{"id":6060,"date":"2026-10-12T10:48:41","date_gmt":"2026-10-12T10:48:41","guid":{"rendered":"https:\/\/technodidact.de\/?p=6060"},"modified":"2026-07-03T10:49:49","modified_gmt":"2026-07-03T10:49:49","slug":"die-ddr-und-die-mikroelektronik-warum-der-plan-der-wissenschaftlich-technischen-revolution-scheiterte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/die-ddr-und-die-mikroelektronik-warum-der-plan-der-wissenschaftlich-technischen-revolution-scheiterte\/","title":{"rendered":"Die DDR und die Mikroelektronik: Warum der \u201ePlan der wissenschaftlich\u2011technischen Revolution\u201c scheiterte"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Autor: DerSchneider<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war der gro\u00dfe Traum der sozialistischen Planwirtschaft: Die DDR sollte durch einen k\u00fchnen Plan, getragen von wissenschaftlicher Exzellenz und staatlicher Steuerung, den technologischen R\u00fcckstand zum Westen aufholen \u2013 und ihn vielleicht sogar \u00fcberholen. Im Zentrum dieses Traums stand die&nbsp;<strong>Mikroelektronik<\/strong>, jene Schl\u00fcsseltechnologie, die nach dem Willen der SED\u2011F\u00fchrung \u00fcber \u201eSieg und Niederlage im Systemwettstreit zwischen Ost und West\u201c entscheiden sollte<a href=\"https:\/\/deposit.dnb.de\/cgi-bin\/dokserv?id=3054235&amp;prov=M&amp;dok_var=1&amp;dok_ext=htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Der \u201ePlan der wissenschaftlich\u2011technischen Revolution\u201c (WTR) war das programmatische Herzst\u00fcck dieser Ambition.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was folgte, war eine der tragischsten und zugleich lehrreichsten Episoden der Technikgeschichte: Ein gigantischer Aufwand an Ressourcen, menschlicher Kreativit\u00e4t und politischem Willen, der dennoch in einem Desaster endete. Die DDR blieb technologisch hoffnungslos zur\u00fcck, ihre Computerproduktion war eine einzige \u201eVergeudung von Volksverm\u00f6gen\u201c, und die Mikroelektronik\u2011Industrie brach nach der Wende wie ein Kartenhaus zusammen. Doch paradoxerweise legte genau dieses Scheitern den Grundstein f\u00fcr den heutigen Erfolg des&nbsp;<strong>\u201eSilicon Saxony\u201c<\/strong>&nbsp;\u2013 eine Ironie der Geschichte, die zeigt, wie aus dem Scheitern einer Ideologie eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte erwachsen kann<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunknova.de\/beitrag\/silicon-saxony-so-viel-ddr-steckt-in-der-deutschen-chipindustrie?x-craft-preview=a621f3cd36eb824ffb6f7e368a6046286f7aea2a1c021d3bc0401a51644cc7b5nrlebecnxt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Artikel fragt nach den Gr\u00fcnden f\u00fcr das Scheitern. Er untersucht die systemischen Fehler der Planwirtschaft, die verheerenden Auswirkungen des COCOM\u2011Embargos, die strukturelle Innovationsfeindlichkeit des SED\u2011Staates und die Rolle der Menschen, die zwischen ideologischem Anspruch und technologischer Realit\u00e4t zerrieben wurden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Der gro\u00dfe Plan: Die wissenschaftlich\u2011technische Revolution als Heilsversprechen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Idee der&nbsp;<strong>\u201ewissenschaftlich\u2011technischen Revolution\u201c<\/strong>&nbsp;(WTR) war in den 1960er Jahren das zentrale wirtschaftspolitische Konzept der SED. Unter Walter Ulbricht sollte die DDR durch eine \u201eneue Wirtschaftspolitik\u201c auf der Grundlage der WTR modernisiert werden. Die Kernbotschaft: Wissenschaft sei nicht l\u00e4nger ein akademisches Selbstzweck, sondern eine&nbsp;<strong>\u201eProduktivkraft\u201c<\/strong>, die gezielt f\u00fcr den Aufbau der sozialistischen Gesellschaft nutzbar gemacht werden m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Konsequenz war ein radikaler&nbsp;<strong>Zentralismus der Steuerungsformen<\/strong>&nbsp;im Forschungs\u2011 und Entwicklungsbereich<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/533990\/die-krise-des-fortschritts-in-der-ddr-innovationsprobleme-und-mikroelektronik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Partei