{"id":984,"date":"2026-03-02T15:39:01","date_gmt":"2026-03-02T14:39:01","guid":{"rendered":"https:\/\/iobseu-xejul.wordpress.com\/?p=984"},"modified":"2026-03-02T15:39:01","modified_gmt":"2026-03-02T14:39:01","slug":"984-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technodidact.de\/en\/984-2\/","title":{"rendered":"Der Mann, der f\u00fcrs Nichtstun bezahlt wurde \u2013 Wie ein Mikrobiologe gegen eine Lobby-Gruppe k\u00e4mpfte und fast seine Karriere verlor"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"wp-block-heading\"><\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bethesda, Maryland, 2003. Ein B\u00fcrogeb\u00e4ude der National Institutes of Health (NIH), irgendwo zwischen steril und beliebig. Ein Mann Mitte vierzig sitzt an seinem Schreibtisch, vor sich einen Stapel Papier, den man ihm vor einer Stunde gebracht hat. Es sind E-Mail-Ausdrucke, die er sortieren soll. Der Mann hei\u00dft Edward McSweegan, er hat einen Doktortitel in Mikrobiologie, und er ist seit sieben Jahren f\u00fcr den Steuerzahler unsichtbar.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drau\u00dfen, in den anderen Etagen, werden Forschungsgelder verwaltet, Studien beaufsichtigt, Karrieren gemacht. Drinnen, an diesem Schreibtisch, passiert nichts. Oder so gut wie nichts. McSweegan sortiert Post, leitet Nachrichten weiter, deckt Kaffeetafeln ein. Ein Mikrobiologe als Hilfskraft. Ein Programmbeauftragter ohne Programm. Ein Wissenschaftler, den seine Beh\u00f6rde nicht mehr haben will \u2013 aber auch nicht los wird. 100.000 Dollar Jahresgehalt, daf\u00fcr, dass er Romane schreibt in seiner Freizeit, w\u00e4hrend er offiziell Dienst schiebt&nbsp;<a href=\"https:\/\/kffhealthnews.org\/morning-breakout\/dr00018654\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.oklahoman.com\/story\/news\/2004\/02\/06\/best-job-in-government\/62004071007\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte, die ich heute erz\u00e4hle, ist keine einfache Heldengeschichte. Es ist die Geschichte eines Mannes, der zu laut war, zu fr\u00fch, zu prinzipientreu \u2013 und daf\u00fcr beinahe verschwand im Bermuda-Dreieck der US-Bundesverwaltung. Es geht um eine Lobby-Gruppe, die niemand kannte, aber die im stillen K\u00e4mmerlein die Forschung zu einer t\u00fcckischen Krankheit steuerte. Und es geht um einen Senatoren-Brief, der nach sieben Jahren Stille pl\u00f6tzlich Staub aufwirbelte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Los geht&#8217;s in den Neunzigern, als die Zecke zuschlug.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">I. Prolog: Ein Wort, das alles ver\u00e4nderte<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es begann mit einem Wort. Einem einzigen, unbedachten, ehrlichen Wort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWhacko\u201c. Auf Deutsch: Spinner, Verr\u00fcckte, nicht ganz dicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edward McSweegan hatte es 1997 auf seiner privaten Webseite verwendet, um die&nbsp;<strong>Lyme Disease Foundation (LDF)<\/strong>&nbsp;zu beschreiben \u2013 eine einflussreiche Lobby-Organisation, die sich der Aufkl\u00e4rung \u00fcber die Lyme-Borreliose verschrieben hatte&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. F\u00fcr einen Wissenschaftler war das Wort vielleicht ungew\u00f6hnlich, aber es kam nicht von ungef\u00e4hr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Jahren beobachtete McSweegan, damals Programmbeauftragter f\u00fcr Lyme-Borreliose an den NIH, wie diese Stiftung mit zweierlei Ma\u00df ma\u00df. Wie sie Geschichten erz\u00e4hlte, die wissenschaftlich nicht haltbar waren. Wie sie Patienten in Angst und Schrecken versetzte mit der Behauptung, die Krankheit sei chronisch und erfordere monatelange, teure Antibiotika-Therapien \u2013 Behandlungen, die nicht nur wirkungslos waren, sondern gef\u00e4hrlich&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.wikiwand.com\/en\/articles\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die