{"id":6401,"date":"2026-07-12T17:41:45","date_gmt":"2026-07-12T17:41:45","guid":{"rendered":"https:\/\/technodidact.de\/?p=6401"},"modified":"2026-07-12T17:41:46","modified_gmt":"2026-07-12T17:41:46","slug":"der-einhaender-eine-weltwaffe-im-wandel-der-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/der-einhaender-eine-weltwaffe-im-wandel-der-zeiten\/","title":{"rendered":"Der Einh\u00e4nder \u2013 Eine Weltwaffe im Wandel der Zeiten"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Autor: DerSchneider<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Schwert ist mehr als nur eine Waffe. Es ist ein Kulturph\u00e4nomen, ein Statussymbol und ein technisches Meisterwerk, das \u00fcber Jahrtausende hinweg die Geschicke der Menschheit begleitet hat. Unter den unz\u00e4hligen Varianten, die in den verschiedenen Epochen und Kulturkreisen entstanden sind, nimmt der&nbsp;<strong>Einh\u00e4nder<\/strong>&nbsp;eine besondere Stellung ein. Er war die Waffe des Legion\u00e4rs, des Ritters, des Wikingers und des Landsknechts \u2013 eine Waffe, die mit einer Hand gef\u00fchrt wurde und dennoch eine beeindruckende Wirkung entfaltete. Dieser Artikel beleuchtet die internationale Geschichte des Einh\u00e4nders, seine Einordnung, seinen Nutzen sowie seine Vor- und Nachteile aus einer technikhistorischen Perspektive.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hauptteil<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Was ist ein Einh\u00e4nder? \u2013 Definition und Abgrenzung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als&nbsp;<strong>Einh\u00e4nder<\/strong>&nbsp;oder&nbsp;<strong>Einhandschwert<\/strong>&nbsp;werden all jene Schwerter bezeichnet, die f\u00fcr die F\u00fchrung mit&nbsp;<strong>nur einer Hand<\/strong>&nbsp;konzipiert wurden. Sie sind damit die urspr\u00fcnglichste und am weitesten verbreitete Form des Schwertes \u00fcberhaupt. Im europ\u00e4ischen Kontext wird der Begriff oft synonym mit dem&nbsp;<strong>Ritterschwert<\/strong>&nbsp;verwendet, das im Zeitraum vom 10. bis 15. Jahrhundert die bevorzugte Waffe des Schwertadels war.<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Ritterschwert#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Die Gesamtl\u00e4nge eines typischen Ritterschwerts betr\u00e4gt etwa 90 bis 100 Zentimeter, bei einem Gewicht von rund&nbsp;<strong>0,9 bis 1,3 Kilogramm<\/strong><a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Ritterschwert#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;\u2013 ein Wert, der bis heute erstaunt, denn viele Laien untersch\u00e4tzen, wie leicht und handlich diese Waffen tats\u00e4chlich waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Abgrenzung zum&nbsp;<strong>Langschwert<\/strong>&nbsp;(Anderthalbh\u00e4nder) oder zum&nbsp;<strong>Zweih\u00e4nder<\/strong>&nbsp;erfolgt nicht allein \u00fcber die L\u00e4nge, sondern vor allem \u00fcber die&nbsp;<strong>Griffgestaltung<\/strong>: Ein Einh\u00e4nder besitzt einen Griff, der genau f\u00fcr eine Hand ausgelegt ist, w\u00e4hrend das Langschwert einen l\u00e4ngeren Griff aufweist, der Platz f\u00fcr eine zweite Hand bietet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Die internationale Entwicklung \u2013 von der Antike bis zur Renaissance<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte des Einh\u00e4nders ist eine Geschichte des stetigen Wandels \u2013 angetrieben durch ver\u00e4nderte Kampftechniken, R\u00fcstungstechnologien und taktische Anforderungen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">2.1 Die Antike: Gladius und Spatha<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der&nbsp;<strong>Gladius<\/strong>, das ber\u00fchmte Kurzschwert der r\u00f6mischen Legion\u00e4re, ist einer der bekanntesten Vertreter des fr\u00fchen Einh\u00e4nders. Mit einer Klingenl\u00e4nge von etwa&nbsp;<strong>50 bis 58 Zentimetern<\/strong>&nbsp;und einem Gewicht von&nbsp;<strong>1000 bis 1600 Gramm<\/strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gladius_(Waffe)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;war er eine kompakte, \u00e4u\u00dferst stabile Waffe, die vor allem als&nbsp;<strong>Sto\u00df- und Stichwaffe<\/strong>&nbsp;im dichten Gefecht eingesetzt wurde.