{"id":766,"date":"2026-03-04T10:09:28","date_gmt":"2026-03-04T09:09:28","guid":{"rendered":"https:\/\/iobseu-xejul.wordpress.com\/?p=766"},"modified":"2026-03-04T10:09:28","modified_gmt":"2026-03-04T09:09:28","slug":"der-mann-der-den-computer-lachelnd-machte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/der-mann-der-den-computer-lachelnd-machte\/","title":{"rendered":"Der Mann, der den Computer l\u00e4chelnd machte"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Geruch von L\u00f6tzinn in Cupertino<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Cupertino, Kalifornien, irgendwann im Sommer 1975. In einer Garage in der Crist Drive, die eigentlich nur ein Abstellraum f\u00fcr Rasenm\u00e4her war, sitzt ein st\u00e4mmiger Mann mit Brille \u00fcber einer Platine. Es riecht nach Kolophonium und hei\u00dfen Dr\u00e4hten. Um ihn herum: Oszilloskope, Spulen mit L\u00f6tzinn, leere Flaschen von Cramer\u2019s Cream Soda. Der Mann hei\u00dft Steve, aber alle nennen ihn Woz. Neben ihm flimmert ein R\u00f6hrenfernseher, an den er gerade eine selbstgebaute Tastatur angeschlossen hat. Er tippt ein paar Zeichen. Auf dem Bildschirm erscheinen Buchstaben. Keine gr\u00fcnen Leuchtdioden, keine Kippschalter, keine Lochstreifen \u2013 einfach Buchstaben, direkt auf dem Schirm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr uns heute eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. F\u00fcr 1975 eine Revolution. Woz lehnt sich zur\u00fcck und grinst. Er hat gerade den ersten Computer gebaut, der sich wie ein Werkzeug anf\u00fchlt, nicht wie ein Schaltkasten. Und er hat keine Ahnung, dass er damit die Welt ver\u00e4ndern wird. Es geht ihm nicht ums Geld. Es geht ihm um das Grinsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Mensch \u2013 Der Junge, der wissen wollte, wie der Blitz funktioniert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stephen Gary Wozniak, Jahrgang 1950, w\u00e4chst in Sunnyvale auf, mitten in dem, was sp\u00e4ter einmal das Silicon Valley hei\u00dfen wird. Sein Vater Jerry ist Ingenieur bei Lockheed, Raketen, Elektronik, harte Schule. Schon als kleiner Junge sitzt Woz am K\u00fcchentisch und kriegt von seinem Vater nicht einfach Antworten, sondern Fragen: &#8222;Wie funktioniert ein Transistor, Steve? Zeig\u2019s mir.&#8220; Also kramt er in B\u00fcchern, bis er es versteht. Mit elf baut er seine eigene Amateurfunkstation, mit dreizehn kriegt er die Lizenz. Er ist der J\u00fcngste im ganzen County&nbsp;<a href=\"https:\/\/baike.baidu.com\/item\/%E6%96%AF%E8%92%82%E5%A4%AB%C2%B7%E7%9B%96%E7%91%9E%C2%B7%E6%B2%83%E5%85%B9%E5%B0%BC%E4%BA%9A%E5%85%8B?fr=aladdin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steve_Wozniak\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch Woz ist nicht nur der stille Nerd. Er ist ein Schelm. Er baut einen elektronischen Metronom in den Schulflur, der wie eine tickende Bombe klingt, bis der Rektor schwei\u00dfgebadet das Geb\u00e4ude r\u00e4umt. Er konstruiert einen TV-St\u00f6rsender, mit dem er seine Kommilitonen im Wohnheim zur Verzweiflung treibt, weil immer dann, wenn sie den Empfang einstellen wollen, das Bild verschwindet&nbsp;<a href=\"https:\/\/baike.baidu.com\/item\/%E6%96%AF%E8%92%82%E5%A4%AB%C2%B7%E7%9B%96%E7%91%9E%C2%B7%E6%B2%83%E5%85%B9%E5%B0%BC%E4%BA%9A%E5%85%8B?fr=aladdin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.watson.ch\/digital\/wirtschaft\/272982293-vom-hacker-zum-apple-erfinder-das-verrueckte-leben-des-steve-wozniak\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Technik ist f\u00fcr ihn Spiel, und Spiel ist ernst. Diese Mischung \u2013 die Disziplin des Ingenieurssohns und die Lust an der Provokation \u2013 das ist der Kern seiner Genialit\u00e4t. Er nimmt die Dinge auseinander, nicht um sie zu zerst\u00f6ren, sondern um zu sehen, ob er sie besser, kleiner, eleganter wieder zusammensetzen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Problem \u2013 Der