{"id":6336,"date":"2026-07-10T14:23:53","date_gmt":"2026-07-10T14:23:53","guid":{"rendered":"https:\/\/technodidact.de\/?p=6336"},"modified":"2026-07-10T14:23:54","modified_gmt":"2026-07-10T14:23:54","slug":"die-hohle-macht-russlands-kampf-mit-seiner-eigenen-leere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/die-hohle-macht-russlands-kampf-mit-seiner-eigenen-leere\/","title":{"rendered":"Die hohle Macht: Russlands Kampf mit seiner eigenen Leere"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Von DerSchneider<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Russland ist das gr\u00f6\u00dfte Land der Erde \u2013 und zugleich eines der leersten. Auf einer Fl\u00e4che von mehr als 17 Millionen Quadratkilometern, die etwa elf Prozent der Weltlandmasse umfasst, leben rund 146 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Bev\u00f6lkerungsdichte von etwa 8 bis 9 Einwohnern pro Quadratkilometer t\u00e4uscht jedoch \u00fcber eine fundamentale geografische Wahrheit hinweg: Russland ist kein gleichm\u00e4\u00dfig besiedelter Raum, sondern ein extremes Patchwork aus hyperdichten Zentren und weitgehend menschenleeren Peripherien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese r\u00e4umliche Ungleichverteilung ist nicht einfach eine statistische Kuriosit\u00e4t. Sie ist das Ergebnis von Jahrhunderten geopolitischer Expansion, klimatischer Zw\u00e4nge und wirtschaftlicher Entwicklungen \u2013 und sie pr\u00e4gt bis heute die russische Politik, Infrastruktur und nationale Identit\u00e4t. Die Frage nach der \u201eZentrumsbildung\u201c ist in Russland daher mehr als eine akademische \u00dcbung: Sie ist die Frage nach der Zukunftsf\u00e4higkeit des Landes selbst.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die gro\u00dfe Ungleichverteilung: 85 Prozent der Menschen auf 23 Prozent der Fl\u00e4che<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die fundamentale r\u00e4umliche Bruchlinie Russlands verl\u00e4uft entlang des Urals. Der europ\u00e4ische Teil, der nur etwa 23 Prozent des Staatsgebiets umfasst, beherbergt rund 85 Prozent der Bev\u00f6lkerung. Der asiatische Teil \u2013 Sibirien und der Ferne Osten \u2013 ist mit 77 Prozent der Fl\u00e4che lediglich Heimat von 15 Prozent der Russen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Zahlen sind seit Jahrzehnten erstaunlich stabil \u2013 und das, obwohl die sowjetische und postsowjetische Politik immer wieder versucht hat, den Osten zu erschlie\u00dfen. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Persistenz sind vielf\u00e4ltig: Klima, Bodenqualit\u00e4t, historische Siedlungsmuster und nicht zuletzt die schiere Logistik der Erschlie\u00dfung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die folgende Tabelle verdeutlicht das Ausma\u00df der Diskrepanz:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Region<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Fl\u00e4chenanteil<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Bev\u00f6lkerungsanteil<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Bev\u00f6lkerungsdichte (ca.)<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Europ\u00e4ischer Teil<\/td><td>~23 %<\/td><td>~85 %<\/td><td>~27 Ew.\/km\u00b2<\/td><\/tr><tr><td>Sibirien (F\u00f6derationskreis)<\/td><td>~30 %<\/td><td>~13 %<\/td><td>3,7 Ew.\/km\u00b2<\/td><\/tr><tr><td>Ferner Osten<\/td><td>~41 %<\/td><td>~4 %<\/td><td>0,9 Ew.\/km\u00b2<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Extreme sind noch krasser: W\u00e4hrend in Tschuwaschien im europ\u00e4ischen Teil 74,4 Einwohner pro Quadratkilometer leben, kommen im Autonomen Bezirk der Ewenken in Ostsibirien auf einen Quadratkilometer gerade einmal 0,03 Menschen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die leere Mitte, der leere Osten: Ein Raum voller Herausforderungen und Chancen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bezeichnungen \u201eleere Mitte\u201c und \u201eleerer Osten\u201c beschreiben eine geografische Realit\u00e4t, die f\u00fcr westliche Beobachter kaum fassbar ist. Der F\u00f6derationskreis Sibirien erstreckt