{"id":6711,"date":"2026-08-02T05:23:34","date_gmt":"2026-08-02T05:23:34","guid":{"rendered":"https:\/\/technodidact.de\/?p=6711"},"modified":"2026-08-08T05:24:36","modified_gmt":"2026-08-08T05:24:36","slug":"island-im-wohnmobil-ein-dreiwoechiges-reisetagebuch-durch-feuer-eis-und-wilde-natur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/island-im-wohnmobil-ein-dreiwoechiges-reisetagebuch-durch-feuer-eis-und-wilde-natur\/","title":{"rendered":"Island im Wohnmobil: Ein dreiw\u00f6chiges Reisetagebuch durch Feuer, Eis und wilde Natur"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Autor: DerSchneider<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Island \u2013 das Land aus Feuer und Eis, aus dampfenden Geothermalquellen und donnernden Wasserf\u00e4llen, aus schwarzen Lavafeldern und smaragdgr\u00fcnen Moosdecken. Eine Rundreise auf der Ringstra\u00dfe (Route 1) ist der Traum vieler Reisender. Dieses Tagebuch dokumentiert meine dreiw\u00f6chige Reise mit einem Wohnmobil, die mich nicht nur zu den ber\u00fchmtesten Sehensw\u00fcrdigkeiten f\u00fchrte, sondern auch tief in die technischen Wunderwerke, die ein modernes Leben in dieser rauen Umgebung erst erm\u00f6glichen, sowie in die einzigartige Flora und Fauna Islands.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Begleiten Sie mich auf einer Strecke von rund 2.000 Kilometern (mit Abstechern) \u2013 von den urbanen Anf\u00e4ngen in Reykjav\u00edk bis hin zu den einsamen Fjorden des Nordwestens. Jeder Tag h\u00e4lt neue \u00dcberraschungen bereit: Begegnungen mit scheuen Polarf\u00fcchsen, das Br\u00fcllen der Papageitaucher-Kolonien, das Summen von Geothermieturbinen und das ewige Leuchten der Mitternachtssonne (im Sommer). Die Reise fand im Juli statt, daher herrschte rund um die Uhr Tageshelligkeit.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 1: Ankunft in Reykjav\u00edk \u2013 Zwischen Technik und Natur<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Landung auf dem Flughafen Keflav\u00edk f\u00e4llt als erstes die karge, von Moos bedeckte Lavalandschaft auf. Der Transfer nach Reykjav\u00edk dauert etwa 45 Minuten. Hier hole ich mein Wohnmobil ab \u2013 ein kompaktes Fahrzeug mit Dieselheizung, K\u00fchlschrank und kleiner Kochnische. Der Vermieter erkl\u00e4rt mir die Besonderheiten: In Island sind viele Campingpl\u00e4tze mit Abwasserentsorgung und Stromanschluss ausgestattet, aber man sollte stets genug Wasser f\u00fcr zwei Tage mitf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erster technischer Halt: Das&nbsp;<strong>Hellishei\u00f0i Geothermiekraftwerk<\/strong>, 20 Minuten \u00f6stlich der Hauptstadt (Adresse: Hengill, 816 \u00d6lfus). Es ist das drittgr\u00f6\u00dfte Geothermiekraftwerk der Welt. Das Kraftwerk betreibt ein Besucherzentrum mit einer interaktiven Ausstellung zur Nutzung der Erdw\u00e4rme. In der Ausstellung erfahre ich, wie hier aus 250 \u00b0C hei\u00dfem Thermalwasser aus 2.000 Metern Tiefe Strom und Fernw\u00e4rme f\u00fcr Reykjav\u00edk gewonnen werden. Die Anlage liefert 303 MW elektrische Leistung und 133 MW thermische Leistung. Besonders faszinierend: Die Bohrtechnik muss mit dem aggressiven, mineralhaltigen Wasser zurechtkommen \u2013 eine ingenieurstechnische Meisterleistung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Flora &amp; Fauna des ersten Tages:<\/strong>&nbsp;In der Stadt selbst sieht man kaum wilde Tiere, aber die ersten&nbsp;<strong>Islandm\u00f6wen<\/strong>&nbsp;(Larus glaucoides) kreisen \u00fcber den D\u00e4chern. Typische Pflanzen an den Stra\u00dfenr\u00e4ndern sind das&nbsp;<strong>Islandmoos<\/strong>&nbsp;(Cetraria islandica) \u2013 eine Flechte, kein Moos \u2013 und das&nbsp;<strong>L\u00f6ffelkraut<\/strong>&nbsp;(Cochlearia officinalis), das gelbe Bl\u00fcten tr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung auf dem Campingplatz Reykjav\u00edk (Reykjav\u00edk Campsite, Sundah\u00f6fn, ge\u00f6ffnet Mai\u2013September, mit Gemeinschaftsk\u00fcche und Waschmaschinen).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 2: Golden Circle \u2013 Die drei Superlative<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Golden Circle ist eine Schleife \u00f6stlich von Reykjav\u00edk. Der erste Halt: Der&nbsp;<strong>Nationalpark \u00deingvellir<\/strong>. Hier trifft man auf eine geologische Nahtstelle: die&nbsp;<strong>Midatlantische Riftzone<\/strong>. Man l\u00e4uft buchst\u00e4blich zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte hindurch. Ein Grabenbruch, der jedes Jahr um etwa 2,5 cm auseinanderweicht. Technisch beeindruckend ist die Vermessung dieser Bewegung mit GPS und Satellitentechnik \u2013 Wissenschaftler des Isl\u00e4ndischen Meteorologischen Amtes beobachten hier die