Die große Ära der Zeichentrickklassiker: Wie eine Handvoll Serien eine Generation prägte
Autor: DerSchneider
Einleitung
Es war einmal – so beginnen nicht nur die Geschichten von Maestro und seinen Freunden, sondern auch die Erinnerung einer ganzen Generation. Wer in den 1970er- und 1980er-Jahren im deutschsprachigen Raum aufgewachsen ist, erinnert sich an die Nachmittage vor dem Fernseher, an die magischen Momente, wenn die Titelmelodien erklangen und bunte Welten aus Japan, Frankreich und der Tschechoslowakei die Kinderzimmer eroberten.
Die Rede ist von einer Ära, in der Zeichentrickserien weit mehr waren als bloße Unterhaltung. Sie waren Begleiter, Lehrmeister und Seelentröster. Serien wie Die Biene Maja, Heidi, Wickie, Pinocchio, Marco, Nils Holgersson, Sindbad, Barbapapa, Es war einmal…, Der kleine Maulwurf und Kimba, der weiße Löwe prägten das Fernsehprogramm und das kollektive Gedächtnis. Sie vermittelten Werte wie Mut, Freundschaft, Hilfsbereitschaft und den Respekt vor der Natur – oft auf eine Weise, die bis heute nachwirkt.
Dieser Artikel widmet sich diesen Kindheitshelden, ihrer Entstehungsgeschichte, den Künstlern und Studios hinter den Kulissen sowie den zeitlosen Botschaften, die sie transportierten. Es ist eine Reise in eine Ära, in der Animation noch Handarbeit war und die Geschichten mit Liebe zum Detail erzählt wurden.
Die Produktionslandschaft: Eine Ära der Koproduktionen
Die große Zeit dieser Serien fällt in die 1970er- und frühen 1980er-Jahre – eine Phase, in der das westdeutsche Fernsehen, allen voran das ZDF, auf der Suche nach hochwertigem Kinderprogramm war. Die Lösung fand man in einer ungewöhnlichen, aber äußerst fruchtbaren Kooperation: deutsch-österreichisch-japanischen Koproduktionen.
Die Pioniere: ZDF, ORF und die japanischen Studios
Der ZDF-Produzent Josef Göhlen war die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung. Er brachte in den 1970er-Jahren Anime-Kultserien wie Wickie und die starken Männer, Die Biene Maja und Heidi durch deutsch-japanische Koproduktionen und Lizenzgeschäfte ins deutsche Fernsehen. Die Idee war einfach wie genial: Man kombinierte die literarischen Vorlagen aus Europa – oft Klassiker der Weltliteratur – mit der zeichnerischen und animatorischen Expertise der japanischen Anime-Studios, die damals bereits über beeindruckende Produktionskapazitäten verfügten.
Die Serie Die Biene Maja wurde genauso wie Pinocchio, Wickie und die starken Männer, Heidi und Sindbad im Auftrag von ZDF und ORF in Japan produziert. Es entstand eine ganze Reihe von Serien, die heute als World Masterpiece Theater bekannt sind – eine Kollektion von Anime-Adaptionen literarischer Klassiker, produziert von Nippon Animation zwischen 1969 und 2009.
Die Bedeutung dieser Koproduktionen
Diese Serien waren für viele Kinder im deutschsprachigen Raum die erste Begegnung mit dem Medium Anime – auch wenn dieser Begriff damals noch kaum bekannt war. Der typische Zeichenstil mit den großen, ausdrucksstarken Augen und den liebevoll gestalteten Hintergründen wurde zum Markenzeichen einer ganzen Generation von Kinderserien. Die Koproduktionen machten den Anime in Deutschland verwurzelt und schufen eine bis heute anhaltende Verbindung zwischen europäischen Inhalten und japanischer Animationskunst.
Die Helden und ihre Geschichten
1. Es war einmal… – Die französische Wissensreihe
Die Es war einmal…-Reihe ist ein pädagogisches Monument der Fernsehgeschichte. Geschaffen vom französischen Produzenten Albert Barillé für sein Animationsstudio Procidis, eroberte sie seit den späten 1970er-Jahren die Kinderzimmer der Welt. Die Serie wurde in über hundert Ländern ausgestrahlt, und weltweit wurden 150 Millionen Videokassetten und DVDs sowie 250 Millionen Begleitbücher verkauft.
Das Konzept: Die Besonderheit der Reihe liegt in ihrem wiederkehrenden Figurenensemble. Dieselben Charaktere – Meister (der weise alte Mann), Peter (der tapfere Held), Dicki (sein treuer, stämmiger Freund), Pierrette (die blonde Gefährtin) sowie die Schurken Der Fiese und Der Zwerg – tauchen in jeder Serie und jeder Epoche auf. Sie verkörpern Archetypen und machen komplexe Themen greifbar.
Die Serien im Überblick:
Die Botschaft: Die Serie vermittelt Wissen auf unterhaltsame Weise, ohne belehrend zu wirken. Sie ist ein herausragendes Beispiel für gelungenes Edutainment und zeigt, dass Lernen und Spaß keine Gegensätze sein müssen.
2. Barbapapa – Die formwandelnde Familie
Barbapapa ist weit mehr als eine bunte Kindersendung. Die Geschichte der birnenförmigen Fantasiewesen begann 1970 in Paris, als die französische Architekturstudentin Annette Tison und der amerikanische Biologielehrer Talus Taylor die Figuren erfanden. Der Name ist eine Anspielung auf das französische Wort für Zuckerwatte: barbe à papa – „Papas Bart“.
Die Familie: Die neun Mitglieder der Barbapapa-Familie können ihre Form beliebig verändern – eine Gabe, die sie nutzen, um anderen zu helfen. Jedes Familienmitglied hat seine eigene Farbe und Persönlichkeit:
- Barbapapa (rosa): Der gutmütige Vater
- Barbamama (schwarz): Die fürsorgliche Mutter
- Barbabella (lila): