{"id":361,"date":"2026-03-04T10:09:51","date_gmt":"2026-03-04T09:09:51","guid":{"rendered":"https:\/\/iobseu-xejul.wordpress.com\/?p=361"},"modified":"2026-03-04T10:09:51","modified_gmt":"2026-03-04T09:09:51","slug":"verschwundene-berufe-der-elektrotechnik-vom-rohrenprufer-zum-drehwahler-techniker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/verschwundene-berufe-der-elektrotechnik-vom-rohrenprufer-zum-drehwahler-techniker\/","title":{"rendered":"Verschwundene Berufe der Elektrotechnik: Vom R\u00f6hrenpr\u00fcfer zum Drehw\u00e4hler-Techniker"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte der Elektrotechnik ist nicht nur eine Geschichte der Erfindungen, sondern auch eine Geschichte der verschwundenen Berufe. Sie verschwinden leise, fast unbemerkt. Kein Denkmal erinnert an den Fernmeldehandwerker, der mit klackernden Drehw\u00e4hlern die Telefonnetze am Laufen hielt. Kein Museum bewahrt die Arbeitsplatzbeschreibung des Gleichstrom-Installateurs, der vor 1920 in den ersten Berliner und M\u00fcnchner Stromnetzen arbeitete. Und doch waren sie es, die die Infrastruktur unserer modernen Welt schufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Artikel rekonstruiert auf der Grundlage berufsgeschichtlicher Quellen, technikhistorischer Dokumente und der Systematik der amtlichen Berufsklassifikation neun verschwundene oder grundlegend transformierte Berufsbilder der Elektrotechnik. Er beschreibt ihre Arbeitsinhalte, ihre Werkzeuge, ihren sozialen Status und die technologischen Umw\u00e4lzungen, die sie \u00fcberfl\u00fcssig machten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">I. Der Fernmeldemonteur: Vom Handwerk der elektromechanischen Vermittlung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lebensdaten des Berufs: 1936\u20131972<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Fernmeldemonteur geh\u00f6rt zu den am pr\u00e4zisesten datierbaren verschwundenen Berufen. Das Bundesinstitut f\u00fcr Berufsbildung (BIBB) weist in seiner Berufsgenealogie nach: Am 11. November 1936 wurde der Beruf erstmals als anerkannter Lehrberuf genannt. Am 12. Dezember 1972 wurde er durch die Verordnung \u00fcber die Berufsausbildung in der Elektrotechnik aufgehoben&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bibb.de\/dienst\/berufesuche\/de\/index_berufesuche.php\/genealogy\/g311\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch was tat ein Fernmeldemonteur? Sein Arbeitsplatz war der \u201eW\u00e4hlersaal\u201c der Fernmelde\u00e4mter. Bis in die 1980er Jahre hinein funktionierten Telefonnetze nicht mit Software, sondern mit Elektromagneten, Scharnieren und Metallfedern. Der Fernmeldemonteur installierte und wartete die sogenannten Hebdreh- und Motorw\u00e4hler \u2013 elektromechanische Schaltglieder, die in den Fernsprech- und Fernschreibnetzen der Deutschen Bundespost bis 1998 im Einsatz waren&nbsp;<a href=\"https:\/\/katalog.slub-dresden.de\/en\/id\/0-1915085829\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Drehw\u00e4hler als Lebensinhalt:<\/strong>&nbsp;Ein Hebdrehw\u00e4hler ist ein kleines Wunderwerk der Pr\u00e4zisionsmechanik. Ein Telefonanrufer w\u00e4hlte eine Nummer; jeder Ziffernimpuls lie\u00df einen Schaltarm nach oben wandern und sich dann drehen, bis er einen freien Ausgangskontakt fand. Dieses klackernde Ger\u00e4usch war das akustische Markenzeichen der alten Telefonnetze. Die Aufgabe des Fernmeldemonteurs bestand darin, diese tausenden von W\u00e4hlern einzustellen, zu reinigen, verschlissene Kontaktfedern zu tauschen und die Pegel der \u00dcbertragung zu justieren. Es war ein Beruf an der Schnittstelle von Elektrotechnik und Feinmechanik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der