{"id":633,"date":"2026-03-04T10:09:34","date_gmt":"2026-03-04T09:09:34","guid":{"rendered":"https:\/\/iobseu-xejul.wordpress.com\/?p=633"},"modified":"2026-03-04T10:09:34","modified_gmt":"2026-03-04T09:09:34","slug":"ken-thompson-ist-eine-lebende-legende-der-computerwissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/ken-thompson-ist-eine-lebende-legende-der-computerwissenschaft\/","title":{"rendered":"Ken Thompson ist eine lebende Legende der Computerwissenschaft"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Mitsch\u00f6pfer des Unix-Betriebssystems, Erfinder der B-Programmiersprache und Wegbereiter der C-Sprache hat er die digitale Welt, wie wir sie heute kennen, fundamental gepr\u00e4gt. Seine Ideen stecken in Smartphones, Gro\u00dfrechnern und der Infrastruktur des Internets. Dieser Artikel zeichnet ein umfassendes Bild des Ausnahmeprogrammierers \u2013 von seiner Kindheit als &#8222;Navy Brat&#8220; \u00fcber seine bahnbrechenden Erfindungen bis hin zu seinen charakteristischen St\u00e4rken und menschlichen Schw\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kindheit und Jugend: Die Wurzeln eines T\u00fcftlers<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kenneth Lane Thompson wurde am 4. Februar 1943 in New Orleans, Louisiana, geboren&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Seine Kindheit war von der milit\u00e4rischen Karriere seines Vaters gepr\u00e4gt, der in der United States Navy diente. Die Familie zog h\u00e4ufig um, und Thompson beschrieb sich selbst sp\u00e4ter als &#8222;Navy Brat&#8220; (Marine-G\u00f6r), der nie l\u00e4nger als ein oder zwei Jahre am selben Ort blieb&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Diese fr\u00fche Erfahrung des st\u00e4ndigen Wechsels k\u00f6nnte seinen unabh\u00e4ngigen Geist und seine F\u00e4higkeit gef\u00f6rdert haben, sich schnell in neuen Umgebungen zurechtzufinden. Die Familie lie\u00df sich schlie\u00dflich in Kalifornien nieder, wo Thompson in Chula Vista die High School abschloss&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon in jungen Jahren zeigte sich seine tiefe Faszination f\u00fcr Logik und Technik. Er brachte sich selbst Elektronik und den Bau von Radios bei, oft angeleitet durch Magazine wie&nbsp;<em>Popular Electronics<\/em>&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Anstatt nur zu konsumieren, wollte er verstehen, wie die Dinge funktionieren. Diese Neugierde erstreckte sich auch auf Spiele und R\u00e4tsel. Er verschlang B\u00fccher \u00fcber verschiedene Spiele, l\u00f6ste leidenschaftlich gern Kreuzwortr\u00e4tsel und spielte gelegentlich Bridge mit der Familie, obwohl ihm das Spiel selbst nicht zusagte&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine besondere Leidenschaft entwickelte er um die sechste oder siebte Klasse herum f\u00fcr Schach. Nachdem er sich in Lehrb\u00fccher vertieft hatte, trat er f\u00fcr etwa sechs Monate der Schulschachmannschaft bei und lie\u00df sich von Gr\u00f6\u00dfen wie Bobby Fischer inspirieren&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Obwohl er bald darauf den Wettkampfschach aufgab, blieb das Spiel ein lebenslanges Interesse, das sein strategisches Denken sch\u00e4rfte. Auf die Frage, wie er Programmieren lernte, antwortete Thompson einmal: &#8222;Ich war schon immer von Logik fasziniert, und schon in der Grundschule rechnete ich arithmetische Probleme im Bin\u00e4rsystem aus, einfach so. Nur weil es mich faszinierte.&#8220;&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/kids.kiddle.co\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Highschool zog es Thompson an die University of California, Berkeley. Er studierte Elektrotechnik und Informatik und erwarb 1965 einen Bachelor of Science&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Kenneth-Lane-Thompson#ref1069566:~:text=he%20first%20worked%20on%20the%20Multics%20operating%20system%20%28OS%29.%20Multics%20was%20a%20time-sharing%20system%20funded%20by%20the%20Advanced%20Research%20Projects%20Agency%20%28ARPA%29%20and%20jointly%20developed%20by%20researchers%20at%20the%20Massachusetts%20Institute%20of%20Technology%20%28MIT%29%2C%20Bell%20Labs%2C%20and%20General%20Electric%20Co.%20However%2C%20AT%26T%20%28American%20Telephone%20and%20Telegraph%20Co.