{"id":3570,"date":"2026-07-20T08:14:00","date_gmt":"2026-07-20T06:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/g7itchme.wordpress.com\/?p=3570"},"modified":"2026-07-31T14:33:06","modified_gmt":"2026-07-31T14:33:06","slug":"von-der-telefonfabrik-zum-weltkonzern-joseph-berliner-und-die-geburtsstunde-der-schallplattenindustrie-in-hannover","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/von-der-telefonfabrik-zum-weltkonzern-joseph-berliner-und-die-geburtsstunde-der-schallplattenindustrie-in-hannover\/","title":{"rendered":"Von der Telefonfabrik zum Weltkonzern: Joseph Berliner und die Geburtsstunde der Schallplattenindustrie in Hannover"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Autor: DerSchneider<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Hinterhof in Hannovers Nordstadt. Eine Telefonfabrik, in der eigentlich Dr\u00e4hte und Kohlemikrofone produziert werden. Und ein flacher Zinkteller, der sich unter einer Nadel dreht \u2013 der Moment, in dem eine mechanische Aufzeichnung von Schallwellen h\u00f6rbar wird. Am 6. Dezember 1898, einem Nikolausabend, begann in den R\u00e4umen der \u201eJ. Berliner Telefonfabrik\u201c an der Kniestra\u00dfe die weltweit erste Serienproduktion von Schallplatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur wenige h\u00e4tten damals geahnt, dass dieser Schritt die Musikkultur f\u00fcr immer ver\u00e4ndern w\u00fcrde. Hinter dem Unternehmen stand ein Br\u00fcderpaar: Emil Berliner, der geniale Erfinder des Grammophons und der lateralen Schallaufzeichnung, und Joseph Berliner, der Fabrikant, Organisator und Gesch\u00e4ftsmann, der die Idee seines Bruders in eine global erfolgreiche Industrie verwandelte. Dieser Artikel beleuchtet das Leben und Wirken Joseph Berliners, die Gr\u00fcndung der Deutschen Grammophon in Hannover und die faszinierende Entwicklung eines Mediums, das bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Biografisches Portr\u00e4t: Joseph Berliner<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von der Banklehre zum Telefonpionier<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Joseph Berliner wurde am 22. August 1858 in Hannover geboren. Er war der Sohn des Textilkaufmanns Samuel Berliner und wuchs mit elf Geschwistern auf \u2013 darunter Emil (1851\u20131929), der sp\u00e4ter als Erfinder des Grammophons Weltruhm erlangen sollte.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Berliner?oldid=148110697\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einer Banklehre und dem Milit\u00e4rdienst reiste Joseph f\u00fcr zwei Jahre in die USA, wo er sich Kenntnisse in der Schwachstromtechnik aneignete \u2013 ein Wissen, das sich als entscheidend f\u00fcr seine sp\u00e4tere Karriere erweisen sollte.<a href=\"https:\/\/juedisches-niedersachsen.de\/erkunden\/karte\/513b90a0-9f33-45c2-8405-557f11618a37?ceid=1927&amp;no_cache=1&amp;tx_jomuseo_pi1009%5Bh%5D=1&amp;tx_jomuseo_pi1009%5BjoDel%5D=1&amp;cHash=81481ea4dca4e40dd52217d3c840870c\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;<strong>1881 gr\u00fcndete er gemeinsam mit seinem Bruder Emil in Hannover die \u201eJ. Berliner Telefonfabrik\u201c in der Kniestra\u00dfe.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Berliner?oldid=148110697\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Unternehmen produzierte zun\u00e4chst Telefonapparate und Zubeh\u00f6r. Die entscheidende Innovation aber war das&nbsp;<strong>K\u00f6rner-Mikrofon (\u201eUniversal Transmitter\u201c)<\/strong>&nbsp;, ein Kohlemikrofon, das Ende 1880 erstmals an die Deutsche Reichspost geliefert wurde.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Berliner?oldid=148110697\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Die Post nutzte Kohlemikrofone noch bis in die 1970er Jahre \u2013 ein Beleg f\u00fcr die fundamentale Bedeutung dieser Erfindung. Neben dem Mikrofon trug auch der von Joseph entwickelte&nbsp;<strong>\u201eautomatische Hebellinienw\u00e4hler\u201c<\/strong>&nbsp;zum rasanten Aufschwung des Unternehmens bei. Bald er\u00f6ffnete Berliner Filialen in Wien, Berlin, Budapest, London und Paris.