{"id":788,"date":"2026-03-04T10:09:27","date_gmt":"2026-03-04T09:09:27","guid":{"rendered":"https:\/\/iobseu-xejul.wordpress.com\/?p=788"},"modified":"2026-03-04T10:09:27","modified_gmt":"2026-03-04T09:09:27","slug":"der-mann-der-den-kaffee-erfand-und-den-krimskrams-dazu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/der-mann-der-den-kaffee-erfand-und-den-krimskrams-dazu\/","title":{"rendered":"Der Mann, der den Kaffee erfand \u2013 und den Krimskrams dazu"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hamburg, 1949. Die Stadt liegt noch in Tr\u00fcmmern, der Geruch von nassem Schutt und Kohle\u00f6fen h\u00e4ngt in der Luft. In einer kleinen R\u00f6sterei in der Innenstadt steht ein Mann und beobachtet, wie braune Bohnen durch eine Trommel fallen. Er hei\u00dft Max Herz, ist Kaufmann, und hat eine Lizenz aus der Vorkriegszeit geerbt \u2013 die Erlaubnis, Kaffee zu importieren. Was damals niemand ahnt: In diesem Moment, zwischen verbrannten Bohnen und der Hoffnung auf bessere Zeiten, wird ein Imperium geboren. Aber nicht wegen des Kaffees. Wegen der Geschirrt\u00fccher.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe mir die alten Fotos angesehen. Schwarz-wei\u00df, vergilbt. Max Herz, ein Mann mit heller Sch\u00fcrze und dem Gesicht eines T\u00fcftlers, der wei\u00df, dass Theorie sch\u00f6n ist, aber die Realit\u00e4t anders aussieht. Neben ihm: Carl Tchilling-Hiryan, der den R\u00f6stofen und die R\u00e4ume hat. Zwei M\u00e4nner, die sich zusammenraufen, weil sie riechen, dass hier etwas geht&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/wiwo-history-durchbruch-ein-herz-fuer-kaffee-und-krimskrams-wie-tchibo-erfolgreich-wurde\/30075534.html?utm_medium=sh&amp;utm_campaign=teilen&amp;utm_source=Flipboard&amp;utm_term=web\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/tchibo-wird-mit-kaffee-und-kram-zum-grossunternehmen,tchibo106.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Idee ist einfach, fast zu einfach. Sie verkaufen Kaffee per Post. 1949 ist das revolution\u00e4r. Die L\u00e4den sind kaputt, die Versorgungswege unterbrochen, aber die Post \u2013 die Post funktioniert noch. Also schicken sie Pakete raus, an Hausfrauen, an B\u00fcros, an jeden, der sich dieses schwarze Gold leisten kann&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.umweltdialog.de\/de\/wirtschaft\/businesscase\/2024\/75-Jahre-Tchibo-Kaffee-Geschirrtuecher-und-Nachhaltigkeit.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Mensch \u2013 Max Herz, der das Prinzenmuster verstand<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Max Herz war kein Techniker. Er war kein Ingenieur, der Schaltungen erfand oder Maschinen baute. Er war etwas anderes: Er war jemand, der Menschen verstand. Er wusste, dass Kaffee in der Nachkriegszeit mehr war als ein Getr\u00e4nk. Kaffee war Geruch nach Normalit\u00e4t. Kaffee war das Versprechen, dass es wieder aufw\u00e4rtsgeht&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/wiwo-history-durchbruch-ein-herz-fuer-kaffee-und-krimskrams-wie-tchibo-erfolgreich-wurde\/30075534.html?utm_medium=sh&amp;utm_campaign=teilen&amp;utm_source=Flipboard&amp;utm_term=web\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein Genie war ein psychologisches. Als er die ersten Pakete schn\u00fcrte, legte er ein Geschirrtuch dazu \u2013 nicht als Geschenk, sondern als Schutz f\u00fcr die Bohne. Aber die Empf\u00e4nger freuten sich mehr \u00fcber das Tuch als \u00fcber den Kaffee. Das merkte er sich&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/tchibo-wird-mit-kaffee-und-kram-zum-grossunternehmen,tchibo106.