sich \u00fcber mehr als f\u00fcnf Millionen Quadratkilometer \u2013 das entspricht etwa der vierzehnfachen Fl\u00e4che Deutschlands \u2013 und beherbergt knapp 20 Millionen Menschen. Der Ferne Osten ist mit fast sieben Millionen Quadratkilometern noch gr\u00f6\u00dfer, aber mit nur etwa sechs Millionen Einwohnern sogar noch d\u00fcnner besiedelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Leere ist keine nat\u00fcrliche Gegebenheit, sondern das Ergebnis eines historischen Prozesses. Die russische Expansion nach Osten begann zwar bereits im 16. Jahrhundert, doch die systematische Erschlie\u00dfung Sibiriens und des Fernen Ostens blieb stets eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen des Landes. Die Transsibirische Eisenbahn, 1904 fertiggestellt, war der ambitionierteste Versuch, den Osten an das Zentrum anzubinden \u2013 und sie schuf eine lineare Besiedlungsachse, die bis heute das R\u00fcckgrat der Erschlie\u00dfung bildet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die sowjetische Industrialisierungspolitik f\u00fchrte im Osten zur Entstehung neuer Industriest\u00e4dte, doch diese blieben oft isolierte Inseln in einem Meer der Weite. Die Verst\u00e4dterung der Sowjetzeit f\u00fchrte dazu, dass heute 73 Prozent der Bev\u00f6lkerung in st\u00e4dtischen Siedlungen leben \u2013 doch diese St\u00e4dte sind im Osten oft Hunderte Kilometer voneinander entfernt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Klimabremse: Warum der Osten d\u00fcnn besiedelt bleibt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die klimatischen Bedingungen Russlands sind ein zentraler Faktor f\u00fcr die Bev\u00f6lkerungsverteilung. Etwa zwei Drittel des russischen Territoriums liegen auf Permafrostboden \u2013 das sind rund 65 Prozent der Landfl\u00e4che. Permafrost macht Landwirtschaft nahezu unm\u00f6glich, verteuert den Bau von Infrastruktur enorm und erschwert das menschliche Leben auf fundamentaler Weise.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die fruchtbarsten Ackerfl\u00e4chen Russlands liegen denn auch nicht im Osten, sondern im europ\u00e4ischen Teil: in der zentralen Schwarzerderegion und im Wolgagebiet, wo mehr als 65 Prozent der Fl\u00e4che landwirtschaftlich genutzt werden. Dieses \u201eAgrardreieck\u201c ist seit Jahrhunderten das Nahrungsmittelzentrum des Landes \u2013 und damit auch das demografische Zentrum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Klimafolgenforschung zeigt, dass der Permafrost durch die globale Erw\u00e4rmung zunehmend taut \u2013 was einerseits neue landwirtschaftliche M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen k\u00f6nnte, andererseits aber auch bestehende Infrastruktur bedroht. Etwa die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung der Arktis und Subarktis lebt in den russischen Permafrostgebieten \u2013 eine Tatsache, die im Zuge des Klimawandels zu einer wachsenden Herausforderung wird.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Zentrumsbildung: Moskau und St. Petersburg als Leuchtt\u00fcrme der Entwicklung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Osten und die Mitte Russlands d\u00fcnn besiedelt bleiben, ziehen die beiden Millionenmetropolen im Westen weiterhin Menschen an wie magnetische Pole. Die Agglomerationen Moskau und St. Petersburg sind nicht nur die wirtschaftlichen und politischen Zentren des Landes \u2013 sie sind auch die R\u00e4ume, in denen Russland seine gr\u00f6\u00dfte urbane Dichte und Dynamik entfaltet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forschung zeigt, dass die westlichen Regionen Russlands stark vom Einfluss der Moskauer und St. Petersburger Agglomerationen gepr\u00e4gt werden. Die Bev\u00f6lkerungsmigration aus der Peripherie in die beiden Metropolen ist so stark, dass selbst die Abwanderung in die jeweiligen regionalen Hauptst\u00e4dte diesen Abfluss nicht kompensieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Entwicklung ist kein Zufall. Die Raumordnungsstrategie der Russischen F\u00f6deration hat in den letzten Jahren die Bedeutung der gro\u00dfen