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Berliner?oldid=148110697\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Schritt in die Musikindustrie<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1898 wandelte Joseph sein Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um \u2013 und tat im selben Jahr etwas, das zun\u00e4chst wie ein Branchenwechsel erscheinen musste: Gemeinsam mit seinem Bruder Emil gr\u00fcndete er die&nbsp;<strong>Deutsche Grammophon Gesellschaft<\/strong>&nbsp;f\u00fcr die Herstellung von Schallplatten.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Berliner?oldid=148110697\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Emil, der 1870 in die USA ausgewandert war und dort das Grammophon erfunden hatte (US-Patente vom 8. November 1887 und 15. Mai 1888), brachte die Technologie mit.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berliner_Gramophone\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Joseph stellte die Produktionsst\u00e4tten und das unternehmerische Geschick.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Muttergesellschaft war die&nbsp;<strong>Gramophone Company<\/strong>&nbsp;im englischen Hayes.&nbsp;In den Hinterhofgeb\u00e4uden der Telefonfabrik begann die Serienfertigung \u2013 zun\u00e4chst vor allem f\u00fcr den Export nach England. Joseph Berliner war von nun an nicht mehr nur Telefonfabrikant, sondern einer der V\u00e4ter der modernen Musikindustrie.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Leben f\u00fcr Technik, Wirtschaft und Gemeinschaft<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Joseph Berliner war weit mehr als ein Industrieller.&nbsp;<strong>Ab 1895 wohnte er in der pr\u00e4chtigen Villa Simon am K\u00f6nigsworther Platz<\/strong>, einem neorenaissancen Geb\u00e4ude, das er f\u00fcr 153.000 Reichsmark erworben hatte.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Villa_Simon\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Das Geb\u00e4ude ist bis heute erhalten und wird von der Leibniz Universit\u00e4t Hannover genutzt \u2013 ein stilles Denkmal f\u00fcr einen der bedeutendsten j\u00fcdischen Industriellen Hannovers.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben seinen unternehmerischen T\u00e4tigkeiten engagierte sich Berliner gesellschaftlich:&nbsp;<strong>1914 wurde er zum Kommerzienrat ernannt, 1921 zum Handelsrichter. Im selben Jahr \u00fcbernahm er den Vorsitz der Synagogengemeinde Hannover und veranlasste den Bau des J\u00fcdischen Friedhofs in Bothfeld.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/personen.niedersaechsische-bibliographie.de\/person\/1786752239\/?beruf_1=Kommerzienrat&amp;page=2&amp;page=1&amp;search_type=extended\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Sein Grab befindet sich auf dem J\u00fcdischen Friedhof An der Strangriede, das Grabmal entwarf der Architekt Wilhelm Mackensen.<a href=\"https:\/\/juedisches-niedersachsen.de\/erkunden\/karte\/513b90a0-9f33-45c2-8405-557f11618a37?ceid=1927&amp;no_cache=1&amp;tx_jomuseo_pi1009%5Bh%5D=1&amp;tx_jomuseo_pi1009%5BjoDel%5D=1&amp;cHash=81481ea4dca4e40dd52217d3c840870c\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Joseph Berliner starb am 23. Mai 1938 in Hannover \u2013 wenige Monate vor der Reichspogromnacht.&nbsp;Seine Villa Simon wurde 1941 von der Stadt beschlagnahmt; seine Tochter Klara gew\u00e4hrte dort bis zu ihrer Deportation verfolgten Juden Unterschlupf.<a href=\"https:\/\/zukunft-heisst-erinnern.de\/orte-der-verfolgung\/koenigsworther-platz\/?lang=en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Erfindung des Grammophons und der Schallplatte<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Emil Berliners gro\u00dfer Wurf<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die Bedeutung des Jahres 1898 zu verstehen, muss man einen Schritt zur\u00fcckgehen. Die Idee, T\u00f6ne mechanisch zu speichern, war nicht neu:&nbsp;<strong>Thomas Alva Edison hatte bereits 1877 seinen Phonographen mit der Tonwalze vorgestellt.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.dpma.eu\/dpma\/veroeffentlichungen\/meilensteine\/erfindungenmitgeschichten\/grammophon\/#hauptinhalt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Das Problem der Walze: Sie lie\u00df sich nur schwer reproduzieren, war unhandlich und teuer in der Herstellung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Emil Berliner entwickelte ein v\u00f6llig anderes Prinzip \u2013 die sogenannte laterale Schallaufzeichnung (\u201eBerlinerschrift\u201c).