%2C%20then%20the%20parent\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Sein Masterstudium schloss er nur ein Jahr sp\u00e4ter, 1966, ebenfalls in Berkeley ab. Sein akademischer Betreuer war der ber\u00fchmte Mathematiker Elwyn Berlekamp&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. W\u00e4hrend seiner Zeit in Berkeley sammelte Thompson nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Erfahrungen. Er half bei der Wartung von Compilern und arbeitete am&nbsp;<strong>Project Genie<\/strong>&nbsp;mit, einem fr\u00fchen ARPA-finanzierten Forschungsprojekt zur Entwicklung von Timesharing-Systemen auf einem SDS-930-Computer&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Diese Arbeit, die innovative Ans\u00e4tze der Computerarchitektur und -simulation beinhaltete, legte den Grundstein f\u00fcr sein sp\u00e4teres Schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Bell-Labs-\u00c4ra: Die Geburt von Unix<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach seinem Masterabschluss wurde Thompson 1966 von den Bell Laboratories angeheuert, der Forschungsabteilung des Telekommunikationsriesen AT&amp;T&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Er trat der renommierten Computing Sciences Research Center bei und begann seine Arbeit an einem ehrgeizigen Projekt namens&nbsp;<strong>Multics<\/strong>&nbsp;(Multiplexed Information and Computing Service)&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/webarchiveweb.wayback.bac-lac.canada.ca\/web\/20151107064351\/https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Dieses Gemeinschaftsprojekt von MIT, General Electric und Bell Labs sollte ein revolution\u00e4res Timesharing-Betriebssystem schaffen, das vielen Nutzern gleichzeitig die Interaktion mit dem Computer erlaubte. Die Erfahrungen mit den komplexen Konzepten von Multics waren pr\u00e4gend, doch das Projekt galt bald als \u00fcberambitioniert und kostspielig. 1969 zog sich Bell Labs aus dem Konsortium zur\u00fcck&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Kenneth-Lane-Thompson#ref1069566:~:text=he%20first%20worked%20on%20the%20Multics%20operating%20system%20%28OS%29.%20Multics%20was%20a%20time-sharing%20system%20funded%20by%20the%20Advanced%20Research%20Projects%20Agency%20%28ARPA%29%20and%20jointly%20developed%20by%20researchers%20at%20the%20Massachusetts%20Institute%20of%20Technology%20%28MIT%29%2C%20Bell%20Labs%2C%20and%20General%20Electric%20Co.%20However%2C%20AT%26T%20%28American%20Telephone%20and%20Telegraph%20Co.%2C%20then%20the%20parent\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Thompson und seinen Kollegen&nbsp;<strong>Dennis Ritchie<\/strong>, den er bei Bell Labs kennengelernt hatte, h\u00e4tte dies das Ende ihrer Arbeit an modernen Betriebssystemen bedeuten k\u00f6nnen. Doch Thompson hatte in seiner Freizeit ein Spiel f\u00fcr Multics geschrieben:&nbsp;<em>Space Travel<\/em>, eine Simulation des Sonnensystems. Um das Spiel auf einer veralteten, wenig genutzten PDP-7-Minirechner weiterlaufen zu lassen, begann er, ein eigenes Betriebssystem f\u00fcr diesen Rechner zu entwickeln&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Kenneth-Lane-Thompson#ref1069566:~:text=he%20first%20worked%20on%20the%20Multics%20operating%20system%20%28OS%29.%20Multics%20was%20a%20time-sharing%20system%20funded%20by%20the%20Advanced%20Research%20Projects%20Agency%20%28ARPA%29%20and%20jointly%20developed%20by%20researchers%20at%20the%20Massachusetts%20Institute%20of%20Technology%20%28MIT%29%2C%20Bell%20Labs%2C%20and%20General%20Electric%20Co.%20However%2C%20AT%26T%20%28American%20Telephone%20and%20Telegraph%20Co.%2C%20then%20the%20parent\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Was als vertriebene Spielerei begann, wurde zur Geburtsstunde von&nbsp;<strong>Unix<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Kenneth-Lane-Thompson#ref1069566:~:text=he%20first%20worked%20on%20the%20Multics%20operating%20system%20%28OS%29.%20Multics%20was%20a%20time-sharing%20system%20funded%20by%20the%20Advanced%20Research%20Projects%20Agency%20%28ARPA%29%20and%20jointly%20developed%20by%20researchers%20at%20the%20Massachusetts%20Institute%20of%20Technology%20%28MIT%29%2C%20Bell%20Labs%2C%20and%20General%20Electric%20Co.%20However%2C%20AT%26T%20%28American%20Telephone%20and%20Telegraph%20Co.