gab die Ziele vor, die Kombinate f\u00fchrten sie aus, und die Wissenschaftler hatten zu liefern \u2013 oder sie wurden diskreditiert und \u201eeliminiert\u201c, wenn sie sich den staatlichen Vorgaben nicht unterordneten. Die Planwirtschaft, so die \u00dcberzeugung, sei der Marktwirtschaft \u00fcberlegen, weil sie Ressourcen b\u00fcndeln und auf strategische Ziele konzentrieren k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch dieser zentralistische Ansatz hatte einen fatalen Nebeneffekt:&nbsp;<strong>mangelnde Flexibilit\u00e4t<\/strong>. Die wissenschaftlich\u2011technischen Pl\u00e4ne der DDR konnten bestenfalls \u201einternationale Durchschnittswerte\u201c erreichen. Die Dynamik des weltweiten technologischen Fortschritts \u2013 insbesondere die rasante Entwicklung der Mikroelektronik in den USA, Japan und sp\u00e4ter auch in Westeuropa \u2013 lie\u00df sich mit zentralen F\u00fcnfjahrespl\u00e4nen nicht einholen<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/533990\/die-krise-des-fortschritts-in-der-ddr-innovationsprobleme-und-mikroelektronik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Die Kombinate: Gigantische B\u00fcrokratien mit schwacher Innovationskraft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die institutionelle Umsetzung des WTR\u2011Plans erfolgte durch die ber\u00fchmten&nbsp;<strong>VEB\u2011Kombinate<\/strong>&nbsp;\u2013 jene riesigen, staatlich gelenkten Unternehmensverb\u00fcnde, die das R\u00fcckgrat der DDR\u2011Wirtschaft bildeten. In der Mikroelektronik waren es vor allem vier gewaltige Organisationen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Kombinat<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Standort<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Kernaufgabe<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>Kombinat Mikroelektronik Erfurt (KME)<\/strong><\/td><td>Erfurt<\/td><td>Halbleiterfertigung, Mikroprozessoren, Speicherchips<a href=\"https:\/\/wikis.ovgu.de\/kustodie\/doku.php?do=export_pdf&amp;id=erfurt_sued_ost#1#1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/td><\/tr><tr><td><strong>Kombinat Robotron<\/strong><\/td><td>Dresden<\/td><td>Computer, Gro\u00dfrechner, B\u00fcrotechnik<\/td><\/tr><tr><td><strong>Kombinat Carl Zeiss Jena<\/strong><\/td><td>Jena<\/td><td>Optik, Pr\u00e4zisionsger\u00e4te, Mikroelektronik\u2011Anlagen<\/td><\/tr><tr><td><strong>Zentrum Mikroelektronik Dresden (ZMD)<\/strong><\/td><td>Dresden<\/td><td>Forschung &amp; Entwicklung, Herzst\u00fcck der DDR\u2011Mikroelektronik<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zentrum_Mikroelektronik_Dresden\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das&nbsp;<strong>Kombinat Mikroelektronik Erfurt<\/strong>&nbsp;war mit&nbsp;<strong>60.000 Besch\u00e4ftigten<\/strong>&nbsp;ein echter Koloss<a href=\"https:\/\/wikis.ovgu.de\/kustodie\/doku.php?do=export_pdf&amp;id=erfurt_sued_ost#1#1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Es betrieb drei hochmoderne Chipfabriken am Standort Erfurt\u2011S\u00fcd\u2011Ost (ESO), von denen die dritte (ESO III) f\u00fcr die Herstellung von&nbsp;<strong>1\u2011Mbit\u2011 und 4\u2011Mbit\u2011DRAM\u2011Chips<\/strong>&nbsp;sowie&nbsp;<strong>32\u2011Bit\u2011Prozessoren<\/strong>&nbsp;ausgelegt war \u2013 durchaus vergleichbar mit dem internationalen Standard der sp\u00e4ten 1980er Jahre<a href=\"https:\/\/wikis.ovgu.de\/kustodie\/doku.php?do=export_pdf&amp;id=erfurt_sued_ost#1#1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch die Kombinate waren&nbsp;<strong>Innovationsbremsen<\/strong>, keine Innovationsmotoren. Die Entscheidungswege waren lang, die B\u00fcrokratie war \u00fcberm\u00e4chtig, und die Betriebe waren darauf getrimmt, ihre&nbsp;<strong>Planerf\u00fcllung<\/strong>&nbsp;um jeden Preis zu sichern \u2013 nicht aber, Risiken einzugehen oder neue Wege zu beschreiten<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/533990\/die-krise-des-fortschritts-in-der-ddr-innovationsprobleme-und-mikroelektronik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Forschungs\u2011 