{"id":6225,"date":"2026-07-19T12:33:19","date_gmt":"2026-07-19T12:33:19","guid":{"rendered":"https:\/\/technodidact.de\/?p=6225"},"modified":"2026-07-31T14:33:10","modified_gmt":"2026-07-31T14:33:10","slug":"flucht-und-vertreibung-der-deutschen-aus-den-ostgebieten-eine-historische-einordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/flucht-und-vertreibung-der-deutschen-aus-den-ostgebieten-eine-historische-einordnung\/","title":{"rendered":"Flucht und Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten \u2013 eine historische Einordnung"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Autor: DerSchneider<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Flucht und Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie aus den deutschen Siedlungsgebieten in Ostmittel-, Ost- und S\u00fcdosteuropa geh\u00f6rt zu den folgenschwersten Bev\u00f6lkerungsverschiebungen der europ\u00e4ischen Geschichte. Zwischen 1944 und 1950 wurden sch\u00e4tzungsweise&nbsp;<strong>12 bis 14 Millionen Menschen<\/strong>&nbsp;entwurzelt, verloren ihre Heimat und mussten unter oft lebensgef\u00e4hrlichen Bedingungen einen Neuanfang westlich von Oder und Nei\u00dfe wagen.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg\/dossier-nationalsozialismus\/39587\/die-vertreibung-der-deutschen-aus-den-gebieten-jenseits-von-oder-und-neisse\/?p=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Ereignis ist bis heute von tiefgreifender historischer, politischer und emotionaler Bedeutung. Es ist untrennbar mit dem nationalsozialistischen Vernichtungskrieg und den deutschen Verbrechen in Osteuropa verbunden \u2013 und zugleich ein Kapitel eigenen Leids, das in der deutschen Erinnerungskultur lange Zeit ambivalent behandelt wurde. Der vorliegende Artikel beleuchtet die Ursachen, den Verlauf, die Opferzahlen und die anhaltenden Kontroversen dieses historischen Prozesses. Er fragt nach den Zusammenh\u00e4ngen und Perspektiven \u2013 und nach dem, was aus der Geschichte f\u00fcr Gegenwart und Zukunft gelernt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">I. Die Vorgeschichte: Nationalsozialistische Herrschaft und Krieg im Osten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten l\u00e4sst sich nicht verstehen, ohne den historischen Kontext der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und des von Deutschland entfesselten Zweiten Weltkriegs zu betrachten. Die nationalsozialistische Politik gegen\u00fcber den slawischen V\u00f6lkern Osteuropas war von rassistischer Ideologie gepr\u00e4gt: Die Bev\u00f6lkerung sollte versklavt, dezimiert und die Gebiete f\u00fcr deutsche Siedler &#8222;germanisiert&#8220; werden. Der sogenannte&nbsp;<strong>Generalplan Ost<\/strong>&nbsp;sah die systematische Vertreibung und Vernichtung von Millionen Menschen vor.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Verbrechen schufen ein Klima des Hasses und der Angst, das nach Kriegsende in eine gegen die Deutschen gerichtete Welle der Vergeltung umschlug. Wie der Historiker Wolfgang Benz betont, stehen die Vertreibungen der Deutschen&nbsp;<strong>in einem unmittelbaren kausalen Zusammenhang mit den NS-Verbrechen<\/strong>&nbsp;im deutsch besetzten Ostmitteleuropa.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/system\/files\/pdf\/IU4TVY.pdf#18#17\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Die Vertreibung war nicht der Auftakt, sondern die&nbsp;<strong>Kehrseite<\/strong>&nbsp;einer deutschen Politik der Unterwerfung und Ausrottung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits w\u00e4hrend des Krieges hatten die Alliierten die sp\u00e4tere &#8222;Aussiedlung&#8220; der deutschen Bev\u00f6lkerung aus Ostmitteleuropa diskutiert. Auf der&nbsp;<strong>Konferenz von Teheran (1943)<\/strong>&nbsp;und dann erneut auf der&nbsp;<strong>Konferenz von Jalta (Februar 1945)<\/strong>&nbsp;wurde die Grundsatzentscheidung getroffen, dass die deutschen Minderheiten in Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn nach Kriegsende umgesiedelt werden sollten.