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1952 ging Tchilling, der Namensgeber. Aber der Name blieb: Tchibo \u2013 aus Tchilling und Bohne. Max Herz f\u00fchrte die Firma allein weiter&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/wiwo-history-durchbruch-ein-herz-fuer-kaffee-und-krimskrams-wie-tchibo-erfolgreich-wurde\/30075534.html?utm_medium=sh&amp;utm_campaign=teilen&amp;utm_source=Flipboard&amp;utm_term=web\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Problem \u2013 Kaffee ist nicht genug<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1955 \u00f6ffnete die erste Filiale in der Caffamacherreihe in Hamburg. Ein kleiner Laden, in dem man Kaffee nicht nur kaufen, sondern auch trinken konnte. Im Stehen. Das war damals ein Affront gegen die feine Kaffeekultur, aber es funktionierte. Die Leute rochen die frischen Bohnen, sahen die Maschinen, probierten \u2013 und kauften&nbsp;<a href=\"https:\/\/lebensmittelpraxis.de\/zentrale-management\/41576-75-jahre-nach-der-gruendung-was-tchibo-gross-machte-und-dem-unternehmen-heute-fehlt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/tchibo-wird-mit-kaffee-und-kram-zum-grossunternehmen,tchibo106.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Problem: Kaffee allein macht nicht satt. Die Marge ist gut, aber die Kundenbindung \u2013 die h\u00e4ngt am Preis. Max Herz suchte nach einem Klebstoff, der die Leute immer wieder in seine L\u00e4den zog. Und dann kam 1973 das Gericht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Bau \u2013 Wie ein Verbot das Gesch\u00e4ft erfand<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1973 verbot ein Gericht die Zugabe von Geschenken zum Kaffee. Diese &#8222;Aufmerksamkeiten&#8220;, wie die Geschirrt\u00fccher und Dosen hie\u00dfen, waren pl\u00f6tzlich illegal&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/wiwo-history-durchbruch-ein-herz-fuer-kaffee-und-krimskrams-wie-tchibo-erfolgreich-wurde\/30075534.html?utm_medium=sh&amp;utm_campaign=teilen&amp;utm_source=Flipboard&amp;utm_term=web\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.umweltdialog.de\/de\/wirtschaft\/businesscase\/2024\/75-Jahre-Tchibo-Kaffee-Geschirrtuecher-und-Nachhaltigkeit.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder andere h\u00e4tte die Lager geleert und aufgegeben. Max Herz (der 1965 \u00fcberraschend gestorben war, aber sein Sohn G\u00fcnter f\u00fchrte das Werk weiter) tat etwas anderes: Er verkaufte den Kram. Die Geschirrt\u00fccher, die Tischsets, die Fr\u00fchst\u00fccksbrettchen \u2013 all das wanderte nicht mehr gratis in die Pakete, sondern gegen Geld \u00fcber den Ladentisch&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/tchibo-wird-mit-kaffee-und-kram-zum-grossunternehmen,tchibo106.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und siehe da: Die Leute kauften. Sie kauften wie verr\u00fcckt. Der Krimskrams, der Beigeschmack, wurde zum Hauptgericht. Tchibo hatte sein zweites Standbein gefunden, lange bevor das Wort &#8222;Diversifikation&#8220; in den Lehrb\u00fcchern stand&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/wiwo-history-durchbruch-ein-herz-fuer-kaffee-und-krimskrams-wie-tchibo-erfolgreich-wurde\/30075534.html?utm_medium=sh&amp;utm_campaign=teilen&amp;utm_source=Flipboard&amp;utm_term=web\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den 60er Jahren kamen die &#8222;Frische Depots&#8220; in B\u00e4ckereien und Konditoreien. Kleine Regale, die nach Kaffee dufteten, mitten im Brotregal. 