<\/strong>&nbsp;Dabei wird die Nadel nicht vertikal in die Tiefe der Walze gedr\u00fcckt, sondern&nbsp;<strong>seitlich in einer spiralf\u00f6rmigen Rille auf einer flachen Scheibe gef\u00fchrt.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Deutsche-Grammophon-1898-in-Hannover-gegruendet,deutschegrammophon100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Diese scheinbar kleine \u00c4nderung hatte gewaltige Konsequenzen: Die flache Schallplatte lie\u00df sich einfach pressen, stapeln, verschicken und vor allem in beliebig gro\u00dfen St\u00fcckzahlen reproduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am&nbsp;<strong>8. November 1887 erhielt Emil Berliner das US-Patent 372.786 f\u00fcr sein \u201eGrammophon\u201c.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.dpma.eu\/dpma\/veroeffentlichungen\/meilensteine\/erfindungenmitgeschichten\/grammophon\/#hauptinhalt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Die Welt hatte ihren ersten serientauglichen Tontr\u00e4ger.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Technische Meilensteine im \u00dcberblick<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Jahr<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Ereignis<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Bedeutung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>1877<\/td><td>Edison erfindet den Phonographen (Tonwalze)<\/td><td>Erste technische M\u00f6glichkeit der Tonaufzeichnung<\/td><\/tr><tr><td>1887<\/td><td>Emil Berliner erh\u00e4lt US-Patent f\u00fcr das Grammophon<\/td><td>Grundstein f\u00fcr die laterale Schallaufzeichnung<\/td><\/tr><tr><td>1898<\/td><td>Gr\u00fcndung der Deutschen Grammophon in Hannover<\/td><td>Erste europ\u00e4ische Schallplattenproduktion<\/td><\/tr><tr><td>1895<\/td><td>Entwicklung der Schellackplatte durch Emil Berliner<\/td><td>Robusterer und haltbarer Tontr\u00e4ger<\/td><\/tr><tr><td>1904<\/td><td>Umzug in das Werk an der Podbielskistra\u00dfe<\/td><td>Erste gro\u00dfe Kapazit\u00e4tserweiterung<\/td><\/tr><tr><td>1908<\/td><td>Einf\u00fchrung der zweiseitigen Schallplatte<\/td><td>Verdoppelung der Spielzeit<\/td><\/tr><tr><td>1948<\/td><td>Einf\u00fchrung der Langspielplatte (LP) durch Columbia<\/td><td>33\u2153 U\/min, bis zu 30 Minuten pro Seite<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Deutsche Grammophon in Hannover<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die erste Schallplattenfabrik der Welt (1898\u20131904)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 6. Dezember 1898 war es so weit: In einem Hinterhofgeb\u00e4ude auf dem Gel\u00e4nde der Telefonfabrik in der&nbsp;<strong>Kniestra\u00dfe in Hannovers Nordstadt<\/strong>&nbsp;begann die weltweit erste Serienproduktion von Schallplatten.&nbsp;Joseph und sein Bruder Jacob stellten die von Emil entwickelten Scheiben her.<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Deutsche-Grammophon-1898-in-Hannover-gegruendet,deutschegrammophon100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ersten Platten wurden noch nicht f\u00fcr den deutschen Markt produziert, sondern f\u00fcr die englische Mutterfirma, die Gramophone Company in London.<a href=\"https:\/\/www.neuepresse.de\/lokales\/hannover\/125-jahre-schallplattenfabrik-emil-berliner-ein-ruckblick-in-bildern-XX2JIWNYWRFWJOKUMTISGJRL4Q.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;<strong>Anf\u00e4nglich fertigte man auch die Abspielger\u00e4te selbst<\/strong>&nbsp;\u2013 eine vertikale Integration, die typisch f\u00fcr die Pionierzeit war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Nachfrage war \u00fcberw\u00e4ltigend.&nbsp;<strong>Bereits 1903 war der Platz in der Kniestra\u00dfe v\u00f6llig ersch\u00f6pft \u2013 dort wurden zeitgleich auch die Erfindungen von Louis Hackethal gefertigt.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Grammophon\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Ein Umzug wurde unausweichlich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das gro\u00dfe Werk an der Podbielskistra\u00dfe (ab 1904)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1904 verlegte die Deutsche Grammophon die Produktion in ein neu errichtetes, gro\u00dfes Werk an der&nbsp;<strong>Podbielskistra\u00dfe im Stadtteil Klein-Buchholz.<\/strong>&nbsp;&nbsp;Die Kapazit\u00e4ten waren immens:&nbsp;<strong>Bereits im ersten Jahr presste man t\u00e4glich rund 25.000 Schallplatten.