&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flucht_und_Vertreibung_Deutscher_aus_Mittel-_und_Osteuropa_1945%E2%80%931950\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Die territorialen Verschiebungen standen im Zusammenhang mit Stalins Forderung, die 1939 von der Sowjetunion annektierten polnischen Ostgebiete endg\u00fcltig an die UdSSR anzuschlie\u00dfen \u2013 was wiederum Polen mit Gebietsgewinnen im Westen kompensiert werden sollte.&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flucht_und_Vertreibung_Deutscher_aus_Mittel-_und_Osteuropa_1945%E2%80%931950\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">II. Die Potsdamer Konferenz: Die v\u00f6lkerrechtliche Legalisierung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die entscheidende v\u00f6lkerrechtliche Weichenstellung erfolgte auf der&nbsp;<strong>Potsdamer Konferenz<\/strong>&nbsp;vom 17. Juli bis 2. August 1945. Die &#8222;Gro\u00dfen Drei&#8220; \u2013 Stalin, Churchill und Truman \u2013 einigten sich auf die politische Neuordnung Europas und die vorl\u00e4ufige Festlegung der Oder-Nei\u00dfe-Linie als Westgrenze Polens.&nbsp;&nbsp;In Artikel XIII des Potsdamer Abkommens wurde die &#8222;ordnungsm\u00e4\u00dfige und humane \u00dcberf\u00fchrung deutscher Bev\u00f6lkerungsteile&#8220; aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn beschlossen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Formulierung war bewusst vage: Sie sollte den neuen Machthabern in Osteuropa Spielraum geben, die Vertreibungen nach eigenem Ermessen durchzuf\u00fchren \u2013 und sie zugleich nachtr\u00e4glich legitimieren. Die Alliierten legalisierten damit&nbsp;<strong>bereits begonnene Massenvertreibungen<\/strong>&nbsp;und schufen die Grundlage f\u00fcr weitere Aussiedlungsma\u00dfnahmen.&nbsp;&nbsp;Die endg\u00fcltige Festlegung der Grenze wurde einer sp\u00e4teren Friedenskonferenz vorbehalten \u2013 eine Friedenskonferenz, die aufgrund des beginnenden Kalten Krieges nie zustande kam.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">III. Verlauf und Phasen der Vertreibung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Prozess der Vertreibung verlief in mehreren, regional unterschiedlichen Phasen:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Die Flucht vor der Roten Armee (1944\/45)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits ab Herbst 1944 begannen die ersten Evakuierungen der deutschen Zivilbev\u00f6lkerung aus den \u00f6stlichen Gebieten \u2013 oft viel zu sp\u00e4t, weil die NS-F\u00fchrung aus propagandistischen Gr\u00fcnden den &#8222;Durchhaltewillen&#8220; demonstrieren wollte.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg\/dossier-nationalsozialismus\/39587\/die-vertreibung-der-deutschen-aus-den-gebieten-jenseits-von-oder-und-neisse\/?p=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Im&nbsp;<strong>bitterkalten Winter 1944\/45<\/strong>&nbsp;flohen Hunderttausende in fu\u00dfl\u00e4ufigen Trecks nach Westen, \u00fcber das zugefrorene Haff oder per Schiff \u00fcber die Ostsee. Die Bedingungen waren katastrophal: Temperaturen bis unter -20\u00b0C, fehlende Verpflegung, Tieffliegerangriffe und Artilleriebeschuss forderten zahllose Opfer.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Die &#8222;wilden&#8220; Vertreibungen (Fr\u00fchjahr\/Sommer 1945)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches kam es in vielen Regionen zu spontanen, oft gewaltt\u00e4tigen Vertreibungsaktionen durch die neue polnische und tschechoslowakische Verwaltung.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg\/dossier-nationalsozialismus\/39587\/die-vertreibung-der-deutschen-aus-den-gebieten-jenseits-von-oder-und-neisse\/?p=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Die&nbsp;<strong>Bene\u0161-Dekrete<\/strong>&nbsp;in der Tschechoslowakei entzogen der deutschen und ungarischen Bev\u00f6lkerung die staatsb\u00fcrgerlichen Rechte und legalisierten die Enteignung und Ausweisung.