{"id":7821,"date":"2026-10-30T06:43:28","date_gmt":"2026-10-30T06:43:28","guid":{"rendered":"https:\/\/technodidact.de\/?p=7821"},"modified":"2026-10-30T06:43:28","modified_gmt":"2026-10-30T06:43:28","slug":"einfuehrung-in-die-spieltheorie-teil-6-wiederholte-spiele-und-kooperation-warum-die-zukunft-die-gegenwart-veraendert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/einfuehrung-in-die-spieltheorie-teil-6-wiederholte-spiele-und-kooperation-warum-die-zukunft-die-gegenwart-veraendert\/","title":{"rendered":"Einf\u00fchrung in die Spieltheorie (Teil 6): Wiederholte Spiele und Kooperation \u2013 Warum die Zukunft die Gegenwart ver\u00e4ndert"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Von DerSchneider<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einstieg: Das Paradox, das keines sein m\u00fcsste<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Teil 5 endete mit einem ern\u00fcchternden Befund: Im endlich wiederholten Gefangenendilemma f\u00fchrt die R\u00fcckw\u00e4rtsinduktion zu dem Ergebnis, dass rationale Spieler in <strong>jeder<\/strong> Runde defektieren \u2013 selbst dann, wenn das Spiel hundert oder tausend Runden dauert. Die Logik ist zwingend: In der letzten Runde gibt es keinen Anreiz zur Kooperation, also wird defektiert. Da beide das wissen, gibt es auch in der vorletzten Runde keinen Anreiz, und so weiter bis zur ersten Runde .<a href=\"https:\/\/itp.uni-frankfurt.de\/~hanauske\/new\/HSK_2011\/Projekte\/html\/spiele1_ws07_08_skript_Leininger.pdf#13#19#13\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dennoch: In der realen Welt kooperieren Menschen st\u00e4ndig. Firmen halten Preisabsprachen ein (jedenfalls eine Zeit lang), Menschen halten Versprechen, Nationen schlie\u00dfen Vertr\u00e4ge. Wenn die Spieltheorie Recht h\u00e4tte, w\u00e4re all das irrational. Ist sie also falsch?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein \u2013 aber die Annahme eines <strong>bekannten Endes<\/strong> ist in vielen realen Situationen unrealistisch. Wer nicht wei\u00df, ob und wann die Interaktion endet, hat einen Grund, kooperativ zu sein: Die Aussicht auf zuk\u00fcnftige Runden ver\u00e4ndert die Anreize der Gegenwart. Dies ist die zentrale Einsicht der Theorie <strong>wiederholter Spiele<\/strong>. Robert Axelrod hat sie in den 1980er Jahren mit einem ebenso einfachen wie folgenreichen Experiment popularisiert: einem Computer-Turnier, in dem Strategien gegeneinander antraten \u2013 und in dem eine Strategie gewann, die so simpel war, dass sie in vier Zeilen Code passte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Teil 6 erkl\u00e4rt, warum Kooperation in einer Welt egoistischer Akteure stabil sein kann, welche Bedingungen daf\u00fcr n\u00f6tig sind und wo die Grenzen dieser Erkl\u00e4rung liegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Endlich vs. unendlich: Der entscheidende Unterschied<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Spieltheorie unterscheidet zwei Formen der Wiederholung. Beim <strong>endlich wiederholten Spiel<\/strong> ist die Anzahl der Runden <math xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/1998\/Math\/MathML\"><semantics><mrow><mi>T<\/mi><\/mrow><\/semantics><\/math><em>T<\/em> bekannt und endlich. Hier greift die R\u00fcckw\u00e4rtsinduktion, und das einzige teilspielperfekte Gleichgewicht besteht in durchg\u00e4ngiger Defektion . Dieses Ergebnis ist logisch zwingend, aber es hat eine merkw\u00fcrdige Konsequenz: Selbst wenn <math xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/1998\/Math\/MathML\"><semantics><mrow><mi>T<\/mi><mo>=<\/mo><mn>1000<\/mn><\/mrow><\/semantics><\/math><em>T<\/em>=1000 