{"id":4696,"date":"2026-05-13T10:45:55","date_gmt":"2026-05-13T08:45:55","guid":{"rendered":"https:\/\/g7itchme.wordpress.com\/?p=4696"},"modified":"2026-05-13T10:45:55","modified_gmt":"2026-05-13T08:45:55","slug":"die-unsichtbare-macht-aus-leverkusen-wie-namur-die-prozessindustrie-steuert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/die-unsichtbare-macht-aus-leverkusen-wie-namur-die-prozessindustrie-steuert\/","title":{"rendered":"Die unsichtbare Macht aus Leverkusen: Wie NAMUR die Prozessindustrie steuert"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Autor: DerSchneider<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stellen Sie sich vor, Sie betreten eine petrochemische Anlage. Tausende Sensoren messen Druck, Temperatur, Durchfluss. Ventile \u00f6ffnen und schlie\u00dfen im Millisekundentakt. Ein Leitsystem zeigt dem Fahrer an, ob alles in Ordnung ist \u2013 oder ob eine St\u00f6rung droht. Doch was bedeutet eigentlich \u201ein Ordnung\u201c? Ab wann gilt ein Signal als \u201eSt\u00f6rung\u201c? Wer legt fest, wie ein Alarm auszusehen hat? Die Antwort f\u00fchrt zu einer Organisation, die die meisten Ingenieure kennen, die breite \u00d6ffentlichkeit aber nie geh\u00f6rt hat:&nbsp;<strong>NAMUR<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Artikel taucht ein in die Geschichte, Struktur und Wirkungsweise eines Vereins, der ohne eigenes Produktportfolio die Automatisierungstechnik weltweit pr\u00e4gt \u2013 und das seit \u00fcber 75 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Verein, kein Konzern: Die Geburt einer Idee<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Jahr ist 1949. Die chemische Industrie in Deutschland befindet sich im Wiederaufbau. Anlagen wachsen, Rechenleistung ist teuer, Regelungstechnik ist Handarbeit. Jeder Hersteller von Messger\u00e4ten entwickelt sein eigenes \u201eSystem\u201c \u2013 inkompatibel, propriet\u00e4r, f\u00fcr den Betreiber ein Albtraum. Ein Ventil von Hersteller A passt nicht zur Steuerung von Hersteller B. Die Folge: Hohe Kosten f\u00fcr Ersatzteillager, aufwendige Schulungen, fehleranf\u00e4llige Verkabelung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Gemengelage treffen sich kluge K\u00f6pfe aus der damaligen IG Farben-Nachfolge (Bayer, BASF, Hoechst) und gr\u00fcnden die&nbsp;<strong>\u201eNAMUR \u2013 Normenarbeitsgemeinschaft f\u00fcr Mess- und Regelungstechnik in der chemischen Industrie\u201c<\/strong>. Der Name ist Programm: Es geht um&nbsp;<strong>Normung<\/strong>&nbsp;\u2013 aber nicht von oben herab, sondern aus der Praxis f\u00fcr die Praxis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der entscheidende Geniestreich:<\/strong>&nbsp;NAMUR war von Beginn an ein&nbsp;<strong>Anwenderverband<\/strong>. Mitglieder sind ausschlie\u00dflich&nbsp;<strong>Betreiber<\/strong>&nbsp;von Anlagen (Chemiekonzerne, Pharmahersteller, Raffinerien). Hersteller von Automatisierungstechnik (damals z.\u202fB. Siemens, Hartmann &amp; Braun, heute Endress+Hauser, ABB) sind ausgeschlossen. Diese Konstellation ist bis heute ihr Erfolgsgeheimnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum? Weil die NAMUR nicht verkaufen will. Sie hat kein wirtschaftliches Interesse an propriet\u00e4ren L\u00f6sungen. Sie will nur eines:&nbsp;<strong>Dass die Anlage sicher, verf\u00fcgbar und wirtschaftlich l\u00e4uft<\/strong>. Ihre Empfehlungen sind daher oft knallhart aus Betreibersicht formuliert \u2013 und f\u00fcr Hersteller faktisch alternativlos, wenn sie an die gro\u00dfen Chemieparkbetreiber verkaufen wollen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Organisation: Eine Firma? Nein, ein e.\u202fV.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Formal ist die NAMUR ein&nbsp;<strong>eingetragener Verein (e.