{"id":352,"date":"2026-03-04T10:09:52","date_gmt":"2026-03-04T09:09:52","guid":{"rendered":"https:\/\/iobseu-xejul.wordpress.com\/?p=352"},"modified":"2026-03-04T10:09:52","modified_gmt":"2026-03-04T09:09:52","slug":"veb-mikroelektronik-vom-sand-zum-silizium-warum-erfurt-beinahe-das-silicon-valley-geworden-ware","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/veb-mikroelektronik-vom-sand-zum-silizium-warum-erfurt-beinahe-das-silicon-valley-geworden-ware\/","title":{"rendered":"VEB Mikroelektronik &#8211; Vom Sand zum Silizium: Warum Erfurt beinahe das Silicon Valley geworden w\u00e4re"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine technikhistorische Analyse des VEB Kombinats Mikroelektronik Erfurt zwischen Pioniergeist, Embargo und Systemkollaps<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einleitung: Die digitale Vision im Arbeiter- und Bauernstaat<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte der deutschen Halbleiterindustrie ist eine Geschichte der zwei Geschwindigkeiten. W\u00e4hrend sich im Westen der Siemens-Konzern und der aufstrebende Chip-Pionier Infineon etablierten, entstand im Osten ein zweites, nahezu unbekanntes Epizentrum der Mikroelektronik. Es lag nicht in Kalifornien, sondern in Th\u00fcringen und Sachsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die These, dass Erfurt beinahe das Silicon Valley geworden w\u00e4re, ist keine Nostalgie Verkl\u00e4rung. Sie basiert auf der n\u00fcchternen Betrachtung einer beispiellosen Ressourcenkonzentration. Das VEB Kombinat Mikroelektronik Erfurt (KME) besch\u00e4ftigte 1989 \u00fcber 60.000 Menschen und war der gr\u00f6\u00dfte geschlossene Halbleiterkomplex Europas&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Infrastruktur, die hier zwischen 1978 und 1990 entstand \u2013 drei hochmoderne Chipfabriken im Erfurter S\u00fcd-Osten (ESO I-III) \u2013 \u00fcbertraf in ihrer geplanten Dimension alles, was die Bundesrepublik damals an einem einzelnen Standort zu bieten hatte&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pointe dieser Geschichte ist nicht das Scheitern an sich, sondern die N\u00e4he des Erfolgs. Als die Mauer fiel, stand die 1-Mbit-DRAM-Fertigung in ESO III kurz vor der Serienreife, der 32-Bit-Prozessor U80701 war als Funktionsmuster pr\u00e4sentiert. Der R\u00fcckstand zum Weltniveau war auf zwei bis drei Jahre geschrumpft. Dann wurde die Steckdose gezogen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. Die strategische Wende: Mikroelektronik als &#8222;Schl\u00fcsseltechnologie&#8220;<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geburtsstunde des &#8222;Silicon Valley Erfurt&#8220; schlug nicht in den 1980er Jahren, sondern bereits 1977. Auf der 4. Tagung des ZK der SED im Dezember 1976 erkl\u00e4rte Minister Steger die Beherrschung der Mikroelektronik zur &#8222;Kernfrage der weiteren wissenschaftlich-technischen Entwicklung&#8220;&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.kommunismusgeschichte.de\/ddr-a-z\/1985?tx_sedaktuelles_pi1%5Baction%5D=show&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bcontroller%5D=Aktuelles&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bwikipageid%5D=sbzvonabisz%3A1985%3Amikroelektronik&amp;type=0%27%22%27nvopzp%3B%20and%201%3D1%20or%20%28%3C%27%22%3Eiko%29%29%2C%2C1714043768&amp;cHash=1c0048461792ac3177af476f306a1305\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Dies war der Bruch mit einer fast zwei Jahrzehnte w\u00e4hrenden Lethargie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits 1958 hatte die DDR-Forschung im Institut f\u00fcr Halbleitertechnik Teltow begonnen, doch die Produktion beschr\u00e4nkte sich lange auf einfache Dioden und Transistoren aus Freiberg und Frankfurt (Oder)&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.kommunismusgeschichte.de\/ddr-a-z\/1985?tx_sedaktuelles_pi1%5Baction%5D=show&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bcontroller%5D=Aktuelles&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bwikipageid%5D=sbzvonabisz%3A1985%3Amikroelektronik&amp;type=0%27%22%27nvopzp%3B%20and%201%3D1%20or%20%28%3C%27%22%3Eiko%29%29%2C%2C1714043768&amp;cHash=1c0048461792ac3177af476f306a1305\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Walter Ulbricht wies zwar 1963 erstmals auf die &#8222;umw\u00e4lzenden M\u00f6glichkeiten&#8220; der Mikroelektronik hin, doch die Appelle verpufften&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.kommunismusgeschichte.de\/ddr-a-z\/1985?tx_sedaktuelles_pi1%5Baction%5D=show&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bcontroller%5D=Aktuelles&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bwikipageid%5D=sbzvonabisz%3A1985%3Amikroelektronik&amp;type=0%27%22%27nvopzp%3B%20and%201%3D1%20or%20%28%3C%27%22%3Eiko%29%29%2C%2C1714043768&amp;cHash=1c0048461792ac3177af476f306a1305\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst Mitte der 1970er Jahre erkannte die SED-F\u00fchrung, dass die herk\u00f6mmliche Elektromechanik nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hig war. Die Folge war ein Beschluss des Ministerrates, der die Elektronik-Industrie radikal umstrukturierte. Am 1. Januar 1978 entstand das Kombinat Mikroelektronik Erfurt unter der Leitung von Heinz Wedler&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Parallel wurden Robotron Dresden und Carl Zeiss Jena aufger\u00fcstet.&nbsp;<strong>Das Ziel: Autarkie vom Westen.<\/strong>&nbsp;Die Logik des Kalten Krieges \u2013 verk\u00f6rpert durch das CoCom-Embargo \u2013 zwang die DDR zu einem nationalen Kraftakt, der wirtschaftlich irrational, technologisch aber atemberaubend ambitioniert war&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.galaxus.de\/de\/page\/auch-in-der-ddr-wurden-computer-hergestellt-sie-waren-jedoch-kaum-erschwinglich-27686\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">II. Die Ikone des Erfolgs: Der U880 und die Demokratisierung der Datenverarbeitung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn es einen Gegenstand gibt, der den Respekt vor der Ingenieursleistung des KME begr\u00fcndet, dann ist es der U880. Dieser Chip war der heimliche Volkscomputer der DDR.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch gesehen war der U880 ein nicht lizenzierter Nachbau des Zilog Z80&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.focus.de\/digital\/computer\/computergeschichte\/ddr-technik-bastel-pcs-und-volks-chips_id_1875212.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.kustodie.ovgu.de\/Okt-p-364.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Doch diese Beschreibung wird dem Objekt nicht gerecht. Die Entwickler in Erfurt kopierten nicht einfach; sie optimierten. Der U880 wurde unter den Bedingungen des Embargos entwickelt, ohne Zugang zu westlichen Maskens\u00e4tzen oder Originaldokumentationen. Es war Reverse Engineering auf h\u00f6chstem Niveau. Ab 1980 im VEB Mikroelektronik \u201eKarl Marx\u201c gefertigt, steckte der 8-Bitter in nahezu jedem DDR-Rechner&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.galaxus.de\/de\/page\/auch-in-der-ddr-wurden-computer-hergestellt-sie-waren-jedoch-kaum-erschwinglich-27686\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die soziale Wirkung dieses Chips kann kaum \u00fcbersch\u00e4tzt werden. Er trieb den PC 1715 an, der trotz seines Preises von \u00fcber 19.000 Mark das R\u00fcckgrat der ostdeutschen B\u00fcroautomation bildete&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.galaxus.de\/de\/page\/auch-in-der-ddr-wurden-computer-hergestellt-sie-waren-jedoch-kaum-erschwinglich-27686\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Er war das Gehirn der Kleincomputer KC85\/2 bis KC85\/4, die im VEB Mikroelektronik &#8222;Wilhelm Pieck&#8220; in M\u00fchlhausen gefertigt wurden und einer ganzen Generation von Jugendlichen den ersten Zugang zur Programmierung erm\u00f6glichten&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.robotrontechnik.de\/html\/standorte\/kme.