ist, \u00e4ndert sich nichts am Ergebnis. Die Aussicht auf 999 weitere Runden kooperativen Verhaltens wiegt die eine Runde am Ende nicht auf, weil beide wissen, dass die letzte Runde defektiv sein wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim <strong>unendlich wiederholten Spiel<\/strong> gibt es kein bekanntes Ende. Formal bedeutet das: Die Spieler diskontieren zuk\u00fcnftige Auszahlungen mit einem Faktor <math xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/1998\/Math\/MathML\"><semantics><mrow><mi>\u03b4<\/mi><mo>\u2208<\/mo><mo stretchy=\"false\">(<\/mo><mn>0<\/mn><mo separator=\"true\">,<\/mo><mn>1<\/mn><mo stretchy=\"false\">)<\/mo><\/mrow><\/semantics><\/math><em>\u03b4<\/em>\u2208(0,1), oder \u2013 \u00e4quivalent \u2013 sie gehen davon aus, dass das Spiel mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit nach jeder Runde weitergeht . In diesem Fall versagt die R\u00fcckw\u00e4rtsinduktion, weil es keinen letzten Knoten gibt, an dem man beginnen k\u00f6nnte. Und genau hier wird Kooperation m\u00f6glich.<a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/books\/abs\/game-theory\/repeated-games\/BEAD264F89EBBBB026020211F95E343F#1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Intuition ist einfach: Wenn ich heute kooperiere und der andere morgen defektiert, kann ich ihn \u00fcbermorgen bestrafen. Die <strong>Drohung zuk\u00fcnftiger Bestrafung<\/strong> macht den kurzfristigen Gewinn aus Defektion unattraktiv. Damit diese Drohung glaubw\u00fcrdig ist, muss die Zukunft wichtig genug sein \u2013 der Diskontfaktor <math xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/1998\/Math\/MathML\"><semantics><mrow><mi>\u03b4<\/mi><\/mrow><\/semantics><\/math><em>\u03b4<\/em> muss einen Schwellenwert \u00fcberschreiten. Je geduldiger die Spieler (je h\u00f6her <math xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/1998\/Math\/MathML\"><semantics><mrow><mi>\u03b4<\/mi><\/mrow><\/semantics><\/math><em>\u03b4<\/em>), desto leichter ist Kooperation stabil .<a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/books\/abs\/game-theory\/repeated-games\/BEAD264F89EBBBB026020211F95E343F#1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Axelrods Turnier: Die Geburt von Tit-for-Tat<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Robert Axelrod, Politikwissenschaftler an der University of Michigan, stellte 1980 eine einfache Frage: Wenn viele verschiedene Strategien im wiederholten Gefangenendilemma gegeneinander antreten, welche setzt sich durch? Er lud Forscher aus Psychologie, \u00d6konomie, Politikwissenschaft, Mathematik und Soziologie ein, Computerprogramme einzusenden. Vierzehn Programme kamen zusammen, Axelrod f\u00fcgte ein f\u00fcnfzehntes hinzu (\u201eZufall&#8220;), und alle traten in einem Rundenturnier gegeneinander an \u2013 200 Runden pro Paarung .<a href=\"https:\/\/intern.fh-wedel.de\/fileadmin\/mitarbeiter\/iw\/Lehrveranstaltungen\/2018WS\/Seminar\/Ausarbeitung1_SpieltheorieStumpe.pdf#3#3#3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gewinner war das k\u00fcrzeste Programm: <strong>Tit-for-Tat<\/strong> (\u201eWie du mir, so ich dir&#8220;). Die Strategie ist denkbar einfach: Kooperiere in der ersten Runde. Danach tue genau das, was der Gegner in der vorherigen Runde getan hat. Wer kooperiert, wird mit Kooperation belohnt; wer defektiert, wird mit Defektion bestraft \u2013 aber nur f\u00fcr eine Runde. Danach ist die T\u00fcr zur Kooperation wieder offen .