\u202fV.) mit Sitz in Leverkusen<\/strong>&nbsp;(c\/o Bayer AG). Sie ist kein Unternehmen. Sie besch\u00e4ftigt keine festen Techniker. Ihre Arbeit wird von&nbsp;<strong>ehrenamtlichen Experten<\/strong>&nbsp;aus den Mitgliedsfirmen geleistet \u2013 Menschen, die im Hauptberuf Anlagen planen, betreiben oder instand halten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wer finanziert das?<\/strong>&nbsp;Die NAMUR finanziert sich ausschlie\u00dflich \u00fcber&nbsp;<strong>Mitgliedsbeitr\u00e4ge<\/strong>. Aktuell z\u00e4hlt der Verein&nbsp;<strong>181 Mitgliedsunternehmen<\/strong>&nbsp;aus 11 L\u00e4ndern, darunter 144 allein aus Deutschland&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.namur.net\/en\/about-us\/member-companies.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a>. Gro\u00dfkonzerne wie BASF, Bayer, Shell oder Dow zahlen h\u00f6here Beitr\u00e4ge als kleinere Ingenieurdienstleister. Staatliche Mittel flie\u00dfen nicht \u2013 die NAMUR ist unabh\u00e4ngig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wer ist drin?<\/strong>&nbsp;Ein Blick auf die Mitgliederliste ist ein Who-is-Who der Prozessindustrie:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Chemie:<\/strong>\u00a0BASF, Covestro, Evonik, Lanxess, Wacker<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Pharma:<\/strong>\u00a0Boehringer Ingelheim, Roche, Novartis, Sanofi<\/li>\n\n\n\n<li><strong>\u00d6l &amp; Gas:<\/strong>\u00a0BP, Shell, ExxonMobil, Wintershall Dea<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Forschung &amp; Beh\u00f6rden:<\/strong>\u00a0BAM, BSI, PTB, Fraunhofer-Institute, diverse Universit\u00e4ten (RWTH Aachen, TU M\u00fcnchen, KIT)\u00a0<a href=\"https:\/\/www.namur.net\/en\/about-us\/member-companies.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bemerkenswert: Auch&nbsp;<strong>deutsche Beh\u00f6rden<\/strong>&nbsp;wie das&nbsp;<strong>BSI<\/strong>&nbsp;(Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik) sind Mitglied. Das zeigt, dass die NAMUR l\u00e4ngst auch Themen wie&nbsp;<strong>IT-Sicherheit in der Industrie<\/strong>&nbsp;besetzt \u2013 ein Bereich, in dem ihre Empfehlungen sp\u00e4ter oft in gesetzliche Vorgaben einflie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die technische Arbeitsweise: Vom Problem zur NE<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die eigentliche Arbeit findet in&nbsp;<strong>Arbeitskreisen (AK)<\/strong>&nbsp;statt. Jeder AK behandelt ein spezifisches technisches Problem. Die Mitglieder treffen sich mehrmals im Jahr (heute oft hybrid), diskutieren, schreiben Entw\u00fcrfe, testen in ihren eigenen Anlagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ergebnis ist eine&nbsp;<strong>NAMUR-Empfehlung (NE)<\/strong>&nbsp;\u2013 ein Dokument, das beschreibt,&nbsp;<strong>wie<\/strong>&nbsp;ein Problem aus Betreibersicht gel\u00f6st werden sollte. Wichtig: Eine NE ist kein Gesetz, keine DIN-Norm, keine IEC-Norm. Aber:&nbsp;<strong>In der Prozessindustrie wird sie behandelt wie eine.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Prozess:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Bedarfserkennung:<\/strong>\u00a0Ein Betreiber st\u00f6\u00dft auf ein Problem (z.\u202fB. \u201eJeder Hersteller codiert Diagnosemeldungen anders\u201c).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Mandatierung:<\/strong>\u00a0Der Technische Beirat stimmt zu.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Erarbeitung:<\/strong>\u00a0Ein AK schreibt einen Entwurf (Dauer: 1\u20133 Jahre).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Abstimmung:<\/strong>\u00a0Alle Mitglieder kommentieren.