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Und er war das Herzst\u00fcck des legend\u00e4ren Bausatzrechners Z1013, der f\u00fcr 650 Mark den Traum vom eigenen Computer zumindest als L\u00f6tkit wahr werden lie\u00df&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.galaxus.de\/de\/page\/auch-in-der-ddr-wurden-computer-hergestellt-sie-waren-jedoch-kaum-erschwinglich-27686\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der U880 beweist:&nbsp;<strong>Die DDR hatte das Personal.<\/strong>&nbsp;Sie hatte die Mathematiker, die Physiker und die Feinwerker. Was ihr fehlte, waren die Maschinen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">III. Das Prestigeprojekt und seine Schatten: Der Kampf um das 1-Mbit-DRAM<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der U880 den Alltag pr\u00e4gte, entschied sich das Schicksal des Kombinats in der Spitzentechnologie. Das Prestigeprojekt war der 1-Mbit-Speicherchip U61000.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dramaturgie dieses Projekts ist geradezu shakespearisch. Japanische Firmen wie Toshiba produzierten den 1-Mbit-Chip bereits ab 1986 serienm\u00e4\u00dfig&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.focus.de\/digital\/computer\/computergeschichte\/ddr-technik-bastel-pcs-und-volks-chips_id_1875212.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die DDR versuchte, einen R\u00fcckstand von vier Jahren in weniger als zwei Jahren aufzuholen. Daf\u00fcr wurde das Werk ESO III gebaut \u2013 eine Fabrik der 1-\u00b5m-Klasse, ausgestattet mit teils illegal \u00fcber Mittelsm\u00e4nner beschafften westlichen Steppern und Belichtern&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.focus.de\/digital\/computer\/computergeschichte\/ddr-technik-bastel-pcs-und-volks-chips_id_1875212.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bild, das sich in das kollektive Ged\u00e4chtnis eingebrannt hat, ist das von Erich Honecker, der auf der Leipziger Fr\u00fchjahrsmesse 1988 durch ein Mikroskop auf einen U61000 blickt&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.focus.de\/digital\/computer\/computergeschichte\/ddr-technik-bastel-pcs-und-volks-chips_id_1875212.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Legende besagt, dass dieser Chip nicht funktionierte. Die Quellenlage ist hier diffizil. Sicher ist: Die Massenproduktion des U61000 kam nicht mehr in Gang. Die Ausbeute an brauchbaren Chips war zu gering, die Defektdichte auf den 150-mm-Wafern zu hoch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch: Das Scheitern des 1-Mbit-DRAMs war kein technologisches, sondern ein zeitliches. Die Entwicklung war abgeschlossen. Die Anlage stand.&nbsp;<strong>Es fehlten Monate, nicht Jahre.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">IV. Der letzte Funke: Der 32-Bit-Prozessor U80701<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch deutlicher wird die Tragik am Ende des Kombinats. Im August 1989, wenige Wochen vor dem Mauerfall, pr\u00e4sentierte Generaldirektor Heinz Wedler seinem Staatsratsvorsitzenden den MME U80701&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/mitteldeutschland\/orte\/erfurt\/zeitreise-erfurt-kombinat-mikroelektronik100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Es war der erste und einzige 32-Bit-Mikroprozessor der DDR.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der U80701 war als Nachbau des Digital Equipment Corporation MicroVAX II konzipiert und sollte das Herzst\u00fcck des Gro\u00dfrechners RVS K 1820 werden&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Dieser Chip markierte den Zenit der DDR-Chiparchitektur. Er war f\u00fcr Strukturbreiten von 1 bis 1,2 \u00b5m ausgelegt und erreichte die Integrationsstufe 5 (VLSI). H\u00e4tte man ihn in Serie gebracht, w\u00e4re die DDR technologisch nahezu gleichauf mit Intel (80386) gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch der U80701 wurde nie in ESO III produziert. Die Massenfertigung sollte 1990 anlaufen \u2013 unter der Regie der Treuhandanstalt&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Nun produzierte man nicht mehr f\u00fcr den Weltmarkt, sondern f\u00fcr die Abwicklung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">V. Das Erbe: Was bleibt von 60.000 Arbeitspl\u00e4tzen?