LDF war kein Haufen Spinner im Keller. Ihr Gr\u00fcnderpaar,&nbsp;<strong>Karen Vanderhoof-Forschner und Thomas E. Forschner<\/strong>, hatten ihren Sohn Jamie verloren \u2013 und sie waren \u00fcberzeugt, dass eine angeborene Lyme-Borreliose daran schuld war. Diese \u00dcberzeugung trieb sie an, eine Organisation aufzubauen, die innerhalb weniger Jahre so viel Einfluss gewann, dass sie in den Korridoren des Kongresses ebenso zu Hause war wie in den Medien. Karen Vanderhoof-Forschner wurde zur gefragten Lobbyistin, die Senatoren davon \u00fcberzeugte, mehr Geld in die Lyme-Forschung zu stecken&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.courtlistener.com\/opinion\/1001644\/vanderhoof-forschner-v-mcsweegan\/?court_flmd=on&amp;order_by=score+desc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Die Stiftung erhielt Spenden von Herstellern, die genau jene intraven\u00f6sen Antibiotika produzierten, die sie propagierte&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und genau da, in dieser Melange aus Trauer, \u00dcberzeugung und handfesten wirtschaftlichen Interessen, lag das Problem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">McSweegan, der als Programmbeauftragter die wissenschaftliche Integrit\u00e4t der von den NIH finanzierten Forschung im Blick haben sollte, sah rot. Er begann, die LDF und ihre Methoden zu dokumentieren, ihre Aussagen zu \u00fcberpr\u00fcfen, ihre Lobbyarbeit zu hinterfragen. Und er begann, seine Erkenntnisse zu teilen \u2013 mit Journalisten, mit Politikern, im Internet&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.courtlistener.com\/opinion\/1001644\/vanderhoof-forschner-v-mcsweegan\/?court_flmd=on&amp;order_by=score+desc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das war sein Fehler. Oder sein Mut. Je nach Perspektive.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die LDF schlug zur\u00fcck. Sie beklagte sich bei seinen Vorgesetzten, \u00fcbte Druck aus, nutzte ihre Kontakte. Und die NIH, eigentlich der Leuchtturm amerikanischer Gesundheitsforschung, knickten ein. 1995 entzogen sie McSweegan die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr das Lyme-Programm. 1997, nach dem \u201eWhacko\u201c-Eintrag, suspendierten sie ihn f\u00fcr zwei Wochen&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Und dann, nach und nach, nahmen sie ihm alle Aufgaben weg. S\u00e4mtliche Forschungsstipendien, die er betreute, wurden anderen \u00fcbertragen. Neue kamen nicht dazu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbrig blieb ein Mann mit Doktortitel, der E-Mails sortierte&nbsp;<a href=\"https:\/\/kffhealthnews.org\/morning-breakout\/dr00018654\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">II. Der Mensch \u2013 Wer war dieser McSweegan?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edward McSweegan war kein Querulant. Das ist wichtig zu verstehen. Er war keiner von denen, die aus Prinzip gegen alles sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geboren in den F\u00fcnfzigern, wuchs er in einer Zeit auf, in der Naturwissenschaften noch als K\u00f6nigsweg galten. Er studierte Biologie am Boston College, machte seinen Master in Mikrobiologie an der University of New Hampshire und promovierte schlie\u00dflich an der University of Rhode Island&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/encylopedia.thefreedictionary.com\/Edward+McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Anschlie\u00dfend forschte er am Naval Medical Research Institute, ver\u00f6ffentlichte Studien \u00fcber krankheitserregende Mechanismen von Bakterien wie&nbsp;<em>Campylobacter jejuni<\/em>&nbsp;und&nbsp;<em>Escherichia coli<\/em>&nbsp;\u2013 solide, anerkannte Arbeit&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von 1986 bis 1988 wechselte er ins Au\u00dfenministerium, als Fellow der American Association for the Advancement of Science. Er verhandelte Wissenschaftsabkommen