{"id":470,"date":"2026-03-04T10:09:45","date_gmt":"2026-03-04T09:09:45","guid":{"rendered":"https:\/\/iobseu-xejul.wordpress.com\/?p=470"},"modified":"2026-03-04T10:09:45","modified_gmt":"2026-03-04T09:09:45","slug":"commodore-die-ara-jack-tramiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/commodore-die-ara-jack-tramiel\/","title":{"rendered":"Commodore, die \u00c4ra Jack Tramiel"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte von Commodore ist eine der au\u00dfergew\u00f6hnlichsten und dramatischsten Episoden der Technologiegeschichte. Es ist die Saga eines \u00dcberlebenden des Holocaust, der zur treibenden Kraft einer Branche wurde, die Geschichte eines Firmenimperiums, das aus einer kleinen Schreibmaschinenwerkstatt in der Bronx entstand, und die Geschichte von Computern wie dem C64 und dem Amiga, die die Welt nicht nur eroberten, sondern sie f\u00fcr immer ver\u00e4nderten. Tauchen wir ein in diese faszinierende Welt, in der Zahlen, Daten und Fakten auf menschliche Schicksale treffen.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die \u00c4ra Jack Tramiel: Vom Schreibmaschinenh\u00e4ndler zum Computer-Pionier<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wurzeln von Commodore liegen im Jahr&nbsp;<strong>1954<\/strong>, als der in Polen geborene Holocaust-\u00dcberlebende&nbsp;<strong>Jack Tramiel<\/strong>&nbsp;in der Bronx, New York, eine kleine Schreibmaschinen-Werkstatt er\u00f6ffnete&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/geschaeft-ist-krieg-a-8639c684-0002-0001-0000-000013511455?context=issue\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Sein \u00dcberlebenswille und sein unb\u00e4ndiger Gesch\u00e4ftssinn trieben ihn an. Schon vier Jahre sp\u00e4ter, 1958, verlagerte er sein Gesch\u00e4ft nach Toronto, Kanada. Der Firmenname &#8222;Commodore&#8220; war eine Hommage an die milit\u00e4rische Hierarchie, ein Rang, der ihm angemessen erschien, da die h\u00f6heren R\u00e4nge wie &#8222;Admiral&#8220; oder &#8222;General&#8220; bereits vergeben waren&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/geschaeft-ist-krieg-a-8639c684-0002-0001-0000-000013511455?context=issue\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ersten Jahre waren ein Kampf ums \u00dcberleben, gepr\u00e4gt von wechselnden Partnern. Ein entscheidender Wendepunkt kam 1965, als die Hausbank von Commodore, die&nbsp;<strong>Atlantic Acceptance Corp.<\/strong>, zusammenbrach. Commodore stand vor der Pleite. In dieser Not trat&nbsp;<strong>Irving Gould<\/strong>&nbsp;auf den Plan, ein erfolgreicher Investor aus Toronto. Er rettete das Unternehmen, verlangte daf\u00fcr aber einen hohen Preis: Tramiel musste den Gro\u00dfteil seiner Firmenanteile abgeben, und Gould sicherte sich die Kontrolle. Trotz dieser Abh\u00e4ngigkeit blieb Tramiel der starke Mann an der Spitze, der das Unternehmen mit harter Hand f\u00fchrte&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/geschaeft-ist-krieg-a-8639c684-0002-0001-0000-000013511455?context=issue\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die 1970er Jahre waren das Jahrzehnt der elektronischen Taschenrechner, und Commodore war mit von der Partie. Die Firma erlebte einen rasanten Aufstieg, aber auch den ersten tiefen Fall. Als der Halbleiter-Riese&nbsp;<strong>Texas Instruments<\/strong>&nbsp;(TI) in einen erbitterten Preiskampf einstieg und Taschenrechner zu Preisen anbot, die unter den Herstellungskosten von Commodore lagen, stand das Unternehmen erneut am Abgrund. Diese traumatische Erfahrung pr\u00e4gte Tramiels Gesch\u00e4ftsphilosophie f\u00fcr immer:&nbsp;<strong>&#8222;Du musst dein Schicksal selber bestimmen.