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Niedergang des Kombinats verlief nicht chaotisch, sondern b\u00fcrokratisch exakt. Am 28. Juni 1990 wurde das Kombinat in die PTC-electronic AG umgewandelt, anschlie\u00dfend unter der Holding zerschlagen&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. 2004 war der Liquidationsprozess abgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch die Geschichte endet hier nicht. Es ist bezeichnend f\u00fcr das technologische Potenzial, dass aus der Konkursmasse Unternehmen entstanden, die bis heute existieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>X-FAB Semiconductor Foundries GmbH<\/strong>&nbsp;ist das prominenteste Beispiel. Hervorgegangen aus der Thesys GmbH und der X-FAB GmbH, produziert das Unternehmen noch heute in Erfurt&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/mitteldeutschland\/orte\/erfurt\/zeitreise-erfurt-kombinat-mikroelektronik100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Es ist eines der f\u00fchrenden Foundries f\u00fcr analog-mixed-signal Halbleiter in Europa. Die Sauberkeit der Reinr\u00e4ume, die Disziplin der Prozessabl\u00e4ufe \u2013 dies sind direkte Kontinuit\u00e4ten zum VEB Mikroelektronik &#8222;Karl Marx&#8220;. Hier, in den Hallen von ESO, wurde der Sand der Th\u00fcringer Erde zu Silizium, auch wenn der Traum vom Silicon Valley ausgetr\u00e4umt ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">VI. Analyse: Warum es scheiterte \u2013 und warum es beinahe gelang<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage, warum Erfurt nicht das Silicon Valley wurde, erfordert eine mehrdimensionale Antwort. Sie ist systemisch, technologisch und politisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Das Embargo (CoCom):<\/strong>&nbsp;Der Westen schottete die RGW-Staaten effektiv von der Spitzenforschung ab&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.focus.de\/digital\/computer\/computergeschichte\/ddr-technik-bastel-pcs-und-volks-chips_id_1875212.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.galaxus.de\/de\/page\/auch-in-der-ddr-wurden-computer-hergestellt-sie-waren-jedoch-kaum-erschwinglich-27686\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. W\u00e4hrend Zilog und Intel von einem offenen Innovations- und Zulieferermarkt profitierten, musste Erfurt jede Belichtungsmaschine im Geheimen und zu Wucherpreisen beschaffen. Das Embargo erzwang die Eigenentwicklung, verteuerte sie aber um ein Vielfaches.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Die Planwirtschaft:<\/strong>&nbsp;Der Innovationszyklus eines Chips betr\u00e4gt 18 bis 24 Monate. Die Entscheidungszyklen der SED dauerten oft Jahre. Honecker und Mittag forderten Spitzentechnologie, verweigerten aber die marktwirtschaftliche Logik der sch\u00f6pferischen Zerst\u00f6rung&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.kommunismusgeschichte.de\/ddr-a-z\/1985?tx_sedaktuelles_pi1%5Baction%5D=show&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bcontroller%5D=Aktuelles&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bwikipageid%5D=sbzvonabisz%3A1985%3Amikroelektronik&amp;type=0%27%22%27nvopzp%3B%20and%201%3D1%20or%20%28%3C%27%22%3Eiko%29%29%2C%2C1714043768&amp;cHash=1c0048461792ac3177af476f306a1305\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Kombinate durften nicht pleitegehen, also wurden auch ineffiziente Werke mitgeschleift.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Der Gr\u00f6\u00dfenwahn:<\/strong>&nbsp;Die DDR versuchte, im Alleingang mit dem Weltmarkt zu konkurrieren. Samsung, Toshiba und Intel produzierten Millionen von Einheiten. Die DDR k\u00e4mpfte mit Tausenden.