{"id":6213,"date":"2026-08-15T09:49:41","date_gmt":"2026-08-15T09:49:41","guid":{"rendered":"https:\/\/technodidact.de\/?p=6213"},"modified":"2026-08-16T05:15:32","modified_gmt":"2026-08-16T05:15:32","slug":"wireless-before-wi-fi-die-geschichte-der-richtfunk-verbindungen-im-20-jahrhundert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wireless-before-wi-fi-die-geschichte-der-richtfunk-verbindungen-im-20-jahrhundert\/","title":{"rendered":"Wireless before Wi\u2011Fi: Die Geschichte der Richtfunk\u2011Verbindungen im 20. Jahrhundert"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Autor: DerSchneider<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer heute an drahtlose Kommunikation denkt, hat WLAN, Bluetooth oder das Mobilfunknetz im Kopf. Die Vorstellung, dass einst ganze Telefonnetze und Fernsehprogramme ohne ein einziges Kabel durch die Luft \u00fcbertragen wurden, wirkt fast anachronistisch. Doch lange bevor der Begriff &#8222;Wi\u2011Fi&#8220; erfunden wurde, gab es eine Technologie, die das R\u00fcckgrat der globalen Telekommunikation bildete: den&nbsp;<strong>Richtfunk<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Richtfunk ist die Kunst, Informationen mit geb\u00fcndelten Funkwellen von einem Punkt zum anderen zu senden \u2013 punktgenau, abh\u00f6rsicher und ohne l\u00e4stige Kabelverlegung. Seine Geschichte ist eine Geschichte der Kriege, der Krisen und des unerm\u00fcdlichen Fortschritts. Sie beginnt in den Laboren der 1930er Jahre, findet ihren ersten gro\u00dfen Einsatz im Zweiten Weltkrieg, pr\u00e4gt den Nachkriegsaufbau in Deutschland und endet \u2013 vorl\u00e4ufig \u2013 in den gl\u00e4sernen T\u00fcrmen der Glasfasernetze.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Artikel erz\u00e4hlt die Geschichte der Richtfunk-Verbindungen im 20. Jahrhundert. Er beleuchtet die technischen Pioniere, die milit\u00e4rischen und zivilen Nutzungen, die erbitterten Frequenzkonflikte und den m\u00fchsamen Wiederaufbau nach dem Krieg. Und er zeigt, warum diese &#8222;vergessene&#8220; Technologie die Grundlage f\u00fcr alles legte, was wir heute unter drahtloser Kommunikation verstehen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Die Pioniere: Erste Schritte im Dezimeter-Bereich (1930er Jahre)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Anf\u00e4nge des Richtfunks liegen in den&nbsp;<strong>1930er Jahren<\/strong>&nbsp;\u2013 einer Zeit, in der der Rundfunk auf Mittel- und Kurzwelle dominierte und die Idee, Nachrichten mit geb\u00fcndelten Mikrowellen zu \u00fcbertragen, geradezu vision\u00e4r wirkte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1935<\/strong>&nbsp;begann die Firma&nbsp;<strong>Telefunken<\/strong>&nbsp;in Berlin mit der Entwicklung eines neuen \u00dcbertragungsverfahrens. Das Ziel: Nachrichten sollten mit speziellen Antennen geb\u00fcndelt zwischen zwei Stationen in Entfernungen von&nbsp;<strong>20 bis 50 Kilometern<\/strong>&nbsp;ausgetauscht werden. Die Ger\u00e4te sollten im Frequenzbereich von&nbsp;<strong>600 MHz<\/strong>&nbsp;arbeiten \u2013 dem Bereich, der heute f\u00fcr die Fernseh\u00fcbertragung genutzt wird<a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/d203af1b-fe54-4fcb-a833-3649b729442d\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/9335b744-f5ac-498a-9c2f-860c2ba8e248\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits&nbsp;<strong>1936\/37<\/strong>&nbsp;pr\u00e4sentierten die Telefunken-Entwicklungsingenieure eine Reihe von Mustern unter der Bezeichnung&nbsp;<strong>\u201eOlympiager\u00e4t\u201c<\/strong>&nbsp;\u2013 ein Name, der die Verbindung zu den Olympischen Spielen in Berlin herstellte, aber schnell das Interesse des Milit\u00e4rs weckte<a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/d203af1b-fe54-4fcb-a833-3649b729442d\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Technik