dollar<\/strong>&nbsp;ein, davon 6,56 Millionen im Inland.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.the-numbers.com\/movies\/custom-comparisons\/DARYL\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/library.kiwix.org\/content\/wikipedia_en_all_maxi\/A\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Gemessen am Budget von 10 Millionen war dies ein klarer&nbsp;<strong>Flop<\/strong>&nbsp;(Box-Office-Bomb).&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wikiwand.com\/en\/articles\/D.A.R.Y.L\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Die Gr\u00fcnde sind vielf\u00e4ltig: Das Erscheinungsdatum (Juni 1985) war nicht optimal, die Konkurrenz stark, und die Marketingkampagne konnte die Skepsis der Kritiker nicht ausgleichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kritiken fielen durchwachsen aus:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Vincent Canby<\/strong>\u00a0von der\u00a0<em>New York Times<\/em>\u00a0nannte den Film &#8222;harmlos&#8220; (&#8222;inoffensive&#8220;) aber &#8222;ziemlich albern&#8220; (&#8222;pretty silly&#8220;).\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wikiwand.com\/en\/articles\/D.A.R.Y.L\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/library.kiwix.org\/content\/wikipedia_en_all_maxi\/A\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Paul Attanasio<\/strong>\u00a0von der\u00a0<em>Washington Post<\/em>\u00a0schrieb, das Drehbuch sei &#8222;minderwertig&#8220; (&#8222;moronic&#8220;) und der Regisseur habe &#8222;kein Gesp\u00fcr f\u00fcr Tempo oder Rhythmus&#8220;.\u00a0<a href=\"https:\/\/library.kiwix.org\/content\/wikipedia_en_all_maxi\/A\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Leonard Maltin<\/strong>\u00a0bezeichnete ihn in\u00a0<em>Entertainment Tonight<\/em>\u00a0als &#8222;einen der langweiligsten Filme des Jahres&#8220;.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wikiwand.com\/en\/articles\/D.A.R.Y.L\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/library.kiwix.org\/content\/wikipedia_en_all_maxi\/A\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant ist die geteilte Meinung des ber\u00fchmten Kritikerduos&nbsp;<strong>Siskel &amp; Ebert<\/strong>: Gene Siskel gab Daumen nach unten (&#8222;predictable and formulaic&#8220;), w\u00e4hrend&nbsp;<strong>Roger Ebert<\/strong>&nbsp;den Film empfahl und das Ende lobte, das er mit dem Film&nbsp;<em>Charly<\/em>&nbsp;(1968) verglich.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wikiwand.com\/en\/articles\/D.A.R.Y.L\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/sony.fandom.com\/wiki\/D.A.R.Y.L.?diff=prev&amp;oldid=27844\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tabellarische \u00dcbersicht<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Kategorie<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Details<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>Originaltitel<\/strong><\/td><td>D.A.R.Y.L.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Deutscher Titel<\/strong><\/td><td>D.A.R.Y.L. \u2013 Der Au\u00dfergew\u00f6hnliche<\/td><\/tr><tr><td><strong>Regie<\/strong><\/td><td>Simon Wincer<\/td><\/tr><tr><td><strong>Drehbuch<\/strong><\/td><td>David Ambrose, Allan Scott, Jeffrey Ellis<\/td><\/tr><tr><td><strong>Produktion<\/strong><\/td><td>John Heyman, Burtt Harris, Gabrielle Kelly<\/td><\/tr><tr><td><strong>Hauptdarsteller<\/strong><\/td><td>Barret Oliver, Mary Beth Hurt, Michael McKean, Danny Corkill, Josef Sommer<\/td><\/tr><tr><td><strong>Musik<\/strong><\/td><td>Marvin Hamlisch<\/td><\/tr><tr><td><strong>Budget<\/strong><\/td><td>ca. 10 Millionen US-Dollar&nbsp;<a href=\"https:\/\/simple.wikipedia.org\/wiki\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/td><\/tr><tr><td><strong>Einspielergebnis (US)<\/strong><\/td><td>6,56 Millionen US-Dollar&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.the-numbers.com\/movies\/custom-comparisons\/DARYL\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/td><\/tr><tr><td><strong>Einspielergebnis (weltweit)<\/strong><\/td><td>ca. 7,84 Millionen US-Dollar&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.the-numbers.com\/movies\/custom-comparisons\/DARYL\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/td><\/tr><tr><td><strong>Erscheinungsdatum (US)<\/strong><\/td><td>14. Juni 1985<\/td><\/tr><tr><td><strong>Laufzeit<\/strong><\/td><td>100 Minuten<\/td><\/tr><tr><td><strong>Altersfreigabe<\/strong><\/td><td>PG (MPAA)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wochenend-Box-Office-Verlauf<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Woche<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Rang<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Einspiel (US-Dollar)<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Ver\u00e4nderung<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Theater<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Schnitt pro Kino<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>1 (14.