gesellschaftliche Status:<\/strong>&nbsp;Fernmeldemonteure waren Beamte oder Angestellte der Deutschen Bundespost. Sie trugen Uniform, durchliefen einen streng hierarchisch organisierten Ausbildungsgang und genossen hohes soziales Ansehen. Wer bei der Post arbeitete, hatte einen \u201eJob f\u00fcrs Leben\u201c. Der Beruf war m\u00e4nnlich dominiert; weibliche Besch\u00e4ftigte arbeiteten fast ausschlie\u00dflich im \u201eFr\u00e4ulein-vom-Amt\u201c-Bereich, nicht in der Wartung der Vermittlungstechnik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Verschwinden:<\/strong>&nbsp;Die Digitalisierung der Telefonnetze, beginnend mit der Einf\u00fchrung des elektronischen Vermittlungssystems (EWS) in den 1980er Jahren und endend mit der Volldigitalisierung (ISDN, DSL), machte die elektromechanischen W\u00e4hler \u00fcberfl\u00fcssig. Software braucht keine Kontaktfedern mehr, die verschlei\u00dfen. Der Beruf des Fernmeldemonteurs wurde nicht transformiert \u2013 er wurde ersatzlos gestrichen. Heute existiert das Berufsbild nicht einmal mehr in transformierter Form; die Wartung digitaler Netze ist Sache von Informationselektronikern und IT-Systemtechnikern&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bibb.de\/dienst\/berufesuche\/de\/index_berufesuche.php\/genealogy\/g311\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">II. Der Rundfunk- und Fernsehmechaniker: Das Ende der Bildr\u00f6hre<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lebensdaten des Berufs: ca. 1950er\u20132005 (formal transformiert)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Rundfunk- und Fernsehmechaniker ist der einzige Beruf auf dieser Liste, der eine \u00f6ffentliche Trauerphase erlebte. Als die letzten R\u00f6hrenfernseher aus den Wohnzimmern verschwanden, verschwand auch der Mann, der sie reparieren konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Arbeitsplatz:<\/strong>&nbsp;Die Werkstatt des Fernsehmechanikers roch nach L\u00f6tzinn und hei\u00dfen Trafos. An der Wand hingen Ersatzteillisten f\u00fcr Bildr\u00f6hren der Marken Telefunken, Grundig und Nordmende. Auf der Werkbank stand ein Oszilloskop zur Fehlersuche. Die Hauptaufgaben waren die Diagnose von Zeilentrafo-Defekten, der Tausch durchgebrannte Bildr\u00f6hren und die Abgleicharbeit an den Ablenkplatten&nbsp;<a href=\"https:\/\/berufsbild.com\/details\/rundfunk-und-fernsehmechaniker-in\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die \u00b5-Wert-Tabelle:<\/strong>&nbsp;Jeder R\u00f6hrenpr\u00fcfer \u2013 oft eine eigene Spezialisierung innerhalb der Werkstatt \u2013 besa\u00df eine Tabelle mit den Steilheiten (\u201e\u00b5-Werten\u201c) hunderter verschiedener Elektronenr\u00f6hren. Eine ECC83, eine EL84, eine PL509 \u2013 jede R\u00f6hre hatte ihr eigenes Pr\u00fcfprotokoll. Der R\u00f6hrenpr\u00fcfer steckte die R\u00f6hre in ein Messger\u00e4t, las die Emissionswerte ab und entschied, ob sie noch tauglich war oder durch eine neue ersetzt werden musste. Diese Arbeit erforderte ein enzyklop\u00e4disches Ged\u00e4chtnis f\u00fcr Typenbezeichnungen und Sockelschaltungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der soziale Wandel:<\/strong>&nbsp;In den 1950er bis 1970er Jahren war der Fernsehmechaniker ein Respektsperson. Er besa\u00df als einziger im Dorf das Wissen, das \u201eFenster zur Welt\u201c \u2013 den Fernseher \u2013 am Laufen zu halten. Sein Besuch war ein Ereignis. In den 1980er Jahren begann der Preisverfall der Unterhaltungselektronik. Ein neuer Fernseher kostete bald weniger als zwei Reparatureins\u00e4tze. In den 2000er Jahren besiegelten Flachbildschirme das Ende: Sie sind nicht reparierbar, weil die Panels nicht einzeln ersetzt werden