war vollst\u00e4ndig neu. Selbst die verwendeten Elektronenr\u00f6hren mussten neu entwickelt werden. Der gro\u00dfe Vorteil: Anders als der gebr\u00e4uchliche Kurzwellenfunk ben\u00f6tigte die gerichtete \u00dcbertragung nur&nbsp;<strong>Sendeleistungen von etwa einem Watt<\/strong>&nbsp;\u2013 und war zudem&nbsp;<strong>weitgehend abh\u00f6rsicher<\/strong><a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/d203af1b-fe54-4fcb-a833-3649b729442d\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/9335b744-f5ac-498a-9c2f-860c2ba8e248\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Das Prinzip war einfach und genial: Statt die Funkwellen ungerichtet in alle Himmelsrichtungen zu abstrahlen, wurden sie mit Parabolantennen zu einem schmalen Strahl geb\u00fcndelt \u2013 wie der Lichtkegel eines Scheinwerfers.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Der Krieg als Beschleuniger: Richtfunk im Zweiten Weltkrieg<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zweite Weltkrieg war der entscheidende Katalysator f\u00fcr die Richtfunktechnik. Das Milit\u00e4r erkannte sofort die Vorteile: keine verwundbaren Kabel, schnelle Verlegbarkeit, hohe Abh\u00f6rsicherheit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">A) Das \u201eMichael\u201c-Ger\u00e4t der Luftwaffe<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Luftwaffe beauftragte Telefunken mit der Serienfertigung der&nbsp;<strong>Dezimeter-Ger\u00e4te vom Typ DMG 5K<\/strong>&nbsp;\u2013 Deckname:&nbsp;<strong>\u201eMichael\u201c<\/strong>&nbsp;. Diese Ger\u00e4te wurden in den Jahren&nbsp;<strong>1942 bis 1945<\/strong>&nbsp;produziert und wogen stolze&nbsp;<strong>150 Kilogramm<\/strong><a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/d203af1b-fe54-4fcb-a833-3649b729442d\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Michael-Ger\u00e4te arbeiteten auf Frequenzen von&nbsp;<strong>502 bis 554 MHz<\/strong>&nbsp;und erm\u00f6glichten die \u00dcbertragung von&nbsp;<strong>einem Sprachkanal und vier Fernschreibkan\u00e4len<\/strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richtfunkverbindungen_nach_West-Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/d203af1b-fe54-4fcb-a833-3649b729442d\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Reichweite betrug typischerweise&nbsp;<strong>20 bis 50 Kilometer<\/strong><a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/d203af1b-fe54-4fcb-a833-3649b729442d\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was folgte, war ein&nbsp;<strong>kontinentales Nachrichtennetz<\/strong>&nbsp;von bisher ungekannten Ausma\u00dfen. Die Luftwaffe verband damit St\u00fctzpunkte in ganz Europa \u2013 vom&nbsp;<strong>Nordkap bis nach Kreta<\/strong>, von der&nbsp;<strong>Atlantikk\u00fcste bis weit nach Russland<\/strong><a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/d203af1b-fe54-4fcb-a833-3649b729442d\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/9335b744-f5ac-498a-9c2f-860c2ba8e248\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Richtfunkstrecken waren das R\u00fcckgrat der milit\u00e4rischen Kommunikation und erm\u00f6glichten eine Koordination, die ohne sie undenkbar gewesen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">B) Die britische Antwort: Wireless Set Number 10<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Alliierten entwickelten eigene Richtfunksysteme. Die britische Armee f\u00fchrte das&nbsp;<strong>Wireless Set Number 10<\/strong>&nbsp;ein \u2013 das&nbsp;<strong>erste Mehrkanal-Mikrowellen-Relais-Telefonsystem der Welt<\/strong><a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Wireless_Set_Number_10\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Es \u00fcbertrug&nbsp;<strong>acht Vollduplex-Sprechkan\u00e4le<\/strong>&nbsp;\u00fcber Entfernungen von 40 bis 80 Kilometern. Die