Plattentektonik in Echtzeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als n\u00e4chstes der&nbsp;<strong>Geysir<\/strong>&nbsp;\u2013 von diesem Namen leitet sich der Begriff Geysir f\u00fcr alle hei\u00dfen Quellen der Welt ab. Heute ist der originale Geysir weitgehend ruhend, aber sein Nachbar&nbsp;<strong>Strokkur<\/strong>&nbsp;bricht alle 5\u201310 Minuten aus und schie\u00dft eine Wasserfont\u00e4ne bis zu 30 Meter hoch. Das zugrundeliegende System ist ein unterirdischer Hohlraum, in dem sich Wasser auf \u00fcber 100 \u00b0C erhitzt, aber nicht verdampfen kann, weil der Druck es daran hindert. Dann kommt es zu einem pl\u00f6tzlichen Druckabfall, und die Dampfexplosion bef\u00f6rdert die Wassers\u00e4ule in die L\u00fcfte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der letzte Punkt:&nbsp;<strong>Gullfoss<\/strong>&nbsp;(\u201eGoldener Wasserfall\u201c). Die Hv\u00edt\u00e1 st\u00fcrzt hier in zwei Stufen insgesamt 32 Meter tief in eine Schlucht. Technische Nebenbemerkung: In den 1920er Jahren gab es Pl\u00e4ne, den Wasserfall zu einem Wasserkraftwerk umzuleiten. Einheimische, insbesondere die Tochter des Grundbesitzers, Sigr\u00ed\u00f0ur T\u00f3masd\u00f3ttir, verhinderten dies \u2013 heute ist Gullfoss ein gesch\u00fctztes Naturdenkmal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fauna<\/strong>&nbsp;am Wegesrand: Ich sehe die ersten&nbsp;<strong>Islandpferde<\/strong>&nbsp;(Equus ferus caballus) \u2013 eine urt\u00fcmliche Rasse, die seit \u00fcber 1.000 Jahren rein gez\u00fcchtet wird. Sie besitzen einen f\u00fcnften Gang (T\u00f6lt) und sind ungemein trittsicher auf Lavagestein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung auf dem Campingplatz in Selfoss (Selfoss Campsite, ge\u00f6ffnet ganzj\u00e4hrig, mit Stromanschluss).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 3: S\u00fcdk\u00fcste \u2013 Wasserf\u00e4lle und schwarze Str\u00e4nde<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute fahre ich entlang der S\u00fcdk\u00fcste. Zuerst der&nbsp;<strong>Seljalandsfoss<\/strong>&nbsp;\u2013 ein Wasserfall, der 60 Meter tief f\u00e4llt und hinter dem ein Pfad hindurchf\u00fchrt. Die Gischt macht alles nass \u2013 Regenkleidung ist Pflicht. Technisch interessant: Unter dem Wasserfall befindet sich eine H\u00f6hle, die durch die erosive Kraft des Wassers stetig gr\u00f6\u00dfer wird. Wissenschaftler der Universit\u00e4t Island vermessen die R\u00fcckw\u00e4rtsbewegung des Wasserfalls, um die Abtragungsrate zu berechnen (etwa 1\u20132 cm pro Jahr).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiter geht es zum&nbsp;<strong>Sk\u00f3gafoss<\/strong>, 25 Meter breit, 60 Meter hoch. An sonnigen Tagen bildet sich fast immer ein Regenbogen. Am Fu\u00df sammeln sich kleine schwarze Lavasteine, glatt geschliffen. Eine Metalltreppe mit 370 Stufen f\u00fchrt auf die Kante \u2013 von oben hat man einen grandiosen Blick auf die K\u00fcstenebene.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun zum eindrucksvollsten Naturschauspiel des Tages:&nbsp;<strong>Reynisfjara<\/strong>, der schwarze Sandstrand. Die Wellen des Nordatlantiks brechen hier mit enormer Wucht. Warnungen vor \u201esneaker waves\u201c (pl\u00f6tzlichen, weit auflaufenden Wellen) stehen an jedem Parkplatz. Die Basalts\u00e4ulen von&nbsp;<strong>Reynisfjall<\/strong>&nbsp;sind ein geologisches Wunder: Sie entstanden durch extrem langsame Abk\u00fchlung von Lava, die sich in regelm\u00e4\u00dfige sechseckige S\u00e4ulen zusammenzieht. In der N\u00e4he erheben sich die&nbsp;<strong>Reynisdrangar<\/strong>&nbsp;\u2013 drei Felst\u00fcrme im Meer, von denen die Sage berichtet, dass es sich um versteinerte Trolle handelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fauna<\/strong>&nbsp;am Strand: Papageitaucher (Fratercula arctica, isl\u00e4ndisch: Lundi) br\u00fcten in den Klippen oberhalb. Ihre farbenpr\u00e4chtigen Schn\u00e4bel sieht man am besten von Mai bis August. Ich beobachte, wie sie mit kleinen Fischen im Schnabel in ihre Erdbauten fliegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung in V\u00edk \u00ed M\u00fdrdal auf dem Campingplatz V\u00edk (ge\u00f6ffnet Mai\u2013September, mit K\u00fcche und Duschen).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 4: Skaftafell und Gletscherf\u00fc\u00dfe<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute besuche ich den&nbsp;<strong>Vatnaj\u00f6kull-Nationalpark<\/strong>&nbsp;mit dem Gletschervorfeld&nbsp;<strong>Skaftafell<\/strong>. Eine gef\u00fchrte Gletscherwanderung f\u00fchrt mich auf die Zunge des&nbsp;<strong>Fallj\u00f6kull<\/strong>. Die Ausr\u00fcstung: Steigeisen, Pickel, Helm, Seil. Technisch bemerkenswert: Die Bewegung des Eises wird mit GPS-Messpunkten \u00fcberwacht \u2013 der Gletscher schmilzt aufgrund des Klimawandels im Schnitt um 50\u2013100 Meter pro Jahr zur\u00fcck. Man sieht deutlich die Mor\u00e4nenw\u00e4lle, die fr\u00fchere Enden markieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Nachmittag fahre ich zum Aussichtspunkt&nbsp;<strong>Svartifoss<\/strong>&nbsp;\u2013 ein Wasserfall, umrahmt von schwarzen Basalts\u00e4ulen, die an eine Orgelpfeife erinnern. Die S\u00e4ulen sind perfekt sechseckig \u2013 ein geometrisches Naturph\u00e4nomen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Flora:<\/strong>&nbsp;Auf den Lavafeldern um den Gletscher w\u00e4chst die&nbsp;<strong>Zwergbirke<\/strong>&nbsp;(Betula nana), eine der wenigen heimischen Baumarten Islands. Sie wird kaum h\u00f6her als 50 cm und kriecht \u00fcber den Boden, um den Winden zu trotzen. Zudem findet man&nbsp;<strong>Alpen-Rose<\/strong>&nbsp;(Rhododendron lapponicum) und&nbsp;<strong>Wollgras<\/strong>&nbsp;(Eriophorum angustifolium).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung in H\u00f6fn auf dem Campingplatz H\u00f6fn (ge\u00f6ffnet Mai\u2013September, warme Duschen).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 5: J\u00f6kuls\u00e1rl\u00f3n \u2013 Die Gletscherlagune und der Diamantstrand<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fr\u00fchmorgens erreiche ich die ber\u00fchmte&nbsp;<strong>J\u00f6kuls\u00e1rl\u00f3n<\/strong>&nbsp;\u2013 eine Gletscherlagune, die sich erst in den 1930er Jahren durch das Abschmelzen des Brei\u00f0amerkurj\u00f6kull gebildet hat. Riesige Eisberge kalben von der Gletscherzunge und treiben dann langsam zur M\u00fcndung ins Meer. Die Farben changieren zwischen kristallklarem Blau, Wei\u00df und geheimnisvollem Aschegrau \u2013 letzteres eingeschlossene Vulkanasche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch interessant: Seit 2015 wird der Wasserstand der Lagune vom Isl\u00e4ndischen Amt f\u00fcr Stra\u00dfenbau gemessen, da die Eisschmelze den Meeresspiegel lokal beeinflusst. Ein nahegelegenes Forschungszentrum der Universit\u00e4t Island \u00fcberwacht die Sedimentfracht des Gletscherflusses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Direkt nebenan liegt der&nbsp;<strong>Diamond Beach<\/strong>&nbsp;\u2013 der schwarze Sandstrand, auf dem Eissplitter von der Lagune angesp\u00fclt werden. Die frischen Eisbrocken glitzern wie Diamanten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fauna:<\/strong>&nbsp;Seehunde (Phoca vitulina) liegen auf kleineren Eisschollen in der Lagune. Ich z\u00e4hle mindestens f\u00fcnf. Sie sind scheu, daher Fernglas benutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung auf dem Campingplatz in H\u00f6fn (gleicher Platz wie Tag 4).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 6: Ostfjorde \u2013 Einsamkeit und Rentiere<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fahrt durch die Ostfjorde ist gepr\u00e4gt von engen Serpentinen und tief eingeschnittenen T\u00e4lern. Die kleine Stadt&nbsp;<strong>Dj\u00fapivogur<\/strong>&nbsp;ist bekannt f\u00fcr ihre Kunstwerke am Hafen \u2013 ein bunter Kontrast zur kargen Umgebung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisches Highlight: Der&nbsp;<strong>Almannaskar\u00f0-Tunnel<\/strong>, 1981 erbaut, war einer der ersten l\u00e4ngeren Tunnel in Island (1,2 km). Er ersetzte eine gef\u00e4hrliche Passstra\u00dfe. Heute ist die Stra\u00dfe ausgebaut, aber der Tunnel gibt einen Eindruck vom Pioniergeist der isl\u00e4ndischen Ingenieure.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fauna<\/strong>&nbsp;in dieser Region: Hier leben die einzigen freilebenden Rentierherden Islands (Rangifer tarandus), eingef\u00fchrt im 18. Jahrhundert aus Norwegen. Ich habe Gl\u00fcck und sehe eine Gruppe von etwa 20 Tieren in einem Tal neben der Stra\u00dfe. Die Rentiere haben ein dichtes, fettes Fell, das sie im Winter bis auf -30 \u00b0C sch\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung in Egilssta\u00f0ir auf dem Campingplatz Egilssta\u00f0ir (ge\u00f6ffnet Juni\u2013August, mit Strom- und Wasseranschluss).