k\u00f6nnen. Das Berufsbild wurde 2005 in den Informationselektroniker \u00fcberf\u00fchrt \u2013 ein Eingest\u00e4ndnis, dass die klassische R\u00f6hrenreparatur endg\u00fcltig Geschichte war&nbsp;<a href=\"https:\/\/berufsbild.com\/details\/rundfunk-und-fernsehmechaniker-in\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/beruf\/18-000-offene-stellen-keine-elektroniker-keine-energiewende\/30117110.html?social=flipboard&amp;utm_source=flipboard&amp;utm_content=topic%2Fde-wirtschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">III. Der Starkstromelektriker f\u00fcr Gleichstromnetze: Edisons Erbe<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lebensdaten des Berufs: ca. 1880\u20131925 (Deutschland)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die meisten Menschen glauben, Elektrizit\u00e4t sei schon immer Wechselstrom gewesen. Das ist falsch. Die ersten Elektrizit\u00e4tsnetze in Deutschland waren Gleichstromnetze. Und sie brauchten eigene Installateure.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die historische Situation:<\/strong>&nbsp;Thomas Alva Edison setzte auf Gleichstrom mit 110 Volt. Weil Gleichstrom nicht transformierbar ist, konnten die Kraftwerke nur wenige Kilometer vom Verbraucher entfernt stehen. In St\u00e4dten wie Berlin, M\u00fcnchen und Frankfurt entstanden in den 1880er Jahren zahlreiche kleine Gleichstrom-Kraftwerke, die einzelne Stadtbezirke versorgten&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/select\/tr\/2016\/8\/1469877731781845?nid=Pnz0H1AY\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.deutsches-museum.de\/museumsinsel\/ausstellung\/starkstromtechnik\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Arbeit des Gleichstrom-Installateurs:<\/strong>&nbsp;Seine Arbeit unterschied sich fundamental von der des Wechselstrom-Elektrikers. Gleichstromnetze hatten keine Transformatoren, keine Phasen, keine Blindleistung. Daf\u00fcr hatten sie Probleme, die es heute nicht mehr gibt: Elektrolytische Korrosion in den Leitungen, Polungsfehler an Ger\u00e4ten, fehlende Standardisierung der Spannungen. Jedes Kraftwerk lieferte andere Werte. Der Gleichstrom-Installateur musste nicht nur Leitungen verlegen, sondern auch die \u00f6rtliche Kraftwerksspannung kennen, Akkumulatoren-B\u00e4nke warten und Gleichstrommotoren mit Anlasswiderst\u00e4nden in Betrieb nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der \u201eStromkrieg\u201c und das Verschwinden:<\/strong>&nbsp;Die Internationale Elektrotechnische Ausstellung 1891 in Frankfurt war der Wendepunkt. Oskar von Miller f\u00fchrte die Drehstrom\u00fcbertragung von Lauffen am Neckar nach Frankfurt vor \u2013 178 Kilometer mit 25.000 Volt und einem Wirkungsgrad, der tausendmal h\u00f6her lag als bei Gleichstrom&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/select\/tr\/2016\/8\/1469877731781845?nid=Pnz0H1AY\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Vorteile des Wechselstroms waren so \u00fcberw\u00e4ltigend, dass innerhalb von drei Jahrzehnten praktisch alle Gleichstromnetze umgestellt oder stillgelegt wurden. Der letzte deutsche Gleichstrom-Installateur d\u00fcrfte Mitte der 1920er Jahre seinen Beruf gewechselt haben. Die Gleichstromtechnik erlebt heute zwar eine Renaissance in der Hochspannungs-Gleichstrom-\u00dcbertragung (HG\u00dc), aber der Beruf des Gleichstrom-Installateurs ist unwiederbringlich verloren \u2013 HG\u00dc-Konverterstationen werden von Ingenieuren geplant, nicht von Handwerkern installiert&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.deutsches-museum.de\/museumsinsel\/ausstellung\/starkstromtechnik\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">IV. Der Z\u00e4hlerableser: Bald Geschichte<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lebensdaten des Berufs: ca. 1900\u2013voraussichtlich 2030<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Z\u00e4hlerableser ist der einzige Beruf auf dieser Liste, der noch nicht verschwunden ist \u2013 aber dessen Ende mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit feststeht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das klassische Berufsbild:<\/strong>&nbsp;Der Z\u00e4hlerableser war eine Institution. Zweimal j\u00e4hrlich klingelte er an der Wohnungst\u00fcr, notierte den Z\u00e4hlerstand des Strom-, Gas- oder Wasserverbrauchs und berechnete den Verbrauch vor Ort oder gab die Daten zur Abrechnung weiter. Der Beruf erforderte keine elektrotechnische Ausbildung im engeren Sinne, wohl aber Grundkenntnisse der verschiedenen Z\u00e4hlertypen (Ferraris-Z\u00e4hler, elektronische Z\u00e4hler) und ein hohes Ma\u00df an sozialer Kompetenz. Viele \u00e4ltere Menschen sch\u00e4tzten den kurzen Plausch mit dem \u201eStrommann\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Verschwinden:<\/strong>&nbsp;Smart Meter sind das Todesurteil f\u00fcr diesen Beruf. Das \u201eGesetz zur Digitalisierung der Energiewende\u201c schreibt den fl\u00e4chendeckenden Einbau intelligenter Messsysteme vor. Diese Systeme \u00fcbertragen die Verbrauchsdaten automatisch per Funk oder Powerline an den Netzbetreiber. Ein Mensch, der pers\u00f6nlich abliest, wird nicht mehr ben\u00f6tigt. Die Energieversorger wie Eon stellen bereits massiv Personal im Netzgesch\u00e4ft ein \u2013 aber nicht f\u00fcr die Z\u00e4hlerablesung, sondern f\u00fcr IT, Energietechnik und Infrastruktur&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2025-02\/24\/in-energiewende-berufen-fehlen-immer-mehr-fachleute\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Der Z\u00e4hlerableser ist das Paradebeispiel eines Berufs, der nicht durch technische Unf\u00e4higkeit, sondern durch schiere Automatisierung stirbt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">V. Der Funkentelegraphist: Marconis M\u00e4nner auf See<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lebensdaten des Berufs: ca. 1900\u20131990er Jahre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Funkentelegraphist war der erste informationsverarbeitende Beruf der Elektrotechnik. Bevor es Computer gab, gab es Morsetasten und Knallfunkensender.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Arbeit:<\/strong>&nbsp;Auf Schiffen und in K\u00fcstenfunkstellen sa\u00dfen M\u00e4nner mit Kopfh\u00f6rern und sandten und empfingen Nachrichten im Morsecode. In der Fr\u00fchzeit der Funktechnik \u2013 etwa ab 1900 \u2013 arbeiteten sie mit Funkeninduktoren, die ein breitbandiges Rauschen erzeugten, das man \u00fcber Dutzende Kilometer h\u00f6ren konnte. Sp\u00e4ter kamen R\u00f6hrensender und -empf\u00e4nger zum Einsatz. Der Funkentelegraphist musste nicht nur die technische Anlage bedienen und warten, sondern auch den Morsecode mit Geschwindigkeiten von 20 bis 30 W\u00f6rtern pro Minute beherrschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der gesellschaftliche Ort:<\/strong>&nbsp;Auf Passagierschiffen wie der Titanic geh\u00f6rten Funker zur Besatzung. Im Zweiten Weltkrieg waren sie milit\u00e4risches Schl\u00fcsselpersonal. In den 1970er Jahren begann der Niedergang: Das automatisierte Senden und Empfangen (Telex over Radio) ersetzte den manuellen Morsecode. Satellitenkommunikation machte Kurzwelle und Funker obsolet. Der letzte deutsche K\u00fcstenfunker gab 1998 seinen Dienst auf. Der Beruf existiert nur noch als historische Rekonstruktion in Museumsschiffen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VI. Der Wahlstellenmechaniker: Architekt der Teilnehmerwahl<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lebensdaten des Berufs: ca. 1908\u20131980er Jahre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor es Selbstw\u00e4hlferndienst gab, musste jedes Telefongespr\u00e4ch von Hand vermittelt werden. Das Fr\u00e4ulein vom Amt ist legend\u00e4r. Weniger bekannt ist der Beruf, der diese manuelle Vermittlung \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glichte: der Wahlstellenmechaniker.