&#8220;<\/strong>&nbsp;Die Antwort darauf war der Kauf des Chip-Herstellers&nbsp;<strong>MOS Technology<\/strong>&nbsp;im Jahr 1976. Dieser Schritt sollte sich als Geniestreich erweisen, denn er machte Commodore unabh\u00e4ngig von den Launen der Zulieferer und verschaffte ihm einen entscheidenden Kostenvorteil&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/geschaeft-ist-krieg-a-8639c684-0002-0001-0000-000013511455?context=issue\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die Produkte: Von Kisten und Kistenweisem Verkaufserfolg<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei MOS Technology arbeitete ein Ingenieur namens&nbsp;<strong>Chuck Peddle<\/strong>. Er zeigte Tramiel einen halbfertigen Mikrocomputer, von dem niemand so recht wusste, was man damit anfangen sollte \u2013 au\u00dfer, dass man damit &#8222;eigentlich alles&#8220; machen konnte. Tramiel erkannte sofort das Potenzial und gab gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die Entwicklung. So begann die \u00c4ra der Heimcomputer.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die PET- und VC-20-\u00c4ra (1977-1982)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Wurf war der&nbsp;<strong>Commodore PET 2001<\/strong>, der 1977 auf den Markt kam \u2013 im selben Jahr wie der Apple II und der TRS-80, weshalb man von der &#8222;Trinit\u00e4t&#8220; der ersten Heimcomputer spricht. Der PET war eine seltsame Mischung aus Monitor, Tastatur und Datasette in einem Geh\u00e4use. Mit einem Preis von etwa&nbsp;<strong>800 US-Dollar<\/strong>&nbsp;(ca. 2000 DM in Deutschland) war er ein Erfolg und legte den Grundstein f\u00fcr die Marktdurchdringung von Commodore&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/geschaeft-ist-krieg-a-8639c684-0002-0001-0000-000013511455?context=issue\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der eigentliche Durchbruch im Massenmarkt gelang jedoch 1981 mit dem&nbsp;<strong>VC 20<\/strong>&nbsp;(in den USA als VIC-20 bekannt). Tramiels Vision war der &#8222;Volkscomputer&#8220;. Mit einem Preis von unter&nbsp;<strong>300 US-Dollar<\/strong>&nbsp;(in Deutschland ca.&nbsp;<strong>799 DM<\/strong>) war er der erste erschwingliche Farb-Heimcomputer. Angetrieben von einem MOS 6502 Prozessor mit ca. 1 MHz und satten 5 KB RAM (erweiterbar) verkaufte er sich \u00fcber eine Million Mal und bewies, dass ein Massenmarkt f\u00fcr Computer existierte&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/geschaeft-ist-krieg-a-8639c684-0002-0001-0000-000013511455?context=issue\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/computer-geschichte-40-jahre-commodore-amiga-seiner-zeit-weit-voraus-14069765.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Legende: Commodore 64 (1982-1994)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann kam das Jahr 1982. Commodore brachte den&nbsp;<strong>Commodore 64<\/strong>&nbsp;auf den Markt, und der Rest ist Geschichte. Dieses Ger\u00e4t, angetrieben von einem MOS 6510-Prozessor (1 MHz), sprengte alle Dimensionen. Sein gr\u00f6\u00dfter Trumpf waren 64 KB RAM (daher der Name) und vor allem die revolution\u00e4ren Sound- und Grafikchips: der&nbsp;<strong>VIC-II<\/strong>&nbsp;f\u00fcr Grafik und der ber\u00fchmte&nbsp;<strong>SID<\/strong>&nbsp;(Sound Interface Device) f\u00fcr Musik und Soundeffekte, die der Konkurrenz meilenweit voraus waren&nbsp;<a href=\"https:\/\/wapbaike.baidu.com\/item\/Commodore\/4470328\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/computer-geschichte-40-jahre-commodore-amiga-seiner-zeit-weit-voraus-14069765.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Technische Spezifikationen:<\/strong>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>CPU:<\/strong>\u00a0MOS 6510 mit 0,985 MHz (PAL) \/ 1,023 MHz (NTSC)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>RAM:<\/strong>\u00a064 KB<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Grafik:<\/strong>\u00a0VIC-II, 16 Farben, Aufl\u00f6sungen bis zu 320&#215;200 Pixel, Hardware-Sprites.