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Grammophon\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am&nbsp;<strong>1. Januar 1900 war das Unternehmen bereits in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden.<\/strong>&nbsp;Die Anteile verteilten sich:&nbsp;<strong>40 % blieben in Hannover bei der Deutschen Grammophon AG, 60 % gingen an die Gramophone Company in Hayes.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Grammophon\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch der Erste Weltkrieg brachte eine einschneidende Z\u00e4sur:&nbsp;<strong>1917 wurde die Deutsche Grammophon AG, die sich mehrheitlich in ausl\u00e4ndischem Besitz befand, vom Deutschen Reich beschlagnahmt und an die Leipziger Polyphon Musikwerke AG verkauft.<\/strong>&nbsp;Der Unternehmenssitz wurde von Hannover nach Berlin verlegt.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Grammophon\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Markenzeichen: His Master\u2018s Voice (Nipper)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaum eine Marke ist so ikonisch wie der kleine Hund, der neugierig den Kopf vor einen Grammophontrichter neigt.&nbsp;<strong>Das Gem\u00e4lde \u201eHis Master\u2018s Voice\u201c entstand 1898 \u2013 also genau im Gr\u00fcndungsjahr der Deutschen Grammophon.<\/strong>&nbsp;Der K\u00fcnstler&nbsp;<strong>Francis Barraud<\/strong>&nbsp;malte den Hund&nbsp;<strong>Nipper<\/strong>&nbsp;(so genannt, weil er Besuchern gerne in die Waden kniff).<a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/ckgy2ewwz1po?at_medium=RSS&amp;at_campaign=rss\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urspr\u00fcnglich sa\u00df Nipper vor einem Phonographen von Edison \u2013 ein Freund schlug Barraud vor, stattdessen ein moderneres Grammophon zu verwenden.<a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/ckgy2ewwz1po?at_medium=RSS&amp;at_campaign=rss\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;<strong>Die Gramophone Company in London kaufte das Gem\u00e4lde f\u00fcr 100 Pfund und erwarb die Copyrights \u2013 1909 wurde es offizielles Markenzeichen der Firma.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/ckgy2ewwz1po?at_medium=RSS&amp;at_campaign=rss\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Markenzeichen ist bis heute weltbekannt \u2013 ein Beispiel daf\u00fcr, wie fr\u00fch die Musikindustrie erkannte, dass ein starkes visuelles Branding den technischen Produkten \u00fcberlegenen Wiedererkennungswert verleihen kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Auswirkungen des Ersten Weltkriegs<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Krieg zeigte die Schattenseite der internationalen Verflechtung: Die Deutsche Grammophon AG wurde als \u201efeindliches Auslandsverm\u00f6gen\u201c enteignet und zwangsversteigert.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Grammophon\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Das Unternehmen wechselte mehrfach den Besitzer, verlor aber nie seine technologische F\u00fchrungsrolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Krieg erholte sich die deutsche Schallplattenindustrie schnell.&nbsp;<strong>1950, gut 50 Jahre nach der Gr\u00fcndung, hatte die Deutsche Grammophon ihren Vorkriegsumsatz bereits wieder deutlich \u00fcberschritten. Das Auslandsgesch\u00e4ft machte wieder 12 % des Gesamtumsatzes aus.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/1951\/14\/sitz-der-schallplattenindustrie?print\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Die Marken \u201eGrammophon\u201c, \u201ePolydor\u201c und \u201eBrunswick\u201c waren weltweit f\u00fchrend, insbesondere im klassischen Segment.