{"id":4844,"date":"2026-05-25T10:19:50","date_gmt":"2026-05-25T08:19:50","guid":{"rendered":"https:\/\/g7itchme.wordpress.com\/?p=4844"},"modified":"2026-05-25T10:19:50","modified_gmt":"2026-05-25T08:19:50","slug":"die-walnuss-mit-dem-chip-eine-tech-archaologie-des-walnut-pi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/die-walnuss-mit-dem-chip-eine-tech-archaologie-des-walnut-pi\/","title":{"rendered":"Die Walnuss mit dem Chip \u2013 Eine Tech-Arch\u00e4ologie des Walnut Pi"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Artikel von DerSchneider<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer im Jahr 2026 \u00fcber Einplatinencomputer spricht, kommt an einem Namen nicht vorbei: Raspberry Pi. Doch die Welt der \u201eSingle Board Computer\u201c (SBCs) ist l\u00e4ngst kein britisches Monopol mehr. China hat den Markt entdeckt, und neben Hunderten von Nischenprodukten versucht ein Ger\u00e4t, die goldene Mitte zu finden \u2013 der Walnut Pi. Gefunden f\u00fcr 19 Euro auf einem Grabbeltisch oder in einer Online-Auktion, verspricht das orangefarbene Platinen-Wunder viel. Doch ist es ein Schatz oder ein elektronisches Ei des Kolumbus, das besser im Regal bleibt? Eine Spurensuche aus Sicht des Elektrotechnikers und Technikhistorikers.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der verhei\u00dfungsvolle Kern: Was ist der Walnut Pi 1B?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch gesehen ist der Walnut Pi 1B ein Kind der globalen Lieferkettenkrise. In den fr\u00fchen 2020er Jahren, als Raspberry Pis aufgrund von Chipmangel zu Wucherpreisen gehandelt wurden, schlug die Stunde der chinesischen Alternativen&nbsp;<a href=\"https:\/\/whycan.com\/p_94260.html#p94260\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a>. Entwickelt und produziert in China, positionierte sich die Marke \u201eWalnutPi\u201c (\u6838\u6843\u6d3e) als das bezahlbare, verf\u00fcgbare \u201eVolks-Raspberry\u201c. Der hier f\u00fcr 19\u20ac angebotene Walnut Pi 1B basiert auf einem SoC (System-on-a-Chip) von Allwinner, genauer gesagt dem&nbsp;<strong>H616<\/strong>&nbsp;oder neueren&nbsp;<strong>H618<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/wiki.walnutpi.com\/en\/docs\/walnutpi_1\/intro\/hw-parameter\/#io%e6%89%a9%e5%b1%95%e6%9d%bf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/wiki.walnutpi.com\/docs\/walnutpi_1\/getting_start\/hw-detail\/#%e7%ba%a2%e5%a4%96%e6%8e%a5%e6%94%b6%e5%99%a8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das technische Datenblatt (Auszug)<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Merkmal<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Spezifikation<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Einordnung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>Prozessor<\/strong><\/td><td>Allwinner H616\/H618, 4x Cortex-A53 @ 1.5 GHz<\/td><td>Standard f\u00fcr Low-End-Boards von 2020. \u00c4hnlich wie Raspberry Pi 3.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Arbeitsspeicher<\/strong><\/td><td>1 GB DDR3 (verl\u00f6tet)<\/td><td>Minimal f\u00fcr moderne Linux-Desktops. Es gibt auch 2\/4 GB Versionen.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Grafikchip (GPU)<\/strong><\/td><td>Mali-G31 MP2<\/td><td>Bifrost-Architektur, theoretisch f\u00e4hig f\u00fcr OpenGL ES 3.2.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Massenspeicher<\/strong><\/td><td>microSD-Karte (bis 512 GB)<\/td><td>Kein eMMC, daher limitierte IO-Geschwindigkeit.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Anschl\u00fcsse<\/strong><\/td><td>3x USB 2.0, 100 Mbit LAN, microHDMI (4k60), 40-Pin GPIO<\/td><td>USB 3.0 und Gigabit-LAN fehlen komplett.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Blick auf das Datenblatt ist ern\u00fcchternd. Die 19 Euro erkaufen hier keine Wunder der Effizienz, sondern ein Board, das in puncto Rohleistung auf dem Niveau eines Raspberry Pi 3B+ von 2018 agiert. Doch die Hardware ist nicht das Problem \u2013 es ist der Geist, der in ihr wohnt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das nackte Leben: Was der Walnut Pi kann<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um fair zu sein: Der Walnut Pi ist kein Briefbeschwerer. F\u00fcr den Benutzer, der bereit ist, Kompromisse einzugehen, bietet er durchaus eine Daseinsberechtigung. Die Community rund um das Board ist zwar klein, aber engagiert. Der Hersteller pflegt ein Wiki und bietet ein eigenes, auf Debian basierendes Betriebssystem an \u2013 die&nbsp;<strong>WalnutPi-OS<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.eet-china.com\/mp\/a252742.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a>. Dieses System ist vorkonfiguriert und enth\u00e4lt Treiber f\u00fcr die grundlegende Funktionalit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Einsatzm\u00f6glichkeiten im \u00dcberblick:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Der station\u00e4re Medienplayer (mit Einschr\u00e4nkungen):<\/strong>\u00a0Dank des HDMI 2.0 Anschlusses kann das Board theoretisch 4k60 ausgeben\u00a0<a href=\"https:\/\/wiki.walnutpi.com\/docs\/walnutpi_1\/getting_start\/hw-detail\/#%e7%ba%a2%e5%a4%96%e6%8e%a5%e6%94%b6%e5%99%a8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a>. Die Praxis zeigt jedoch: Die Decodierung moderner Codecs (wie h.265 oder AV1) lastet die schwachen Cortex-A53-Kerne schnell komplett aus. Fl\u00fcssige 4K-Wiedergabe ist ein Mythos; 1080p ist das realistische Maximum.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der Headless-Server (die K\u00f6nigsdisziplin):<\/strong>\u00a0Ohne angeschlossenen Monitor, verwaltet \u00fcber SSH (Secure Shell), entfaltet der Walnut Pi seine St\u00e4rke. Als Drucker-Server (CUPS), einfacher DNS-Server (Pi-hole) oder f\u00fcr Heimautomatisierung (Home Assistant) ist der Chip v\u00f6llig ausreichend. Der geringe Stromverbrauch (ca. 3-5 Watt) ist hier ein Plus.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der GPIO-Controller f\u00fcr Bastler:<\/strong>\u00a0Die 40 Pins sind kompatibel zum Raspberry Pi\u00a0<a href=\"https:\/\/wiki.walnutpi.com\/en\/docs\/walnutpi_1\/intro\/hw-parameter\/#io%e6%89%a9%e5%b1%95%e6%9d%bf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a>. Mit Python und Bibliotheken wie\u00a0<code>RPi.GPIO<\/code>\u00a0(nach Anpassung) lassen sich LEDs schalten, Sensoren auslesen oder Relais steuern. Wer also eine kosteng\u00fcnstige Steuerung f\u00fcr ein Gew\u00e4chshaus oder eine Modelleisenbahn sucht, findet hier einen Kandidaten.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Schattenseiten: Was der Walnut Pi nicht kann<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier beginnt die eigentliche technische Analyse. Die Devise lautet:&nbsp;<strong>Kaufe keine 19-Euro-Hardware, wenn deine Zeit teurer ist.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Hauptproblem des Walnut Pi ist die&nbsp;<strong>Fragmentierung der Softwareunterst\u00fctzung<\/strong>. W\u00e4hrend der Raspberry Pi von einer professionellen Stiftung mit Vollzeitkernentwicklern unterst\u00fctzt wird, k\u00e4mpft der Walnut Pi mit dem, was Technikhistoriker als &#8222;das chinesische Dilemma&#8220; bezeichnen: Hersteller ver\u00f6ffentlichen oft einen &#8222;BSP-Kernel&#8220; (Board Support Package), der auf einer alten Linux-Version basiert, und stellen die Pflege dann schnell ein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das GPU-Dilemma (Stand 2026)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier wird es spannend. Jahrelang war die GPU-Beschleunigung unter Linux f\u00fcr Allwinner-Chips eine Katastrophe. Zwar ist die Mali-G31 GPU theoretisch leistungsf\u00e4hig, doch der&nbsp;<code>Panfrost<\/code>-Treiber, der die Mali-Chips beschleunigt, war f\u00fcr den H616 lange experimentell.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt jedoch positive arch\u00e4ologische Funde aus der Zukunft (unserem Jetzt). Ein Blick in die Kernel-Historie zeigt, dass im Laufe des Jahres 2025 entscheidende Patches in den Linux-Hauptzweig (Mainline) eingepflegt wurden. So wurde der&nbsp;<strong>GPU-Node f\u00fcr den H616<\/strong>&nbsp;im April 2025 zum Kernel hinzugef\u00fcgt, und im Juni 2025 folgten erste gro\u00dfe Treiber-Updates f\u00fcr den&nbsp;<strong>Allwinner H616 im Sun4i DRM-Treiber<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.phoronix.com\/news\/Linux-6.17-DRM-Misc-Next-Start\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><a href=\"http:\/\/git.armlinux.org.uk\/cgit\/linux.git\/log\/arch\/arm64\/boot\/dts\/allwinner\/sun50i-h616.dtsi?showmsg=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/portallinuxferramentas.blogspot.com\/2025\/06\/linux-617-kernel-update-new-drm.html?m=0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr den 19-Euro-Kauf?<\/strong><br>Theoretisch: Sobald eine moderne Distribution (wie Debian 13 oder Ubuntu 25.10) diesen Kernel nutzt,&nbsp;<em>k\u00f6nnte<\/em>&nbsp;der Walnut Pi eine fl\u00fcssige Desktop-Umgebung bieten.<br>Praktisch: Die Distributionen f\u00fcr diese spezielle Platine hinken hinterher. Sie nutzen oft noch alte Kernel (5.x oder 6.1 LTS), in denen diese Patches nicht enthalten sind. Sie zahlen also 19 Euro f\u00fcr Hardware, die noch auf ihren gro\u00dfen Software-Durchbruch wartet \u2013 einen Durchbruch, der vielleicht nie in die offiziellen Images des Herstellers einflie\u00dfen wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Achillesferse: I\/O-Performance<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiteres historisches Manko der \u201eBilligheimer\u201c ist die Anbindung der Peripherie. Die Tabelle zeigt die realen Limits:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\"><strong>Schnittstelle<\/strong><\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\"><strong>Theoretisches Maximum<\/strong><\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\"><strong>Praxistauglichkeit<\/strong><\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>USB 2.0<\/strong><\/td><td>480 Mbit\/s<\/td><td>Geteilter Bus. Schon eine Webcam + Tastatur kann zu Engp\u00e4ssen f\u00fchren.<\/td><\/tr><tr><td><strong>100 Mbit LAN<\/strong><\/td><td>~12 MB\/s<\/td><td>Ein Armutszeugnis im Jahr 2026. Wer gro\u00dfe Dateien via NAS oder SMB \u00fcbertr\u00e4gt, wird verzweifeln.<\/td><\/tr><tr><td><strong>microSD-Karte<\/strong><\/td><td>Abh\u00e4ngig von der Karte<\/td><td>Die CPU hat nur eine einzige SDIO-Schnittstelle. Zuf\u00e4llige Lese-\/Schreibzugriffe, wie sie ein Betriebssystem verursacht, sind eine Qual.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sollten Sie zuschlagen? Ein differenziertes Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage nach dem Kauf ist eine Frage nach Ihrer eigenen Geduld und Ihrem Projektziel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Kauf lohnt sich (Ja), wenn:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Sie einen\u00a0<strong>reinen Kopfserver<\/strong>\u00a0bauen wollen (Pi-hole, VPN-Gateway). Die lahme Netzwerkschnittstelle tut hier weniger weh, weil kaum Daten bewegt werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Sie\u00a0<strong>GPIO-Basteleien<\/strong>\u00a0ohne hohe Rechenlast durchf\u00fchren. 19 Euro ist ein fairer Preis f\u00fcr einen Mikrocontroller mit Linux-F\u00e4higkeiten.<\/li>\n\n\n\n<li>Sie ein\u00a0<strong>Technikhistoriker oder Arch\u00e4ologe<\/strong>\u00a0sind, der die Entwicklung der post-Raspberry-Pi-\u00c4ra dokumentieren m\u00f6chte.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Kauf lohnt sich nicht (Nein), wenn:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Sie einen\u00a0<strong>Desktop-Ersatz<\/strong>\u00a0f\u00fcr Surfen und Office suchen. Die fehlende GPU-Beschleunigung im\u00a0<em>Standard-Image<\/em>\u00a0und der lahme USB-Bus machen das zur Geduldsprobe.<\/li>\n\n\n\n<li>Sie auf\u00a0<strong>Plug-and-Play<\/strong>\u00a0hoffen. Sie werden im Forum nach Treibern suchen und Kernel selbst kompilieren m\u00fcssen.