und Entwicklungsbereiche der DDR blieben trotz erheblicher finanzieller und personeller Aufwendungen \u201eunbefriedigend\u201c;&nbsp;<strong>\u201eMittelm\u00e4\u00dfigkeit der Forschungsergebnisse\u201c<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>\u201eniedrige Anspr\u00fcche in den Projekten\u201c<\/strong>&nbsp;waren die Hauptkritikpunkte<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/533990\/die-krise-des-fortschritts-in-der-ddr-innovationsprobleme-und-mikroelektronik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Das COCOM\u2011Embargo: Der unsichtbare Feind<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der vielleicht entscheidendste \u00e4u\u00dfere Faktor f\u00fcr das Scheitern der DDR\u2011Mikroelektronik war das&nbsp;<strong>COCOM\u2011Embargo<\/strong>. Seit 1949 verbot der von den USA initiierte Koordinierungsausschuss f\u00fcr multilaterale Exportkontrollen (COCOM) den Import von Hochtechnologie in die sozialistischen L\u00e4nder<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/ddr\/wirtschaft\/kleincomputer-bausatz-robotron-computer-apple-microsoft-pc-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Auf der ber\u00fcchtigten&nbsp;<strong>COCOM\u2011Liste<\/strong>&nbsp;standen nicht nur Waffen und Nukleartechnik, sondern eben auch&nbsp;<strong>Mikroelektronik und Fertigungsanlagen<\/strong>&nbsp;f\u00fcr die Halbleiterproduktion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Folgen waren verheerend:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Kein Zugang zu westlichen Mikroprozessoren<\/strong>\u00a0\u2013 das Herzst\u00fcck der Computertechnologie<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/ddr\/wirtschaft\/kleincomputer-bausatz-robotron-computer-apple-microsoft-pc-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Keine Fertigungsanlagen<\/strong>\u00a0f\u00fcr moderne Chip\u2011Produktion<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/select\/ct\/2019\/27\/1572614216595010\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Keine Lizenzierungen<\/strong>\u00a0von Patenten oder Technologien<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die DDR war auf&nbsp;<strong>Eigenentwicklungen<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>konspirative Beschaffung<\/strong>&nbsp;angewiesen<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/ddr\/wirtschaft\/kleincomputer-bausatz-robotron-computer-apple-microsoft-pc-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Das bedeutete: Sie musste westliche Technologien&nbsp;<strong>kopieren<\/strong>&nbsp;\u2013 oft mit jahrelanger Verz\u00f6gerung. Der erste DDR\u2011Mikroprozessor, der&nbsp;<strong>U808<\/strong>, war eine Kopie des&nbsp;<strong>Intel 8008<\/strong>&nbsp;und kam 1977 auf den Markt \u2013 sechs Jahre nach dem Original<a href=\"https:\/\/wikis.ovgu.de\/kustodie\/doku.php?do=export_pdf&amp;id=erfurt_sued_ost#1#1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/ddr\/wirtschaft\/kleincomputer-bausatz-robotron-computer-apple-microsoft-pc-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Der sp\u00e4ter in fast allen DDR\u2011Rechnern verbaute&nbsp;<strong>U880<\/strong>&nbsp;war eine fast identische Kopie des&nbsp;<strong>Z80<\/strong>&nbsp;von Zilog<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/ddr\/wirtschaft\/kleincomputer-bausatz-robotron-computer-apple-microsoft-pc-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die DDR versuchte zwar, das Embargo durch&nbsp;<strong>Zwischenh\u00e4ndler<\/strong>&nbsp;zu umgehen<a href=\"https:\/\/wikis.ovgu.de\/kustodie\/doku.php?do=export_pdf&amp;id=erfurt_sued_ost#1#1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;\u2013 1982 lieferten etwa 20 Firmen in 800 bis 1.200 Einzelpositionen Embargowaren an das Kombinat Mikroelektronik. Doch diese Bem\u00fchungen konnten den&nbsp;<strong>strukturellen R\u00fcckstand<\/strong>&nbsp;nicht aufholen. Der R\u00fcckstand der DDR\u2011Mikroelektronik