<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/1951\/14\/sitz-der-schallplattenindustrie?print\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Industrie in Hannover \u2013 vom Phonographen zur CD<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hannover etablierte sich als ein Zentrum der Tontr\u00e4gerproduktion \u2013 \u00fcber mehrere technologische Epochen hinweg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Neben der Deutschen Grammophon entstanden weitere bedeutende Unternehmen<\/strong>, darunter die&nbsp;<strong>Vereinigten Schallplatten-Werke Janus-Minerva<\/strong>, die Anfang des 20. Jahrhunderts unter den Labels Janus-Record und Minerva Record Schellackplatten ver\u00f6ffentlichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entwicklung in Hannover ist eine Geschichte der best\u00e4ndigen technologischen Erneuerung:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Epoche<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Medium<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Besonderheit<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>1898\u20131940er<\/td><td>Schellackplatte (78 U\/min)<\/td><td>Zerbrechlich, kurze Spielzeit<\/td><\/tr><tr><td>1965\u20131990<\/td><td>Musikkassette<\/td><td>Kompakt, bespielbar<\/td><\/tr><tr><td>1982<\/td><td>Compact Disc (CD)<\/td><td>Digital, sprungfrei<\/td><\/tr><tr><td>1996\u2013heute<\/td><td>DVD, Blu-ray<\/td><td>Video, h\u00f6here Speicherdichte<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders bemerkenswert:&nbsp;<strong>1965 begann das Werk an der Podbielskistra\u00dfe mit der Produktion von Musikkassetten \u2013 und war damit weltweit einer der ersten Standorte f\u00fcr dieses Medium.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hannover.de\/Kultur-Freizeit\/Geschichte-Geschichten\/Echt-hann%c3%b6versch\/Zehn-Dinge\/Zehn-Dinge,-die-es-ohne-Hannover-vielleicht-nicht-g%c3%a4be\/Schallplatte-Co\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;<strong>Am 17. August 1982 brannte die PolyGram in Langenhagen bei Hannover die weltweit ersten kommerziellen CDs.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hannover.de\/Kultur-Freizeit\/Geschichte-Geschichten\/Echt-hann%c3%b6versch\/Zehn-Dinge\/Zehn-Dinge,-die-es-ohne-Hannover-vielleicht-nicht-g%c3%a4be\/Schallplatte-Co\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Der erste Titel: Richard Strauss\u2018 \u201eAlpensinfonie\u201c \u2013 ein symboltr\u00e4chtiger Start f\u00fcr das digitale Zeitalter.<a href=\"https:\/\/www.hannover.de\/Kultur-Freizeit\/Geschichte-Geschichten\/Echt-hann%c3%b6versch\/Zehn-Dinge\/Zehn-Dinge,-die-es-ohne-Hannover-vielleicht-nicht-g%c3%a4be\/Schallplatte-Co\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kontroversen und unerz\u00e4hlte Geschichten<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Erbe des Nationalsozialismus<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Villa Simon, Joseph Berliners Wohnsitz bis zu seinem Tod 1938, wurde 1941 von der Stadt Hannover beschlagnahmt.&nbsp;<strong>Seine Tochter Klara gew\u00e4hrte dort verfolgten Juden Unterschlupf, bevor auch sie deportiert wurde.<\/strong>&nbsp;&nbsp;Direkt gegen\u00fcber der Villa befand sich die Kommandozentrale der SS, von wo aus in der Reichspogromnacht 1938 die Ausschreitungen in Hannover koordiniert wurden.<a href=\"https:\/\/zukunft-heisst-erinnern.de\/orte-der-verfolgung\/koenigsworther-platz\/?lang=en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die j\u00fcdische Herkunft der Familie Berliner wurde unter dem NS-Regime systematisch aus dem \u00f6ffentlichen Ged\u00e4chtnis getilgt. Noch Jahrzehnte nach dem Krieg war Joseph Berliner in der offiziellen Stadtgeschichtsschreibung kaum pr\u00e4sent \u2013 ein Vers\u00e4umnis, das erst in den letzten Jahren allm\u00e4hlich korrigiert wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Frage nach den wahren Erfindern<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">War Emil Berliner wirklich der Erste mit der lateralen Schallaufzeichnung? Historische Recherchen zeigen:&nbsp;<strong>Bereits 1880 hatten Alexander Graham Bell und der Physiker Charles Sumner Tainter eine spiralf\u00f6rmige Tonspur in eine Wachsscheibe graviert \u2013 meldeten aber kein Patent an und verfolgten den Ansatz nicht weiter.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.dpma.eu\/dpma\/veroeffentlichungen\/meilensteine\/erfindungenmitgeschichten\/grammophon\/#hauptinhalt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Berliner kann also nicht als der absolute \u201eErste\u201c gelten, wohl aber als derjenige, der die entscheidende technologische und kommerzielle Durchsetzung erreichte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch: Edisons Phonograph mit der Walze galt lange als der eigentliche \u201eTontr\u00e4ger\u201c \u2013 Berliners Platte war die bessere Idee. Das US-Patentamt sprach ihm die Priorit\u00e4t zu, und das gen\u00fcgt als historisches Urteil.