1978 dann die &#8222;Tchibo-Frische-Inseln&#8220; im Supermarkt \u2013 ganze Shops im Shop, mit eigenem R\u00f6stautomaten, der den Duft frischer Bohnen in die G\u00e4nge blies. Eine geniale Marketingmaschine: Der Geruch lockte, die N\u00e4he zum Einkaufswagen verf\u00fchrte&nbsp;<a href=\"https:\/\/lebensmittelpraxis.de\/zentrale-management\/41576-75-jahre-nach-der-gruendung-was-tchibo-gross-machte-und-dem-unternehmen-heute-fehlt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1989 kam die n\u00e4chste Stufe: die Selbstbedienung. Ein gro\u00dfer Test mit Edeka Nord zeigte: Wenn der Kunde den Nonfood-Kram selbst ins Regal stellen darf, kauft er mehr. Also kamen die &#8222;Tchibo-Depots&#8220;, Kopfgondeln, in denen alles lag, was das Herz begehrt \u2013 von der Socke bis zum Schraubenzieher. Heute, sch\u00e4tzen Branchenkenner, macht Tchibo die H\u00e4lfte seines Umsatzes \u00fcber den Lebensmittelhandel. 24.000 Depots gibt es in Deutschland&nbsp;<a href=\"https:\/\/lebensmittelpraxis.de\/zentrale-management\/41576-75-jahre-nach-der-gruendung-was-tchibo-gross-machte-und-dem-unternehmen-heute-fehlt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Herzst\u00fcck \u2013 Die eine Idee: Jede Woche eine neue Welt<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber die genialste Idee kam sp\u00e4ter. Irgendwann in den 90ern, als die Welt bunter wurde. Tchibo erfand das Prinzip &#8222;Jede Woche eine neue Welt&#8220;. Jeden Dienstag wechselt das Sortiment. Mal gibt es Wanderst\u00f6cke, mal Designerkleider, mal Elektronik f\u00fcr die K\u00fcche. Das ist nicht nur Verkauf, das ist Inszenierung. Der Kunde kommt nicht, weil er etwas braucht \u2013 der Kunde kommt, weil er nicht wei\u00df, was ihn erwartet&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/tchibo-wird-mit-kaffee-und-kram-zum-grossunternehmen,tchibo106.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist das Herzst\u00fcck. Nicht der Kaffee. Nicht die Bohnen. Sondern dieses Gef\u00fchl von Entdeckung. Von Flohmarkt, aber sauber. Von Zufall, aber berechnet. Max Herz h\u00e4tte das gefallen: Aus dem Schutz-Geschirrtuch wurde ein Gesch\u00e4ftsmodell.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Technik dahinter ist pure Logistik. Tchibo steuert die Warenpr\u00e4sentation zentral, liefert direkt in die M\u00e4rkte, kontrolliert die Preise bis zum letzten Cent. Kein H\u00e4ndler kann abweichen. Das ist Handwerk auf h\u00f6chster Ebene \u2013 nicht mit Schraubenzieher, sondern mit Lkw und Software&nbsp;<a href=\"https:\/\/lebensmittelpraxis.de\/zentrale-management\/41576-75-jahre-nach-der-gruendung-was-tchibo-gross-machte-und-dem-unternehmen-heute-fehlt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Ende \u2013 Triumph, Krise und die R\u00fcckbesinnung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Max Herz starb 1965, mitten in der Expansion. Er war gerade 53. Sein Sohn G\u00fcnter \u00fcbernahm und f\u00fchrte das Werk weiter. 1997 kam der gro\u00dfe Coup: die \u00dcbernahme des Konkurrenten Eduscho. Pl\u00f6tzlich war Tchibo der viertgr\u00f6\u00dfte Kaffeer\u00f6ster der Welt&nbsp;<a href=\"https:\/\/pitchbook.com\/profiles\/company\/277209-19#overview\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/tchibo-wird-mit-kaffee-und-kram-zum-grossunternehmen,tchibo106.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es gab auch R\u00fcckschl\u00e4ge. 1984 f\u00fchrte Tchibo ein neues R\u00f6stverfahren ein, das die Bohnen ergiebiger machen sollte. Die Packung wurde kleiner \u2013 400 Gramm statt Pfund. Der Umsatz brach ein. Die Kunden merkten, dass sie weniger f\u00fcrs gleiche Geld bekamen. Tchibo musste zur\u00fcckrudern. Eine Lehre: Die Marke lebt vom Vertrauen, nicht von der Technik&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/tchibo-wird-mit-kaffee-und-kram-zum-grossunternehmen,tchibo106.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den letzten Jahren wurde es stiller um den Riesen. 