gegen\u00fcber dem Weltmarkt betrug bei elektronischen Bauelementen&nbsp;<strong>drei bis acht Jahre<\/strong>&nbsp;\u2013 bei Computern sogar&nbsp;<strong>zehn bis zwanzig Jahre<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Die systembedingten Innovationshemmnisse<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das COCOM\u2011Embargo war ein entscheidender \u00e4u\u00dferer Faktor, aber es erkl\u00e4rt nicht alles. Die wahre Trag\u00f6die der DDR\u2011Mikroelektronik war&nbsp;<strong>hausgemacht<\/strong>. Die Innovationsschw\u00e4che war&nbsp;<strong>systembedingt<\/strong><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/533990\/die-krise-des-fortschritts-in-der-ddr-innovationsprobleme-und-mikroelektronik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;\u2013 und sie hatte mehrere Dimensionen:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">a) Der Zentralismus<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das politische Herrschaftssystem bedingte einen&nbsp;<strong>hochgradigen Zentralismus<\/strong>&nbsp;der Steuerungsformen<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/533990\/die-krise-des-fortschritts-in-der-ddr-innovationsprobleme-und-mikroelektronik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Entscheidungen \u00fcber Forschungsprojekte, Investitionen und Produktionsziele wurden in der Parteizentrale in Berlin getroffen \u2013 nicht in den Laboren und Fabriken, wo das technologische Wissen sa\u00df. Das f\u00fchrte zu&nbsp;<strong>mangelnder Flexibilit\u00e4t<\/strong>,&nbsp;<strong>einseitigen Priorit\u00e4tenbildungen<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Desorganisationen<\/strong><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/533990\/die-krise-des-fortschritts-in-der-ddr-innovationsprobleme-und-mikroelektronik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">b) Die defensive Haltung der Forscher<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das FE\u2011Personal entwickelte&nbsp;<strong>defensive Interessenlagen und Verhaltensstrategien<\/strong><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/533990\/die-krise-des-fortschritts-in-der-ddr-innovationsprobleme-und-mikroelektronik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Wer in der DDR forschte, wollte vor allem eines:&nbsp;<strong>keine Risiken eingehen<\/strong>. Wer Risiken einging und scheiterte, riskierte seine Karriere \u2013 oder schlimmeres. Die Konsequenz war eine&nbsp;<strong>\u201estillgelegte Kreativit\u00e4t\u201c<\/strong><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/533990\/die-krise-des-fortschritts-in-der-ddr-innovationsprobleme-und-mikroelektronik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>: Die Forscher lieferten das, was die Partei verlangte \u2013 aber sie wagten keine eigenen Ideen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">c) Das innovationsfeindliche Preissystem<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die im Wirtschaftsmechanismus vorgegebenen Rahmenbedingungen \u2013 insbesondere das&nbsp;<strong>Preissystem<\/strong>&nbsp;\u2013 verst\u00e4rkten die Innovationsfeindlichkeit zus\u00e4tzlich<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/533990\/die-krise-des-fortschritts-in-der-ddr-innovationsprobleme-und-mikroelektronik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Es gab kaum Anreize f\u00fcr effizientere oder bessere Produkte; die Betriebe wurden nach Planerf\u00fcllung beurteilt, nicht nach Qualit\u00e4t oder Innovation.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">d) Der Fehlanreiz der Arbeitsplatzgarantie<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein besonders treffender Punkt in der Analyse des Historikers Olaf Klenke: Der DDR gelang es weder, die mikroelektronische Revolution technisch noch sozial zu bew\u00e4ltigen. Den entscheidenden Unterschied der Leistungspolitik in der DDR gegen\u00fcber dem Westen sieht Klenke darin, dass&nbsp;<strong>ein arbeitsdisziplinarisches Druckmittel in Form der Arbeitslosigkeit fehlte<\/strong>. Es gab keine Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes \u2013 und damit auch keinen Anreiz, sich anzustrengen oder innovative L\u00f6sungen zu finden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Das Scheitern: Eine Bilanz des Desasters<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bilanz des DDR\u2011Mikroelektronik\u2011Programms ist vernichtend.