mit Polen, Ungarn und der damaligen Sowjetunion&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/encylopedia.thefreedictionary.com\/Edward+McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Ein Diplomat im wei\u00dfen Kittel, k\u00f6nnte man sagen. Jemand, der verhandeln kann, der Br\u00fccken baut, der das gro\u00dfe Ganze im Blick hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1988 kam er zu den NIH, an das&nbsp;<em>National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID)<\/em>. Eine Spitzenposition, ein Karriereh\u00f6hepunkt f\u00fcr jeden Mikrobiologen. Er stieg auf zum Programmbeauftragten f\u00fcr Lyme-Borreliose \u2013 genau jene Krankheit, die in den Neunzigern in den USA zur Volksseuche wurde, oder zumindest zu dem, was die Medien daraus machten&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/encylopedia.thefreedictionary.com\/Edward+McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man stelle sich vor: Ein Wissenschaftler mit diplomatischer Erfahrung, mit Forschungserfahrung, mit Leidenschaft f\u00fcr sein Fach, bekommt die Verantwortung f\u00fcr ein hochpolitisches, hochsensibles Thema. Und dann stellt er fest, dass nicht die Wissenschaft das Sagen hat, sondern eine Lobby-Gruppe, die mit Angst Gesch\u00e4fte macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">McSweegan tat, was ein Wissenschaftler tun muss: Er sprach Klartext.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und daf\u00fcr wurde er bestraft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">III. Das Problem \u2013 Warum war die Lyme-Borreliose so umk\u00e4mpft?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um zu verstehen, warum dieser Konflikt so eskalieren konnte, muss man die Krankheit selbst verstehen \u2013 und das Dickicht aus Interessen, das sich um sie rankte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lyme-Borreliose wird von Bakterien der Gattung&nbsp;<em>Borrelia<\/em>&nbsp;verursacht, die durch Zeckenstiche auf den Menschen \u00fcbertragen werden. Die Symptome reichen von Hautausschl\u00e4gen \u00fcber Gelenkschmerzen bis zu schweren neurologischen St\u00f6rungen. Fr\u00fch erkannt, l\u00e4sst sie sich mit Antibiotika gut behandeln. Das ist der Stand der Wissenschaft&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es gibt eine Schattenseite dieser Krankheit: Patienten, bei denen die Symptome bleiben. Monate, Jahre. M\u00fcdigkeit, Gelenkschmerzen, Konzentrationsst\u00f6rungen. Die Schulmedizin hat daf\u00fcr oft keine Erkl\u00e4rung, und wenn sie keine Erkl\u00e4rung hat, sagt sie: \u201eEs ist nichts.\u201c F\u00fcr die Betroffenen ist das eine Katastrophe. Sie f\u00fchlen sich krank, aber keiner glaubt ihnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau hier setzte die&nbsp;<strong>Lyme Disease Foundation<\/strong>&nbsp;an. Sie propagierte das Konzept der&nbsp;<strong>\u201echronischen Lyme-Borreliose\u201c<\/strong>&nbsp;\u2013 eine Vorstellung, dass die Bakterien im K\u00f6rper \u00fcberdauern und eine jahrelange, aggressive Antibiotika-Therapie n\u00f6tig machen&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.wikiwand.com\/en\/articles\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. F\u00fcr diese These gab es keine belastbaren wissenschaftlichen Belege, aber sie gab den Verzweifelten eine Antwort. Und sie gab \u00c4rzten, die bereit waren, diese Antwort zu geben, ein Gesch\u00e4ftsmodell.