Stationen waren in mobilen Anh\u00e4ngern montiert und konnten durch das Ausrichten zweier Parabolantennen auf dem Dach schnell in Betrieb genommen werden<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Wireless_Set_Number_10\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das System nutzte zwei Schl\u00fcsseltechnologien: das&nbsp;<strong>Hohlraum-Magnetron<\/strong>, das Mikrowellensignale mit brauchbarem Wirkungsgrad erzeugte, und die&nbsp;<strong>Pulscode-Modulation (PCM)<\/strong>&nbsp;, die eine einfache Codierung der Signale erm\u00f6glichte<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Wireless_Set_Number_10\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Bis&nbsp;<strong>1944<\/strong>&nbsp;war das System einsatzbereit und kam bei den&nbsp;<strong>D-Day-Operationen<\/strong>&nbsp;zum Einsatz, um eine gesicherte Kommunikation von den Str\u00e4nden der Normandie zur\u00fcck nach England zu gew\u00e4hrleisten<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Wireless_Set_Number_10\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Feldmarschall&nbsp;<strong>Bernard Montgomery<\/strong>&nbsp;w\u00fcrdigte die Technologie sp\u00e4ter mit den Worten:&nbsp;<em>\u201eDurch die Nutzung einer Kette von No. 10 Set-Stationen war ich in der Lage, mein taktisches Hauptquartier so weit vorne zu halten, wie ich es tat, und dennoch Kontakt mit London zu haben. Der Wert, pers\u00f6nlichen Kontakt \u00fcber meine Armeen hinweg behalten zu k\u00f6nnen, kann nicht hoch genug eingesch\u00e4tzt werden.\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Wireless_Set_Number_10\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Der Nachkriegsaufbau: Richtfunk als Lebensader<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lag die Telekommunikationsinfrastruktur Europas in Tr\u00fcmmern. Kabel waren zerst\u00f6rt, Leitungen unterbrochen. Die Alliierten standen vor der Herausforderung, ein ziviles Nachrichtennetz aus dem Nichts aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">A) Deutschland: FREDA und der Beginn des Fernsehzeitalters<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die L\u00f6sung kam aus Ulm. In den Jahren&nbsp;<strong>1948 bis 1951<\/strong>&nbsp;entwickelte Telefunken in Abstimmung mit der Deutschen Bundespost die&nbsp;<strong>Breitband-Richtfunkanlage FREDA<\/strong><a href=\"https:\/\/nat.museum-digital.de\/index.php?oges=79813&amp;t=objekt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. FREDA war das&nbsp;<strong>erste kommerzielle Richtfunksystem \u00fcberhaupt<\/strong><a href=\"https:\/\/nat.museum-digital.de\/index.php?oges=79813&amp;t=objekt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entscheidung f\u00fcr den Richtfunk war pragmatisch: Das vorhandene Kabelnetz der Post war weder an die neuen TV-Sendestandorte angepasst noch verf\u00fcgte es \u00fcber die erforderliche Bandbreite von&nbsp;<strong>5 MHz<\/strong>, um Fernsehprogramme fl\u00e4chendeckend zu \u00fcbertragen. Der Richtfunk hingegen war&nbsp;<strong>schnell und wirtschaftlich zu realisieren<\/strong><a href=\"https:\/\/nat.museum-digital.de\/index.php?oges=79813&amp;t=objekt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1952<\/strong>&nbsp;fand die erste \u00dcbertragung statt. Das System konnte&nbsp;<strong>einen Fernsehkanal<\/strong>&nbsp;vom Studio zum Fernsehsender \u00fcbertragen<a href=\"https:\/\/nat.museum-digital.de\/index.php?oges=79813&amp;t=objekt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Insgesamt wurden etwa&nbsp;<strong>100 Ger\u00e4te<\/strong>&nbsp;gefertigt und ausgeliefert<a href=\"https:\/\/nat.museum-digital.de\/index.php?oges=79813&amp;t=objekt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. FREDA l\u00e4utete damit das&nbsp;<strong>Fernsehzeitalter in Deutschland<\/strong>&nbsp;ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel dazu nutzte die Deutsche Bundespost einen Teil der ehemaligen Wehrmachtsger\u00e4te vom Typ DMG 5K f\u00fcr den ersten Aufbau eines nachrichtentechnischen Netzes in der Bundesrepublik<a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/d203af1b-fe54-4fcb-a833-3649b729442d\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Diese Ger\u00e4te blieben bis zum Beginn der&nbsp;<strong>1950er Jahre<\/strong>&nbsp;im Einsatz und wurden erst durch Neuentwicklungen abgel\u00f6st<a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/d203af1b-fe54-4fcb-a833-3649b729442d\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">B) Der Richtfunk in der Bundesrepublik<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Netz wuchs rasant. Die Deutsche Bundespost errichtete ein Richtfunknetz, das&nbsp;<strong>bis 1978 eine Ausdehnung von 57.000 Kilometern<\/strong>&nbsp;erreichte. Richtfunkanlagen \u00fcbertrugen die Multiplexsignale mittels Antennen \u00fcber gro\u00dfe Entfernungen \u2013 meist von den markanten&nbsp;<strong>Fernmeldet\u00fcrmen<\/strong>, die noch heute weithin sichtbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Richtfunk wurde zur&nbsp;<strong>unverzichtbaren Infrastruktur<\/strong>&nbsp;f\u00fcr Telefonie, Daten\u00fcbertragung und Fernsehen. Er \u00fcberbr\u00fcckte geografische Hindernisse, verband Ballungsr\u00e4ume und schuf die Grundlage f\u00fcr den wirtschaftlichen Aufschwung der jungen Bundesrepublik.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">C) Die USA: Das TD-2-System und die transkontinentale Verbindung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in den USA erlebte der Richtfunk einen gewaltigen Aufschwung.&nbsp;<strong>Bell Labs<\/strong>&nbsp;entwickelte das&nbsp;<strong>TD-2-System<\/strong>, ein Mikrowellen-Relais-System, das von AT&amp;T zum Aufbau eines landesweiten Netzes von Relaisstationen f\u00fcr Telefon und Fernsehen genutzt wurde<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/TD-2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das System basierte auf dem experimentellen&nbsp;<strong>TDX<\/strong>, das bereits im&nbsp;<strong>November 1947<\/strong>&nbsp;den Fernseh- und Telefonverkehr zwischen Boston und New York City \u00fcbertrug<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/TD-2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. TD-2 nutzte das&nbsp;<strong>3,7- bis 4,2-GHz-Band<\/strong>, das 1947 f\u00fcr den allgemeinen \u00dcbertragungsdienst reserviert worden war. Mit sechs Kan\u00e4len und Frequenzmultiplex konnte jeder Kanal&nbsp;<strong>bis zu 480 Telefongespr\u00e4che<\/strong>&nbsp;oder ein Fernsehsignal \u00fcbertragen<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/TD-2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste TD-2-Verbindung zwischen&nbsp;<strong>New York und Chicago<\/strong>&nbsp;wurde am&nbsp;<strong>1. September 1950<\/strong>&nbsp;er\u00f6ffnet. Wenige Wochen sp\u00e4ter folgte die Verbindung Los Angeles \u2013 San Francisco. Im&nbsp;<strong>Jahr 1951<\/strong>&nbsp;waren die beiden K\u00fcsten der USA erstmals durch ein Richtfunknetz verbunden<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/TD-2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">AT&amp;T hatte damit eine&nbsp;<strong>Mikrowellen-Skyway<\/strong>&nbsp;geschaffen \u2013 ein Netz aus&nbsp;<strong>107 T\u00fcrmen<\/strong>, das Telefon- und Fernsehsignale \u00fcber den gesamten nordamerikanischen Kontinent transportierte. Die Investition betrug&nbsp;<strong>40 Millionen Dollar<\/strong>&nbsp;\u2013 eine Summe, die die strategische Bedeutung dieser Technologie unterstrich.