&nbsp;&nbsp;In Polen wurden die deutschen Ostgebiete unter polnische Verwaltung gestellt, und die verbliebene deutsche Bev\u00f6lkerung wurde systematisch vertrieben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Die &#8222;organisierten&#8220; Vertreibungen (1946\u20131950)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Potsdamer Konferenz wurden die Vertreibungen in organisiertere Bahnen gelenkt \u2013 wenngleich die Bedingungen oft unmenschlich blieben. Die Menschen wurden mit nur kurzer Vorwarnung aus ihren H\u00e4usern getrieben, in \u00fcberf\u00fcllte G\u00fcterwaggons verladen und unter entw\u00fcrdigenden Bedingungen in die deutschen Besatzungszonen transportiert.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg\/dossier-nationalsozialismus\/39587\/die-vertreibung-der-deutschen-aus-den-gebieten-jenseits-von-oder-und-neisse\/?p=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. Internierung und Deportation<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Deutsche, die nicht geflohen waren, wurden in&nbsp;<strong>Internierungs- und Arbeitslager<\/strong>&nbsp;gesteckt \u2013 etwa in Polen das ber\u00fcchtigte Lager \u0141ambinowice (Lamsdorf) oder in der Tschechoslowakei.&nbsp;&nbsp;Dort herrschten katastrophale hygienische Bedingungen, Hunger und Krankheiten; die Sterblichkeitsraten waren extrem hoch. Tausende wurden zudem zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg\/dossier-nationalsozialismus\/39587\/die-vertreibung-der-deutschen-aus-den-gebieten-jenseits-von-oder-und-neisse\/?p=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">IV. Die Opferzahlen \u2013 eine wissenschaftliche Ann\u00e4herung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die genaue Zahl der Todesopfer ist bis heute Gegenstand wissenschaftlicher Debatten. Die Forschung geht heute von&nbsp;<strong>etwa 600.000 bis 1,3 Millionen Todesopfern<\/strong>&nbsp;aus, die w\u00e4hrend der Flucht und Vertreibung ums Leben kamen.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg\/dossier-nationalsozialismus\/39587\/die-vertreibung-der-deutschen-aus-den-gebieten-jenseits-von-oder-und-neisse\/?p=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Diese Zahlen umfassen Tote durch Gewalt, Entbehrungen, Krankheiten, die Strapazen der Flucht sowie die katastrophalen Zust\u00e4nde in den Internierungslagern.&nbsp;<strong>Fr\u00fchere, deutlich h\u00f6here Sch\u00e4tzungen (bis zu 2 Millionen Toten) werden von der heutigen Wissenschaft nicht mehr gest\u00fctzt.<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg\/dossier-nationalsozialismus\/39587\/die-vertreibung-der-deutschen-aus-den-gebieten-jenseits-von-oder-und-neisse\/?p=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Region<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Betroffene (in Millionen)<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Anmerkung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Ehemalige deutsche Ostgebiete (Schlesien, Pommern, Ostpreu\u00dfen, Ost-Brandenburg)<\/td><td>6,5 \u2013 7<\/td><td>Gr\u00f6\u00dftes Kontingent<\/td><\/tr><tr><td>Tschechoslowakei (Sudetenland u.a.)<\/td><td>2,9 \u2013 3<\/td><td>Vertreibung auf Basis der Bene\u0161-Dekrete<\/td><\/tr><tr><td>Ungarn, Rum\u00e4nien, Jugoslawien, Baltikum<\/td><td>2 \u2013 2,5<\/td><td>Donauschwaben und andere deutsche Minderheiten<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: Sch\u00e4tzungen auf Basis der historischen Forschung (Benz, Schieder u.a.)<\/em>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg\/dossier-nationalsozialismus\/39587\/die-vertreibung-der-deutschen-aus-den-gebieten-jenseits-von-oder-und-neisse\/?p=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dunkelziffer ist hoch: Viele Todesf\u00e4lle wurden nie registriert, und in der chaotischen Nachkriegszeit waren genaue Erfassungen kaum m\u00f6glich. Hinzu kommen Forschungsprojekte, die bis heute neue Erkenntnisse zu Tage f\u00f6rdern \u2013 etwa zu den Todesf\u00e4llen bei der Flucht \u00fcber die Ostsee, wo noch immer ungekl\u00e4rte F\u00e4lle erforscht werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">V. Ursachen der hohen Todeszahlen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die hohen Opferzahlen sind das Ergebnis einer&nbsp;<strong>t\u00f6dlichen Kumulation von Faktoren<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Die sp\u00e4te und chaotische Flucht 1944\/45:<\/strong>\u00a0Die NS-F\u00fchrung verbot oft bis zur letzten Minute die Evakuierung, was zu panikartigen Fluchtbewegungen im tiefsten Winter f\u00fchrte. Erfrierungen, Ersch\u00f6pfung und Hunger dezimierten die Trecks.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gewalt und Racheakte:<\/strong>\u00a0Die Rote Armee und die lokale Bev\u00f6lkerung reagierten auf die deutschen Verbrechen mit Vergeltung. Massenvergewaltigungen, Pl\u00fcnderungen und Massaker an der Zivilbev\u00f6lkerung waren die Folge.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Katastrophale Zust\u00e4nde in Internierungslagern:<\/strong>\u00a0\u00dcberf\u00fcllung, Hunger, Seuchen und Misshandlungen f\u00fchrten zu einer extrem hohen Sterblichkeit.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Unmenschliche Transportbedingungen:<\/strong>\u00a0Die &#8222;organisierten&#8220; Vertreibungen fanden oft in ungeheizten Viehwaggons statt, ohne ausreichend Nahrung und Wasser. Viele starben w\u00e4hrend der tagelangen oder wochenlangen Transporte.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der allgemeine Zusammenbruch der Infrastruktur:<\/strong>\u00a01945 war Mitteleuropa ein Tr\u00fcmmerfeld. Es gab keine funktionierende Verwaltung, keine medizinische Versorgung, keine intakten Verkehrswege. Die \u00dcberlebenden waren auf sich allein gestellt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VI. Die Aufnahme in Deutschland<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vertriebenen wurden auf die vier Besatzungszonen Deutschlands verteilt. Besonders die britische Zone (mit Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen) sowie die sowjetische Zone trugen die gr\u00f6\u00dften Lasten. In Schleswig-Holstein stellten die Vertriebenen zeitweise bis zu&nbsp;<strong>20 Prozent der Bev\u00f6lkerung<\/strong>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Integration der Vertriebenen war langwierig und konfliktreich. In der jungen&nbsp;<strong>Bundesrepublik<\/strong>&nbsp;wurden sie zu einer wichtigen politischen Kraft \u2013 der&nbsp;<strong>Bund der Vertriebenen (BdV)<\/strong>&nbsp;wurde zum Sprachrohr ihrer Interessen. Die Vertriebenenverb\u00e4nde forderten lange Zeit das &#8222;Recht auf die Heimat&#8220; und die Anerkennung der deutschen Ostgebiete als &#8222;unter polnischer Verwaltung stehend&#8220;.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der&nbsp;<strong>DDR<\/strong>&nbsp;hingegen wurde das Thema der Vertreibung tabuisiert \u2013 obwohl jeder vierte Einwohner der DDR entweder selbst vertrieben wurde oder aus einer Vertriebenenfamilie stammte.&nbsp;&nbsp;Die kommunistische F\u00fchrung sah in der Anerkennung der Oder-Nei\u00dfe-Grenze ein au\u00dfenpolitisches Druckmittel gegen\u00fcber der Bundesrepublik und verbot eine eigenst\u00e4ndige Vertriebenen-Thematik.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VII. Erinnerungskultur und Kontroversen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage, wie der Vertreibung der Deutschen gedacht werden soll, hat in Deutschland \u00fcber Jahrzehnte zu heftigen Kontroversen gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die &#8222;verdr\u00e4ngte&#8220; Erinnerung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber lange Zeit fand das Thema in der deutschen \u00d6ffentlichkeit wenig Raum. Der Historiker Theodor Schieder beklagte bereits 1960, dass die Vertreibung &#8222;ein St\u00fcck der deutschen Katastrophe&#8220; sei, das wegen seiner emotionalen Aufladung einer ruhigen wissenschaftlichen Betrachtung noch nicht zug\u00e4nglich sei.