&nbsp;<strong>1985<\/strong>&nbsp;waren rund&nbsp;<strong>200.000 Besch\u00e4ftigte<\/strong>&nbsp;im Bereich Forschung und Entwicklung t\u00e4tig, rund 60 Prozent von ihnen Hochschulabsolventen<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/533990\/die-krise-des-fortschritts-in-der-ddr-innovationsprobleme-und-mikroelektronik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;\u2013 ein gewaltiger personeller Aufwand. Doch die Ergebnisse blieben weit hinter den Erwartungen zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Der Computer\u2011R\u00fcckstand:<\/strong>\u00a0Die DDR\u2011Computer hinkten vergleichbaren westlichen Prototypen\u00a0<strong>10 bis 20 Jahre<\/strong>\u00a0hinterher.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Vergeudung von Volksverm\u00f6gen:<\/strong>\u00a0Die auf Vollsortiment orientierte DV\u2011Industrie bescherte der DDR\u00a0<strong>etwa 40 Milliarden Mark<\/strong>\u00a0an Aufwand \u2013 und war letztlich eine einzige \u201eVergeudung von Volksverm\u00f6gen\u201c.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Das Mikroelektronik\u2011Desaster:<\/strong>\u00a0Eine Studie von DDR\u2011Wissenschaftlern belegte bereits 1989: Die\u00a0<strong>\u201eElektronisierung der Volkswirtschaft\u201c<\/strong>\u00a0war weitgehend gescheitert. Die Verbreitung von Mikroelektronik in der Produktion lag bei nur\u00a0<strong>10 bis 30 Prozent<\/strong>\u00a0dessen, was f\u00fcr einen wettbewerbsf\u00e4higen Betrieb notwendig gewesen w\u00e4re.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die SED\u2011F\u00fchrung hatte in ihrer Verzweiflung die Mikroelektronik als die&nbsp;<strong>einzige Hoffnung auf eine Zukunft der DDR als Industrienation<\/strong>&nbsp;betrachtet. Diese Hoffnung erwies sich als Illusion. Die DDR hatte im Systemwettstreit nicht nur politisch, sondern auch technologisch verloren.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">6. Die menschliche Dimension: Arbeiter gegen den Fortschritt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein oft \u00fcbersehener Aspekt des Scheiterns ist die&nbsp;<strong>menschliche Dimension<\/strong>. Die \u201esozialistische Rationalisierung\u201c mittels Mikroelektronik \u00e4hnelte in ihren Auswirkungen auf die Arbeiter der des westlichen Kapitalismus \u2013 mit einem entscheidenden Unterschied: Es gab keine Arbeitslosigkeit, aber die Arbeiter mussten sich den Produktionszielen der Partei unterordnen<a href=\"https:\/\/deposit.dnb.de\/cgi-bin\/dokserv?id=3054235&amp;prov=M&amp;dok_var=1&amp;dok_ext=htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Arbeiter lehnten die technologische Modernisierung&nbsp;<strong>ab, wenn sie auf ihre Kosten ging<\/strong><a href=\"https:\/\/deposit.dnb.de\/cgi-bin\/dokserv?id=3054235&amp;prov=M&amp;dok_var=1&amp;dok_ext=htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. H\u00f6here Normen, h\u00e4rtere Arbeitsbedingungen, keine Lohnerh\u00f6hungen \u2013 das war keine Basis f\u00fcr Begeisterung. Die&nbsp;<strong>Arbeiterschaft verweigerte der Staatspartei SED den Gehorsam<\/strong><a href=\"https:\/\/deposit.dnb.de\/cgi-bin\/dokserv?id=3054235&amp;prov=M&amp;dok_var=1&amp;dok_ext=htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Das Mikroelektronik\u2011Programm scheiterte nicht nur an technologischen und wirtschaftlichen H\u00fcrden, sondern auch am&nbsp;<strong>Widerstand derjenigen, die es h\u00e4tten umsetzen sollen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">7. Das Paradox: Das Erbe der DDR \u2013 Silicon Saxony<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ironie der Geschichte ist freilich, dass das Scheitern der DDR\u2011Mikroelektronik