<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Axelrod identifizierte vier Eigenschaften, die Tit-for-Tat auszeichneten. Es war <strong>freundlich<\/strong>: Es defektierte nie als Erster. Es war <strong>vergeltend<\/strong>: Es reagierte sofort auf Defektion. Es war <strong>verzeihend<\/strong>: Es kehrte zur Kooperation zur\u00fcck, sobald der andere dazu bereit war. Und es war <strong>einfach<\/strong>: Seine Logik war f\u00fcr den Gegner durchschaubar, was die Bildung stabiler Erwartungen erm\u00f6glichte .<a href=\"https:\/\/intern.fh-wedel.de\/fileadmin\/mitarbeiter\/iw\/Lehrveranstaltungen\/2018WS\/Seminar\/Ausarbeitung1_SpieltheorieStumpe.pdf#3#3#3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Axelrod veranstaltete ein zweites Turnier, diesmal mit 62 Einsendungen. Die Teilnehmer kannten die Ergebnisse des ersten Turniers und konnten ihre Strategien anpassen. Viele versuchten, Tit-for-Tat zu schlagen \u2013 indem sie \u201eTit-for-Two-Tats&#8220; einsandten (das erst nach zwei Defektionen zur\u00fcckschl\u00e4gt) oder indem sie Strategien entwickelten, die speziell auf die Ausbeutung von Tit-for-Tat ausgelegt waren. Das Ergebnis: <strong>Tit-for-Tat gewann erneut<\/strong> . Die spezialisierten \u201eTit-for-Tat-Killer&#8220; schnitten schlecht ab, weil sie gegen andere Strategien versagten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lektion aus Axelrods Turnieren ist nicht, dass Tit-for-Tat die \u201ebeste&#8220; Strategie ist \u2013 man kann sie schlagen, wenn man wei\u00df, dass der Gegner sie spielt. Die Lektion ist, dass in einer <strong>Population<\/strong> unterschiedlicher Strategien bestimmte Eigenschaften systematisch zum Erfolg f\u00fchren: Freundlichkeit, Vergeltungsbereitschaft, Verzeihung und Klarheit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Folk-Theorem: Kooperation ist nicht nur m\u00f6glich, sondern vielf\u00e4ltig<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Axelrods Turniere waren experimentell. Die formale Spieltheorie liefert den theoretischen Unterbau: das <strong>Folk-Theorem<\/strong> (so genannt, weil es lange vor seiner formalen Ver\u00f6ffentlichung \u201eallgemein bekannt&#8220; war). Es besagt, dass in unendlich wiederholten Spielen mit hinreichend geduldigen Spielern <strong>jede<\/strong> Auszahlungskombination, die f\u00fcr alle Beteiligten besser ist als die minimax-Sicherheitsstufe, als Gleichgewicht erreicht werden kann .<a href=\"https:\/\/itp.uni-frankfurt.de\/~hanauske\/new\/HSK_2011\/Projekte\/html\/spiele1_ws07_08_skript_Leininger.pdf#13#19#13\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das Gefangenendilemma bedeutet das: Nicht nur gegenseitige Kooperation ist ein Gleichgewicht, sondern auch viele andere Muster \u2013 kooperiere drei Runden, defektiere eine, kehre zur Kooperation zur\u00fcck, und so weiter. Das Folk-Theorem zeigt, dass die Spieltheorie keine eindeutige Vorhersage liefert, <strong>welches<\/strong> Kooperationsmuster sich einstellt. Es zeigt nur, dass die Menge der m\u00f6glichen Gleichgewichte gro\u00df ist. Welches erreicht wird, h\u00e4ngt von Konventionen, Institutionen und der Geschichte der Interaktion ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Fragilit\u00e4t der Kooperation: Rauschen und Fehler<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Axelrods Turnier fand in einer <strong>rauschfreien<\/strong> Umgebung statt: Jede Aktion wurde korrekt ausgef\u00fchrt und korrekt beobachtet. In der Realit\u00e4t gibt es Missverst\u00e4ndnisse, Fehler und unklare Signale. Was passiert mit Tit-for-Tat, wenn ein Spieler versehentlich defektiert, obwohl er kooperieren wollte?