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/526004\/die-ostvertreibung-als-wissenschaftliches-problem\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;In den 1980er Jahren wurde das Thema durch G\u00fcnter Grass&#8216; Novelle &#8222;Im Krebsgang&#8220; und durch Fernsehserien wieder st\u00e4rker ins \u00f6ffentliche Bewusstsein ger\u00fcckt.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg\/dossier-nationalsozialismus\/39587\/die-vertreibung-der-deutschen-aus-den-gebieten-jenseits-von-oder-und-neisse\/?p=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Historikerstreit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine besondere Zuspitzung erfuhr die Debatte im sogenannten&nbsp;<strong>Historikerstreit<\/strong>&nbsp;der 1980er Jahre. Der Historiker Andreas Hillgruber vertrat in seinem Buch &#8222;Zweierlei Untergang&#8220; die These, dass der Mord an den europ\u00e4ischen Juden und die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten zusammengeh\u00f6rten \u2013 unterschiedliche Vorgeschichten, aber gleicherma\u00dfen Teil der deutschen Katastrophe.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/system\/files\/pdf\/IU4TVY.pdf#18#17\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Diese Position wurde von J\u00fcrgen Habermas und anderen scharf kritisiert, weil sie die&nbsp;<strong>Asymmetrie<\/strong>&nbsp;zwischen dem systematischen V\u00f6lkermord an den Juden und der Vertreibung der Deutschen verwische.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Zentrum gegen Vertreibungen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer Brennpunkt war der Streit um das geplante&nbsp;<strong>&#8222;Zentrum gegen Vertreibungen&#8220;<\/strong>&nbsp;in Berlin, das sp\u00e4ter als&nbsp;<strong>Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Vers\u00f6hnung<\/strong>&nbsp;realisiert wurde.&nbsp;&nbsp;Kritiker bef\u00fcrchteten eine &#8222;Relativierung&#8220; der NS-Verbrechen und eine einseitige deutsche Opfernarrative. Bef\u00fcrworter betonten die Notwendigkeit, auch das Leid der Deutschen zu erinnern \u2013 ohne es gegen das Leid der anderen Opfergruppen aufzurechnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die unterschiedlichen Perspektiven<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein grundlegendes Problem der Erinnerung ist die&nbsp;<strong>unterschiedliche Wahrnehmung<\/strong>&nbsp;bei Deutschen und Polen, Tschechen und anderen Nachbarv\u00f6lkern. Was die Deutschen als &#8222;Vertreibung&#8220; bezeichnen, nennen die Polen &#8222;Ausweisung&#8220; \u2013 und sehen darin einen&nbsp;<strong>gerechten Ausgleich f\u00fcr die deutschen Verbrechen<\/strong>&nbsp;und eine Garantie f\u00fcr ihre eigene Sicherheit.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/medien\/298377\/SR_10398_Deutsche_Besatzungspolitik_Polen_Internet.pdf#28#21\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Die polnische Erinnerung ist gepr\u00e4gt von der Erfahrung jahrhundertelanger deutscher Unterdr\u00fcckung und der deutschen Vernichtungspolitik im Zweiten Weltkrieg.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/medien\/298377\/SR_10398_Deutsche_Besatzungspolitik_Polen_Internet.pdf#28#21\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Diese unterschiedlichen Narrative machen eine gemeinsame Erinnerungskultur schwierig, aber nicht unm\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VIII. Die v\u00f6lkerrechtliche und politische Bew\u00e4ltigung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bundesrepublik Deutschland hat mit ihren \u00f6stlichen Nachbarn Vertr\u00e4ge geschlossen, in denen die Grenzen anerkannt und das Thema der Vertreibung rechtlich und politisch aufgearbeitet wurde:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Warschauer Vertrag (1970):<\/strong>\u00a0Anerkennung der Oder-Nei\u00dfe-Linie durch die Bundesrepublik.