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Innovation:<\/strong>&nbsp;Die Erfindung des Selbstw\u00e4hlbetriebs (1908 in Hildesheim erstmals erprobt) erforderte vollkommen neue Apparate: W\u00e4hlscheiben, Nummernschalter, Relais, Registerschaltungen. Der Wahlstellenmechaniker installierte und wartete diese Ger\u00e4te in den Vermittlungsstellen und in den Telefonh\u00e4uschen. Es war ein Beruf f\u00fcr Spezialisten, die sowohl die elektrischen Schaltungen als auch die Mechanik der Drehw\u00e4hler verstanden&nbsp;<a href=\"https:\/\/katalog.slub-dresden.de\/en\/id\/0-1915085829\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/nue\/ueber-uns\/aktuelles\/geschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Berliner Schule:<\/strong>&nbsp;Die Technische Hochschule Berlin (heute TU Berlin) bildete ab den 1920er Jahren die Elite dieser Berufsgruppe aus. Professor Rudolf Franke, seit 1922 Ordinarius f\u00fcr Fernmeldetechnik, schuf einen eigenen Studienplan f\u00fcr die \u201eSchwachstromtechnik\u201c. In den 1920er Jahren waren mehr als die H\u00e4lfte aller Elektrotechnik-Studenten an der TH Berlin Fernmeldetechnik-Studenten \u2013 sie wurden f\u00fcr die Reichspost ausgebildet, um die Selbstw\u00e4hlnetze aufzubauen und zu warten&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/nue\/ueber-uns\/aktuelles\/geschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Ende:<\/strong>&nbsp;Wie der Fernmeldemonteur wurde auch der Wahlstellenmechaniker von der Digitalisierung \u00fcberrollt. Elektronische Vermittlungssysteme ben\u00f6tigen keine mechanischen W\u00e4hler mehr. Der Beruf ist so gr\u00fcndlich verschwunden, dass nicht einmal mehr der Begriff im kollektiven Ged\u00e4chtnis existiert.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VII. Der Elektromaschinenwickler: Handwerk an der Grenze des M\u00f6glichen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lebensdaten des Berufs: ca. 1890\u2013heute (stark transformiert)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Elektromaschinenwickler ist ein Sonderfall: Der Beruf existiert formal noch, aber seine Arbeitsinhalte haben sich so radikal ver\u00e4ndert, dass man von einem verschwundenen Beruf sprechen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das traditionelle Berufsbild:<\/strong>&nbsp;Ein Elektromaschinenwickler wickelte von Hand die Spulen f\u00fcr Generatoren, Transformatoren und Elektromotoren. Er sa\u00df an einem Wickeltisch, f\u00fchrte Kupferdraht Zug um Zug in die Nuten des Eisenkerns ein, isolierte die einzelnen Lagen mit Papier oder Lack und verband die Wicklungen zu komplexen Schaltungen. Das erforderte h\u00f6chste Pr\u00e4zision und ein dreidimensionales Vorstellungsverm\u00f6gen. Ein Fehler in der Windungszahl, und der Motor lief nicht mit der richtigen Drehzahl. Ein Kurzschluss in der Isolation, und der Generator brannte durch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Wandel:<\/strong>&nbsp;Heute werden Elektromotoren und Transformatoren maschinell gewickelt oder gleich als elektronisch kommutierte Motoren ohne klassische Kupferwicklungen gebaut. Der Handwerker, der einen defekten 5-Megawatt-Generator von Hand neu wickelt, ist