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sound:<\/strong>\u00a0SID 6581, 3 Stimmen, 9 Oktaven, einstellbare H\u00fcllkurven, Filter.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der C64 wurde zum Synonym f\u00fcr Heimcomputer. Sein Siegeszug war nicht zuletzt seiner aggressiven Preisstrategie geschuldet, die Jack Tramiel perfektionierte. W\u00e4hrend die Konkurrenz hoffnungslos unterboten wurde, machte Commodore dank der eigenen Chip-Produktion weiterhin Gewinne. Der&nbsp;<strong>Neupreis<\/strong>&nbsp;lag bei seiner Einf\u00fchrung in den USA bei&nbsp;<strong>595 US-Dollar<\/strong>&nbsp;und in Deutschland bei etwa&nbsp;<strong>1.195 DM<\/strong>. Im Laufe der Jahre fiel der Preis jedoch dramatisch, bis auf unter&nbsp;<strong>400 DM<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/geschaeft-ist-krieg-a-8639c684-0002-0001-0000-000013511455?context=issue\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/computer-geschichte-40-jahre-commodore-amiga-seiner-zeit-weit-voraus-14069765.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Anbauteile und Zubeh\u00f6r f\u00fcr den C64<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das \u00d6kosystem um den C64 war riesig und ein wesentlicher Teil seines Erfolgs:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Datasette (C2N\/1530):<\/strong>\u00a0Das preisg\u00fcnstige Kassettenlaufwerk, das den C64 erst richtig erschwinglich machte\u00a0<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Commodore-Produkt%C3%BCbersicht#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Diskettenlaufwerk 1541:<\/strong>\u00a0Das legend\u00e4re, aber langsame und laute 5\u00bc-Zoll-Laufwerk. Ein Muss f\u00fcr fortgeschrittene Nutzer. Preis damals: ca.\u00a0<strong>500-700 DM<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Commodore-Produkt%C3%BCbersicht#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/wapbaike.baidu.com\/item\/Commodore\/4470328\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Speichererweiterungen (REU):<\/strong>\u00a0Die RAM Expansion Units 1700 (128 KB), 1764 (256 KB) und 1750 (512 KB) erweiterten den Speicher f\u00fcr spezielle Anwendungen\u00a0<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Commodore-Produkt%C3%BCbersicht#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Drucker:<\/strong>\u00a0Die MPS-Serie (z.B. MPS 801, MPS 803) waren die Standard-Nadeldrucker\u00a0<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Commodore-Produkt%C3%BCbersicht#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Joysticks:<\/strong>\u00a0Unz\u00e4hlige Modelle, allen voran der Competition Pro, waren das Eingabeger\u00e4t f\u00fcr die Spieleflut.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Software-Module:<\/strong>\u00a0Steckmodule f\u00fcr Spiele und Anwendungen, die sofort starteten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der \u00dcbergang: C16, Plus\/4 und C128 (1984-1986)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Tramiels Ausscheiden versuchte Commodore, die 8-Bit-Familie zu erweitern. Die&nbsp;<strong>264-Serie<\/strong>&nbsp;mit&nbsp;<strong>C16, C116 und Plus\/4<\/strong>&nbsp;war technisch interessant (besseres BASIC, eingebaute Software im Plus\/4), scheiterte aber an der Inkompatibilit\u00e4t zum C64 und der schwachen Ausstattung (beim C16). Der&nbsp;<strong>C128<\/strong>&nbsp;war da schon cleverer. Er bot drei Betriebsmodi: C64-Modus (f\u00fcr volle Kompatibilit\u00e4t), C128-Modus (mit 128 KB RAM und 80-Zeichen-Darstellung) und CP\/M-Modus, was ihn zu einem ernsthaften kleinen B\u00fcrocomputer machte&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Commodore-Produkt%C3%BCbersicht#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/1985\/12\/03\/business\/business-people-commodore-begins-a-reorganization.