2022 schrieb Tchibo einen historischen Verlust von 167 Millionen Euro. Gestiegene Rohstoffpreise, Lieferkettenchaos, Kaufzur\u00fcckhaltung. Der Nonfood-Markt hat sich ver\u00e4ndert. Billigketten wie Action machen Druck, Onlineh\u00e4ndler wie Temu fressen die Impulsk\u00e4ufe&nbsp;<a href=\"https:\/\/lebensmittelpraxis.de\/zentrale-management\/41576-75-jahre-nach-der-gruendung-was-tchibo-gross-machte-und-dem-unternehmen-heute-fehlt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.umweltdialog.de\/de\/wirtschaft\/businesscase\/2024\/75-Jahre-Tchibo-Kaffee-Geschirrtuecher-und-Nachhaltigkeit.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2023 gelang die Wende. 2024 lag der Umsatz bei 3,36 Milliarden Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern kletterte auf 167 Millionen. Das Kaffeegesch\u00e4ft brummt, die Gebrauchsartikel ziehen wieder an&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.tchibo.com\/de\/en\/news\/tchibo-coffee-programme-off-to-a-successful-start-one-year-later-13-000-farms-in-nine-countries-reached\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/investments.targobank.de\/ciminfo\/news\/CIWI1295.html?REFERER=CIWI1286&amp;ID_NEWS=1151863343&amp;LAST_REFERER=CIWI1293&amp;BUSINESS_ACTIVITY=&amp;DATE_START=&amp;DATE_END=&amp;HITSONLY=0&amp;ID_SECTOR=&amp;ID_SUBCATEGORY_TEMP=&amp;INDEX_OR_SHARE=&amp;JOIN_TYPE=&amp;MARKET_NEWS_ORIGIN=&amp;SEARCH_FOR=SEARCH_VALUE&amp;SEARCH_TOLERANCE=0.3&amp;SEARCH_TYPE=&amp;SEARCH_VALUE=&amp;TIME_FRAME=7D&amp;WKN_ISIN=&amp;USE_TIME_FRAME=PREDEFINED&amp;OFFSET=10&amp;ID_COUNTRY=GB&amp;ID_SUPPLIER_CATEGORY=&amp;OBAN=live\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Epilog \u2013 Was bleibt?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute geh\u00f6rt Tchibo zu 100 Prozent der Familie Herz, geb\u00fcndelt in der Holding Maxingvest&nbsp;<a href=\"https:\/\/marketpublishers.com\/report\/company_reports\/tchibo-gmbh-foodservice-strategy-swot-n-corporate-finance-report_marketline.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/tchibo-wird-mit-kaffee-und-kram-zum-grossunternehmen,tchibo106.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Das Unternehmen hat 10.452 Mitarbeiter weltweit, verkauft Kaffee in \u00fcber 60 L\u00e4nder und treibt Nachhaltigkeitsprojekte voran: 20 Prozent des Kaffees stammen aus zertifiziertem Anbau, bis 2027 soll es alles sein&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.tchibo.com\/de\/en\/news\/tchibo-coffee-programme-off-to-a-successful-start-one-year-later-13-000-farms-in-nine-countries-reached\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.umweltdialog.de\/de\/wirtschaft\/businesscase\/2024\/75-Jahre-Tchibo-Kaffee-Geschirrtuecher-und-Nachhaltigkeit.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe eine alte Patentschrift aus den 50ern gesehen \u2013 nicht von Tchibo, aber von einem \u00e4hnlichen Versandhaus. Darin steht der Satz: &#8222;Der Kunde will nicht nur kaufen, er will erleben.&#8220; Max Herz hat das verstanden, ohne Ingenieur zu sein. Er war ein Techniker des Handels. Er wusste, dass die Maschine \u2013 in seinem Fall die R\u00f6sterei \u2013 nur der Buchstabe ist. Der Mensch ist das Wort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn du heute eine Tchibo-Filiale betrittst und diesen Duft riechst \u2013 diesen unverwechselbaren Geruch aus frisch gemahlenen Bohnen und billigem Parf\u00fcm von den W\u00fchltischen \u2013 dann denk an Max Herz. An den Mann, der aus einem Geschirrtuch ein Imperium baute. Und daran, dass die beste Technik manchmal die ist, die man nicht sieht. Die im Kopf des Kunden stattfindet.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg, 1949. Die Stadt liegt noch in Tr\u00fcmmern, der Geruch von nassem Schutt und Kohle\u00f6fen h\u00e4ngt in der Luft. In einer kleinen R\u00f6sterei in der Innenstadt steht ein Mann und beobachtet, wie braune Bohnen durch eine Trommel fallen. 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