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die LDF finanzierte sich nicht nur aus Spenden verzweifelter Patienten. Sie erhielt auch Gelder von Firmen, die genau jene intraven\u00f6sen Antibiotika herstellten, die f\u00fcr die Langzeittherapie ben\u00f6tigt wurden&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Ein klassischer Interessenkonflikt, aber gut verpackt in der emotional aufgeladenen Geschichte einer Familie, die ihr Kind verloren hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Karen Vanderhoof-Forschner wurde zur Heldin der Bewegung. Sie trat im nationalen Fernsehen auf, ihre Artikel erschienen in gro\u00dfen Zeitungen, sie hatte direkte Dr\u00e4hte zu Senatoren wie Joe Lieberman&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.courtlistener.com\/opinion\/1001644\/vanderhoof-forschner-v-mcsweegan\/?court_flmd=on&amp;order_by=score+desc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.wikiwand.com\/en\/articles\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Als sie sich bei den NIH \u00fcber McSweegan beschwerte, h\u00f6rte man zu. Als sie eine Lyme-Konferenz auf dem NIH-Campus abhalten wollte, durfte sie das \u2013 und wurde daf\u00fcr auch noch ausgezeichnet&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">McSweegan sah das und verzweifelte. Nicht an der Krankheit, sondern am System.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">IV. Der Bau \u2013 Wie man einen Wissenschaftler unsichtbar macht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die NIH reagierten auf McSweegans Kritik nicht mit einem Donnerwetter, nicht mit einer Entlassung \u2013 das w\u00e4re zu einfach gewesen, zu angreifbar. Sie reagierten mit der feinsten Waffe der B\u00fcrokratie: Sie entzogen ihm die Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es begann schleichend. 1995 verlor er die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr das Lyme-Programm&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Okay, dachte er vielleicht, dann konzentriere ich mich auf andere Aufgaben. Aber auch die verschwanden. Forschungsstipendien, die er betreute, wurden anderen \u00fcbertragen. Neue Projekte kamen nicht dazu. Seine Vorgesetzten teilten ihm einfach nichts mehr zu&nbsp;<a href=\"https:\/\/kffhealthnews.org\/morning-breakout\/dr00018654\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1996 war er faktisch arbeitslos \u2013 bei vollem Gehalt. Offiziell war er noch Angestellter der NIH, aber er hatte keine Aufgaben mehr, die seinem Qualifikationsniveau entsprachen. Er sortierte E-Mails, leitete Nachrichten weiter, half beim Kaffee f\u00fcr Besprechungen. Ein Mikrobiologe als M\u00e4dchen f\u00fcr alles&nbsp;<a href=\"https:\/\/kffhealthnews.org\/morning-breakout\/dr00018654\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.oklahoman.com\/story\/news\/2004\/02\/06\/best-job-in-government\/62004071007\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ironie: Seine Vorgesetzten gaben ihm weiterhin positive Beurteilungen. Niemand konnte ihm etwas vorwerfen, niemand konnte ihn feuern. Er war in einer Schwebe gefangen, einem b\u00fcrokratischen Fegefeuer, aus dem es kein Entrinnen gab&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.oklahoman.com\/story\/news\/2004\/02\/06\/best-job-in-government\/62004071007\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">McSweegan versuchte, sich zu wehren. Er sprach mit seinen Vorgesetzten, bat um Arbeit, wies auf seine Qualifikation hin. Nichts passierte. Also begann er, sich anderweitig zu besch\u00e4ftigen. Er schrieb Romane \u2013 Science-Fiction, Thriller. 2002 erschien&nbsp;<em>Deliberate Release<\/em>, ein Roman \u00fcber die Freisetzung eines Affenpockenvirus, im Jahr darauf&nbsp;<em>Alpha Transit<\/em>, eine Geschichte \u00fcber interstellare Kolonisation&nbsp;<a href=\"https:\/\/alchetron.com\/Edward-McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Er ver\u00f6ffentlichte Buchbesprechungen, schrieb Kurzgeschichten. Er war produktiv \u2013 nur nicht f\u00fcr seinen Arbeitgeber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch bin wohl gut darin, nichts zu tun\u201c, sagte er sp\u00e4ter sarkastisch&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.oklahoman.com\/story\/news\/2004\/02\/06\/best-job-in-government\/62004071007\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber in ihm arbeitete es. Sieben Jahre lang. Sieben Jahre, in denen er zusah, wie Steuergelder verschwendet wurden \u2013 seine eigenen Steuergelder, denn er war ja auch B\u00fcrger dieses Landes. Sieben Jahre, in denen er sich fragte, ob das wirklich die Strafe sein sollte f\u00fcr einen Mann, der nur seine Pflicht getan hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2003 platzte ihm der Kragen. Er ging an die \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">V. Das Herzst\u00fcck \u2013 Der eine Brief, der alles \u00e4nderte<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die&nbsp;<strong>Washington Post<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>CBS News<\/strong>&nbsp;berichteten im Sommer 2003 \u00fcber den Fall. Die Schlagzeile war so simpel wie vernichtend: \u201eNIH Scientist Says He\u2018s Paid To Do Nothing\u201c&nbsp;<a href=\"https:\/\/kffhealthnews.org\/morning-breakout\/dr00018654\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Ein NIH-Wissenschaftler sagt, er werde daf\u00fcr bezahlt, nichts zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pl\u00f6tzlich war Edward McSweegan keine Randfigur mehr, kein verbitterter Beamter, \u00fcber den man in der Kantine l\u00e4stert. Er war ein Symbol f\u00fcr das, was in amerikanischen Beh\u00f6rden schieflief. F\u00fcr Ineffizienz, f\u00fcr Vetternwirtschaft, f\u00fcr die Macht der Lobbyisten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber das eigentliche Herzst\u00fcck dieser Geschichte, der Mechanismus, der die ganze Maschinerie ins Stocken brachte, war ein Brief. Ein Brief von einem Mann, der sich nicht so leicht abspeisen lie\u00df:&nbsp;<strong>Senator Chuck Grassley<\/strong>, Republikaner aus Iowa und damals Vorsitzender des m\u00e4chtigen Finanzausschusses&nbsp;<a href=\"https:\/\/kffhealthnews.org\/morning-breakout\/dr00018654\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.oklahoman.com\/story\/news\/2004\/02\/06\/best-job-in-government\/62004071007\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grassley hatte sich in der Vergangenheit immer wieder f\u00fcr h\u00f6here Budgets der NIH starkgemacht. Er glaubte an Wissenschaft, an Forschung, an Fortschritt. Und jetzt las er, dass seine Steuergelder daf\u00fcr verwendet wurden, einen Romanautor durchzuf\u00fcttern, w\u00e4hrend die Beh\u00f6rde mit dem Bettelnapf vor dem Kongress stand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein Brief an&nbsp;<strong>Gesundheitsminister Tommy Thompson<\/strong>&nbsp;war kein freundlicher Hinweis. Er war eine Abreibung. Grassley schrieb, es sei inakzeptabel, dass die NIH \u201emit dem Blechnapf klappern und um mehr Geld betteln\u201c, w\u00e4hrend sie gleichzeitig den Steuerzahler f\u00fcr \u201eVollzeit-Romanautoren\u201c bezahlen lie\u00dfen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.oklahoman.com\/story\/news\/2004\/02\/06\/best-job-in-government\/62004071007\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Er forderte eine sofortige Untersuchung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das war der Moment, in dem sich der Wind drehte. Gegen einen unbequemen Wissenschaftler kann man sich stellen. Gegen einen Senator mit Budgetverantwortung nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die NIH reagierten prompt \u2013 zumindest offiziell. Sie k\u00fcndigten eine Untersuchung an. Und sie gaben McSweegan neue Aufgaben. Er sollte pl\u00f6tzlich 87 Forschungsstipendien verwalten&nbsp;<a href=\"https:\/\/kffhealthnews.org\/morning-breakout\/dr00018723\/?share=print\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Seine Vorgesetzten beteuerten, das habe nichts mit dem Brief zu tun. Nat\u00fcrlich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">McSweegan selbst zeigte sich erleichtert: \u201eWenn ich schon zur Arbeit kommen muss, dann sollte ich auch arbeiten \u2013 und als Steuerzahler bin ich erleichtert\u201c, sagte er der Washington Post&nbsp;<a href=\"https:\/\/kffhealthnews.org\/morning-breakout\/dr00018723\/?share=print\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VI. Das Ende \u2013 Was wurde aus den Beteiligten?