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 7: Stu\u00f0lagil \u2013 Die Basaltschlucht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Abstecher zum&nbsp;<strong>Stu\u00f0lagil Canyon<\/strong>&nbsp;ist ein Muss. Der Fluss J\u00f6kla hat sich tief in die Basaltformationen eingeschnitten, und nach dem Bau des&nbsp;<strong>K\u00e1rahnj\u00fakar-Wasserkraftwerks<\/strong>&nbsp;(mehr dazu sp\u00e4ter) wurde die Wassermenge reduziert, sodass das gr\u00fcne Wasser den Blick auf die \u00fcber 30 Meter hohen, organisch anmutenden Basalts\u00e4ulen freigab. Die S\u00e4ulen sind so regelm\u00e4\u00dfig, dass sie an ein riesiges Orgelpfeifen-Ensemble erinnern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technischer Exkurs: Das&nbsp;<strong>K\u00e1rahnj\u00fakar-Wasserkraftwerk<\/strong>&nbsp;ist das gr\u00f6\u00dfte Wasserkraftwerk Islands (690 MW). Es wurde zwischen 2003 und 2009 gebaut, um Energie f\u00fcr das Aluminiumwerk in Rey\u00f0arfj\u00f6r\u00f0ur zu liefern. Das Projekt war h\u00f6chst umstritten wegen der \u00dcberflutung von \u00fcber 50 km\u00b2 Hochland mit Stauseen. Die Staumauer (H\u00e1lsl\u00f3n) ist mit 193 Metern H\u00f6he die h\u00f6chste Erddamm-Mauer Europas. Besichtigungen sind nur mit Genehmigung des Betreibers Landsvirkjun m\u00f6glich, aber von der Schlucht aus sieht man die Auswirkungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Flora:<\/strong>&nbsp;An den Canyonr\u00e4ndern w\u00e4chst&nbsp;<strong>Fingerkraut<\/strong>&nbsp;(Potentilla crantzii) mit kleinen gelben Bl\u00fcten, das extrem anpassungsf\u00e4hig an die d\u00fcnnen B\u00f6den ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung in M\u00fdvatn auf dem Campingplatz M\u00fdvatn (ge\u00f6ffnet Juni\u2013August, in der N\u00e4he der geothermalen Zone).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 8: M\u00fdvatn und Hverir \u2013 Vulkanlandschaft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Region um den&nbsp;<strong>See M\u00fdvatn<\/strong>&nbsp;ist geothermisch extrem aktiv.&nbsp;<strong>Hverir<\/strong>&nbsp;(auch Hverar\u00f6nd) ist ein Feld mit kochenden Schlamml\u00f6chern und dampfenden Fumarolen. Der Geruch nach Schwefelwasserstoff (faule Eier) liegt in der Luft. Die Temperatur unterirdisch erreicht \u00fcber 200 \u00b0C. Technisch wird diese W\u00e4rme genutzt \u2013 das nahegelegene&nbsp;<strong>Krafla-Geothermiekraftwerk<\/strong>&nbsp;(betrieben von Landsvirkjun) produziert 60 MW Strom und 110 MW Fernw\u00e4rme. Die Bohrung IDDP-2 (tiefste geothermische Bohrung Islands, 4.659 m Tiefe) erreichte Temperaturen \u00fcber 400 \u00b0C \u2013 ein Forschungsprojekt der International Continental Scientific Drilling Program.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Highlights: Der&nbsp;<strong>V\u00edtim-Krater<\/strong>&nbsp;(Explosionskrater mit t\u00fcrkisfarbenem See) und die&nbsp;<strong>Dimmuborgir<\/strong>&nbsp;(\u201edunkle Burgen\u201c) \u2013 bizarre Lavat\u00fcrme, die aus einer erstarrten Lavasee-Formation entstanden sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fauna:<\/strong>&nbsp;Der M\u00fdvatn ist ber\u00fchmt f\u00fcr seine Enten. Die&nbsp;<strong>Ringelente<\/strong>&nbsp;(Aythya collaris) und&nbsp;<strong>Pfeifente<\/strong>&nbsp;(Mareca penelope) br\u00fcten hier massenhaft. Auch&nbsp;<strong>Islandstrandl\u00e4ufer<\/strong>&nbsp;(Calidris canutus) sind zu sehen. M\u00fccken gibt es im Sommer tausende \u2013 trotz der Schwefeld\u00e4mpfe; ein Netz vor dem Gesicht ist empfehlenswert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung auf dem Campingplatz M\u00fdvatn (wie Tag 7).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 9: Dettifoss \u2013 Der m\u00e4chtigste Wasserfall Europas<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Fahrt auf der Schotterstra\u00dfe (F864) f\u00fchrt zum&nbsp;<strong>Dettifoss<\/strong>. 44 Meter hoch, 100 Meter breit \u2013 die Wassermenge betr\u00e4gt im Sommer bis zu 500 Kubikmeter pro Sekunde. Der L\u00e4rm ist ohrenbet\u00e4ubend. Der Film&nbsp;<em>Prometheus<\/em>&nbsp;von Ridley Scott er\u00f6ffnete hier seine Anfangsszene. Der Wasserfall speist sich aus dem Gletscherfluss J\u00f6kuls\u00e1 \u00e1 Fj\u00f6llum, der sein Wasser vom Vatnaj\u00f6kull bezieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch interessant: Die Flie\u00dfgeschwindigkeit wird vom Isl\u00e4ndischen Energieunternehmen Landsvirkjun gemessen, da der Fluss f\u00fcr Wasserkraft genutzt wird. Ein Pegelhaus steht etwa 2 km oberhalb des Falls.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der N\u00e4he liegen die kleineren Wasserf\u00e4lle&nbsp;<strong>Selfoss<\/strong>&nbsp;(11 Meter hoch, breit gestaffelt) und&nbsp;<strong>Hafragilsfoss<\/strong>&nbsp;(27 Meter hoch, eindrucksvolle Schlucht).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fauna:<\/strong>&nbsp;Am Ufer des Flusses entdeckt ich&nbsp;<strong>Eisv\u00f6gel<\/strong>&nbsp;\u2013 eigentlich die&nbsp;<strong>Flussuferl\u00e4ufer<\/strong>&nbsp;(Actitis hypoleucos), die ihre Nester in Kiesb\u00e4nken bauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung auf dem Campingplatz in Reykjahl\u00ed\u00f0 (am M\u00fdvatn, gleicher Platz).