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Kr\u00f6nung: Der Commodore Amiga (1985-1994)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der technisch bedeutendste Meilenstein war jedoch die \u00dcbernahme von&nbsp;<strong>Amiga Corporation<\/strong>&nbsp;durch Irving Gould im Jahr 1984 f\u00fcr ca. 30 Millionen Dollar. Jack Tramiel, der inzwischen Atari \u00fcbernommen hatte, war ebenfalls an dem Startup interessiert, unterlag aber im Bieterwettstreit&nbsp;<a href=\"https:\/\/wapbaike.baidu.com\/item\/Commodore\/4470328\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/computer-geschichte-40-jahre-commodore-amiga-seiner-zeit-weit-voraus-14069765.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Am 23. Juli 1985 wurde der&nbsp;<strong>Amiga 1000<\/strong>&nbsp;im Lincoln Center in New York mit einer spektakul\u00e4ren Show vorgestellt, bei der Andy Warhol und Debbie Harry die Multimedia-F\u00e4higkeiten demonstrierten&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/computer-geschichte-40-jahre-commodore-amiga-seiner-zeit-weit-voraus-14069765.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Amiga war seiner Zeit weit voraus. Er bot fortschrittliches Multitasking, eine grafische Benutzeroberfl\u00e4che und vor allem ma\u00dfgeschneiderte Coprozessoren (&#8222;Chips&#8220;):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Technische Spezifikationen (Amiga 1000):<\/strong>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>CPU:<\/strong>\u00a0Motorola 68000 mit 7,14 MHz.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>RAM:<\/strong>\u00a0256 KB (erweiterbar).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Grafik:<\/strong>\u00a0Bis zu 4096 Farben, Hold-And-Modify-Modus, Hardwarescrolling, Blitter-Objekt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sound:<\/strong>\u00a04-Kanal-Stereo-Sound mit 8-Bit-Aufl\u00f6sung.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Einstiegspreis war mit&nbsp;<strong>5.595 DM<\/strong>&nbsp;jedoch hoch. Der Durchbruch gelang 1987 mit dem&nbsp;<strong>Amiga 500<\/strong>&nbsp;(ab&nbsp;<strong>1.100 DM<\/strong>) und dem professionellen&nbsp;<strong>Amiga 2000<\/strong>. Weltweit wurden etwa&nbsp;<strong>7,2 Millionen Amigas<\/strong>&nbsp;verkauft, davon knapp&nbsp;<strong>1,7 Millionen in Deutschland<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/dosreloaded.de\/forum\/thread\/9127-verkaufszahlen-von-spielen-pc-vs-amiga-gesucht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/computer-geschichte-40-jahre-commodore-amiga-seiner-zeit-weit-voraus-14069765.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die wichtigsten Amiga-Modelle und Anbauteile<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Modelle:<\/strong>\u00a0A1000, A500, A2000, A600, A1200, A3000, A4000\u00a0<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Commodore-Produkt%C3%BCbersicht#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Laufwerke:<\/strong>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>A1010\/A1011:<\/strong>\u00a0Externe 3\u00bd-Zoll-Diskettenlaufwerke\u00a0<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Commodore-Produkt%C3%BCbersicht#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>A570:<\/strong>\u00a0Externes CD-ROM-Laufwerk f\u00fcr den A500\u00a0<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Commodore-Produkt%C3%BCbersicht#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Festplatten:<\/strong>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>A590:<\/strong>\u00a0SCSI-Festplatteneinheit f\u00fcr A500\u00a0<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Commodore-Produkt%C3%BCbersicht#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>A2091:<\/strong>\u00a0Controllerkarte