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zwei-plus-Vier-Vertrag (1990):<\/strong>\u00a0Endg\u00fcltige v\u00f6lkerrechtliche Anerkennung der deutschen Ostgrenze im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Deutsch-tschechische Erkl\u00e4rung (1997):<\/strong>\u00a0Gegenseitige Anerkennung des erlittenen Unrechts und Verst\u00e4ndigung \u00fcber eine gemeinsame Zukunft in Europa.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute wird die Vertreibung der Deutschen in einem&nbsp;<strong>umfassenderen europ\u00e4ischen Kontext<\/strong>&nbsp;verstanden \u2013 als Teil eines Jahrhunderts der Vertreibungen, ethnischen S\u00e4uberungen und Zwangsmigrationen, das Europa im 20. Jahrhundert gepr\u00e4gt hat.&nbsp;&nbsp;Die&nbsp;<strong>Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Vers\u00f6hnung<\/strong>&nbsp;in Berlin bem\u00fcht sich, diese Perspektive zu vermitteln und die Erinnerung an die Vertreibung im&nbsp;<strong>Geiste der Vers\u00f6hnung<\/strong>&nbsp;zu bewahren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">IX. Fazit und Ausblick<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Flucht und Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten war eine menschliche Trag\u00f6die von enormem Ausma\u00df \u2013 die gr\u00f6\u00dfte gewaltsame Bev\u00f6lkerungsverschiebung in der europ\u00e4ischen Geschichte.&nbsp;&nbsp;<strong>12 bis 14 Millionen Menschen<\/strong>&nbsp;verloren ihre Heimat,&nbsp;<strong>600.000 bis 1,3 Millionen<\/strong>&nbsp;kamen ums Leben.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg\/dossier-nationalsozialismus\/39587\/die-vertreibung-der-deutschen-aus-den-gebieten-jenseits-von-oder-und-neisse\/?p=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch diese Trag\u00f6die steht&nbsp;<strong>nicht f\u00fcr sich allein<\/strong>. Sie ist die Kehrseite einer deutschen Politik der Unterwerfung und Vernichtung, die den Zweiten Weltkrieg im Osten zu einem rassenideologischen Vernichtungskrieg machte. Die Vertreibung der Deutschen war eine Reaktion auf die deutschen Verbrechen \u2013 eine Reaktion, die selbst in brutaler und unmenschlicher Weise erfolgte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die historische Forschung hat in den letzten Jahrzehnten gro\u00dfe Fortschritte gemacht, die Opferzahlen pr\u00e4ziser zu bestimmen und die komplexen Ursachenzusammenh\u00e4nge zu verstehen.&nbsp;&nbsp;Die Erinnerungskultur hat sich von einer einseitigen Opfernarrative zu einer&nbsp;<strong>differenzierten Betrachtung<\/strong>&nbsp;entwickelt, die das Leid der Deutschen&nbsp;<strong>in den Kontext der deutschen Schuld<\/strong>&nbsp;stellt. Die unterschiedlichen Perspektiven der Nachbarv\u00f6lker werden zunehmend anerkannt \u2013 auch wenn die Debatten dar\u00fcber nicht abgeschlossen sind.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/medien\/298377\/SR_10398_Deutsche_Besatzungspolitik_Polen_Internet.pdf#28#21\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Zukunft bleibt die Herausforderung, eine&nbsp;<strong>europ\u00e4ische Erinnerungskultur<\/strong>&nbsp;zu entwickeln, die das Leid aller Opfer des Zweiten Weltkriegs anerkennt \u2013 ohne zu relativieren oder aufzurechnen. Die Vertreibung der Deutschen ist ein Teil dieser Geschichte. Sie zu erinnern, bedeutet nicht, die deutschen Verbrechen zu vergessen. Sondern es bedeutet, die&nbsp;<strong>ganze Wahrheit<\/strong>&nbsp;dieser Zeit anzuerkennen: die Wahrheit der T\u00e4ter und der Opfer, der Schuld und des Leids, der Zerst\u00f6rung und des Neuanfangs.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Benz, Wolfgang (Hrsg.):\u00a0<em>Die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten. Ursachen, Ereignisse, Folgen.<\/em>\u00a0Frankfurt am Main: Fischer, 1985.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/system\/files\/pdf\/IU4TVY.pdf#18#17\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung:\u00a0<em>Die Vertreibung der Deutschen aus den Gebieten jenseits von Oder und Nei\u00dfe.