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gladius_(Waffe)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Seine K\u00fcrze war kein Nachteil, sondern ein bewusster Kompromiss: In der geschlossenen Formation der r\u00f6mischen Manipular- oder Kohorten-Taktik war ein langes Schwert eher hinderlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der zunehmenden Bedeutung der Kavallerie im sp\u00e4ten R\u00f6mischen Reich setzte sich die&nbsp;<strong>Spatha<\/strong>&nbsp;durch \u2013 ein l\u00e4ngeres Schwert, dessen Klingen in der sp\u00e4ten Kaiserzeit zwischen&nbsp;<strong>95 und 105 Zentimetern<\/strong>&nbsp;lagen.&nbsp;Die Spatha erm\u00f6glichte eine gr\u00f6\u00dfere Reichweite, was insbesondere im Gefecht zu Pferd von Vorteil war.&nbsp;Sie war der unmittelbare Vorl\u00e4ufer der mittelalterlichen Schwerter.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">2.2 Das Fr\u00fchmittelalter: Das Wikingerschwert<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wikingerschwerter des 8. bis 11. Jahrhunderts entstanden aus den fr\u00e4nkischen Spathas und stellten einen flie\u00dfenden \u00dcbergang zu den hochmittelalterlichen Ritterschwertern dar.&nbsp;Sie waren in der Regel einh\u00e4ndig gef\u00fchrt und wurden typischerweise&nbsp;<strong>zusammen mit einem Schild<\/strong>&nbsp;eingesetzt \u2013 eine Kombination, die den Wikingerkriegern im Nahkampf einen entscheidenden Vorteil verschaffte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders bemerkenswert sind die sogenannten&nbsp;<strong>Ulfberht-Schwerter<\/strong>, deren Klingen aus hochwertigem Stahl gefertigt waren und deren Qualit\u00e4t bis heute R\u00e4tsel aufgibt. Sie geh\u00f6ren in der Oakeshott-Klassifikation zum Typ X und zeichnen sich durch breite Klingen mit Hohlkehle aus.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oakeshott-Klassifikation\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">2.3 Das Hoch- und Sp\u00e4tmittelalter: Das Ritterschwert<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das&nbsp;<strong>Ritterschwert<\/strong>&nbsp;im engeren Sinne ist der Inbegriff des europ\u00e4ischen Einh\u00e4nders. Es zeichnet sich vor allem durch die&nbsp;<strong>lange Parierstange<\/strong>&nbsp;aus, die die charakteristische Kreuzform dieser Waffen bedingte.<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Ritterschwert#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Die \u00dcberg\u00e4nge zu den wikingerzeitlichen Schwertern sind flie\u00dfend.<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Ritterschwert#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der&nbsp;<strong>Oakeshott-Klassifikation<\/strong>, die Ewart Oakeshott 1964 in seinem Standardwerk&nbsp;<em>The Sword in the Age of Chivalry<\/em>&nbsp;vorlegte, lassen sich zwei Grundtypen unterscheiden<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oakeshott-Klassifikation\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Typengruppe<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Merkmale<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Zeitraum<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Hauptfunktion<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>Typ X\u2013XIV<\/strong><\/td><td>Breite Klingen, konvexe Querschnitte<\/td><td>ca. 1050\u20131350<\/td><td><strong>Hiebwaffe<\/strong>&nbsp;gegen Kettenr\u00fcstungen<\/td><\/tr><tr><td><strong>Typ XV\u2013XXII<\/strong><\/td><td>Sich zur Spitze verj\u00fcngende, rhombische Klingen<\/td><td>ab ca. 1350<\/td><td><strong>Sto\u00dfwaffe<\/strong>&nbsp;gegen Plattenpanzer<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der&nbsp;<strong>Typ XII<\/strong>&nbsp;gilt als das&nbsp;<strong>klassische Ritterschwert<\/strong>&nbsp;und war der am weitesten verbreitete Schwerttyp des Hochmittelalters.&nbsp;Die breiten Klingen mit konvexem Querschnitt waren ein Erbe der wikingerzeitlichen Schwerter und besonders f\u00fcr kraftvolle Hiebe geeignet.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oakeshott-Klassifikation\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Die sp\u00e4teren Typen mit rhombischem Querschnitt hingegen waren optimiert f\u00fcr den&nbsp;<strong>gezielten Sto\u00df<\/strong>&nbsp;gegen die Fugen und Schwachstellen der immer schwereren Plattenpanzer.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oakeshott-Klassifikation\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">2.4 Die Renaissance: Der Katzbalger<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der&nbsp;<strong>Katzbalger<\/strong>&nbsp;war die charakteristische Blankwaffe der deutschen&nbsp;<strong>Landsknechte<\/strong>&nbsp;im sp\u00e4ten 15. und 16. Jahrhundert.<a href=\"https:\/\/www.armeemuseum.de\/en\/news-en\/object-of-the-month\/443-objekt-katzbalger.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>&nbsp;Es handelt sich um ein kurzes, breites Hiebschwert mit einer typischen&nbsp;<strong>S-f\u00f6rmig gebogenen Parierstange<\/strong><a href=\"https:\/\/www.armeemuseum.de\/en\/news-en\/object-of-the-month\/443-objekt-katzbalger.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Klinge war kurz und zweischneidig, das Gewicht betrug etwa&nbsp;<strong>1300 Gramm<\/strong>. Der Katzbalger war die typische Seitenwaffe des Fu\u00dfk\u00e4mpfers \u2013 eine robuste, zuverl\u00e4ssige Waffe f\u00fcr den dichten Nahkampf, in dem die langen Spie\u00dfe der Landsknechte zu unhandlich wurden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">2.5 Einh\u00e4nder au\u00dferhalb Europas<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch au\u00dferhalb Europas finden sich bemerkenswerte Einh\u00e4nder-Traditionen. Das japanische&nbsp;<strong>Katana<\/strong>&nbsp;wird traditionell ebenfalls einh\u00e4ndig gef\u00fchrt, wenngleich es auch Techniken mit beiden H\u00e4nden gibt. Die arabischen und persischen&nbsp;<strong>S\u00e4bel<\/strong>&nbsp;mit ihren gebogenen Klingen sind ebenfalls typische Einh\u00e4nder, die f\u00fcr schnelle, ziehende Hiebe vom Pferd aus konzipiert wurden. Der Einh\u00e4nder ist somit eine&nbsp;<strong>globale Erscheinung<\/strong>&nbsp;\u2013 ein Beleg f\u00fcr die universelle Herausforderung, eine wirksame, aber dennoch handliche Nahkampfwaffe zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Nutzen und Verwendungszweck<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Nutzen des Einh\u00e4nders liegt in seiner au\u00dfergew\u00f6hnlichen&nbsp;<strong>Vielseitigkeit<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Berittener Kampf<\/strong>: Die freie Hand konnte die Z\u00fcgel f\u00fchren \u2013 ein entscheidender Vorteil f\u00fcr die Kavallerie.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kombination mit Schild<\/strong>: Die freie Hand f\u00fchrte den Schild, was eine ausgewogene Offensiv-Defensiv-Kombination erm\u00f6glichte.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fu\u00dfkampf<\/strong>: Der Einh\u00e4nder erlaubte schnelle, pr\u00e4zise Angriffe und war sowohl f\u00fcr Hieb als auch f\u00fcr Stich geeignet.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zeremonieller Gebrauch<\/strong>: Schwerter waren nicht nur Waffen, sondern auch\u00a0<strong>Standes- und Zeremonialwaffen<\/strong><a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Ritterschwert#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Der Ritterschlag w\u00e4re ohne Schwert undenkbar gewesen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. Vorteile<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vorteile des Einh\u00e4nders lassen sich in einer \u00fcbersichtlichen Tabelle zusammenfassen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Vorteil<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Erl\u00e4uterung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>Leichtigkeit und Wendigkeit<\/strong><\/td><td>Mit einem Gewicht von unter 1,5 kg erm\u00f6glicht der Einh\u00e4nder schnelle, filigrane F\u00fchrung und erm\u00fcdungsarmes Fechten.<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Ritterschwert#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/td><\/tr><tr><td><strong>Kombinierbarkeit<\/strong><\/td><td>Die freie Hand kann einen Schild, einen Dolch oder die Z\u00fcgel f\u00fchren \u2013 ein enormer taktischer Vorteil.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Vielseitigkeit<\/strong><\/td><td>Geeignet f\u00fcr Hieb&nbsp;<strong>und<\/strong>&nbsp;Stich, f\u00fcr den Kampf zu Fu\u00df&nbsp;<strong>und<\/strong>&nbsp;zu Pferd.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Geringe Erm\u00fcdung<\/strong><\/td><td>Die optimale Gewichtsverteilung erlaubt l\u00e4ngere Kampfphasen ohne \u00fcberm\u00e4\u00dfige Ersch\u00f6pfung.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Flexibilit\u00e4t im Gel\u00e4nde<\/strong><\/td><td>Kurz und handlich genug f\u00fcr unwegsames Gel\u00e4nde, Enge und dichte Formationen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">5. Nachteile<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keine Waffe ist perfekt \u2013 auch der Einh\u00e4nder nicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Nachteil<\/th><th class=\"has-text-align-left\" data-align=\"left\">Erl\u00e4uterung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td><strong>Geringere Durchschlagskraft<\/strong><\/td><td>Es fehlt die zweite Hand f\u00fcr mehr Hebelwirkung \u2013 gegen\u00fcber dem Langschwert oder Zweih\u00e4nder unterlegen.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Begrenzte Reichweite<\/strong><\/td><td>Mit einer Gesamtl\u00e4nge von etwa 90 bis 100 Zentimetern ist die Reichweite begrenzt.<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Ritterschwert#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/td><\/tr><tr><td><strong>Geringere R\u00fcstungsdurchdringung<\/strong><\/td><td>Gegen schwere Plattenpanzer wurde der Einh\u00e4nder zunehmend ineffektiv \u2013 was zur Entwicklung spezialisierter Sto\u00dfschwerter f\u00fchrte.<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oakeshott-Klassifikation\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/td><\/tr><tr><td><strong>Begrenzte technische Stahlqualit\u00e4t<\/strong><\/td><td>Historisch oft geringere Flexibilit\u00e4t und Rostanf\u00e4lligkeit im Vergleich zu modernen St\u00e4hlen.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Keine Zweihand-Techniken<\/strong><\/td><td>Bestimmte Fechttechniken des Langschwerts sind mit einem Einh\u00e4nder nicht ausf\u00fchrbar.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit und Ausblick<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der historische Einh\u00e4nder war die&nbsp;<strong>universelle Seitenwaffe<\/strong>&nbsp;seiner Zeit \u2013 ein perfekter Kompromiss aus Handhabbarkeit, Reichweite, Schlagkraft und Kombinierbarkeit mit Schild oder Pferd. Seine gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke war seine&nbsp;<strong>Vielseitigkeit<\/strong>, seine gr\u00f6\u00dfte Schw\u00e4che die&nbsp;<strong>begrenzte Durchschlagskraft<\/strong>&nbsp;gegen schwere R\u00fcstungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entwicklung des Einh\u00e4nders zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Technik und Taktik in einem st\u00e4ndigen Wechselspiel stehen. Als die Kettenr\u00fcstung der Plattenpanzer wich, musste die Waffe reagieren \u2013 die Klingen wurden schmaler, spitzer und spezialisierten sich auf den Sto\u00df. Als der Fu\u00dfkampf an Bedeutung gewann und der Schild zunehmend verschwand, entstanden neue Griff- und Kampftechniken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis heute fasziniert der Einh\u00e4nder. Er ist nicht nur ein Exponat in Museen, sondern lebt in der historischen Fechtkunst (HEMA) weiter, wo Liebhaber und Wissenschaftler die alten Techniken wiederentdecken und bewahren. Der Einh\u00e4nder ist und bleibt eine der&nbsp;<strong>bedeutendsten Waffen der Menschheitsgeschichte<\/strong>&nbsp;\u2013 ein Zeugnis von Handwerkskunst, Kampfgeist und kultureller Identit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Oakeshott, Ewart:\u00a0<em>The Sword in the Age of Chivalry<\/em>. 1964 (\u00fcberarbeitete Auflage 1981).\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oakeshott-Klassifikation\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Wikipedia:\u00a0<em>Oakeshott-Klassifikation<\/em>.\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oakeshott-Klassifikation\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Wikipedia:\u00a0<em>Ritterschwert<\/em>.\u00a0<a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Ritterschwert#p-lang\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Wikipedia:\u00a0<em>Gladius (Waffe)<\/em>.\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gladius_(Waffe)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Armeemuseum:\u00a0<em>Objekt: Katzbalger<\/em>.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.armeemuseum.de\/en\/news-en\/object-of-the-month\/443-objekt-katzbalger.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Wikipedia:\u00a0<em>Richtschwert<\/em>.\u00a0<\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: DerSchneider Einleitung Das Schwert ist mehr als nur eine Waffe. 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