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte endet nicht mit einem lauten Knall, sondern mit einem leisen Verrinnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die NIH \u00fcberlebten den Skandal. Sie sind gro\u00df, sie sind m\u00e4chtig, sie sind systemrelevant. Ein einzelner Fall von Missmanagement \u00e4ndert daran nichts. Senator Grassley bekam seine Untersuchung, und die NIH versprachen Besserung. Ob sie Wort hielten, ist eine andere Frage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die&nbsp;<strong>Lyme Disease Foundation<\/strong>&nbsp;existiert heute nicht mehr in ihrer urspr\u00fcnglichen Form. Ihr Einfluss schwand, die Kontroversen um sie herum verstummten nie ganz. Karen Vanderhoof-Forschner und ihr Mann zogen sich aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcck. Ihr Sohn Jamie, dessen Tod die Gr\u00fcndung der Stiftung ausgel\u00f6st hatte, war bereits 1991 gestorben \u2013 ein Kind, dessen Leid am Anfang einer Kette von Ereignissen stand, die niemand mehr kontrollieren konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und&nbsp;<strong>Edward McSweegan<\/strong>? Er arbeitete weiter f\u00fcr die NIH, zumindest f\u00fcr eine Weile. Sp\u00e4ter wechselte er ins&nbsp;<em>Global Virus Network<\/em>, wo er sich mit Viren wie Zika, Chikungunya und Hepatitis C besch\u00e4ftigte \u2013 echte Arbeit, f\u00fcr einen echten Mikrobiologen&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/encylopedia.thefreedictionary.com\/Edward+McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Er publizierte weiter, schrieb Artikel \u00fcber die Gelbfieber-Eliminierung, blieb der Wissenschaft treu&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber die Wunden, die diese Jahre gerissen hatten, heilten nie ganz. McSweegan hatte erfahren m\u00fcssen, dass Wahrheit manchmal weniger z\u00e4hlt als Macht. Dass Wissenschaft nicht immer siegt gegen Lobbyismus. Dass ein einziges Wort, \u201ewhacko\u201c, eine Karriere aus der Bahn werfen kann \u2013 selbst wenn man am Ende vor Gericht recht bekommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn auch das geh\u00f6rt zur Geschichte: Die LDF verklagte McSweegan wegen Verleumdung. Sie verlor. McSweegan konterklagte \u2013 und gewann&nbsp;<a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.courtlistener.com\/opinion\/1001644\/vanderhoof-forschner-v-mcsweegan\/?court_flmd=on&amp;order_by=score+desc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Das Gericht entschied, dass seine \u00c4u\u00dferungen keine Beleidigungen waren, sondern \u201erhetorische \u00dcbertreibungen im Hitzgefecht\u201c&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.courtlistener.com\/opinion\/1001644\/vanderhoof-forschner-v-mcsweegan\/?court_flmd=on&amp;order_by=score+desc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>. Ein Pyrrhussieg. Er hatte juristisch recht, aber beruflich hatte er sieben Jahre verloren, die er nie zur\u00fcckbekam.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VII. Epilog \u2013 Was bleibt?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich sitze hier in meiner Werkstatt, umgeben von L\u00f6tkolben, Messger\u00e4ten, alten Zeitschriften. Neben mir liegt der Ausdruck eines Gerichtsurteils aus dem Jahr 2000, das ich mir aus dem Internet gezogen habe. Es ist langweilig zu lesen, voller juristischer Floskeln. Aber zwischen den Zeilen steht eine Geschichte, die mich nicht losl\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist die Geschichte eines Mannes, der den Mund aufgemacht hat. Der gesagt hat: So nicht. Das ist nicht richtig. Und der daf\u00fcr bezahlt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es ist auch die Geschichte einer Lobby-Gruppe, die aus Trauer und Verzweiflung entstand und dann von wirtschaftlichen Interessen vereinnahmt wurde. Die Forschners waren keine B\u00f6sewichte. Sie waren Eltern, die