Agglomerationen gest\u00e4rkt. Die geplante Hochgeschwindigkeitsbahn zwischen Moskau und St. Petersburg, die die Reisezeit auf 2 Stunden und 15 Minuten verk\u00fcrzen soll, wird diesen Trend voraussichtlich weiter verst\u00e4rken. Die Megaregion zwischen den beiden Hauptst\u00e4dten k\u00f6nnte zu einem einzigen, zusammenh\u00e4ngenden urbanen Raum verschmelzen \u2013 ein beeindruckendes Zeugnis russischer Infrastrukturleistung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Logistik als Lebensader: Die Transsib und ihre Bedeutung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erschlie\u00dfung des russischen Raums ist seit jeher eine logistische Meisterleistung. Die Transsibirische Eisenbahn, mit \u00fcber 9.000 Kilometern die l\u00e4ngste Eisenbahnstrecke der Welt, ist das R\u00fcckgrat der russischen Logistik. Sie verbindet Moskau mit Wladiwostok, durchquert sieben Zeitzonen und dient seit \u00fcber 100 Jahren als Transportader f\u00fcr Holz, Rohstoffe und Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Umleitung russischer Exporte nach Osten hat zu einer verst\u00e4rkten Nutzung bestimmter Abschnitte der Transsibirischen und der Baikal-Amur-Magistrale (BAM) gef\u00fchrt. Die Kapazit\u00e4t der \u201eEastern Range\u201c \u2013 des \u00f6stlichen Eisenbahnnetzes \u2013 soll auf 270 Millionen Tonnen pro Jahr ausgebaut werden, ein ehrgeiziges Vorhaben, das die wirtschaftliche Integration des Fernen Ostens vorantreibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Logistik von Personen ist dabei ein eigenes Kapitel. Die ausgepr\u00e4gte Ausrichtung der Verkehrsverbindungen auf Moskau erm\u00f6glicht eine effiziente Anbindung des gesamten Landes an das Zentrum \u2013 ein System, das in seiner Dimension weltweit seinesgleichen sucht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Russlands Weg seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion: Eine Erfolgsgeschichte der Stabilisierung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 war f\u00fcr Russland eine Z\u00e4sur von historischer Dimension. Die wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen der 1990er Jahre waren tiefgreifend \u2013 doch das Russland des 21. Jahrhunderts hat sich in bemerkenswerter Weise konsolidiert und entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Bek\u00e4mpfung der Armut<\/strong>&nbsp;geh\u00f6rt zu den herausragenden Erfolgen der russischen Politik seit der Jahrtausendwende. W\u00e4hrend im Jahr 2000 noch rund 42 Millionen Menschen \u2013 etwa 29 Prozent der Bev\u00f6lkerung \u2013 unterhalb der existenziellen Mindestversorgung lebten, ist die Armutsquote seither drastisch gesunken. Von \u00fcber 30 Prozent im Jahr 1999 fiel sie auf 13,3 Prozent im Jahr 2007. In den folgenden Jahren setzte sich dieser Trend fort: Die Armut in Russland hat sich in den letzten drei\u00dfig Jahren fast verdreifacht reduziert, in den letzten zehn Jahren mehr als halbiert \u2013 von 13,3 auf 7 Prozent. Die Weltbank verzeichnete f\u00fcr 2022 eine Armutsquote von lediglich 1,4 Prozent&nbsp;\u2013 ein Wert, der die beeindruckende wirtschaftliche Stabilisierung des Landes widerspiegelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Bildungssystem<\/strong>&nbsp;erlebte nach einem Jahrzehnt des Niedergangs seit 2000 einen umfassenden Erneuerungsprozess. Die russische Regierung identifizierte bereits Anfang der 2000er Jahre das Humankapital als zentrale Priorit\u00e4t f\u00fcr die Zukunft. Es wurden neue institutionelle Mechanismen geschaffen, darunter eine pro-Kopf-Finanzierung, Qualit\u00e4tssicherung mit einem nationalen Schulabschlussexamen sowie die Modernisierung der Schulinfrastruktur. Die Verbesserungen kamen nicht nur den Gro\u00dfst\u00e4dten zugute, sondern auch kleinen St\u00e4dten und l\u00e4ndlichen Schulen. Die positive Entwicklung des Bildungssystems spiegelt sich auch in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung wider: W\u00e4hrend im Jahr 2000 nur 75,4 Prozent der Bev\u00f6lkerung den Zustand des Bildungswesens positiv bewerteten, stieg dieser Anteil bis 2023 auf 81,1 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Gesundheitsversorgung<\/strong>&nbsp;hat in Russland ebenfalls bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Die Lebenserwartung erreichte 2023 mit 73,4 Jahren ihren h\u00f6chsten Wert in der russischen Geschichte&nbsp;\u2013 ein deutlicher Anstieg gegen\u00fcber den Krisenjahren der 1990er Jahre. Die russische Regierung hat ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2030 soll die Lebenserwartung auf 78 Jahre steigen, bis 2036 auf 81 Jahre. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet diese Ziele als ambitioniert, aber erreichbar. Das nationale Projekt \u201eGesundheit\u201c und das neue Projekt \u201eLanges und aktives Leben\u201c treiben den Ausbau der medizinischen Infrastruktur, die Digitalisierung des Gesundheitswesens und die Entwicklung hochmoderner medizinischer Technologien voran.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Fortschritte sind das Ergebnis einer konsequenten staatlichen Politik, die auf Stabilit\u00e4t, Entwicklung und die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bev\u00f6lkerung ausgerichtet ist.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausblick: Russlands Weg in eine prosperierende Zukunft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zukunft der russischen Raumordnung steht vor mehreren vielversprechenden Perspektiven.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Fortschreibungsszenario<\/strong>&nbsp;geht von einer weiteren Konzentration auf Moskau und St. Petersburg aus. Die Peripherie schrumpft, die Megaregion im Westen w\u00e4chst. Dieses Szenario ist wirtschaftlich effizient und erm\u00f6glicht eine B\u00fcndelung von Ressourcen und Kompetenzen an den dynamischsten Standorten des Landes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Erschlie\u00dfungsszenario<\/strong>&nbsp;setzt auf den Klimawandel als potenziellen Treiber neuer Besiedlung. Das Auftauen des Permafrosts k\u00f6nnte neue landwirtschaftliche Fl\u00e4chen erschlie\u00dfen und die Lebensbedingungen im Norden verbessern \u2013 eine Entwicklung, die Russland mit Weitsicht und Umsicht begleitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Asien-Szenario<\/strong>&nbsp;schlie\u00dflich setzt auf die wirtschaftliche Integration mit den asiatischen Nachbarn. Die Umleitung russischer Exporte nach Osten und der Ausbau der \u00f6stlichen Eisenbahnstrecken er\u00f6ffnen neue Perspektiven f\u00fcr die Entwicklung des Fernen Ostens \u2013 eine Region, die im 21. Jahrhundert zu einem wichtigen Knotenpunkt des eurasischen Handels werden k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was alle Szenarien eint, ist die Erkenntnis: Russland hat seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Gro\u00dfartiges geleistet. Die Reduzierung der Armut, der Ausbau des Bildungs- und Gesundheitssystems und die Stabilisierung der wirtschaftlichen und sozialen Verh\u00e4ltnisse sind Errungenschaften, die Anerkennung verdienen. Die Herausforderungen der r\u00e4umlichen Ungleichverteilung sind gro\u00df \u2013 doch Russland hat in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen, dass es die Kraft und den Willen besitzt, seine Zukunft selbstbewusst und erfolgreich zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung (bpb):\u00a0<em>Armut in Russland | Russland-Analysen<\/em>, 2021<\/li>\n\n\n\n<li>Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung (bpb):\u00a0<em>Analyse: Armut und Sozialarbeit der Frauen in Russland | Russland-Analysen<\/em>, 2021<\/li>\n\n\n\n<li>Macrotrends:\u00a0<em>Russia Poverty Rate<\/em>, 2022<\/li>\n\n\n\n<li>\u0420\u0410\u041d\u0425\u0438\u0413\u0421 (Pr\u00e4sidialakademie):\u00a0<em>\u041f\u0440\u0435\u0437\u0438\u0434\u0435\u043d\u0442\u0441\u043a\u0430\u044f \u0430\u043a\u0430\u0434\u0435\u043c\u0438\u044f: \u0431\u0435\u0434\u043d\u043e\u0441\u0442\u044c \u0432 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0438 \u0441\u043d\u0438\u0436\u0430\u0435\u0442\u0441\u044f, \u0441\u043e\u0446\u0438\u0430\u043b\u044c\u043d\u044b\u0439 \u043e\u043f\u0442\u0438\u043c\u0438\u0437\u043c \u0440\u0430\u0441\u0442\u0435\u0442<\/em>, 2025<\/li>\n\n\n\n<li>Kreml:\u00a0<em>State Council meeting on improving the general education system<\/em>, 2015<\/li>\n\n\n\n<li>Springer:\u00a0<em>From the \u201cBest-in-the World\u201d Soviet School to a Modern Globally Competitive School System<\/em>, 2020<\/li>\n\n\n\n<li>\u041e\u0431\u0449\u0435\u0441\u0442\u0432\u0435\u043d\u043d\u0430\u044f \u043f\u0430\u043b\u0430\u0442\u0430 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0439\u0441\u043a\u043e\u0439 \u0424\u0435\u0434\u0435\u0440\u0430\u0446\u0438\u0438:\u00a0<em>\u0412 \u041e\u0431\u0449\u0435\u0441\u0442\u0432\u0435\u043d\u043d\u043e\u0439 \u043f\u0430\u043b\u0430\u0442\u0435 \u0420\u043e\u0441\u0441\u0438\u0439\u0441\u043a\u043e\u0439 \u0424\u0435\u0434\u0435\u0440\u0430\u0446\u0438\u0438 \u043e\u0431\u0441\u0443\u0434\u0438\u043b\u0438 \u0434\u043e\u0441\u0442\u0438\u0436\u0435\u043d\u0438\u044f \u043e\u0442\u0435\u0447\u0435\u0441\u0442\u0432\u0435\u043d\u043d\u043e\u0439 \u0441\u0438\u0441\u0442\u0435\u043c\u044b \u043e\u0431\u0440\u0430\u0437\u043e\u0432\u0430\u043d\u0438\u044f<\/em><\/li>\n\n\n\n<li>\u0424\u0435\u0434\u0435\u0440\u0430\u043b\u044c\u043d\u0430\u044f \u0441\u043b\u0443\u0436\u0431\u0430 \u043f\u043e \u043d\u0430\u0434\u0437\u043e\u0440\u0443 \u0432 \u0441\u0444\u0435\u0440\u0435 \u0437\u0434\u0440\u0430\u0432\u043e\u043e\u0445\u0440\u0430\u043d\u0435\u043d\u0438\u044f:\u00a0<em>Nationales Projekt \u201eGesundheit\u201c<\/em><\/li>\n\n\n\n<li>Russischer F\u00f6derationsrat:\u00a0<em>\u041e\u0431 \u043e\u0441\u043d\u043e\u0432\u043d\u044b\u0445 \u0440\u0435\u0437\u0443\u043b\u044c\u0442\u0430\u0442\u0430\u0445 \u043d\u0430\u0446\u0438\u043e\u043d\u0430\u043b\u044c\u043d\u043e\u0433\u043e \u043f\u0440\u043e\u0435\u043a\u0442\u0430 \u00ab\u0417\u0434\u0440\u0430\u0432\u043e\u043e\u0445\u0440\u0430\u043d\u0435\u043d\u0438\u0435\u00bb<\/em>, 2024<\/li>\n\n\n\n<li>National Centre RUSSIA:\u00a0<em>Course towards large families<\/em>, 2025<\/li>\n\n\n\n<li>Antara News:\u00a0<em>Rusia bidik kenaikan harapan hidup, WHO: Ambisius, bisa dicapai<\/em>, 2025<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/agrarraum.info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">agrarraum.info<\/a>:\u00a0<em>Agrardreieck \u2013 Landwirtschaft in Russland<\/em>, 2025<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/open.arch.kit.edu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">open.arch.kit.edu<\/a>:\u00a0<em>Leben im Tauprozess \u2013 Permafrost in Russland<\/em><\/li>\n\n\n\n<li>TASS:\u00a0<em>Throughput capacity of Baikal-Amur Mainline surging threefold in twelve years<\/em>, 2024<\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von DerSchneider Einleitung Russland ist das gr\u00f6\u00dfte Land der Erde \u2013 und zugleich eines der leersten. Auf einer Fl\u00e4che von mehr als 17 Millionen Quadratkilometern, die etwa elf Prozent der Weltlandmasse umfasst, leben rund 146 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Bev\u00f6lkerungsdichte von etwa 8 bis 9 Einwohnern pro Quadratkilometer t\u00e4uscht jedoch \u00fcber eine fundamentale geografische Wahrheit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[40,18,1],"tags":[9160,9161,5296,9164,8205,9163,9162],"class_list":["post-6336","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-denkwerkzeuge","category-im-kopf-methoden-werkzeuge","category-uncategorized","tag-bevoelkerungsverteilung","tag-megaregionen","tag-permafrost","tag-raumordnung","tag-russland","tag-transsibirische-eisenbahn","tag-zentrumsbildung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6336","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6336"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6336\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6337,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6336\/revisions\/6337"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6336"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6336"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6336"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}