eine extreme Seltenheit geworden. Die Berufsbezeichnung wurde 1972 in die Stufenausbildung der Elektrotechnik integriert und existiert heute nur noch in Nischen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bibb.de\/dienst\/berufesuche\/de\/index_berufesuche.php\/genealogy\/g311\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VIII. Der Telegraphenleitungs-Aufseher: W\u00e4chter der Kupferadern<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lebensdaten des Berufs: ca. 1850\u20131930<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ersten Fernmeldenetze waren keine unterirdischen Kabelnetze, sondern Freileitungen an Masten \u2013 quer durch Kontinente. Der Telegraphenleitungs-Aufseher war der Mann, der diese Leitungen instand hielt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Indo-Europ\u00e4ische Telegraphenlinie:<\/strong>&nbsp;1870 vollendeten die Gebr\u00fcder Siemens die 11.000 Kilometer lange Telegraphenlinie von London nach Kalkutta&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/nue\/ueber-uns\/aktuelles\/geschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Tausende von Masten, Isolatoren und Kupferdr\u00e4hten mussten durch Klimazonen von der Nordsee bis zum indischen Subkontinent intakt gehalten werden. Der Telegraphenleitungs-Aufseher kontrollierte zu Fu\u00df oder zu Pferd die Trasse, reparierte Sturmsch\u00e4den, tauschte gebrochene Isolatoren und suchte nach Erdschl\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Verschwinden:<\/strong>&nbsp;Mit der Verkabelung der Fernmeldenetze \u2013 in Deutschland ab den 1920er Jahren \u2013 verschwand der Beruf. Kabel liegen im Boden, sie m\u00fcssen nicht mehr gegen Sturm und Eisgang gesichert werden. Die Arbeit des Leitungsaufsehers wurde durch Kabelmesstrupps ersetzt, die mit Messbr\u00fccken und Reflektometern Kabelbr\u00fcche orteten \u2013 ein v\u00f6llig anderes Berufsbild.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">IX. Der Elektroinstallateur f\u00fcr industrielle Gleichrichter: Zwischen Wechsel- und Gleichstrom<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lebensdaten des Berufs: ca. 1920\u20131970<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht alle Gleichstromnetze verschwanden nach dem \u201eStromkrieg\u201c. Einige Anwendungen ben\u00f6tigten Gleichstrom \u2013 vor allem Stra\u00dfenbahnen, U-Bahnen und Industriebetriebe mit Walzwerken. Aber sie erzeugten den Gleichstrom nicht mehr mit eigenen Kraftwerken, sondern mit Quecksilberdampf-Gleichrichtern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Technik:<\/strong>&nbsp;Quecksilberdampf-Gleichrichter waren riesige Glaskolben oder Stahlgef\u00e4\u00dfe, in denen ein Lichtbogen zwischen einer Quecksilberkathode und Graphitanoden brannte. Sie wandelten Drehstrom in Gleichstrom um \u2013 f\u00fcr die Berliner U-Bahn, f\u00fcr Elektrolyseanlagen, f\u00fcr Schwei\u00dfger\u00e4te. Die Installation und Wartung dieser Anlagen war ein Spezialberuf. Er erforderte Kenntnisse der Hochspannungstechnik (die Gleichrichter arbeiteten mit mehreren tausend Volt) und der Vakuumtechnik (der Lichtbogen musste im Vakuum oder in Schutzgas brennen).