&nbsp;<strong>Mikroelektronik ist eine Kostenkurve.<\/strong>&nbsp;Nur wer Masse produziert, senkt den St\u00fcckpreis. Die DDR produzierte Exzellenz, aber keine Masse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4. Das Timing:<\/strong>&nbsp;Die Wende kam zur Unzeit. 1989\/90 war genau der Moment, in dem die Investitionen der 1980er Jahre Fr\u00fcchte h\u00e4tten tragen sollen. ESO III war fertig, die Technologen eingearbeitet, die Chips designed. Die Abwicklung durch die Treuhand erfolgte nach streng betriebswirtschaftlichen Kriterien. In der Gesamtschau der Bilanz wurde das Kombinat als un\u00f6konomisch liquidiert \u2013 nicht weil es schlecht war, sondern weil der Eigent\u00fcmer wegfiel&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schluss: Vom Sand zum Silizium<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mikroelektronik der DDR war eine Meisterleistung unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit. Sie bewies, dass der deutsche Osten \u00fcber ein industrielles Fundament verf\u00fcgte, das es mit den besten der Welt aufnehmen konnte. Die 60.000 Besch\u00e4ftigten des Kombinats Mikroelektronik Erfurt waren nicht die Verlierer der Geschichte, sondern die Protagonisten eines alternativen Technologiepfades.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erfurt wurde nicht das Silicon Valley. Aber die Saat ist aufgegangen. Wenn heute Intel und TSMC in Magdeburg und Dresden investieren, bauen sie auf einem \u00d6kosystem auf, dessen Wurzeln in den Reinr\u00e4umen von Erfurt, Frankfurt (Oder) und Dresden liegen. Das Silizium, das dort verarbeitet wird, ist das gleiche. Der Sand ist nur anders verteilt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellenverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Monografien und Sammelb\u00e4nde:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Meyer, Ren\u00e9<\/strong>\u00a0(2024):\u00a0<em>Von Robotron bis Poly-Play. Computer und Videospiele in der DDR<\/em>. Berlin: Verlag Das Neue Berlin. [ISBN: 9783360027610]\u00a0<a href=\"https:\/\/katalog.hgb-leipzig.de\/Record\/0-1872182682\/Description?lng=de&amp;print=1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Umfassende Darstellung der Computerproduktion in der DDR mit Fokus auf die Kombinatsstruktur und den Alltag der Nutzer.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Salomon, Peter<\/strong>\u00a0(2003):\u00a0<em>Die Geschichte der Mikroelektronik. Halbleiterindustrie der DDR<\/em>. 1. Aufl. Dessau: Funk Verlag Hein. [ISBN: 3936124310]\u00a0<a href=\"https:\/\/katalog.ub.tu-freiberg.de\/Record\/0-365127035?sid=51370282&amp;lng=de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Standardwerk zur Technikgeschichte der DDR-Halbleiterindustrie; behandelt detailliert Prozessabl\u00e4ufe und Entwicklungsstufen.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lexika und Nachschlagewerke:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol start=\"3\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Bundesarchiv \/ SED-Zeitgeschichte<\/strong>\u00a0(1985):\u00a0<em>Mikroelektronik<\/em>. In:\u00a0<em>DDR von A\u2013Z<\/em>. Band 1985. Hrsg. vom Bundesministerium f\u00fcr innerdeutsche Beziehungen. [Online-Ressource:\u00a0<a href=\"https:\/\/kommunismusgeschichte.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">kommunismusgeschichte.de<\/a>]\u00a0<a href=\"https:\/\/www.kommunismusgeschichte.de\/ddr-a-z\/1985?tx_sedaktuelles_pi1%5Baction%5D=show&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bcontroller%5D=Aktuelles&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bwikipageid%5D=sbzvonabisz%3A1985%3Amikroelektronik&amp;type=0%27%22%27nvopzp%3B%20and%201%3D1%20or%20%28%3C%27%22%3Eiko%29%29%2C%2C1714043768&amp;cHash=1c0048461792ac3177af476f306a1305\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>*Zeitgen\u00f6ssische Definition und Darstellung der wirtschaftspolitischen Beschl\u00fcsse zur Mikroelektronik; enth\u00e4lt Prim\u00e4rquellen zu den ZK-Tagungen 1976\u20131979.