f\u00fcr den A2000\u00a0<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Commodore-Produkt%C3%BCbersicht#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Speichererweiterungen:<\/strong>\u00a0A501 (512 KB f\u00fcr A500), A2052\/58 (f\u00fcr A2000)\u00a0<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Commodore-Produkt%C3%BCbersicht#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Bridgeboards:<\/strong>\u00a0A2088XT oder A2286AT, um PC-Kompatibilit\u00e4t zu erreichen\u00a0<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Commodore-Produkt%C3%BCbersicht#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Firmenzahlen: Umsatz, Gewinn und Verkaufserfolge<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wirtschaftliche Entwicklung von Commodore war eine Achterbahnfahrt.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Der C64:<\/strong>\u00a0Mit \u00fcber\u00a0<strong>17 Millionen<\/strong>\u00a0verkauften Einheiten ist er der mit Abstand meistverkaufte Heimcomputer aller Zeiten und steht im Guinness-Buch der Rekorde\u00a0<a href=\"https:\/\/wapbaike.baidu.com\/item\/Commodore\/4470328\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/computer-geschichte-40-jahre-commodore-amiga-seiner-zeit-weit-voraus-14069765.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Auf dem H\u00f6hepunkt 1983\/84 erzielte Commodore einen Jahresumsatz von \u00fcber\u00a0<strong>1 Milliarde US-Dollar<\/strong>\u00a0und einen Gewinn von \u00fcber\u00a0<strong>100 Millionen Dollar<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/geschaeft-ist-krieg-a-8639c684-0002-0001-0000-000013511455?context=issue\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Krise:<\/strong>\u00a0Nach Tramiels Weggang und der Konsolidierung des Marktes geriet Commodore in Schieflage. Im Gesch\u00e4ftsjahr 1984\/85 fuhr das Unternehmen einen Verlust von\u00a0<strong>113,9 Millionen Dollar<\/strong>\u00a0ein, nachdem man im Vorjahr noch 143,8 Millionen Dollar Gewinn erzielt hatte\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/1985\/12\/03\/business\/business-people-commodore-begins-a-reorganization.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. 1988\/89 machte die deutsche Tochter Commodore B\u00fcromaschinen GmbH einen Verlust von 2,3 Millionen Mark\u00a0<a href=\"https:\/\/www.computerwoche.de\/article\/2762194\/commodore-wieder-leicht-im-plus.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Lichtblick:<\/strong>\u00a01989\/90 erwirtschaftete die deutsche Niederlassung wieder einen kleinen Gewinn von\u00a0<strong>368.000 Mark<\/strong>\u00a0bei einem Umsatz von 928 Millionen Mark\u00a0<a href=\"https:\/\/www.computerwoche.de\/article\/2762194\/commodore-wieder-leicht-im-plus.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der Amiga:<\/strong>\u00a0Obwohl ein technisches Meisterwerk, konnte der Amiga den finanziellen Niedergang nicht aufhalten. Er verkaufte sich gut, aber nicht gut genug, um gegen die aufstrebende IBM-PC-kompatible Konkurrenz zu bestehen, die zunehmend multimediaf\u00e4hig wurde\u00a0<a href=\"https:\/\/dosreloaded.de\/forum\/thread\/9127-verkaufszahlen-von-spielen-pc-vs-amiga-gesucht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/computer-geschichte-40-jahre-commodore-amiga-seiner-zeit-weit-voraus-14069765.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Der Untergang und das Nachleben der Rechte<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die internen Machtk\u00e4mpfe, eine undurchsichtige Produktpolitik (z.B. der wenig durchdachte Amiga 600) und das Versagen des Managements, die einzigartigen F\u00e4higkeiten des Amiga im professionellen Bereich zu vermarkten, f\u00fchrten das Unternehmen in den Abgrund. Am&nbsp;<strong>29. April 1994<\/strong>&nbsp;meldete Commodore International schlie\u00dflich Insolvenz an&nbsp;<a href=\"https:\/\/wapbaike.baidu.com\/item\/Commodore\/4470328\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/computer-geschichte-40-jahre-commodore-amiga-seiner-zeit-weit-voraus-14069765.