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 10: Akureyri \u2013 Die Hauptstadt des Nordens<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute fahre ich nach&nbsp;<strong>Akureyri<\/strong>, der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt Islands (etwa 19.000 Einwohner). Die Stadt liegt am Eyjafj\u00f6r\u00f0ur. Technisches Highlight ist die&nbsp;<strong>Akureyrarkirkja<\/strong>&nbsp;(Kirche) mit ihrer markanten Treppe \u2013 aber noch interessanter: das&nbsp;<strong>Stadtw\u00e4rmenetz<\/strong>, das vollst\u00e4ndig mit Geothermie vom Berg \u00deeistareykir betrieben wird. Das Fernw\u00e4rmenetz versorgt 98 % aller Geb\u00e4ude in Akureyri.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Botanischer Garten&nbsp;<strong>Lystigar\u00f0urinn<\/strong>: Hier wachsen \u00fcber 7.000 Pflanzenarten, darunter viele arktische und alpine Gew\u00e4chse. Eine Besonderheit ist die&nbsp;<strong>Island-Mohnblume<\/strong>&nbsp;(Papaver nudicaule ssp. islandicum), die nur in Nordisland heimisch ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fauna:<\/strong>&nbsp;Im Fjord vor Akureyri leben&nbsp;<strong>Wei\u00dfschnauzendelfine<\/strong>&nbsp;(Lagenorhynchus albirostris). Von der Pier aus kann man sie mit etwas Gl\u00fcck beobachten. Ich sehe eine kleine Gruppe von etwa f\u00fcnf Tieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung auf dem Campingplatz Akureyri (Hamrar, ge\u00f6ffnet Mai\u2013September, mit K\u00fcche, Duschen und Abwasserentsorgung).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 11: Westfjorde \u2013 Anreise \u00fcber die F\u00e4hre<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Westfjorde sind die abgelegenste Region Islands. Die Stra\u00dfe dorthin f\u00fchrt \u00fcber die F\u00e4hre&nbsp;<strong>Baldur<\/strong>&nbsp;von Stykkish\u00f3lmur nach Brj\u00e1nslaekur (F\u00e4hrbetrieb von Mai bis September, \u00dcberfahrt etwa 2,5 Stunden). Die F\u00e4hre transportiert auch Wohnmobile \u2013 Buchung unbedingt im Voraus erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der \u00dcberfahrt passiere ich die&nbsp;<strong>Brei\u00f0afj\u00f6r\u00f0ur-Bucht<\/strong>, ein flaches Meergebiet mit tausenden Inseln und Sch\u00e4ren. Technisch bemerkenswert: Hier gibt es seit 2012 einen&nbsp;<strong>Unterwasser-Testfeld f\u00fcr Gezeitenkraftwerke<\/strong>&nbsp;der isl\u00e4ndischen Firma ORF (Ocean Renewable Fund). Zwei Turbinen mit je 150 kW testen die Energiegewinnung aus den starken Gezeitenstr\u00f6men.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Flora &amp; Fauna:<\/strong>&nbsp;In der Bucht leben&nbsp;<strong>Seeotter<\/strong>&nbsp;(Lutra lutra) und zahlreiche Seev\u00f6gel.&nbsp;<strong>Eiderenten<\/strong>&nbsp;(Somateria mollissima) sind allgegenw\u00e4rtig \u2013 ihre Daunen werden traditionell gesammelt und zu teuren Bettdecken verarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ankunft in Brj\u00e1nslaekur und Weiterfahrt zum Campingplatz in Patreksfj\u00f6r\u00f0ur (einfach, aber mit Strom).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 12: Westfjorde \u2013 L\u00e1trabjarg und die Papageitaucher<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00f6hepunkt der Westfjorde ist das Vogelklippen&nbsp;<strong>L\u00e1trabjarg<\/strong>. Mit 14 km L\u00e4nge und bis zu 440 Metern H\u00f6he ist es das gr\u00f6\u00dfte Vogelklippen Europas. Der Zugang erfolgt \u00fcber eine Schotterstra\u00dfe (63 km ab Patreksfj\u00f6r\u00f0ur).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Klippen sind ein technisches Meisterwerk der Natur \u2013 die Basaltschichten sind nahezu waagerecht abgelagert, was unz\u00e4hlige Nischen f\u00fcr V\u00f6gel schafft. Eine Steins\u00e4ule (Vikinga-Hr\u00edms saga) markiert den westlichsten Punkt Islands \u2013 hier steht auch ein alter Leuchtturm von 1948 (heute automatisiert).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fauna:<\/strong>&nbsp;Millionen von Papageitauchern, Trottellummen (Uria aalge) und Dreizehenm\u00f6wen (Rissa tridactyla) br\u00fcten hier. Die Papageitaucher sind extrem zahm \u2013 man kann sie aus wenigen Metern Entfernung fotografieren. Sie graben Erdbauten in die weicheren oberen Bodenschichten der Klippen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sicherheitswarnung:<\/strong>&nbsp;Die Klippen sind ungesichert, und der Wind ist stark. Todesf\u00e4lle durch St\u00fcrze sind dokumentiert. Man bleibt mindestens 2 Meter vom Rand entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung in Patreksfj\u00f6r\u00f0ur (Campingplatz mit Blick auf den Fjord).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 13: Westfjorde \u2013 Dynjandi-Wasserfall<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dynjandi<\/strong>&nbsp;(\u201eder Donnernde\u201c) ist der imposanteste Wasserfall der Westfjorde. Er f\u00e4llt in einer 100 Meter breiten, f\u00e4cherf\u00f6rmigen Schleierkaskade \u00fcber 100 H\u00f6henmeter. Der Zugang ist \u00fcber die Stra\u00dfe 60 aus dem S\u00fcden gut ausgebaut. Ein Wanderweg f\u00fchrt an kleineren Wasserf\u00e4llen vorbei bis zum Hauptfall.