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Der Frequenzkonflikt: Wenn die \u00c4ther-Wellen knapp werden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der rasanten Verbreitung des Richtfunks wuchs auch ein Problem: Der \u00c4ther wurde voll. Die Frequenzbereiche waren begrenzt, und die verschiedenen Nutzer \u2013 Milit\u00e4r, zivile Telekommunikation, Rundfunk \u2013 konkurrierten um dieselben B\u00e4nder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die L\u00f6sung war die&nbsp;<strong>Frequenzverwaltung<\/strong>. In Deutschland ist die&nbsp;<strong>Bundesnetzagentur<\/strong>&nbsp;(fr\u00fcher die Deutsche Bundespost) f\u00fcr die Vergabe von Frequenznutzungsrechten zust\u00e4ndig. Betreiber von Richtfunkanwendungen ben\u00f6tigen eine&nbsp;<strong>Nutzungsgenehmigung mit entsprechender Frequenzzuteilung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders&nbsp;<strong>heikel<\/strong>&nbsp;war die milit\u00e4rische Nutzung. Da die Bundeswehr oft auf Frequenzen angewiesen war, die auch f\u00fcr zivile Zwecke genutzt wurden, gab es immer wieder&nbsp;<strong>Konflikte<\/strong>. Die milit\u00e4rische Nutzung stand dabei rechtlich oft \u00fcber der zivilen Nutzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein besonders komplexes Kapitel war die&nbsp;<strong>Funkaufkl\u00e4rung<\/strong>. Schon seit Beginn der 1970er Jahre bildete der&nbsp;<strong>Richtfunkverkehr zwischen West-Berlin und der Bundesrepublik<\/strong>&nbsp;f\u00fcr die Funkaufkl\u00e4rung eine hochwertige Abh\u00f6rquelle. Die M\u00f6glichkeit, diese Verbindungen abzuh\u00f6ren oder zu st\u00f6ren, war ein st\u00e4ndiges Risiko im Kalten Krieg.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Die Berliner Richtfunkbr\u00fccke \u2013 Technik als Lebensader im Kalten Krieg<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine der eindrucksvollsten Geschichten des Richtfunks spielt in der geteilten Stadt Berlin. Die&nbsp;<strong>Berlin-Blockade<\/strong>&nbsp;vom&nbsp;<strong>24. Juni 1948<\/strong>&nbsp;schnitt West-Berlin von allen Land- und Wasserwegen ab<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richtfunkverbindungen_nach_West-Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Telefonverbindungen nach Westdeutschland waren gef\u00e4hrdet \u2013 die Kabel f\u00fchrten durch das Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone und konnten jederzeit unterbrochen werden<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richtfunkverbindungen_nach_West-Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die L\u00f6sung: Richtfunk.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Aufbau von betrieblich stabilen Richtfunkstrecken war eine&nbsp;<strong>technische Meisterleistung<\/strong>. Die zu \u00fcberbr\u00fcckenden Distanzen von&nbsp;<strong>135 bis 190 Kilometern<\/strong>&nbsp;lagen an der Grenze des physikalisch Machbaren<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richtfunkverbindungen_nach_West-Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die vorhandenen Wehrmachtsger\u00e4te vom Typ DMG 5K konnten diese Entfernungen nicht \u00fcberbr\u00fccken<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richtfunkverbindungen_nach_West-Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch gelang es, Verbindungen aufzubauen \u2013 \u00fcber das Gebiet der DDR hinweg<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richtfunkverbindungen_nach_West-Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Richtfunkverbindungen sicherten die Telefonverbindungen zwischen West-Berlin und Westdeutschland und waren ein&nbsp;<strong>symboltr\u00e4chtiges Zeichen<\/strong>&nbsp;der Verbundenheit der Inselstadt mit dem Westen<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richtfunkverbindungen_nach_West-Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">6. Das Erbe \u2013 Der Niedergang und die Wiederentdeckung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Richtfunk hatte seine Bl\u00fctezeit in den&nbsp;<strong>1950er bis 1980er Jahren<\/strong>. In