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das war jedoch nicht das Ende der Marke. Die Rechte und Verm\u00f6genswerte wurden verstreut und wechselten mehrfach den Besitzer:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Escom AG (1995):<\/strong>\u00a0Der deutsche PC-H\u00e4ndler kaufte die Rechte an der Marke Commodore und dem Amiga, produzierte sogar kurzzeitig den\u00a0<strong>Amiga 1200<\/strong>\u00a0wieder. Doch Escom ging selbst 1996 pleite.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gateway 2000 (1997):<\/strong>\u00a0Der US-PC-Hersteller erwarb die Amiga-Rechte, tat aber wenig damit.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Tulip Computers (2003):<\/strong>\u00a0Der niederl\u00e4ndische PC-Hersteller kaufte die Markenrechte an &#8222;Commodore&#8220;. Auch sie brachten einige Produkte auf den Markt, die jedoch keine Bedeutung erlangten\u00a0<a href=\"https:\/\/wapbaike.baidu.com\/item\/Commodore\/4470328\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Commodore Licensing \/ C= Holdings:<\/strong>\u00a0Heute befinden sich die Rechte an der Marke Commodore bei verschiedenen Unternehmen, die vor allem Lizenzen f\u00fcr Retro-Produkte vergeben.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant ist, dass der Name &#8222;Commodore&#8220; heute auch in v\u00f6llig anderen Bereichen auftaucht. So gibt es die&nbsp;<strong>Commodore Capital<\/strong>, eine 2019 gegr\u00fcndete Venture-Capital-Firma im Healthcare-Sektor, die jedoch nichts mit dem Computerhersteller zu tun hat&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.insidermonkey.com\/hedge-fund\/commodore+capital\/1352\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/people.equilar.com\/bio\/person\/michael-kramarz-commodore-capital\/45258362\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Eine am\u00fcsante Randnotiz ist auch, dass Opel von 1967 bis 1982 ein eigenes Modell namens&nbsp;<strong>Opel Commodore<\/strong>&nbsp;baute \u2013 ein sportliches Coup\u00e9, das ebenfalls nichts mit der Computerfirma zu tun hat&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zwischengas.com\/de\/oldtimer\/verzeichnis\/Opel\/Commodore+A\/c_7437b6fbcc03\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Verm\u00e4chtnis von Commodore lebt jedoch weiter \u2013 in der Leidenschaft von Sammlern, in Emulatoren und in der Erinnerung an eine Zeit, in Computer noch &#8222;pers\u00f6nlich&#8220; waren und die Grenzen des M\u00f6glichen jeden Tag neu definiert wurden. Es war die Geschichte eines \u00dcberlebensk\u00e4mpfers, der die Welt eroberte und schlie\u00dflich an den Mechanismen scheiterte, die er selbst mit erschaffen hatte.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte von Commodore ist eine der au\u00dfergew\u00f6hnlichsten und dramatischsten Episoden der Technologiegeschichte. Es ist die Saga eines \u00dcberlebenden des Holocaust, der zur treibenden Kraft einer Branche wurde, die Geschichte eines Firmenimperiums, das aus einer kleinen Schreibmaschinenwerkstatt in der Bronx entstand, und die Geschichte von Computern wie dem C64 und dem Amiga, die die Welt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,35,36],"tags":[],"class_list":["post-470","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aus-dem-bauch-heraus","category-technisch","category-technologiegeschichte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=470"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/470\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}