%2C%20then%20the%20parent\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemeinsam mit Ritchie und einem kleinen Team, zu dem auch Rudd Canaday geh\u00f6rte, entwickelte Thompson auf der PDP-7 die grundlegenden Konzepte des neuen Systems&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/webarchiveweb.wayback.bac-lac.canada.ca\/web\/20151107064351\/https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Sie schufen ein&nbsp;<strong>hierarchisches Dateisystem<\/strong>, das die Daten in einer Baumstruktur von Verzeichnissen und Dateien organisierte \u2013 ein Konzept, das heute selbstverst\u00e4ndlich ist. Sie f\u00fchrten&nbsp;<strong>Pipes<\/strong>&nbsp;ein, mit denen die Ausgabe eines Programms direkt als Eingabe f\u00fcr ein anderes dienen konnte, was die Kombination einfacher Werkzeuge zu komplexen Befehlsfolgen erm\u00f6glichte. Dazu kamen eine&nbsp;<strong>Kommandozeilen-Shell<\/strong>&nbsp;und einfache Dienstprogramme. 1970 pr\u00e4gte Brian Kernighan den Namen &#8222;Unix&#8220; als Wortspiel zu Multics&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den folgenden Jahren entwickelte sich Unix rasant weiter. 1971 portierten Thompson und Ritchie das System auf die leistungsf\u00e4higere PDP-11, was seine Verbreitung enorm beschleunigte&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Kenneth-Lane-Thompson#ref1069566:~:text=he%20first%20worked%20on%20the%20Multics%20operating%20system%20%28OS%29.%20Multics%20was%20a%20time-sharing%20system%20funded%20by%20the%20Advanced%20Research%20Projects%20Agency%20%28ARPA%29%20and%20jointly%20developed%20by%20researchers%20at%20the%20Massachusetts%20Institute%20of%20Technology%20%28MIT%29%2C%20Bell%20Labs%2C%20and%20General%20Electric%20Co.%20However%2C%20AT%26T%20%28American%20Telephone%20and%20Telegraph%20Co.%2C%20then%20the%20parent\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Um die Programmierung zu erleichtern, schuf Thompson zun\u00e4chst die Programmiersprache&nbsp;<strong>B<\/strong>, einen stark vereinfachten Ableger von BCPL&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Doch B stie\u00df auf der neuen Hardware schnell an seine Grenzen. Ritchie erweiterte B daher ab 1971 zur Sprache&nbsp;<strong>C<\/strong>, die sowohl die Eleganz von B als auch die n\u00f6tige Hardware-N\u00e4he f\u00fcr ein Betriebssystem bot. 1973 schrieben Thompson und Ritchie den Unix-Kernel in C neu&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Kenneth-Lane-Thompson#ref1069566:~:text=he%20first%20worked%20on%20the%20Multics%20operating%20system%20%28OS%29.%20Multics%20was%20a%20time-sharing%20system%20funded%20by%20the%20Advanced%20Research%20Projects%20Agency%20%28ARPA%29%20and%20jointly%20developed%20by%20researchers%20at%20the%20Massachusetts%20Institute%20of%20Technology%20%28MIT%29%2C%20Bell%20Labs%2C%20and%20General%20Electric%20Co.%20However%2C%20AT%26T%20%28American%20Telephone%20and%20Telegraph%20Co.%2C%20then%20the%20parent\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Dennis-M-Ritchie\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Dies war der entscheidende Durchbruch: Unix wurde damit zur ersten Betriebssystem-Plattform, die relativ einfach auf verschiedene Rechnerarchitekturen \u00fcbertragen (portiert) werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Partnerschaft zwischen Thompson und Ritchie war legend\u00e4r produktiv. Doug McIlroy, ein weiterer Bell-Labs-Kollege, schrieb sp\u00e4ter: &#8222;Die Namen Ritchie und Thompson k\u00f6nnen getrost mit fast allem in Verbindung gebracht werden, was nicht anders zugeschrieben wird.&#8220;&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/webarchiveweb.wayback.bac-lac.canada.ca\/web\/20151107064351\/https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Thompson selbst beschrieb ihre Arbeitsteilung in einem Interview: &#8222;Die ersten zwei oder drei Versionen von UNIX habe ich ganz alleine gemacht. Und Dennis wurde ein Evangelist. [&#8230;] Bei der Neufassung in einer h\u00f6heren Sprache, die sp\u00e4ter C hei\u00dfen sollte, arbeitete er haupts\u00e4chlich an der Sprache und am E\/A-System, und ich arbeitete am ganzen Rest des Betriebssystems.&#8220;&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erfindungen und Innovationen: Ein Leben f\u00fcr die Systemprogrammierung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Thompson h\u00f6rte nie auf, neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Sein Wirken erstreckt sich \u00fcber Jahrzehnte und zahlreiche Disziplinen der Informatik.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\ud83d\udd27 Die Fr\u00fchen Werkzeuge: Regul\u00e4re Ausdr\u00fccke, QED und&nbsp;<code>grep<\/code><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits in den 1960er Jahren, w\u00e4hrend seiner Arbeit an Multics, entwickelte Thompson eine Version des Texteditors&nbsp;<strong>QED<\/strong>, die eine revolution\u00e4re Funktion enthielt: die Suche nach Textmustern mithilfe von&nbsp;<strong>regul\u00e4ren Ausdr\u00fccken<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Er erfand einen Algorithmus (bekannt als&nbsp;<strong>Thompson&#8217;s Construction<\/strong>), der diese Ausdr\u00fccke in effiziente, endliche Automaten \u00fcbersetzte, um die Suche zu beschleunigen&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Dieser Ansatz war seiner Zeit weit voraus. F\u00fcr Unix schrieb er dann den Editor&nbsp;<strong>ed<\/strong>, der diese m\u00e4chtigen Muster ebenfalls nutzte. Um bequem in Dateien nach Mustern suchen zu k\u00f6nnen, extrahierte er diese Funktionalit\u00e4t aus&nbsp;<code>ed<\/code>&nbsp;und schuf daraus den eigenst\u00e4ndigen Befehl&nbsp;<strong><code>grep<\/code><\/strong>&nbsp;(global\/regular expression\/print)&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/kids.kiddle.co\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.&nbsp;<code>grep<\/code>&nbsp;wurde zu einem der bekanntesten und am h\u00e4ufigsten verwendeten Unix-Werkzeuge und machte regul\u00e4re Ausdr\u00fccke in der Programmierwelt popul\u00e4r.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u265f\ufe0f Schach, Belle und Endspiel-Datenbanken<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Thompsons lebenslange Liebe zum Schach fand auch in seiner Arbeit einen Platz. 1971 schrieb er ein einfaches Schachprogramm f\u00fcr die erste Unix-Version&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/kids.kiddle.co\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Sp\u00e4ter, in den 1970er und 1980er Jahren, entwickelte er zusammen mit&nbsp;<strong>Joe Condon<\/strong>&nbsp;die Schachmaschine&nbsp;<strong>Belle<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Belle war kein reines Softwareprogramm mehr, sondern kombinierte Software mit speziell entwickelter Hardware (z. B. f\u00fcr die Zuggenerierung), um eine damals unerreichte Spielst\u00e4rke zu erreichen. 1980 gewann Belle die Weltmeisterschaft der Computerschachprogramme in Linz, \u00d6sterreich&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.invent.org\/inductees\/ken-thompson#:~:text=Thompson's%20many%20notable%20contributions%20to,on%20the%20World%20Wide%20Web.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus leistete Thompson Pionierarbeit bei den sogenannten&nbsp;<strong>Endspiel-Datenbanken (Endgame Tablebases)<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Er entwickelte Methoden, um f\u00fcr alle Positionen mit nur wenigen verbleibenden Figuren (zuerst 4, sp\u00e4ter 5 und 6 Figuren) den perfekten Zug zu berechnen und in Datenbanken abzulegen. Sobald ein Schachprogramm eine solche Position erreicht, kann es &#8222;perfekt&#8220; spielen. Diese Arbeit revolutionierte das Computerschach und das Verst\u00e4ndnis von Schachendspielen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\ud83d\udd10 &#8222;Reflections on Trusting Trust&#8220; \u2013 Ein Weckruf f\u00fcr die Sicherheit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Verleihung des Turing Awards 1983 hielt Thompson eine denkw\u00fcrdige und verst\u00f6rende Rede mit dem Titel&nbsp;<strong>&#8222;Reflections on Trusting Trust&#8220;<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/webarchiveweb.wayback.bac-lac.canada.ca\/web\/20151107064351\/https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. In ihr demonstrierte er eine besonders hinterh\u00e4ltige Form eines Hintert\u00fcrchens (Backdoor). Er zeigte, wie man einen Compiler so manipulieren kann, dass er, wenn er sich selbst \u00fcbersetzt, eine Hintert\u00fcr in sich und in bestimmte andere Programme (wie den Login-Befehl) einbaut \u2013 und das, ohne dass eine Spur dieser Hintert\u00fcr jemals im Quellcode des Compilers oder der betroffenen Programme sichtbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Gedankenexperiment, auch als&nbsp;<strong>&#8222;Thompson Hack&#8220;<\/strong>&nbsp;bekannt, ist zu einem Meilenstein der Computersicherheit geworden&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/kids.kiddle.co\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Es legt den grundlegenden Mangel offen: Man kann einem Compiler nur dann vollst\u00e4ndig vertrauen, wenn man seinen Bin\u00e4rcode aus einem vertrauensw\u00fcrdigen Quellcode selbst erstellt hat. Die Rede war nicht nur eine technische Meisterleistung, sondern auch eine kritische Reflexion \u00fcber das Wesen von Vertrauen in komplexen Systemen und endete mit einer scharfen R\u00fcge f\u00fcr Journalisten, die Hacker unkritisch als Helden feierten&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/kids.kiddle.co\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\ud83c\udf0d Plan 9, Inferno und UTF-8<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den 1980er und 1990er Jahren, als Unix bereits kommerzialisiert wurde und sich in viele Varianten aufspaltete, forschte Thompson bei Bell Labs an der Zukunft. Zusammen mit Kollegen wie Rob Pike entwickelte er&nbsp;<strong>Plan 9 from Bell Labs<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Plan 9 sollte Unix&#8216; Ideen auf die Welt der vernetzten Computer \u00fcbertragen. Sein Leitsatz war, alle Ressourcen, ob lokal oder im Netzwerk, als Dateien in einem einzigen, prozessspezifischen Namensraum darzustellen. Das dazugeh\u00f6rige Protokoll 9P erm\u00f6glichte den transparenten Zugriff auf entfernte Ressourcen&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Plan 9 war seiner Zeit weit voraus, fand aber nie eine breite Anwendung au\u00dferhalb von Forschungskreisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Plan 9 ging sp\u00e4ter das portable Betriebssystem&nbsp;<strong>Inferno<\/strong>&nbsp;hervor, das f\u00fcr eingebettete Systeme und Set-Top-Boxen gedacht war&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Eine der folgenreichsten Erfindungen dieser Zeit gelang Thompson 1992 gemeinsam mit Rob Pike: die Entwicklung der Zeichenkodierung&nbsp;<strong>UTF-8<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Sie erm\u00f6glicht es, alle Zeichen des Unicode-Standards platzsparend und abw\u00e4rtskompatibel mit der \u00e4lteren ASCII-Kodierung darzustellen. UTF-8 ist heute die mit Abstand dominierende Zeichenkodierung im World Wide Web und auf vielen Computersystemen&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.invent.org\/inductees\/ken-thompson#:~:text=Thompson's%20many%20notable%20contributions%20to,on%20the%20World%20Wide%20Web.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Google-\u00c4ra und die Geburt von Go<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2000 ging Ken Thompson nach 34 Jahren bei Bell Labs in den Ruhestand&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Ruhe w\u00e4hrte jedoch nicht lange. Nach einer kurzen Station bei Entrisphere, Inc. wechselte er 2006 zu Google, wo er bis heute als Distinguished Engineer t\u00e4tig ist&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/kids.kiddle.co\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Google arbeitete er zun\u00e4chst an Projekten wie&nbsp;<strong>Google Books<\/strong>, wo er seine Expertise in der Textverarbeitung einbrachte&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.computerhistory.org\/collections\/catalog\/102808980\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Sein bedeutendster Beitrag in dieser Zeit war jedoch die Mitsch\u00f6pfung einer neuen Programmiersprache:&nbsp;<strong>Go<\/strong>&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/kids.kiddle.co\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Ende 2007 kamen Thompson, Rob Pike und Robert Griesemer zusammen, um eine Sprache zu entwerfen, die die Nachteile komplexer Sprachen wie C++ vermeiden und gleichzeitig die Anforderungen an moderne, nebenl\u00e4ufige (concurrent) Softwarearchitekturen erf\u00fcllen sollte. Im November 2009 wurde Go als Open Source ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem Interview erkl\u00e4rte Thompson augenzwinkernd: &#8222;Als wir drei anfingen, war es reine Forschung. Wir kamen zusammen und beschlossen, dass wir C++ hassen. [Gel\u00e4chter] [&#8230;] Wir begannen mit der Idee, dass jeder von uns von jedem Feature in der Sprache \u00fcberzeugt werden musste, also wurde kein \u00fcberfl\u00fcssiger Mist aus irgendeinem Grund in die Sprache eingebaut.&#8220;&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/kids.kiddle.co\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Go hat sich seitdem zu einer der wichtigsten Sprachen f\u00fcr Cloud-Dienste, Netzwerktools und verteilte Systeme entwickelt und wird bei Google selbst intensiv genutzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">St\u00e4rken und Schw\u00e4chen: Der Mensch hinter dem Code<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ken Thompson gilt als einer der gr\u00f6\u00dften Programmierer aller Zeiten&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/kids.kiddle.co\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Seine St\u00e4rken liegen in einem fast schon intuitiven Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Systeme. Er besitzt die seltene Gabe, komplexe Probleme zu durchdringen und einfache, elegante und effiziente L\u00f6sungen zu finden. Der Unix-Philosophie der Einfachheit und Klarheit f\u00fchlt er sich bis heute verpflichtet&nbsp;<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.invent.org\/inductees\/ken-thompson#:~:text=Thompson's%20many%20notable%20contributions%20to,on%20the%20World%20Wide%20Web.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Seine Arbeitsweise ist pragmatisch und ergebnisorientiert. Er scheut sich nicht davor, auf verschiedenen Ebenen zu arbeiten \u2013 von der Hardware-Entwicklung bei Belle \u00fcber Compilerbau bis hin zur Anwendungsprogrammierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er ist f\u00fcr seine tiefe technische Integrit\u00e4t bekannt. Er sagt, was er denkt, und seine Abneigung gegen unn\u00f6tige Komplexit\u00e4t ist legend\u00e4r. Seine vernichtende Kritik an C++ (&#8222;ein M\u00fcllhaufen von Ideen, die sich gegenseitig ausschlie\u00dfen&#8220;) ist ein gefl\u00fcgeltes Wort in der Branche&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/kids.kiddle.co\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/webarchiveweb.wayback.bac-lac.canada.ca\/web\/20151107064351\/https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu seinen&nbsp;<strong>Schw\u00e4chen<\/strong>&nbsp;k\u00f6nnte man z\u00e4hlen, dass er oft wenig Geduld f\u00fcr Dinge hat, die er f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig h\u00e4lt. Seine hohen Anspr\u00fcche an sich selbst und andere k\u00f6nnen fordernd sein. Zudem war sein Interesse stets forschungsgetrieben; die Kommerzialisierung seiner Ideen \u00fcberlie\u00df er lieber anderen. Dies zeigt sich in der Geschichte von Unix, das AT&amp;T lange Zeit als Forschungsprojekt betrachtete, w\u00e4hrend andere daraus ein Gesch\u00e4ft machten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine vielleicht gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke ist aber seine Bescheidenheit. In der Oral History des Computer History Museum von 2024 spricht er detailreich und reflektiert \u00fcber seine Arbeit, ohne jemals in Selbstbeweihr\u00e4ucherung zu verfallen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.computerhistory.org\/collections\/catalog\/102808980\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Er bleibt der neugierige T\u00fcftler aus New Orleans, der einfach verstehen will, wie die Welt funktioniert \u2013 und sie dabei ein St\u00fcck weit neu erschafft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ehrungen und Verm\u00e4chtnis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ken Thompsons Arbeit wurde mit nahezu jeder erdenklichen Auszeichnung gew\u00fcrdigt, die die Informatik zu vergeben hat:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>1980<\/strong>: Wahl in die National Academy of Engineering und die National Academy of Sciences\u00a0<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/kids.kiddle.co\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Kenneth-Lane-Thompson#ref1069566:~:text=he%20first%20worked%20on%20the%20Multics%20operating%20system%20%28OS%29.