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ver\u00f6ffentlichung:<\/strong>\u00a0Die NE wird auf der Hauptsitzung vorgestellt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zwei Beispiele, die jeder Kenner sofort einordnet<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">NE-Nummer<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Titel<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Kernaussage (vereinfacht)<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Wirkung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>NE 43<\/strong><\/td><td>Vereinheitlichung der Signalpegel f\u00fcr bin\u00e4re Meldekontakte<\/td><td>Definiert: 2,1\u20133,6 mA = \u201eGUT\u201c, 3,7\u201321 mA = \u201eST\u00d6RUNG\u201c.<\/td><td>Jeder 4\u201320 mA-Sensor auf dem Markt h\u00e4lt sich heute daran \u2013 sonst kauft ihn kein NAMUR-Mitglied.<\/td><\/tr><tr><td><strong>NE 107<\/strong><\/td><td>Selbst\u00fcberwachung und Diagnose von Feldger\u00e4ten<\/td><td>F\u00fchrt vier Diagnosestatus ein:&nbsp;<strong>GUT \/ WARTUNGSBEDARF \/ FUNKTIONSEINSCHR\u00c4NKUNG \/ AUSFALL<\/strong>.<\/td><td>Erm\u00f6glicht einheitliche Alarmierung \u00fcber Herstellergrenzen hinweg. Basis f\u00fcr moderne Condition-Monitoring-Systeme.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kontroversen und Kritik: Die dunkle Seite der Macht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So einflussreich die NAMUR ist, so sehr steht sie auch in der Kritik. Drei zentrale Vorw\u00fcrfe:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Kartellrechtliche Bedenken<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn sich die gr\u00f6\u00dften Chemiekonzerne eines Landes zusammenschlie\u00dfen und technische Vorgaben machen, klingt das verd\u00e4chtig nach&nbsp;<strong>Kartell<\/strong>. Tats\u00e4chlich bewegt sich die NAMUR auf einem schmalen Grat. Die offizielle Position: \u201eWir schlie\u00dfen niemanden aus, wir definieren nur Bed\u00fcrfnisse.\u201c Aber ein Hersteller, der eine NE ignoriert, kann seine Ger\u00e4te praktisch nicht an BASF &amp; Co. verkaufen. Das ist&nbsp;<strong>faktischer Zwang ohne Gesetzesform<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Rechtsexperten der NAMUR achten penibel darauf, dass keine Preise, Marktaufteilungen oder Kundenabsprachen diskutiert werden. Aber der Vorwurf der \u201estillen Marktmacht\u201c bleibt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Innovationsbremse oder Innovationstreiber?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hersteller argumentieren manchmal hinter vorgehaltener Hand: \u201eDie NAMUR bremst uns aus. Wir h\u00e4tten l\u00e4ngst bessere Feldbusse, intelligentere Sensoren, aber die NAMUR will immer nur das, was die alte Anlage auch schon konnte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gegenargument der Betreiber: \u201eWir haben Tausende von Sensoren in explosionsgef\u00e4hrdeten Bereichen. Die m\u00fcssen 20 Jahre laufen. Wir k\u00f6nnen nicht jede Saison das gesamte Feldger\u00e4temanagement umstellen.&nbsp;<strong>Kompatibilit\u00e4t ist f\u00fcr uns wichtiger als Innovation.<\/strong>\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein real existierender Zielkonflikt: Die NAMUR priorisiert&nbsp;<strong>R\u00fcckw\u00e4rtskompatibilit\u00e4t<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Stabilit\u00e4t<\/strong>. Das ist f\u00fcr hochriskante Anlagen richtig, aber f\u00fcr disruptive Innovationen giftig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Der deutsche Sonderweg?