den&nbsp;<strong>Grundstein f\u00fcr eine imposante Entwicklung der Region Dresden nach 1989<\/strong>&nbsp;legte. Die Expertise, die rund um das Zentrum Mikroelektronik Dresden (ZMD) angesammelt wurde, gilt allgemein als entscheidend daf\u00fcr, dass sich die Region zu einem&nbsp;<strong>Zentrum der europ\u00e4ischen Mikroelektronik<\/strong>&nbsp;entwickelte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Wende siedelte sich&nbsp;<strong>Siemens<\/strong>&nbsp;in Dresden an. Es folgten&nbsp;<strong>Infineon<\/strong>,&nbsp;<strong>AMD<\/strong>&nbsp;und zahlreiche andere Unternehmen. Heute ist&nbsp;<strong>Silicon Saxony<\/strong>&nbsp;einer der wichtigsten Standorte der Halbleiterproduktion in Europa<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunknova.de\/beitrag\/silicon-saxony-so-viel-ddr-steckt-in-der-deutschen-chipindustrie?x-craft-preview=a621f3cd36eb824ffb6f7e368a6046286f7aea2a1c021d3bc0401a51644cc7b5nrlebecnxt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Bundesregierung subventioniert den Standortausbau mit Milliardenbetr\u00e4gen<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunknova.de\/beitrag\/silicon-saxony-so-viel-ddr-steckt-in-der-deutschen-chipindustrie?x-craft-preview=a621f3cd36eb824ffb6f7e368a6046286f7aea2a1c021d3bc0401a51644cc7b5nrlebecnxt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die DDR\u2011Mikroelektronik war technologisch r\u00fcckst\u00e4ndig \u2013 aber sie hatte&nbsp;<strong>Fachpersonal<\/strong>&nbsp;ausgebildet,&nbsp;<strong>Infrastruktur<\/strong>&nbsp;geschaffen und eine&nbsp;<strong>industrielle Basis<\/strong>&nbsp;gelegt, auf die nach der Wende aufgebaut werden konnte. Das Scheitern des Plans war nicht das Scheitern der Menschen, die ihn umsetzten. Es war das Scheitern eines&nbsp;<strong>Systems<\/strong>, das Innovation nicht zulie\u00df, sondern erstickte.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit &amp; Ausblick<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \u201ePlan der wissenschaftlich\u2011technischen Revolution\u201c in der DDR war eine der ehrgeizigsten, aber auch tragischsten technologischen Visionen des 20. Jahrhunderts. Er scheiterte an einer&nbsp;<strong>Kombination von systemischen Fehlern<\/strong>: der&nbsp;<strong>Zentralismus<\/strong>&nbsp;der Planwirtschaft, das&nbsp;<strong>COCOM\u2011Embargo<\/strong>, die&nbsp;<strong>innovationsfeindliche B\u00fcrokratie<\/strong>, der&nbsp;<strong>Widerstand der Arbeiter<\/strong>&nbsp;und die&nbsp;<strong>ideologische Verblendung<\/strong>&nbsp;der SED\u2011F\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch das Scheitern war nicht umsonst. Die in der DDR aufgebaute Expertise \u2013 die \u201em\u00fchseligen Wegstrecken\u201c und \u201eunkonventionellen Methoden\u201c, mit denen dringend ben\u00f6tigte Bauelemente in die Produktion gebracht wurden&nbsp;\u2013 bildete nach der Wende die&nbsp;<strong>Basis f\u00fcr den heutigen Erfolg<\/strong>&nbsp;der deutschen Halbleiterindustrie<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunknova.de\/beitrag\/silicon-saxony-so-viel-ddr-steckt-in-der-deutschen-chipindustrie?x-craft-preview=a621f3cd36eb824ffb6f7e368a6046286f7aea2a1c021d3bc0401a51644cc7b5nrlebecnxt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Das ZMD, einst das Herzst\u00fcck der DDR\u2011Mikroelektronikforschung, wurde privatisiert und existiert bis heute als Teil von&nbsp;<strong>Integrated Device Technology<\/strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zentrum_Mikroelektronik_Dresden\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lehre aus dieser Geschichte ist ebenso einfach wie unbequem:&nbsp;<strong>Technologischer Fortschritt l\u00e4sst sich nicht verordnen.