<\/li>\n\n\n\n<li>Sie Wert auf\u00a0<strong>Gigabit-LAN<\/strong>\u00a0oder USB 3.0 legen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anwendungen &amp; M\u00f6glichkeiten: Ein Baukasten f\u00fcr die Geduldigen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie haben sich trotzdem f\u00fcr den Walnusskern entschieden? Dann hier die realistische Roadmap:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Das Retro-Pie-Problem:<\/strong>\u00a0Vergessen Sie PS1 oder N64. Spielen Sie maximal GameBoy (Original) oder NES. Die Emulatoren sind nicht f\u00fcr die Mali-GPU optimiert.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der Robotercontroller:<\/strong>\u00a0Perfekt! Werfen Sie den Desktop \u00fcber Bord, installieren Sie ein schlankes CLI (Command Line Interface)-System und nutzen Sie die GPIOs, um Motoren anzusteuern.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der Netzwerk-Rekorder (NRF):<\/strong>\u00a0H\u00e4ngen Sie eine USB-Kamera dran (MJPEG-Stream, kein h264!) und lassen Sie das Board per\u00a0<code>ffmpeg<\/code>\u00a0Bilder in ein Verzeichnis speichern. Nicht sch\u00f6n, aber funktional.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausblick: Ein St\u00fcck Technikarch\u00e4ologie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Walnut Pi f\u00fcr 19 Euro ist mehr als nur ein St\u00fcck Elektronik. Er ist ein Symptom seiner Zeit. Er zeigt, wie die Globalisierung und der Chipmangel die Monokultur des Raspberry Pi aufgebrochen haben. Gleichzeitig ist er ein Paradebeispiel f\u00fcr die Herausforderungen von Open Source auf exotischer Hardware. Er lebt nicht von seiner Rechenleistung, sondern von der Leidenschaft weniger Entwickler, die im Linux-Kernel daf\u00fcr sorgen, dass der Allwinner H616 eines Tages vielleicht doch noch erwachsen wird&nbsp;<a href=\"https:\/\/mail.openwall.com\/linux-kernel\/2025\/10\/28\/1515\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr 19 Euro kaufen Sie kein fertiges Produkt. Sie kaufen ein&nbsp;<strong>historisches Artefakt der digitalen Unterversorgung<\/strong>&nbsp;und ein&nbsp;<strong>Projekt<\/strong>. Wenn Sie das reizt \u2013 zugreifen. Wenn Sie einfach nur einen Computer wollen, der funktioniert \u2013 lassen Sie die Finger davon und kaufen Sie einen gebrauchten Raspberry Pi 3.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Walnut Pi Official Wiki (Hardware Parameter &amp; Details)\u00a0<a href=\"https:\/\/wiki.walnutpi.com\/en\/docs\/walnutpi_1\/intro\/hw-parameter\/#io%e6%89%a9%e5%b1%95%e6%9d%bf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/wiki.walnutpi.com\/docs\/walnutpi_1\/getting_start\/hw-detail\/#%e7%ba%a2%e5%a4%96%e6%8e%a5%e6%94%b6%e5%99%a8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Phoronix \/ Linux Kernel Mailing List (GPU Driver Updates for Allwinner H616, Juni\/Oktober 2025)\u00a0<a href=\"https:\/\/www.phoronix.com\/news\/Linux-6.17-DRM-Misc-Next-Start\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><a href=\"http:\/\/git.armlinux.org.uk\/cgit\/linux.git\/log\/arch\/arm64\/boot\/dts\/allwinner\/sun50i-h616.dtsi?showmsg=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/portallinuxferramentas.blogspot.com\/2025\/06\/linux-617-kernel-update-new-drm.html?m=0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>CircuitPython \/ Blinka (Board Support Definitions)\u00a0<a href=\"https:\/\/circuitpython.org\/blinka\/walnut_pi_1b\/#main-content\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Elektronik Fachberichte \/ WhyCan Forum (Produktank\u00fcndigungen und Spezifikationen, 2023-2024)\u00a0<a href=\"https:\/\/bbs.elecfans.com\/m\/jishu_2402910_1_1.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.eet-china.com\/mp\/a252742.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/whycan.com\/p_94260.html#p94260\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Artikel von DerSchneider Wer im Jahr 2026 \u00fcber Einplatinencomputer spricht, kommt an einem Namen nicht vorbei: Raspberry Pi. 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