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele NAMUR-Empfehlungen sind weltweit akzeptiert. Aber manche Kritiker \u2013 insbesondere au\u00dferhalb Europas \u2013 sehen darin einen&nbsp;<strong>\u201edeutschen Sonderweg\u201c<\/strong>, der internationale Standards (IEC, ISA) umgeht. Ein Beispiel: Die NE 107 wurde erst Jahre sp\u00e4ter in die IEC 62784 eingearbeitet. In der Zwischenzeit hatten Hersteller zwei parallele Systeme zu pflegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die NAMUR kontert: \u201eWir sind schneller als die internationale Normung und praxisn\u00e4her.\u201c Das ist nicht falsch. Die Frage ist, ob man diese Geschwindigkeit braucht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Zukunft: Industrie 4.0 trifft auf alte Strukturen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr die NAMUR ist die&nbsp;<strong>Digitale Transformation<\/strong>&nbsp;\u2013 das Schlagwort \u201eIndustrie 4.0\u201c. In einer Welt, in der Sensoren drahtlos kommunizieren, Daten in der Cloud liegen und Maschinen selbstst\u00e4ndig Entscheidungen treffen, wirken die klassischen, tr\u00e4gen Gremien der NAMUR manchmal wie aus einer anderen Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Organisation reagiert:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Arbeitskreis 2.6 \u2013 Alarmmanagement<\/strong>\u00a0befasst sich mit der nie dagewesenen Alarmflut in modernen Leitsystemen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>AK 4.12 \u2013 Mobile Work<\/strong>\u00a0untersucht, wie Tablets und Smartphones sicher in explosionsgef\u00e4hrdeten Bereichen eingesetzt werden k\u00f6nnen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>AK 1.19 \u2013 IT-Sicherheit<\/strong>\u00a0arbeitet eng mit dem BSI zusammen und bringt Betreibererfahrung in die IEC 62443 (die internationale Norm f\u00fcr Industrie-IT-Sicherheit) ein.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die eigentliche Zukunftsprognostik von mir als Autor: Die NAMUR wird \u00fcberleben, weil ihr Prinzet unschlagbar ist&nbsp;<strong>regionale Dichte<\/strong>. Nirgendwo sonst auf der Welt sitzen so viele Prozessbetreiber auf einem Haufen wie im Rhein-Ruhr-Gebiet und im Raum Frankfurt. Diese N\u00e4he, dieses Vertrauen, diese gemeinsame Sprache \u2013 das kann keine internationale Normungsorganisation ersetzen. Aber sie wird sich \u00f6ffnen m\u00fcssen. Die ersten asiatischen Mitglieder (z.\u202fB. aus China) sind bereits da&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.namur.net\/en\/about-us\/member-companies.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a>. Die Frage ist, ob der deutsche Charakter dabei verloren geht \u2013 oder ob die NAMUR zur&nbsp;<strong>globalen Stimme der Anwender<\/strong>&nbsp;wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>NAMUR \u2013 Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie e.\u202fV. (2024).\u00a0<em>Mitgliedsunternehmen<\/em>. Abgerufen von\u00a0<a href=\"https:\/\/www.namur.net\/de\/ueber-uns\/mitgliedschaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.namur.net\/de\/ueber-uns\/mitgliedschaft\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>NAMUR. (2024).\u00a0<em>Member Companies<\/em>. Abgerufen von\u00a0<a href=\"https:\/\/www.namur.net\/en\/about-us\/member-companies.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.namur.net\/en\/about-us\/member-companies.html<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>NAMUR-Empfehlung NE 43 (2003).\u00a0<em>Vereinheitlichung der Signalpegel f\u00fcr bin\u00e4re Meldekontakte<\/em>.<\/li>\n\n\n\n<li>NAMUR-Empfehlung NE 107 (2010).\u00a0<em>Selbst\u00fcberwachung und Diagnose von Feldger\u00e4ten<\/em>.<\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: DerSchneider Stellen Sie sich vor, Sie betreten eine petrochemische Anlage. Tausende Sensoren messen Druck, Temperatur, Durchfluss. Ventile \u00f6ffnen und schlie\u00dfen im Millisekundentakt. 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