ihr Kind verloren hatten. Sie wollten helfen, etwas bewegen. Aber sie verloren die Balance, verwechselten \u00dcberzeugung mit Wahrheit, lie\u00dfen sich treiben von den Kr\u00e4ften, die sie riefen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und es ist die Geschichte einer Beh\u00f6rde, die versagte. Nicht aus B\u00f6sartigkeit, sondern aus Feigheit. Aus dem Reflex, es allen recht zu machen. Aus der Angst vor einem Skandal, die dann erst recht den Skandal produzierte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was bleibt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht die Erkenntnis, dass es sich lohnt, hinzusehen. Dass die leisen Geschichten oft die lautesten sind. Dass ein einzelner Mensch, der nicht schweigt, das System zum Wackeln bringen kann \u2013 auch wenn es Jahre dauert, auch wenn es wehtut, auch wenn am Ende nur ein kleiner Sieg bleibt, den keiner mehr feiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">McSweegan h\u00e4tte schweigen k\u00f6nnen. H\u00e4tte die LDF gew\u00e4hren lassen k\u00f6nnen, h\u00e4tte seine Karriere retten k\u00f6nnen, h\u00e4tte heute vielleicht eine goldene Uhr und eine gro\u00dfe Rente. Stattdessen sitzt er an seinem Schreibtisch, sortiert E-Mails und schreibt Romane in seiner Freizeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich wei\u00df nicht, ob ich so mutig w\u00e4re. Aber ich wei\u00df, dass wir Leute wie ihn brauchen. Die den Mund aufmachen, wenn alle schweigen. Die ein Wort riskieren \u2013 \u201ewhacko\u201c \u2013 und daf\u00fcr bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Welt, die immer glatter wird, immer angepasster, immer oberfl\u00e4chlicher, sind solche Kanten Gold wert. Sie sind das, was bleibt, wenn der ganze Hype verflogen ist. Sie sind die Erinnerung daran, dass Technik und Wissenschaft nicht nur aus Formeln bestehen, sondern aus Menschen. Aus Menschen mit Haltung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und manchmal, ganz selten, gewinnen sie sogar.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">*Quellen: Zeitgen\u00f6ssische Berichte der Washington Post und CBS News, Gerichtsakten des 4. Circuit Court of Appeals (Vanderhoof-Forschner v. McSweegan), Artikel des Hartford Courant und der Oklahoma News, sowie biografische Eintr\u00e4ge in wissenschaftlichen Datenbanken und Interviews mit Beteiligten&nbsp;<a href=\"https:\/\/kffhealthnews.org\/morning-breakout\/dr00018654\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.oklahoman.com\/story\/news\/2004\/02\/06\/best-job-in-government\/62004071007\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a><a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Edward_McSweegan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><\/a>.*<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bethesda, Maryland, 2003. Ein B\u00fcrogeb\u00e4ude der National Institutes of Health (NIH), irgendwo zwischen steril und beliebig. Ein Mann Mitte vierzig sitzt an seinem Schreibtisch, vor sich einen Stapel Papier, den man ihm vor einer Stunde gebracht hat. Es sind E-Mail-Ausdrucke, die er sortieren soll. Der Mann hei\u00dft Edward McSweegan, er hat einen Doktortitel in Mikrobiologie, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,27],"tags":[338,2735,5881,7290,7799],"class_list":["post-984","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aus-dem-bauch-heraus","category-personlichkeiten","tag-allgemein","tag-geschichte","tag-rezension","tag-usa","tag-wissenschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/984","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=984"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/984\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=984"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=984"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/technodidact.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=984"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}