Altair ist ein Schrank, kein Freund<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Mitte der Siebziger der Altair 8800 auf den Markt kommt, ist die Aufregung im Homebrew Computer Club gro\u00df. Endlich ein Computer f\u00fcr den Mann im Keller! Aber Woz ist entt\u00e4uscht. Der Altair ist ein Kasten mit L\u00e4mpchen und Kippschaltern. Um ein Programm einzugeben, musst du Bin\u00e4rcode in den Speicher kippen, Byte f\u00fcr Byte, Schalter f\u00fcr Schalter. Das Ergebnis siehst du an einer Reihe von L\u00e4mpchen. Kein Bildschirm, keine Tastatur, kein Mensch-Maschine-Dialog. &#8222;Das ist doch kein pers\u00f6nlicher Computer&#8220;, denkt Woz. &#8222;Das ist ein Industrieregal f\u00fcr zu Hause.&#8220;&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.technologyreview.com\/2007\/05\/01\/225691\/#content\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.watson.ch\/digital\/wirtschaft\/272982293-vom-hacker-zum-apple-erfinder-das-verrueckte-leben-des-steve-wozniak\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das eigentliche Problem war nicht, eine CPU zu kaufen und ein paar LEDs anzustecken. Das Problem war: Wie kriege ich das Ding dazu, mit mir zu&nbsp;<em>sprechen<\/em>? Wie kriege ich Buchstaben auf einen Bildschirm, ohne einen Fernschreiber f\u00fcr tausend Dollar kaufen zu m\u00fcssen? Die damaligen Mikrocomputer hatten daf\u00fcr keine Grafik. Sie waren f\u00fcr Rechnen gebaut, nicht f\u00fcr Kommunikation. Woz aber hatte eine fixe Idee: Ein Computer muss sich an den Menschen anpassen, nicht der Mensch an den Computer. Er muss eine Tastatur haben. Er muss ein Bild haben. Er muss so einfach sein wie ein Toaster \u2013 nur viel cleverer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Bau \u2013 Die Kunst des Weglassens<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Woz ging das Problem an wie ein Puzzle. Er hatte kein Geld. Also musste er mit wenigen Teilen viel erreichen. Im Homebrew Computer Club sah er Datenbl\u00e4tter, traf Leute, schnappte Ideen auf. Er entschied sich f\u00fcr den neuen MOS 6502-Prozessor, der 25 Dollar kostete \u2013 ein Bruchteil des Intel- oder Motorola-Pendants. Und dann begann das eigentliche Meisterst\u00fcck&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.technologyreview.com\/2007\/05\/01\/225691\/#content\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/?curid=27848\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die meisten Computer dieser Zeit nutzten f\u00fcr jede Aufgabe eine eigene Schaltung: Eine Platine f\u00fcr die CPU, eine f\u00fcr den Speicher, eine f\u00fcr die Videoausgabe. Woz fragte sich: Warum? Er studierte die Datenbl\u00e4tter, bis er jede Leitung, jeden Takt, jedes Timing im Kopf hatte. Und dann gelang ihm ein Coup: Er nutzte die Tatsache, dass der Speicher (Dynamic RAM) st\u00e4ndig aufgefrischt werden muss, sonst vergisst er. Dieses &#8222;Auffrischen&#8220; frisst normalerweise Rechenzeit und braucht extra Logik. Woz aber synchronisierte die Auffrischung des Speichers mit der Erzeugung des Videosignals. Der Speicher wurde genau dann aktualisiert, wenn der Elektronenstrahl im Fernseher den Bildschirm neu aufbaute. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Kein Extra-Chip f\u00fcr die Speicherverwaltung n\u00f6tig&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.technologyreview.com\/2007\/05\/01\/225691\/#content\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig entwickelte er eine clevere Schaltung, um Zeichen auf den Bildschirm zu bringen, ohne einen teuren fertigen Zeichengenerator zu kaufen. Alles, was der Apple I brauchte, passte auf eine einzige Platine. Kein B\u00fcndel von Kabeln zwischen verschiedenen Boards, keine sperrigen Geh\u00e4use. Eine Platine, die alle Funktionen vereinte: Prozessor, Speicher, Video, Tastaturanschluss&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.technologyreview.com\/2007\/05\/01\/225691\/#content\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Herzst\u00fcck \u2013 Die Demokratie des Siliziums<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Herzst\u00fcck des Apple I war nicht der Prozessor. Das Herzst\u00fcck war die Idee, dass der Computer offen ist. Dass er nicht im Geh\u00e4use verschwindet, sondern als Platine sichtbar bleibt. Dass der Besitzer sehen kann, wo die Signale langlaufen. Dass er selber l\u00f6ten, erweitern, verstehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Woz baute keine Verschw\u00f6rungstheorie in sein Design, aber eine tiefe \u00dcberzeugung: Ein Computer muss hackbar sein. Im Sinne von: Du musst ihn aufschrauben k\u00f6nnen. Er legte die Busleitung offen, sodass man Erweiterungskarten einstecken konnte, lange bevor IBM das zum Standard machte. Der Apple I hatte acht Steckpl\u00e4tze. Woz bestand darauf, auch beim sp\u00e4teren Apple II \u2013 sehr zum \u00c4rger von Steve Jobs, der das Ger\u00e4t lieber geschlossen und &#8222;sauber&#8220; haben wollte. &#8222;Weniger Steckpl\u00e4tze w\u00e4ren billiger&#8220;, argumentierte Jobs. &#8222;Aber nicht besser&#8220;, konterte Woz. Der Ingenieur siegte \u00fcber den Kaufmann&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.computerbase.de\/artikel\/pc-systeme\/apple-ii-retro.73664\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Clou: W\u00e4hrend der Altair-Besitzer sein Programm noch mit Schaltern eintippte, tippte der Apple-I-Besitzer auf einer richtigen Schreibmaschinentastatur und sah das Ergebnis sofort auf seinem Fernseher. Die Basic-Programmiersprache war im ROM gespeichert. Einschalten, tippen, loslegen. Das war das erste Mal, dass ein Computer nicht nach Rechenzentrum roch, sondern nach Werkbank.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Ende \u2013 Triumph, Trag\u00f6die und ein Flugzeugabsturz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Apple I wurde ein bescheidener Erfolg. Etwa 200 St\u00fcck wurden verkauft, zusammengel\u00f6tet von Woz selbst, finanziert durch den Verkauf seines Taschenrechners HP-65 und Jobs\u2018 VW-Bus&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steve_Wozniak\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/?curid=27848\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Aber erst der Apple II, den Woz komplett neu entwickelte und der Farbe, Grafik und Sound mitbrachte, wurde der Kassenschlager. Er war der Computer, der Apple gro\u00df machte. Und er war der letzte Computer der Geschichte, der im Kern von&nbsp;<em>einem einzigen Menschen<\/em>&nbsp;entworfen wurde \u2013 von Woz&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.computerbase.de\/artikel\/pc-systeme\/apple-ii-retro.73664\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch der Triumph hatte einen Preis. 1981 st\u00fcrzte Woz mit seinem Privatflugzeug ab. Die Folgen waren schwer: Er verlor sein Ged\u00e4chtnis f\u00fcr Wochen, wusste nicht mehr, wer er war, wer ihn im Krankenhaus besuchte. Langsam k\u00e4mpfte er sich zur\u00fcck, aber die Zeit bei Apple war danach nie mehr dieselbe&nbsp;<a href=\"https:\/\/baike.baidu.com\/item\/%E6%96%AF%E8%92%82%E5%A4%AB%C2%B7%E7%9B%96%E7%91%9E%C2%B7%E6%B2%83%E5%85%B9%E5%B0%BC%E4%BA%9A%E5%85%8B?fr=aladdin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.watson.ch\/digital\/wirtschaft\/272982293-vom-hacker-zum-apple-erfinder-das-verrueckte-leben-des-steve-wozniak\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Er heiratete, verlie\u00df Apple, gr\u00fcndete Firmen f\u00fcr Universalfernbedienungen (weil er es hasste, drei Fernbedienungen auf dem Tisch liegen zu haben), wurde Lehrer \u2013 er unterrichtete jahrelang F\u00fcnftkl\u00e4ssler in Computerkunde, ohne dass die Kinder wussten, wer da vor ihnen stand. Das war ihm wichtiger als jeder B\u00f6rsengang&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Steve_Wozniak\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Epilog \u2013 Was bleibt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was bleibt von Steve Wozniak? Nicht das Verm\u00f6gen (er hat vieles verschenkt, an Museen, an Schulen, an gute Zwecke)&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.techspot.com\/news\/109095-steve-wozniak-reflects-happiness-legacy-75th-birthday.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Nicht die Macht (er hat nie welche angestrebt). Was bleibt, ist eine Haltung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als er gefragt wurde, warum er nie so reich geworden sei wie Bill Gates oder sein alter Kumpel Steve Jobs, antwortete Woz mit einem Satz, der in jedes Ingenieursherz eingraviert geh\u00f6rt: &#8222;Ich wollte nie Pr\u00e4sident eines gro\u00dfen Konzerns sein. Ich wollte Ingenieur sein. Im Labor sitzen und die n\u00e4chste geniale Schaltung bauen. Das ist mein Leben. Ich bin der gl\u00fccklichste Mensch der Welt, denn ich habe immer das getan, was ich liebe.&#8220;&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.techspot.com\/news\/109095-steve-wozniak-reflects-happiness-legacy-75th-birthday.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.fastcompany.com\/3036366\/the-wisdom-of-woz?partner=rss&amp;amp;utm_source=rss&amp;amp;utm_medium=feed&amp;amp;utm_campaign=rss+fastcompany&amp;amp;utm_content=rss\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Woz hat uns gezeigt, dass Technik nicht aus dem Marketing entspringt. Sie entspringt der Neugier. Aus der Frage eines Zehnj\u00e4hrigen: &#8222;Papa, wie funktioniert das?&#8220; Sie entspringt dem Drang, Dinge zu vereinfachen, nicht zu verkomplizieren. Der Apple I war keine Verkaufsstrategie. Er war eine Liebeserkl\u00e4rung an die Elektronik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute, wo wir Computer in der Hand halten, die tausendmal m\u00e4chtiger sind als Woz\u2018 erster Entwurf, aber oft so verschlossen wie eine Konservendose, ist sein Verm\u00e4chtnis aktueller denn je. Er erinnert uns daran, dass die beste Schnittstelle nicht die mit den meisten Pixeln ist. Die beste Schnittstelle ist die, die uns einl\u00e4dt, sie zu verstehen. Die den Schraubenzieher nicht wegsperrt, sondern danebenlegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Woz w\u00fcrde heute wohl sagen: &#8222;Kauft euch ein L\u00f6tkolben. Baut was. Nicht, weil es praktisch ist. Sondern weil es gl\u00fccklich macht.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Quellen dieser Geschichte liegen verstreut: in den Archiven des Homebrew Computer Club, in der Autobiografie &#8222;iWoz&#8220;, die sich liest, als w\u00fcrde der Nachbar von fr\u00fcher erz\u00e4hlen, und in alten Ausgaben der &#8222;Byte&#8220;-Magazine, in denen Woz noch als &#8222;The Wizard&#8220; gefeiert wurde. Und nat\u00fcrlich in den Patenten. Die zeichnen die Linien nach \u2013 die Linien eines Mannes, der aus Silizium Poesie machte.<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Geruch von L\u00f6tzinn in Cupertino Cupertino, Kalifornien, irgendwann im Sommer 1975. In einer Garage in der Crist Drive, die eigentlich nur ein Abstellraum f\u00fcr Rasenm\u00e4her war, sitzt ein st\u00e4mmiger Mann mit Brille \u00fcber einer Platine. Es riecht nach Kolophonium und hei\u00dfen Dr\u00e4hten. Um ihn herum: Oszilloskope, Spulen mit L\u00f6tzinn, leere Flaschen von Cramer\u2019s Cream [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,27],"tags":[],"class_list":["post-766","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aus-dem-bauch-heraus","category-personlichkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/766","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=766"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/766\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=766"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=766"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=766"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}