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Ende:<\/strong>&nbsp;In den 1970er Jahren wurden Quecksilberdampf-Gleichrichter durch Silizium-Dioden und Thyristoren ersetzt. Halbleiter sind wartungsfrei, sie brauchen keine Vakuumpumpen und kein fl\u00fcssiges Quecksilber. Der Beruf des Gleichrichter-Installateurs starb innerhalb weniger Jahre aus. \u00dcbrig blieben die Umweltprobleme: Tausende von Quecksilber-Gleichrichtern mussten als Sonderm\u00fcll entsorgt werden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung: Was uns die verschwundenen Berufe lehren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die verschwundenen Berufe der Elektrotechnik folgen einem Muster. Es sind fast ausschlie\u00dflich Berufe, die an eine spezifische, diskontinuierliche Technologie gebunden waren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Elektromechanik<\/strong>\u00a0(Drehw\u00e4hler, Hebdrehw\u00e4hler, Relais) wurde durch\u00a0<strong>digitale Elektronik<\/strong>\u00a0ersetzt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Analogtechnik<\/strong>\u00a0(Bildr\u00f6hren, R\u00f6hrenradios) wurde durch\u00a0<strong>Digitaltechnik<\/strong>\u00a0ersetzt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nicht-transformierbare Energieformen<\/strong>\u00a0(Gleichstrom) wurden durch\u00a0<strong>transformierbare Energieformen<\/strong>\u00a0(Wechselstrom) ersetzt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Manuelle Datenerfassung<\/strong>\u00a0(Z\u00e4hlerablesung, manuelle Vermittlung) wurde durch\u00a0<strong>automatische Datenerfassung<\/strong>\u00a0ersetzt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Halbwertszeit elektrotechnischer Berufsbilder betr\u00e4gt heute etwa 20 bis 30 Jahre. Ein Elektroniker f\u00fcr Geb\u00e4udetechnik, der 2025 ausgelernt hat, wird 2055 in einer v\u00f6llig anderen Arbeitswelt t\u00e4tig sein \u2013 sofern sein Beruf dann \u00fcberhaupt noch existiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die verschwundenen Berufe sind keine Misserfolge. Sie waren notwendige Durchgangsstationen. Ohne Fernmeldemonteure h\u00e4tte es keine Telefonnetze gegeben, die sp\u00e4ter digitalisiert werden konnten. Ohne Gleichstrom-Installateure h\u00e4tte es keine Erfahrung mit elektrischer Energieverteilung gegeben, auf der Wechselstrom aufbauen konnte. Sie sind nicht gescheitert \u2013 sie haben sich \u00fcberlebt. Das ist ein gro\u00dfer Unterschied.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellenverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2025-02\/24\/in-energiewende-berufen-fehlen-immer-mehr-fachleute\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;dpa \/ Zeit Online. (2025).&nbsp;<em>Arbeitsmarkt: In Energiewende-Berufen fehlen immer mehr Fachleute<\/em>.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2025-02\/24\/in-energiewende-berufen-fehlen-immer-mehr-fachleute\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.zeit.de\/news\/2025-02\/24\/in-energiewende-berufen-fehlen-immer-mehr-fachleute<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bibb.de\/dienst\/berufesuche\/de\/index_berufesuche.php\/genealogy\/g311\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Bundesinstitut f\u00fcr Berufsbildung (BIBB). (2026).&nbsp;<em>Informationen zu Aus- und Fortbildungsberufen: Genealogie Fernmeldemonteur<\/em>.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bibb.de\/dienst\/berufesuche\/de\/index_berufesuche.php\/genealogy\/g311\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bibb.de\/dienst\/berufesuche\/de\/index_berufesuche.php\/genealogy\/g311<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/berufsbild.com\/details\/rundfunk-und-fernsehmechaniker-in\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/berufsbild.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Berufsbild.com<\/a>.&nbsp;(o.J.).&nbsp;<em>Berufsbild Rundfunk- und Fernsehmechaniker\/in &#8211; alle Details zum Beruf<\/em>.&nbsp;<a href=\"https:\/\/berufsbild.com\/details\/rundfunk-und-fernsehmechaniker-in\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/berufsbild.com\/details\/rundfunk-und-fernsehmechaniker-in<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/select\/tr\/2016\/8\/1469877731781845?nid=Pnz0H1AY\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Scheppach, J. (2016). Zeit, dass sich was dreht: Oskar von Miller und die Drehstrom\u00fcbertragung 1891.