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausblick und Verm\u00e4chtnis<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was bleibt von Joseph Berliner?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Joseph Berliner ist heute weniger bekannt als sein Bruder Emil \u2013 zu Unrecht.&nbsp;<strong>Ohne sein unternehmerisches Geschick, seine Fabrik, sein Kapital und seine Organisation w\u00e4re die Schallplatte vermutlich eine technologische Fu\u00dfnote geblieben.<\/strong>&nbsp;Er war der Mann, der aus einer genialen Erfindung eine globale Industrie machte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Werk an der Podbielskistra\u00dfe wurde 1991 teilweise abgerissen und zu einem B\u00fcropark umgebaut.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hannover.de\/Kultur-Freizeit\/Geschichte-Geschichten\/Echt-hann%c3%b6versch\/Zehn-Dinge\/Zehn-Dinge,-die-es-ohne-Hannover-vielleicht-nicht-g%c3%a4be\/Schallplatte-Co\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Die&nbsp;<strong>Villa Simon<\/strong>&nbsp;dient heute der Leibniz Universit\u00e4t Hannover. Die&nbsp;<strong>Telefonfabrik in der Kniestra\u00dfe<\/strong>&nbsp;ist verschwunden. Aber das geistige Erbe lebt fort: Die&nbsp;<strong>Deutsche Grammophon existiert als Label der Universal Music Group bis heute<\/strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Grammophon\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;\u2013 und Schallplatten erleben aktuell ein bemerkenswertes Revival.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Wiedergeburt der Schallplatte<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was 1990 noch als totes Medium galt, feiert seit etwa 2015 eine Renaissance:&nbsp;<strong>Die Vinylschallplatte verzeichnet weltweit steigende Verkaufszahlen.<\/strong>&nbsp;Liebhaber sch\u00e4tzen das haptische Erlebnis, das gro\u00dfe Coverartwork und den \u201ewarmen\u201c Klang \u2013 Eigenschaften, die digitale Formate nicht bieten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht ist dies das gr\u00f6\u00dfte Verm\u00e4chtnis von Joseph und Emil Berliner:&nbsp;<strong>Sie schufen nicht nur ein technisches Produkt, sondern ein kulturelles Ritual.<\/strong>&nbsp;Das Auflegen einer Schallplatte ist mehr als Musikgenuss \u2013 es ist ein Akt der Zuwendung, ein Moment der Entschleunigung. Und das alles begann vor 125 Jahren in einem Hinterhof in Hannover.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Wikipedia: Joseph Berliner \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Berliner\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Berliner<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Nieders\u00e4chsische Bibliographie: Joseph Berliner \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/personen.niedersaechsische-bibliographie.de\/person\/1786752239\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/personen.niedersaechsische-bibliographie.de\/person\/1786752239\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Zeit Online: Sitz der Schallplattenindustrie (1951) \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/1951\/14\/sitz-der-schallplattenindustrie\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.zeit.de\/1951\/14\/sitz-der-schallplattenindustrie<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>NDR: Als in Hannover die Musik spielt \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Deutsche-Grammophon-1898-in-Hannover-gegruendet,deutschegrammophon100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Deutsche-Grammophon-1898-in-Hannover-gegruendet,deutschegrammophon100.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/hannover.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hannover.de<\/a>:\u00a0Schallplatte &amp; Co. \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/www.hannover.de\/Kultur-Freizeit\/Geschichte-Geschichten\/Echt-hann%25C3%25B6versch\/Zehn-Dinge\/Zehn-Dinge,-die-es-ohne-Hannover-vielleicht-nicht-g%25C3%25A4be\/Schallplatte-Co\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.hannover.de\/Kultur-Freizeit\/Geschichte-Geschichten\/Echt-hann%C3%B6versch\/Zehn-Dinge\/Zehn-Dinge,-die-es-ohne-Hannover-vielleicht-nicht-g%C3%A4be\/Schallplatte-Co<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>DPMA: Grammophon-Patent DE45048 \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/www.dpma.eu\/dpma\/veroeffentlichungen\/meilensteine\/erfindungenmitgeschichten\/grammophon\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.dpma.eu\/dpma\/veroeffentlichungen\/meilensteine\/erfindungenmitgeschichten\/grammophon\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>BBC News: Iconic Nipper painting acquired by Huguenot Museum \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/ckgy2ewwz1po\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/ckgy2ewwz1po<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Wikipedia: Deutsche Grammophon \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Grammophon\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Grammophon<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Neue Presse: 125 Jahre Schallplattenfabrik Emil Berliner \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/www.neuepresse.de\/lokales\/hannover\/125-jahre-schallplattenfabrik-emil-berliner-ein-ruckblick-in-bildern-XX2JIWNYWRFWJOKUMTISGJRL4Q.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.neuepresse.de\/lokales\/hannover\/125-jahre-schallplattenfabrik-emil-berliner-ein-ruckblick-in-bildern-XX2JIWNYWRFWJOKUMTISGJRL4Q.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>HAZ: Emil Berliner er\u00f6ffnet vor 125 Jahren eine Schallplattenfabrik \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/www.haz.de\/lokales\/hannover\/vor-125-jahren-in-hannover-emil-berliner-eroeffnet-schallplattenfabrik-RVMR7GGIVVAS5BKWNR2MWZ57LA.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.haz.de\/lokales\/hannover\/vor-125-jahren-in-hannover-emil-berliner-eroeffnet-schallplattenfabrik-RVMR7GGIVVAS5BKWNR2MWZ57LA.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>J\u00fcdisches Niedersachsen: Joseph Berliner \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/juedisches-niedersachsen.de\/erkunden\/karte\/513b90a0-9f33-45c2-8405-557f11618a37\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/juedisches-niedersachsen.de\/erkunden\/karte\/513b90a0-9f33-45c2-8405-557f11618a37<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Zukunft hei\u00dft erinnern: K\u00f6nigsworther Platz \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/zukunft-heisst-erinnern.de\/orte-der-verfolgung\/koenigsworther-platz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/zukunft-heisst-erinnern.de\/orte-der-verfolgung\/koenigsworther-platz\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Wikipedia: Villa Simon \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Villa_Simon\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Villa_Simon<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>GFU: Erste Schallplattenfabrik vor 125 Jahren \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/gfu.de\/erste-schallplattenfabrik-vor-125-jahren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/gfu.de\/erste-schallplattenfabrik-vor-125-jahren\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Wikipedia: Gramophone Company \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gramophone_Company\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gramophone_Company<\/a><\/li>\n<\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: DerSchneider Einleitung Ein Hinterhof in Hannovers Nordstadt. Eine Telefonfabrik, in der eigentlich Dr\u00e4hte und Kohlemikrofone produziert werden. Und ein flacher Zinkteller, der sich unter einer Nadel dreht \u2013 der Moment, in dem eine mechanische Aufzeichnung von Schallwellen h\u00f6rbar wird. Am 6. Dezember 1898, einem Nikolausabend, begann in den R\u00e4umen der \u201eJ. Berliner Telefonfabrik\u201c an [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19,21],"tags":[1532,2077,2859,2973,3089,3549,4919,6061,7061],"class_list":["post-3570","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-im-ruckspiegel","category-industriegeschichte","tag-deutsche-grammophon","tag-emil-berliner","tag-grammophon","tag-hannover","tag-his-masters-voice","tag-joseph-berliner","tag-nipper","tag-schallplatte","tag-tontrager"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3570"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3570\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6618,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3570\/revisions\/6618"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}