\u201316. Juni 1985)<\/td><td>7<\/td><td>2.649.832<\/td><td>\u2014<\/td><td>1.100<\/td><td>2.409<\/td><\/tr><tr><td>2 (21.\u201323. Juni 1985)<\/td><td>12<\/td><td>1.352.244<\/td><td>-49 %<\/td><td>1.100<\/td><td>1.229<\/td><\/tr><tr><td>3 (28.\u201330. Juni 1985)<\/td><td>15<\/td><td>571.056<\/td><td>-58 %<\/td><td>686<\/td><td>832<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Datenquelle: The Numbers<\/em>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.the-numbers.com\/movies\/custom-comparisons\/DARYL\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/oak3.the-numbers.com\/movie\/DARYL#tab=summary\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einordnung und Fazit \u2013 Warum D.A.R.Y.L. heute relevant ist<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus heutiger Perspektive ist D.A.R.Y.L. mehr als nur ein gescheiterter Film aus den 80ern. Er ist ein&nbsp;<strong>technikhistorisches Dokument<\/strong>, das die naive Hoffnung einer \u00c4ra einf\u00e4ngt, in der Computer noch als Werkzeuge des Guten \u2013 oder zumindest als neutral zu beeinflussende Systeme \u2013 galten. Der Film thematisiert auf seine Weise die Frage, die uns heute mehr denn je besch\u00e4ftigt:&nbsp;<strong>Wann wird eine Maschine zum Wesen?<\/strong>&nbsp;Die Antwort des Films ist eindeutig: Wenn sie Gef\u00fchle entwickelt, wenn sie Freundschaft schlie\u00dft, wenn sie sich opfert. Das ist sicherlich einfach gedacht \u2013 aber f\u00fcr einen Familienfilm der 80er durchaus ambitioniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass der Film an den Kinokassen scheiterte, lag weniger an seiner Qualit\u00e4t als an seiner Unentschlossenheit: Er war zu sentimental f\u00fcr die harte Science-Fiction-Fraktion, zu technisch f\u00fcr das reine Familienpublikum. Die&nbsp;<strong>gemischten Kritiken<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/simple.wikipedia.org\/wiki\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;spiegeln genau diese Verortung zwischen den St\u00fchlen wider.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch hat D.A.R.Y.L. \u00fcberlebt \u2013 als&nbsp;<strong>Kultfilm<\/strong>, als Kindheitserinnerung, als Beispiel daf\u00fcr, wie ein vermeintlicher Flop im R\u00fcckblick an Strahlkraft gewinnen kann. Wer ihn heute sieht, entdeckt nicht nur ein St\u00fcck Filmgeschichte, sondern auch einen fr\u00fchen Versuch, die gro\u00dfe Frage nach Mensch und Maschine f\u00fcr ein junges Publikum zu \u00f6ffnen. Und das ist mehr, als viele erfolgreichere Filme ihrer Zeit behaupten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>&#8222;D.A.R.Y.L. \u2013 Simple English Wikipedia&#8220;, Wikipedia, 29. Dezember 2022.\u00a0<a href=\"https:\/\/simple.wikipedia.org\/wiki\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;D.A.R.Y.L. \u2013 Wikiwand&#8220;, Wikiwand (basierend auf Wikipedia), o. D.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wikiwand.com\/en\/articles\/D.A.R.Y.L\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;Movie Comparison: D.A.R.Y.L. (1985)&#8220;, The Numbers, o. D.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.the-numbers.com\/movies\/custom-comparisons\/DARYL\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;D.A.R.Y.L. \u2013 Sony Fandom&#8220;, Fandom, 5. M\u00e4rz 2022.\u00a0<a href=\"https:\/\/sony.fandom.com\/wiki\/D.A.R.Y.L.?diff=prev&amp;oldid=27844\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;D.A.R.Y.L. \u2013 Kiwix Library&#8220;, Kiwix (Wikipedia-Spiegel), o. D.\u00a0<a href=\"https:\/\/library.kiwix.org\/content\/wikipedia_en_all_maxi\/A\/D.A.R.Y.L.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;D.A.R.Y.L. (1985) \u2013 Trivia&#8220;, IMDb, o. D.\u00a0<a href=\"https:\/\/s.media-imdb.com\/title\/tt0088979\/trivia\/?tab=gf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;D.A.R.Y.L. \u2013 AFI Catalog of Feature Films&#8220;, American Film Institute, o. D.\u00a0<a href=\"https:\/\/catalog.afi.com\/Film\/57561-DARYL#2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;D.A.R.Y.L. (1985) \u2013 Box Office and Financial Information&#8220;, The Numbers, o. D.\u00a0<\/li>\n<\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor:&nbsp;DerSchneider Einleitung Es gibt Filme, die bei ihrem Erscheinen kaum Beachtung finden, Jahre sp\u00e4ter jedoch als unerkannte Wegbereiter eines Genres gelten. Einer dieser Filme ist&nbsp;D.A.R.Y.L.&nbsp;aus dem Jahr 1985. Die Geschichte eines Jungen, der sich als hochentwickelter Cyborg entpuppt, geriet schnell in Vergessenheit \u2013 zu Unrecht. 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