&nbsp;<em>Technology Review \/ heise online<\/em>.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/select\/tr\/2016\/8\/1469877731781845\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.heise.de\/select\/tr\/2016\/8\/1469877731781845<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/katalog.slub-dresden.de\/en\/id\/0-1915085829\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Interessengemeinschaft Historische Fernmeldetechnik e.V. (2024).&nbsp;*Hebdreh- und Motorw\u00e4hler: elektromechanische Schaltglieder in den leitungsvermittelten Fernsprech- und Fernschreibnetzen der deutschen Post- und Fernmeldeverwaltungen bis 1998*&nbsp;[Kalender 2025]. SLUB Dresden \/ Katalog.&nbsp;<a href=\"https:\/\/katalog.slub-dresden.de\/id\/0-1915085829\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/katalog.slub-dresden.de\/id\/0-1915085829<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/esco.ec.europa.eu\/de\/classification\/occupation?uri=http%3A\/\/data.europa.eu\/esco\/isco\/C352\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;ESCO \/ Europ\u00e4ische Kommission. (2024).&nbsp;<em>Telekommunikations- und Rundfunktechniker<\/em>&nbsp;(Berufsklassifikation).&nbsp;<a href=\"https:\/\/esco.ec.europa.eu\/de\/classification\/occupation?uri=http:\/\/data.europa.eu\/esco\/isco\/C352\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/esco.ec.europa.eu\/de\/classification\/occupation?uri=http:\/\/data.europa.eu\/esco\/isco\/C352<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.deutsches-museum.de\/museumsinsel\/ausstellung\/starkstromtechnik\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Deutsches Museum. (o.J.).&nbsp;<em>Starkstrom \u2013 die universelle Energieform<\/em>&nbsp;(Ausstellungsbeschreibung, Stand 2022 geschlossen).&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.deutsches-museum.de\/museumsinsel\/ausstellung\/starkstromtechnik\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.deutsches-museum.de\/museumsinsel\/ausstellung\/starkstromtechnik<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/beruf\/18-000-offene-stellen-keine-elektroniker-keine-energiewende\/30117110.html?social=flipboard&amp;utm_source=flipboard&amp;utm_content=topic%2Fde-wirtschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Wirtschaftswoche \/ WiWo. (2024).&nbsp;<em>18.000 offene Stellen: Keine Elektroniker, keine Energiewende?<\/em>.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/beruf\/18-000-offene-stellen-keine-elektroniker-keine-energiewende\/30117110.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/beruf\/18-000-offene-stellen-keine-elektroniker-keine-energiewende\/30117110.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/nue\/ueber-uns\/aktuelles\/geschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Technische Universit\u00e4t Berlin \/ Noll, P. (o.J.).&nbsp;<em>Geschichte der Fernmeldetechnik und Nachrichtentechnik an der TH\/TU Berlin<\/em>.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/nue\/ueber-uns\/aktuelles\/geschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.tu.berlin\/nue\/ueber-uns\/aktuelles\/geschichte<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte der Elektrotechnik ist nicht nur eine Geschichte der Erfindungen, sondern auch eine Geschichte der verschwundenen Berufe. Sie verschwinden leise, fast unbemerkt. Kein Denkmal erinnert an den Fernmeldehandwerker, der mit klackernden Drehw\u00e4hlern die Telefonnetze am Laufen hielt. 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