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch ist hier nichts vom Menschen gebaut \u2013 reine Naturgewalt. Aber die Stra\u00dfe selbst ist ein technisches Meisterwerk: Die&nbsp;<strong>Westfjords Loop Road<\/strong>&nbsp;wurde zwischen 1970 und 1995 ausgebaut und umfasst 39 Tunnel, darunter den&nbsp;<strong>Gufudalstunnel<\/strong>&nbsp;(800 m) und den&nbsp;<strong>Flateyrartunnel<\/strong>&nbsp;(950 m). Die Tunnel sind teils einspurig mit Ausweichbuchten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Flora:<\/strong>&nbsp;Die H\u00e4nge um Dynjandi sind dichter bewachsen als anderswo in Island.&nbsp;<strong>Zwerg-Weide<\/strong>&nbsp;(Salix herbacea) und&nbsp;<strong>Isl\u00e4ndische Vogelmiere<\/strong>&nbsp;(Cerastium alpinum) bilden Polster.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung auf dem Campingplatz \u00cdsafj\u00f6r\u00f0ur (Hauptort der Westfjorde, gut ausgestattet).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 14: Sn\u00e6fellsnes \u2013 Miniatur-Island<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">R\u00fcckfahrt von den Westfjorden nach Stykkish\u00f3lmur (mit der F\u00e4hre oder \u00fcber die Landstra\u00dfe \u2013 ich w\u00e4hle die Landstra\u00dfe 60, was etwa 8 Stunden dauert). Am Abend erreiche ich die Halbinsel&nbsp;<strong>Sn\u00e6fellsnes<\/strong>, die als \u201eIsland im Kleinen\u201c gilt, denn hier findet man alle Landschaftsformen in einer Region.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der&nbsp;<strong>Sn\u00e6fellsj\u00f6kull<\/strong>&nbsp;\u2013 ein 1.446 m hoher Gletschervulkan \u2013 ist das Zentrum der Halbinsel. Unter dem Gletscher befindet sich ein Magmakammer, die in Jules Vernes Roman \u201eReise zum Mittelpunkt der Erde\u201c als Eingang diente. Technisch wird der Gletscher regelm\u00e4\u00dfig mit Radarmessungen \u00fcberwacht; die Eisdicke betr\u00e4gt bis zu 100 Meter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fauna:<\/strong>&nbsp;Am Strand von Ytri Tunga leben Robbenkolonien. Ich sehe etwa 30 Seehunde auf den Felsen sonnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung auf dem Campingplatz Hellnar (klein, aber direkt am Meer).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 15: Sn\u00e6fellsnes \u2013 Kirkjufell und Arnarstapi<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der ber\u00fchmteste Berg Islands ist der&nbsp;<strong>Kirkjufell<\/strong>&nbsp;(\u201eKirchenberg\u201c), 463 Meter hoch. Seine perfekt symmetrische Form entstand durch Abtragung von weicheren Gesteinsschichten. Der nahegelegene&nbsp;<strong>Kirkjufellsfoss<\/strong>&nbsp;bietet die klassische Fotomotivation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die K\u00fcstenlinie bei&nbsp;<strong>Arnarstapi<\/strong>&nbsp;zeigt beeindruckende Basaltformationen: den&nbsp;<strong>Gatklettur<\/strong>&nbsp;(ein nat\u00fcrlicher Felsbogen) und die&nbsp;<strong>L\u00f3ndrangar<\/strong>&nbsp;(zwei 75 Meter hohe Basaltnadeln). Entlang der Klippen f\u00fchrt ein gut ausgebauter Wanderweg von Arnarstapi nach Hellnar (2,5 km).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisches Detail: Die Stra\u00dfe 54 entlang der S\u00fcdk\u00fcste von Sn\u00e6fellsnes wurde 2019 neu asphaltiert und ist f\u00fcr Wohnmobile problemlos befahrbar. Es gibt mehrere Ladestationen f\u00fcr Elektrofahrzeuge in Grundarfj\u00f6r\u00f0ur (entstanden aus dem EU-Projekt \u201eGreen eMotion\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Flora:<\/strong>&nbsp;In den Lavafeldern der Halbinsel w\u00e4chst das&nbsp;<strong>Felsen-Greiskraut<\/strong>&nbsp;(Senecio vulgaris) sowie das seltene&nbsp;<strong>Arktische Sumpfherz<\/strong>&nbsp;(Pinguicula vulgaris), ein fleischfressendes Moos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung in Grundarfj\u00f6r\u00f0ur (Campingplatz mit Strom).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 16: Borgarfj\u00f6r\u00f0ur \u2013 Europas gr\u00f6\u00dfte hei\u00dfe Quelle<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem R\u00fcckweg nach S\u00fcden komme ich durch&nbsp;<strong>Borgarfj\u00f6r\u00f0ur<\/strong>&nbsp;mit der hei\u00dfen Quelle&nbsp;<strong>Deildartunguhver<\/strong>. Sie ist die st\u00e4rkste Thermalquelle Europas mit einer Sch\u00fcttung von 180 Litern pro Sekunde 100 \u00b0C hei\u00dfem Wasser. Das Wasser wird \u00fcber ein 60 km langes Rohrleitungssystem nach Akranes und Borgarnes geleitet, wo es H\u00e4user und Gew\u00e4chsh\u00e4user beheizt. Die Rohre sind oberirdisch verlegt und gut einsehbar \u2013 ein faszinierendes technisches System.