<\/strong>&nbsp;Er braucht Freiheit, Wettbewerb, Risikobereitschaft und \u2013 ja \u2013 auch die M\u00f6glichkeit des Scheiterns. Die DDR hatte all das nicht. Und so bleibt ihr Mikroelektronik\u2011Programm eines der eindrucksvollsten Beispiele daf\u00fcr, wie eine gut gemeinte, aber falsch angelegte Vision an der&nbsp;<strong>H\u00e4rte der technologischen Realit\u00e4t<\/strong>&nbsp;zerschellt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung (bpb): \u201eDie Krise des Fortschritts in der DDR. Innovationsprobleme und Mikroelektronik\u201c<\/em>, APuZ 3\/1987<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/533990\/die-krise-des-fortschritts-in-der-ddr-innovationsprobleme-und-mikroelektronik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em><a href=\"https:\/\/deposit.dnb.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deposit.dnb.de<\/a>:\u00a0Buchpr\u00e4sentation zur Mikroelektronik in der DDR<\/em><a href=\"https:\/\/deposit.dnb.de\/cgi-bin\/dokserv?id=3054235&amp;prov=M&amp;dok_var=1&amp;dok_ext=htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em>MDR: \u201eKleincomputer in der DDR\u201c<\/em>, 11. Juni 2020<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/ddr\/wirtschaft\/kleincomputer-bausatz-robotron-computer-apple-microsoft-pc-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em>MDR: \u201eDDR-Mikroelektronik: Mega-Schwindel um Megabit-Chip\u201c<\/em>, 15. Oktober 2023<\/li>\n\n\n\n<li><em>Heise: \u201eComputer verboten \u2013 Das DDR-High-Tech-Embargo und seine Folgen\u201c<\/em>, c&#8217;t 27\/2019<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/select\/ct\/2019\/27\/1572614216595010\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em>Deutschlandfunk Nova: \u201eSo viel DDR steckt in der deutschen Chipindustrie\u201c<\/em>, 2024<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunknova.de\/beitrag\/silicon-saxony-so-viel-ddr-steckt-in-der-deutschen-chipindustrie?x-craft-preview=a621f3cd36eb824ffb6f7e368a6046286f7aea2a1c021d3bc0401a51644cc7b5nrlebecnxt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em>Wikipedia: \u201eZentrum Mikroelektronik Dresden\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zentrum_Mikroelektronik_Dresden\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em><a href=\"https:\/\/wikis.ovgu.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wikis.ovgu.de<\/a>:\u00a0\u201eKombinat Mikroelektronik Erfurt\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/wikis.ovgu.de\/kustodie\/doku.php?do=export_pdf&amp;id=erfurt_sued_ost#1#1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em>SEHEPUNKTE: Rezension von Olaf Klenke, \u201eKampfauftrag Mikrochip\u201c<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Verlag Dr. Kova\u010d: \u201eNotwendigkeit, Entwicklung und Scheitern der DDR-Computerindustrie\u201c<\/em><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: DerSchneider Einleitung Es war der gro\u00dfe Traum der sozialistischen Planwirtschaft: Die DDR sollte durch einen k\u00fchnen Plan, getragen von wissenschaftlicher Exzellenz und staatlicher Steuerung, den technologischen R\u00fcckstand zum Westen aufholen \u2013 und ihn vielleicht sogar \u00fcberholen. Im Zentrum dieses Traums stand die&nbsp;Mikroelektronik, jene Schl\u00fcsseltechnologie, die nach dem Willen der SED\u2011F\u00fchrung \u00fcber \u201eSieg und Niederlage [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19,21,24,1],"tags":[8569,8568,8572,8567,8571,8573,8570,8574],"class_list":["post-6060","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-im-ruckspiegel","category-industriegeschichte","category-krieg-technik","category-uncategorized","tag-cocom-embargo","tag-ddr","tag-kombinat-mikroelektronik","tag-mikroelektronik","tag-planwirtschaft","tag-robotron","tag-silicon-saxony","tag-wissenschaftlich-technische-revolution"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6060","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6060"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6060\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6062,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6060\/revisions\/6062"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6060"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6060"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6060"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}