%20Multics%20was%20a%20time-sharing%20system%20funded%20by%20the%20Advanced%20Research%20Projects%20Agency%20%28ARPA%29%20and%20jointly%20developed%20by%20researchers%20at%20the%20Massachusetts%20Institute%20of%20Technology%20%28MIT%29%2C%20Bell%20Labs%2C%20and%20General%20Electric%20Co.%20However%2C%20AT%26T%20%28American%20Telephone%20and%20Telegraph%20Co.%2C%20then%20the%20parent\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>1983<\/strong>: Gemeinsam mit Dennis Ritchie der\u00a0<strong>A.M. Turing Award<\/strong>, die &#8222;Nobelmedaille&#8220; der Informatik\u00a0<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Kenneth-Lane-Thompson#ref1069566:~:text=he%20first%20worked%20on%20the%20Multics%20operating%20system%20%28OS%29.%20Multics%20was%20a%20time-sharing%20system%20funded%20by%20the%20Advanced%20Research%20Projects%20Agency%20%28ARPA%29%20and%20jointly%20developed%20by%20researchers%20at%20the%20Massachusetts%20Institute%20of%20Technology%20%28MIT%29%2C%20Bell%20Labs%2C%20and%20General%20Electric%20Co.%20However%2C%20AT%26T%20%28American%20Telephone%20and%20Telegraph%20Co.%2C%20then%20the%20parent\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>1990<\/strong>: IEEE Richard W. Hamming Medal\u00a0<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/webarchiveweb.wayback.bac-lac.canada.ca\/web\/20151107064351\/https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>1997<\/strong>: Fellow des Computer History Museum\u00a0<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/webarchiveweb.wayback.bac-lac.canada.ca\/web\/20151107064351\/https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>1999<\/strong>: National Medal of Technology, \u00fcberreicht von US-Pr\u00e4sident Bill Clinton\u00a0<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/webarchiveweb.wayback.bac-lac.canada.ca\/web\/20151107064351\/https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.invent.org\/inductees\/ken-thompson#:~:text=Thompson's%20many%20notable%20contributions%20to,on%20the%20World%20Wide%20Web.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>2011<\/strong>: Japan Prize\u00a0<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/kids.kiddle.co\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>2019<\/strong>: Aufnahme in die National Inventors Hall of Fame\u00a0<a href=\"https:\/\/grokipedia.com\/page\/Ken_Thompson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.invent.org\/inductees\/ken-thompson#:~:text=Thompson's%20many%20notable%20contributions%20to,on%20the%20World%20Wide%20Web.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein Verm\u00e4chtnis ist allgegenw\u00e4rtig. Unix und sein Ableger Linux bilden das R\u00fcckgrat des modernen Internets, der Cloud-Infrastruktur und von Supercomputern. Die Sprache C und ihre Syntax beeinflussen fast jede nachfolgende Programmiersprache. UTF-8 sorgt daf\u00fcr, dass Menschen in aller Welt problemlos digital kommunizieren k\u00f6nnen. Und seine Ideen zu Compilern, Sicherheit und Systemdesign sind fester Bestandteil des Informatik-Kanons. Ken Thompson hat nicht nur Werkzeuge gebaut; er hat die Art und Weise, wie wir mit Computern denken und interagieren, f\u00fcr immer ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Mitsch\u00f6pfer des Unix-Betriebssystems, Erfinder der B-Programmiersprache und Wegbereiter der C-Sprache hat er die digitale Welt, wie wir sie heute kennen, fundamental gepr\u00e4gt. Seine Ideen stecken in Smartphones, Gro\u00dfrechnern und der Infrastruktur des Internets. Dieser Artikel zeichnet ein umfassendes Bild des Ausnahmeprogrammierers \u2013 von seiner Kindheit als &#8222;Navy Brat&#8220; \u00fcber seine bahnbrechenden Erfindungen bis hin [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,27],"tags":[],"class_list":["post-633","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aus-dem-bauch-heraus","category-personlichkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=633"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/633\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=633"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=633"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=633"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}