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der N\u00e4he liegt&nbsp;<strong>Hraunfossar<\/strong>&nbsp;(\u201eLavawasserf\u00e4lle\u201c) \u2013 eine Reihe von B\u00e4chen, die aus einem Lavafeld quellen und in die Hv\u00edt\u00e1 st\u00fcrzen. Die Hraunfossar entstehen, weil Regenwasser durch por\u00f6se Lava sickert und an einer weniger durchl\u00e4ssigen Schicht austritt. Technisch wird die Quellsch\u00fcttung gemessen, um das Grundwassersystem zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fauna:<\/strong>&nbsp;In den Fl\u00fcssen der Region leben&nbsp;<strong>Lachse<\/strong>&nbsp;(Salmo salar). Angeln ist genehmigungspflichtig. Ich sehe Forellen im klaren Wasser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung auf dem Campingplatz Borgarnes (ge\u00f6ffnet ganzj\u00e4hrig, mit K\u00fcche und Duschen).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 17: Golden Circle erneut \u2013 \u00deingvellir im Detail<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da ich auf der R\u00fcckrunde noch einmal an \u00deingvellir vorbeikomme, nutze ich die Gelegenheit f\u00fcr eine ausf\u00fchrliche Besichtigung. Das Besucherzentrum des Nationalparks zeigt eine Ausstellung \u00fcber die Plattentektonik und die Geschichte des isl\u00e4ndischen Parlaments (Al\u00feingi), das hier 930 n. Chr. gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der&nbsp;<strong>Oxar\u00e1rfoss<\/strong>&nbsp;\u2013 ein kleinerer Wasserfall im n\u00f6rdlichen Teil des Parks \u2013 wird k\u00fcnstlich vom Menschen beeinflusst: Ein alter Damm aus dem 20. Jahrhundert leitet das Wasser des Flusses Oxar\u00e1 in den Grabenbruch; fr\u00fcher floss er in einer anderen Richtung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisches Highlight: Am Parkplatz stehen&nbsp;<strong>GPS-Kontrollstationen<\/strong>&nbsp;des Isl\u00e4ndischen Nationalen Landvermessungsamtes. Diese messen kontinuierlich die Kontinentaldrift. Eine interaktive Karte im Besucherzentrum zeigt die Bewegungen der letzten 20 Jahre \u2013 die nordamerikanische Platte driftet nach Westen, die eurasische nach Osten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung auf dem Campingplatz Laugarvatn (in der N\u00e4he des Golden Circle, mit eigenem hei\u00dfen Quellenbad).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 18: Reykjadalur \u2013 Hei\u00dfes Flussbad<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht weit von Selfoss entfernt liegt&nbsp;<strong>Reykjadalur<\/strong>&nbsp;(\u201eR\u00e4uchertal\u201c). Eine 3 km lange Wanderung (H\u00f6hendifferenz 200 m) f\u00fchrt zu einem hei\u00dfen Fluss, in dem man baden kann. Die Wassertemperatur betr\u00e4gt 30\u201340 \u00b0C, abh\u00e4ngig von der Stelle. Technisch wird die Wassermenge des Flusses \u00fcber ein Wehr reguliert, das fr\u00fcher der Bew\u00e4sserung diente; heute kontrolliert es die Badetemperatur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die hei\u00dfen Quellen im Tal sind Teil des Hengill-Vulkansystems \u2013 dasselbe Geothermiefeld wie bei Hellishei\u00f0i.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Flora:<\/strong>&nbsp;An den Dampfaustritten wachsen extremophile Moose (Racomitrium lanuginosum) und spezielle Bakterienmatten in Orange- und Rott\u00f6nen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fauna:<\/strong>&nbsp;Im Bach unterhalb der hei\u00dfen Quellen leben kaum Fische wegen der Temperaturschwankungen. Aber entlang des Pfades entdecke ich&nbsp;<strong>Island-Raufu\u00dfh\u00fchner<\/strong>&nbsp;(Lagopus muta) \u2013 sie sind im Sommer braun getarnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung in Selfoss (Campingplatz wie Tag 2).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 19: Reykjav\u00edk \u2013 Technikmuseum und Hafen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzter Tag in der Hauptstadt. Das&nbsp;<strong>\u00cdslenska Lj\u00f3safr\u00e6\u00f0isafni\u00f0<\/strong>&nbsp;(Isl\u00e4ndische Museum f\u00fcr Technik und Licht) im Stadtteil Hafnarfj\u00f6r\u00f0ur zeigt historische Stromerzeuger, die ersten Geothermie-Turbinen von 1930 und eine Sammlung von Radios und Fernsehern. Ein besonderes Exponat: der erste isl\u00e4ndische Elektroauto-Prototyp von 1988.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Hafen von Reykjav\u00edk ist ein Knotenpunkt f\u00fcr die Fischerei. Die&nbsp;<strong>Harpa-Konzerthalle<\/strong>&nbsp;(2011) ist ein architektonisches Meisterwerk mit ihrer Glasfassade \u2013 die Struktur aus sechseckigen Stahlrahmen wurde mit isl\u00e4ndischer W\u00e4rmed\u00e4mmungstechnik entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fauna:<\/strong>&nbsp;Am Hafenbecken tummeln sich&nbsp;<strong>Kormorane<\/strong>&nbsp;(Phalacrocorax carbo) und&nbsp;<strong>Eissturmv\u00f6gel<\/strong>&nbsp;(Fulmarus glacialis).