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Antwort ist ern\u00fcchternd: Tit-for-Tat kann in eine <strong>Endlosspirale gegenseitiger Defektion<\/strong> geraten. A defektiert versehentlich. B bestraft mit Defektion. A, der glaubt, B habe grundlos defektiert, bestraft zur\u00fcck. B bestraft die Bestrafung. Und so weiter \u2013 ohne dass einer der beiden die urspr\u00fcngliche Absicht hatte . In der Stanford Encyclopedia of Philosophy wird berichtet, dass Tit-for-Tat in einem Turnier mit 10-prozentiger Fehlerwahrscheinlichkeit nur den sechsten Platz belegte \u2013 geschlagen von gro\u00dfz\u00fcgigeren Strategien wie \u201eTit-for-Two-Tats&#8220;, die erst nach zwei Defektionen zur\u00fcckschlagen .<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lehre: Kooperation ist unter idealen Bedingungen stabil, aber <strong>fragil<\/strong> gegen\u00fcber Rauschen. Institutionen, die klare Kommunikation erm\u00f6glichen, Fehler verzeihen und Vertrauen aufbauen, sind keine zivilisatorischen Extras, sondern Bedingungen f\u00fcr stabile Kooperation.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anwendung: Kartelle, Klima und die Grenzen der Kooperation<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Logik wiederholter Spiele erkl\u00e4rt, warum Kartelle eine Zeit lang funktionieren k\u00f6nnen. Zwei Firmen, die \u00fcber viele Perioden interagieren, haben einen Anreiz, hohe Preise zu halten: Die kurzfristige Gewinnsteigerung durch Preisunterbietung wird durch die Aussicht auf einen zuk\u00fcnftigen Preiskrieg aufgewogen. Solange die Firmen die Zukunft hoch genug bewerten (niedriger Diskontsatz) und Absprachen beobachtbar sind, kann Kooperation stabil sein. Sobald jedoch ein Unternehmen die Interaktion als endlich betrachtet \u2013 etwa wenn ein Manager kurz vor der Pensionierung steht \u2013 oder wenn Preis\u00e4nderungen schwer zu beobachten sind, bricht die Kooperation zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4hnlich beim Klima: Zwei L\u00e4nder, die \u00fcber viele Perioden interagieren, k\u00f6nnten kooperieren (Emissionsreduktion), wenn die zuk\u00fcnftigen Sch\u00e4den des Klimawandels hoch genug bewertet werden und die Emissionen des anderen beobachtbar sind. Die Schwierigkeit liegt nicht nur in der Anzahl der Spieler (Folk-Theorem gilt f\u00fcr zwei Spieler, bei vielen Spielern wird Kooperation schwieriger), sondern auch in der <strong>Beobachtbarkeit<\/strong> und der <strong>Glaubw\u00fcrdigkeit von Sanktionen<\/strong>. Ohne Institutionen, die Verst\u00f6\u00dfe \u00f6ffentlich machen und bestrafen, bleibt Kooperation prek\u00e4r.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung und Ausblick<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Teil 6 hat gezeigt, dass die Zukunft die Gegenwart ver\u00e4ndert. Im endlich wiederholten Spiel f\u00fchrt die R\u00fcckw\u00e4rtsinduktion zu durchg\u00e4ngiger Defektion; im unendlich wiederholten Spiel (oder bei hinreichend ungewissem Ende) kann Kooperation stabil sein. Axelrods Turniere etablierten Tit-for-Tat als eine Strategie, die unter diversen Bedingungen erfolgreich ist \u2013 freundlich, vergeltend, verzeihend, einfach. Das Folk-Theorem zeigt, dass viele Kooperationsmuster Gleichgewichte sein k\u00f6nnen. Die Fragilit\u00e4t gegen\u00fcber Rauschen erinnert daran, dass Kooperation institutioneller St\u00fctzung bedarf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Teil 7 wird sich den Spielen mit <strong>unvollst\u00e4ndiger Information<\/strong> zuwenden: Was passiert, wenn die Spieler die Auszahlungen oder Typen der anderen nicht kennen? Auktionen und der Gebrauchtwagenmarkt (\u201eLemons&#8220;) werden als Beispiele dienen \u2013 und das Konzept des <strong>Bayesschen Gleichgewichts<\/strong> wird eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Quellen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Axelrod, Robert: <em>The Evolution of Cooperation<\/em>. New York: Basic Books, 1984. (Grundlegendes Werk zu Axelrods Turnieren und Tit-for-Tat.)