den&nbsp;<strong>sp\u00e4ten 1980er und besonders 1990er Jahren<\/strong>&nbsp;wurden die Mikrowellennetze jedoch zunehmend durch&nbsp;<strong>Glasfaserkabel<\/strong>&nbsp;ersetzt<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/TD-2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Glasfaser bot eine h\u00f6here Bandbreite, war weniger st\u00f6ranf\u00e4llig und konnte die wachsende Datenflut des Internetzeitalters besser bew\u00e4ltigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele der einstigen Richtfunkt\u00fcrme sind heute&nbsp;<strong>verlassen<\/strong><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/TD-2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Einige werden noch f\u00fcr andere Zwecke genutzt, aber die Mehrheit der Standorte ist aufgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch: Der Richtfunk lebt weiter \u2013 in ver\u00e4nderter Form. In der&nbsp;<strong>Satellitenkommunikation<\/strong>, im&nbsp;<strong>Mobilfunk<\/strong>&nbsp;(insbesondere bei der Anbindung von Basisstationen) und in der&nbsp;<strong>Breitbandversorgung l\u00e4ndlicher Gebiete<\/strong>&nbsp;spielt Richtfunktechnik bis heute eine Rolle. Die Prinzipien der geb\u00fcndelten \u00dcbertragung, der Frequenzmultiplex-Verfahren und der Relais-Strecken sind die&nbsp;<strong>technologischen Vorfahren<\/strong>&nbsp;von Wi-Fi, 5G und Satelliten-Internet.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">7. Ein Vergleich der fr\u00fchen Richtfunksysteme<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">System<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Land<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Jahr<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Frequenz<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Kan\u00e4le<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Reichweite<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Besonderheit<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>DMG 5K &#8222;Michael&#8220;<\/strong><\/td><td>Deutschland<\/td><td>1942\u20131945<\/td><td>500\u2013555 MHz<\/td><td>1 Sprachkanal + 4 Fernschreibkan\u00e4le<\/td><td>20\u201350 km<\/td><td>Erste Serienfertigung f\u00fcr die Luftwaffe<\/td><\/tr><tr><td><strong>Wireless Set No. 10<\/strong><\/td><td>Gro\u00dfbritannien<\/td><td>1944<\/td><td>Mikrowelle<\/td><td>8 Vollduplex-Sprachkan\u00e4le<\/td><td>40\u201380 km<\/td><td>Weltweit erstes Mehrkanal-Mikrowellen-Relais<\/td><\/tr><tr><td><strong>FREDA<\/strong><\/td><td>Deutschland<\/td><td>1951<\/td><td>(unbekannt)<\/td><td>1 Fernsehkanal<\/td><td>(unbekannt)<\/td><td>Erstes kommerzielles Richtfunksystem<\/td><\/tr><tr><td><strong>TD-2 (AT&amp;T)<\/strong><\/td><td>USA<\/td><td>1950<\/td><td>3,7\u20134,2 GHz<\/td><td>6 Kan\u00e4le mit je 480 Telefonaten<\/td><td>Transkontinental<\/td><td>R\u00fcckgrat der US-Telekommunikation bis in die 1980er<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit &amp; Ausblick<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte des Richtfunks ist eine Geschichte der&nbsp;<strong>\u00dcberwindung von Grenzen<\/strong>&nbsp;\u2013 geografischer, technologischer und politischer Grenzen. Was als milit\u00e4risches Geheimprojekt begann, wurde zur Lebensader des Nachkriegsdeutschlands, zum R\u00fcckgrat der amerikanischen Telekommunikation und zum Symbol der Verbundenheit im Kalten Krieg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Richtfunk war die&nbsp;<strong>&#8222;Wireless before Wi\u2011Fi&#8220;<\/strong>&nbsp;\u2013 eine Technologie, die ohne Kabel auskam, aber dennoch verl\u00e4sslich, schnell und weitreichend war. Er ebnete den Weg f\u00fcr die drahtlose Kommunikation, die wir heute als selbstverst\u00e4ndlich betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass der Richtfunk heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist, liegt