*<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Online-Ressourcen und Fachportale:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol start=\"4\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Wikipedia<\/strong>\u00a0(2024):\u00a0<em>Kombinat Mikroelektronik Erfurt<\/em>. Bearbeitungsstand: 14. Januar 2024. In:\u00a0<em>Wikipedia \u2013 Die freie Enzyklop\u00e4die<\/em>. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt<\/a><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>*Umfassende \u00dcbersicht zur Kombinatsstruktur, den Werken ESO I\u2013III und den Generaldirektoren. Enth\u00e4lt Angaben zur Mitarbeiterzahl (60.000) und zu den Nachfolgefirmen X-FAB\/Thesys.*<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Frickel, Claudia<\/strong>\u00a0(2015):\u00a0<em>DDR-Technik: Bastel-PCs und Chip-Klone<\/em>. In:\u00a0<em>Focus Online<\/em>, 08.09.2015. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.focus.de\/digital\/computer\/computergeschichte\/ddr-technik-bastel-pcs-und-volks-chips_id_1875212.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.focus.de\/digital\/computer\/computergeschichte\/ddr-technik-bastel-pcs-und-volks-chips_id_1875212.html<\/a><a href=\"https:\/\/www.focus.de\/digital\/computer\/computergeschichte\/ddr-technik-bastel-pcs-und-volks-chips_id_1875212.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>*Journalistische Aufarbeitung des U880-Klons und der Legende um den nicht-funktionierenden 1-Mbit-Chip Honeckers.*<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Galaxus Deutschland GmbH<\/strong>\u00a0(2023):\u00a0<em>Auch in der DDR wurden Computer hergestellt \u2013 sie waren jedoch kaum erschwinglich<\/em>. In:\u00a0<em><a href=\"https:\/\/galaxus.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Galaxus.de<\/a><\/em>, 05.06.2023. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.galaxus.de\/de\/page\/auch-in-der-ddr-wurden-computer-hergestellt-sie-waren-jedoch-kaum-erschwinglich-27686\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.galaxus.de\/de\/page\/auch-in-der-ddr-wurden-computer-hergestellt-sie-waren-jedoch-kaum-erschwinglich-27686<\/a><a href=\"https:\/\/www.galaxus.de\/de\/page\/auch-in-der-ddr-wurden-computer-hergestellt-sie-waren-jedoch-kaum-erschwinglich-27686\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>*Sozial- und wirtschaftshistorische Betrachtung der Preisgestaltung (PC1715: 19.000 M; Z1013: 650 M) und des CoCOM-Embargos.*<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong><a href=\"https:\/\/robotrontechnik.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Robotrontechnik.de<\/a><\/strong>\u00a0(2020):\u00a0<em>VEB Kombinat Mikroelektronik &#8222;Karl Marx&#8220; Erfurt<\/em>. In:\u00a0<em><a href=\"https:\/\/robotrontechnik.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Robotrontechnik.de<\/a>\u00a0\u2013 Datenverarbeitung in der DDR<\/em>. Letzte \u00c4nderung: 10.02.2020. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.robotrontechnik.de\/html\/standorte\/kme.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.robotrontechnik.de\/html\/standorte\/kme.htm<\/a><a href=\"https:\/\/www.robotrontechnik.de\/html\/standorte\/kme.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Spezialdatenbank zur Betriebsstruktur; detaillierte Auflistung aller 17 Kombinatsbetriebe inkl. Zust\u00e4ndigkeiten (z.B. M\u00fchlhausen: KC85, Zehdenick: Stanzteile).<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)<\/strong>\u00a0(2017):\u00a0<em>MDR Zeitreise: Kombinat Mikroelektronik in Erfurt<\/em>. In:\u00a0<em><a href=\"https:\/\/mdr.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">MDR.de<\/a>\u00a0Geschichte<\/em>. 09.11.2017. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/mitteldeutschland\/orte\/erfurt\/zeitreise-erfurt-kombinat-mikroelektronik100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/mitteldeutschland\/orte\/erfurt\/zeitreise-erfurt-kombinat-mikroelektronik100.html<\/a><a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/mitteldeutschland\/orte\/erfurt\/zeitreise-erfurt-kombinat-mikroelektronik100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>*Regionalhistorische Aufbereitung mit Fokus auf den Standort Erfurt; Erw\u00e4hnung der Pr\u00e4sentation des 32-Bit-Chips im August 1989.*<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Otto-von-Guericke-Universit\u00e4t Magdeburg \/ Kustodie<\/strong>\u00a0(2022):\u00a0*10\/2022: U880. VEB Mikroelektronik \u201eKarl Marx\u201c U880*. In:\u00a0<em><a href=\"https:\/\/kustodie.ovgu.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kustodie.ovgu.de<\/a><\/em>. 19.12.2022. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.kustodie.ovgu.de\/Okt-p-364.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.kustodie.ovgu.de\/Okt-p-364.html<\/a><a href=\"https:\/\/www.kustodie.ovgu.de\/Okt-p-364.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>*Objektbeschreibung eines Sammlungsst\u00fccks; definiert den U880 als \u201eoptimierten Klon\u201c und thematisiert die Embargo-Politik als Sammlungskontext.*<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hinweis zur Quellenkritik:<\/strong><br>Die vorliegende Arbeit st\u00fctzt sich auf eine Triangulation von zeithistorischen Lexika&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.kommunismusgeschichte.de\/ddr-a-z\/1985?tx_sedaktuelles_pi1%5Baction%5D=show&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bcontroller%5D=Aktuelles&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bwikipageid%5D=sbzvonabisz%3A1985%3Amikroelektronik&amp;type=0%27%22%27nvopzp%3B%20and%201%3D1%20or%20%28%3C%27%22%3Eiko%29%29%2C%2C1714043768&amp;cHash=1c0048461792ac3177af476f306a1305\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>, aktueller Fachpublizistik&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.robotrontechnik.de\/html\/standorte\/kme.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;und journalistischen Quellen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.focus.de\/digital\/computer\/computergeschichte\/ddr-technik-bastel-pcs-und-volks-chips_id_1875212.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.galaxus.de\/de\/page\/auch-in-der-ddr-wurden-computer-hergestellt-sie-waren-jedoch-kaum-erschwinglich-27686\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/mitteldeutschland\/orte\/erfurt\/zeitreise-erfurt-kombinat-mikroelektronik100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Angaben zu den nicht realisierten 32-Bit-Prozessoren und den Fertigungstiefen in ESO III entstammen prim\u00e4r der Wikipedia&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kombinat_Mikroelektronik_Erfurt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;sowie der MDR-Dokumentation&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/mitteldeutschland\/orte\/erfurt\/zeitreise-erfurt-kombinat-mikroelektronik100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>, die sich auf Bildmaterial der dpa und Aussagen von Zeitzeugen beruft. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind durch das DDR-Handbuch von 1985&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.kommunismusgeschichte.de\/ddr-a-z\/1985?tx_sedaktuelles_pi1%5Baction%5D=show&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bcontroller%5D=Aktuelles&amp;tx_sedaktuelles_pi1%5Bwikipageid%5D=sbzvonabisz%3A1985%3Amikroelektronik&amp;type=0%27%22%27nvopzp%3B%20and%201%3D1%20or%20%28%3C%27%22%3Eiko%29%29%2C%2C1714043768&amp;cHash=1c0048461792ac3177af476f306a1305\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;umfassend belegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine technikhistorische Analyse des VEB Kombinats Mikroelektronik Erfurt zwischen Pioniergeist, Embargo und Systemkollaps Einleitung: Die digitale Vision im Arbeiter- und Bauernstaat Die Geschichte der deutschen Halbleiterindustrie ist eine Geschichte der zwei Geschwindigkeiten. 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