<\/li>\n\n\n\n<li>Axelrod, Robert: \u201eMore Effective Choice in the Prisoner&#8217;s Dilemma&#8220;. In: <em>Journal of Conflict Resolution<\/em> 24(3), 1980, S. 379\u2013403. (Bericht \u00fcber das zweite Turnier, Sieg von Tit-for-Tat, Eigenschaften freundlich\/vergeltend\/verzeihend\/einfach .)<\/li>\n\n\n\n<li>Axelrod, Robert: \u201eThe Emergence of Cooperation among Egoists&#8220;. In: <em>American Political Science Review<\/em> 75(2), 1981, S. 306\u2013318. (Formale Analyse der Bedingungen f\u00fcr collective stability .)<\/li>\n\n\n\n<li>Stanford Encyclopedia of Philosophy: \u201ePrisoner&#8217;s Dilemma&#8220;. Online: <a href=\"https:\/\/plato.stanford.edu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">plato.stanford.edu<\/a> (abgerufen am 30.10.2026). Bericht \u00fcber Donningers Turnier mit Rauschen, Tit-for-Tat auf Platz 6, Tit-for-Two-Tats als Sieger .<\/li>\n\n\n\n<li>Heifetz, Aviad: <em>Game Theory: Interactive Strategies in Economics and Management<\/em>. Cambridge: Cambridge University Press, 2012. Kapitel 23: \u201eRepeated Games&#8220;. (Diskontfaktor, unendlich wiederholtes Gefangenendilemma, Drohphasen .)<a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/books\/abs\/game-theory\/repeated-games\/BEAD264F89EBBBB026020211F95E343F#1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Leininger, Wolfgang: <em>Spieltheorie-Skript<\/em>. Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt. Online: <a href=\"https:\/\/itp.uni-frankfurt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">itp.uni-frankfurt.de<\/a> (abgerufen am 30.10.2026). Folk-Theorem, endlich vs. unendlich wiederholte Spiele, R\u00fcckw\u00e4rtsinduktion .<a href=\"https:\/\/itp.uni-frankfurt.de\/~hanauske\/new\/HSK_2011\/Projekte\/html\/spiele1_ws07_08_skript_Leininger.pdf#13#19#13\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>FH Wedel: \u201eSpieltheorie \u2013 Ausarbeitung: Robert Axelrod Turnier&#8220;. Online: <a href=\"https:\/\/intern.fh-wedel.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">intern.fh-wedel.de<\/a> (abgerufen am 30.10.2026). Detaillierte Darstellung von Axelrods Turnieren, Tit-for-Tat, Tit-for-Two-Tats, Rundenanzahl .<a href=\"https:\/\/intern.fh-wedel.de\/fileadmin\/mitarbeiter\/iw\/Lehrveranstaltungen\/2018WS\/Seminar\/Ausarbeitung1_SpieltheorieStumpe.pdf#3#3#3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Luce, R. Duncan \/ Raiffa, Howard: <em>Games and Decisions<\/em>. New York: Wiley, 1957. (Klassisches Ergebnis zur endlichen Wiederholung des Gefangenendilemmas .)<\/li>\n\n\n\n<li>Nature: \u201eReviving, reproducing, and revisiting Axelrod&#8217;s second tournament&#8220;. In: <em>npj Complexity<\/em> (2026). Online: <a href=\"https:\/\/nature.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nature.com<\/a> (abgerufen am 30.10.2026). Replikation des zweiten Turniers, Tit-for-Tat gewinnt erneut .<a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s44488-026-00016-w.pdf#1#4#1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/a><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von DerSchneider Einstieg: Das Paradox, das keines sein m\u00fcsste Teil 5 endete mit einem ern\u00fcchternden Befund: Im endlich wiederholten Gefangenendilemma f\u00fchrt die R\u00fcckw\u00e4rtsinduktion zu dem Ergebnis, dass rationale Spieler in jeder Runde defektieren \u2013 selbst dann, wenn das Spiel hundert oder tausend Runden dauert. 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