nicht an technischen Defiziten, sondern an der&nbsp;<strong>\u00dcberlegenheit der Glasfaser<\/strong>&nbsp;in puncto Bandbreite. Doch sein Erbe lebt weiter \u2013 in den Prinzipien der drahtlosen \u00dcbertragung, in den Frequenzmanagement-Verfahren und in den Relais-Strecken, die heute unsere Mobilfunknetze verbinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht, eines Tages, wenn die Glasfasernetze an ihre Grenzen sto\u00dfen, wird der Richtfunk eine&nbsp;<strong>Renaissance<\/strong>&nbsp;erleben \u2013 als Erg\u00e4nzung, nicht als Ersatz. Die Technologie ist da, sie ist erprobt, und sie wartet nur darauf, wiederentdeckt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Museumsstiftung Post und Telekommunikation: Richtfunksendeempf\u00e4nger &#8222;DMG 5K U&#8220;, &#8222;Michael&#8220;<\/em>\u00a0(Inventar-Nr. 4.2021.195)<a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/d203af1b-fe54-4fcb-a833-3649b729442d\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em>Museumsstiftung Post und Telekommunikation: Dezimeterger\u00e4t DMG 5K U, Richtfunksendeempf\u00e4nger &#8222;Michael&#8220;<\/em>\u00a0(Inventar-Nr. 4.2021.192)<a href=\"https:\/\/onlinesammlung.museumsstiftung.de\/detail\/collection\/9335b744-f5ac-498a-9c2f-860c2ba8e248\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em>museum-digital: Telefunken Breitband-Richtfunkanlage FREDA<\/em>\u00a0(Objekt-ID 79813)<a href=\"https:\/\/nat.museum-digital.de\/index.php?oges=79813&amp;t=objekt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em>Wikipedia: Richtfunkverbindungen nach West-Berlin<\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richtfunkverbindungen_nach_West-Berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em>Wikipedia: Wireless Set Number 10<\/em>\u00a0(englische Ausgabe)<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Wireless_Set_Number_10\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em>Wikipedia: TD-2<\/em>\u00a0(englische Ausgabe)<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/TD-2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em>Wikipedia: Richtfunk<\/em>\u00a0(deutsche Ausgabe)<\/li>\n\n\n\n<li><em>Bundesarchiv: Funkaufkl\u00e4rung<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Wollenhaupt, Heinz: &#8222;Der Richtfunk in Deutschland von 1936 bis 1956&#8220;<\/em>, Backnanger Jahrbuch 25 (2017)<a href=\"https:\/\/katalog.bibliothek.tu-chemnitz.de\/Record\/0-1879478668\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li><em>Wired: &#8222;The Abandoned Microwave Towers That Once Linked the US&#8220;<\/em>\u00a0(2015)<\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: DerSchneider Einleitung Wer heute an drahtlose Kommunikation denkt, hat WLAN, Bluetooth oder das Mobilfunknetz im Kopf. Die Vorstellung, dass einst ganze Telefonnetze und Fernsehprogramme ohne ein einziges Kabel durch die Luft \u00fcbertragen wurden, wirkt fast anachronistisch. Doch lange bevor der Begriff &#8222;Wi\u2011Fi&#8220; erfunden wurde, gab es eine Technologie, die das R\u00fcckgrat der globalen Telekommunikation [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19,24,32,1],"tags":[8909,8910,8904,8911,8905,8907,8906,8908],"class_list":["post-6213","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-im-ruckspiegel","category-krieg-technik","category-techarchaologie","category-uncategorized","tag-berlin-blockade","tag-frequenzkonflikte","tag-mikrowellen-relais","tag-nachkriegsaufbau","tag-richtfunk","tag-td-2","tag-telefunken","tag-wireless-set-number-10"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6213"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6213\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6214,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6213\/revisions\/6214"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}