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung auf dem Campingplatz Reykjav\u00edk (wie Tag 1).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 20: Puffer- und Erholungstag<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich nutze den Tag f\u00fcr eine Fahrt auf die Halbinsel&nbsp;<strong>Reykjanes<\/strong>&nbsp;mit dem&nbsp;<strong>Gunnuhver<\/strong>&nbsp;\u2013 einem dampfenden Schlammloch, das nach einer Sage \u00fcber eine Geisterfrau benannt ist. Der&nbsp;<strong>Reykjanesviti<\/strong>&nbsp;(Leuchtturm von 1908) ist der \u00e4lteste Leuchtturm Islands. Technische Besonderheit: Der Leuchtturm wurde vollst\u00e4ndig aus Eisenguss gefertigt, um dem salzhaltigen Wind zu widerstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Br\u00fccke&nbsp;<strong>Mi\u00f0l\u00edna<\/strong>&nbsp;(\u201eMittellinie\u201c) \u00fcberspannt die Riftzone \u2013 man geht buchst\u00e4blich von Amerika nach Europa. Eine Infotafel erkl\u00e4rt die Kontinentaldrift.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Flora:<\/strong>&nbsp;Auf den jungen Lavafeldern (Lavafeld Eldv\u00f6rp, entstanden um 1200 n. Chr.) w\u00e4chst das&nbsp;<strong>Lavamoos<\/strong>&nbsp;(Rhizocarpon geographicum) \u2013 es braucht 100 Jahre, um einen Zentimeter zu wachsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbernachtung auf dem Campingplatz Grindav\u00edk (in der N\u00e4he der Blauen Lagune).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag 21: R\u00fcckgabe und Abreise<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letzter Tag: Das Wohnmobil wird am Flughafen Keflav\u00edk zur\u00fcckgegeben. Vorher Tank voll, K\u00fchlschrank leeren, Abwassertank entleeren \u2013 alles laut Mietvertrag Pflicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fazit: Island hat mich mit seiner rohen, urspr\u00fcnglichen Natur, seinen durchdachten technischen L\u00f6sungen und seiner artenreichen, wenn auch rauen Tierwelt begeistert. Die Ringstra\u00dfe ist eine der sch\u00f6nsten Routen der Welt \u2013 und mit dem Wohnmobil die freieste Art, sie zu entdecken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Landsvirkjun (isl\u00e4ndisches Energieunternehmen): Technische Daten zu Hellishei\u00f0i, Krafla und K\u00e1rahnj\u00fakar. (<a href=\"https:\/\/www.landsvirkjun.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.landsvirkjun.com<\/a>)<\/li>\n\n\n\n<li>Orkustofnun (National Energy Authority of Iceland): Geothermal Energy in Iceland, Annual Report 2023.<\/li>\n\n\n\n<li>Isl\u00e4ndisches Amt f\u00fcr Stra\u00dfenbau (Vegager\u00f0in): Tunnel- und Stra\u00dfenverzeichnis Islands.<\/li>\n\n\n\n<li>J\u00f3hann \u00d3li Hilmarsson:\u00a0<em>V\u00f6gel Islands \u2013 Bestimmungsbuch<\/em>. M\u00e1l og menning, Reykjav\u00edk 2018.<\/li>\n\n\n\n<li>Ari Trausti Gu\u00f0mundsson:\u00a0<em>Island \u2013 Vulkane, Gletscher, Geysire<\/em>. M\u00e1l og menning, 2022.<\/li>\n\n\n\n<li>Marco Polo Reisef\u00fchrer Island, 12. Auflage, 2024.<\/li>\n\n\n\n<li>Universit\u00e4t Island, Institut f\u00fcr Geowissenschaften: Messdaten zur Gletscherr\u00fcckgang (ver\u00f6ffentlicht auf\u00a0<a href=\"https:\/\/www.hi.is\/en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.hi.is\/en<\/a>).<\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: DerSchneider Einleitung Island \u2013 das Land aus Feuer und Eis, aus dampfenden Geothermalquellen und donnernden Wasserf\u00e4llen, aus schwarzen Lavafeldern und smaragdgr\u00fcnen Moosdecken. Eine Rundreise auf der Ringstra\u00dfe (Route 1) ist der Traum vieler Reisender. Dieses Tagebuch dokumentiert meine dreiw\u00f6chige Reise mit einem Wohnmobil, die mich nicht nur zu den ber\u00fchmtesten Sehensw\u00fcrdigkeiten f\u00fchrte, sondern auch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[44,17],"tags":[9206,9204,9907,9904,9906,7588,9905],"class_list":["post-6711","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ethik-gewissen","category-im-herz","tag-geothermie","tag-island","tag-papageitaucher","tag-ringstrasse","tag-vatnajoekull","tag-wasserkraft","tag-wohnmobil"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6711","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6711"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6711\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6714,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6711\/revisions\/6714"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6711"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6711"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6711"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}