<\/em>\u00a0Dossier Nationalsozialismus.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/nationalsozialismus-zweiter-weltkrieg\/dossier-nationalsozialismus\/39587\/die-vertreibung-der-deutschen-aus-den-gebieten-jenseits-von-oder-und-neisse\/?p=0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung:\u00a0<em>Flucht und Vertreibung \u2013 Deutsche und polnische Perspektiven.<\/em>\u00a0APuZ.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/medien\/298377\/SR_10398_Deutsche_Besatzungspolitik_Polen_Internet.pdf#28#21\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung:\u00a0<em>Die Ostvertreibung als wissenschaftliches Problem.<\/em>\u00a0APuZ 17\/1960 (Theodor Schieder).\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/526004\/die-ostvertreibung-als-wissenschaftliches-problem\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Hillgruber, Andreas:\u00a0<em>Zweierlei Untergang. Die Zerschlagung des Deutschen Reiches und das Ende des europ\u00e4ischen Judentums.<\/em>\u00a0Berlin: Siedler, 1986.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/system\/files\/pdf\/IU4TVY.pdf#18#17\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Lotz, Christian:\u00a0<em>Die Deutung des Verlusts. Erinnerungspolitische Kontroversen im geteilten Deutschland um Flucht, Vertreibung und die Ostgebiete (1948-1972).<\/em>\u00a0K\u00f6ln: B\u00f6hlau, 2007.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Nawratil, Heinz:\u00a0<em>Vertreibungsverbrechen an Deutschen.<\/em>\u00a0M\u00fcnchen: Universitas, 1982.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/system\/files\/apuz_files\/1995-07-08\/APuZ_1995_07-08.pdf#15#8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Schieder, Theodor (Hrsg.):\u00a0<em>Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa.<\/em>\u00a05 B\u00e4nde. Bundesministerium f\u00fcr Vertriebene, 1953\u20131961.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/system\/files\/apuz_files\/1995-07-08\/APuZ_1995_07-08.pdf#15#8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Wikipedia:\u00a0<em>Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945\u20131950.<\/em>\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flucht_und_Vertreibung_Deutscher_aus_Mittel-_und_Osteuropa_1945%E2%80%931950\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Deutsches Historisches Museum:\u00a0<em>Potsdamer Abkommen.<\/em>\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: DerSchneider Einleitung Die Flucht und Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie aus den deutschen Siedlungsgebieten in Ostmittel-, Ost- und S\u00fcdosteuropa geh\u00f6rt zu den folgenschwersten Bev\u00f6lkerungsverschiebungen der europ\u00e4ischen Geschichte. Zwischen 1944 und 1950 wurden sch\u00e4tzungsweise&nbsp;12 bis 14 Millionen Menschen&nbsp;entwurzelt, verloren ihre Heimat und mussten unter oft lebensgef\u00e4hrlichen Bedingungen einen Neuanfang westlich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19,24,1],"tags":[8945,2179,8942,8944,8941,8943,8940,7967],"class_list":["post-6225","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-im-ruckspiegel","category-krieg-technik","category-uncategorized","tag-bundesstiftung-flucht-vertreibung-versoehnung","tag-erinnerungskultur","tag-flucht","tag-oder-neisse-linie","tag-ostgebiete","tag-potsdamer-abkommen","tag-vertreibung","tag-zweiter-weltkrieg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6225","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6225"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6225\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6226,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6225\/revisions\/6226"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6225"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6225"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6225"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}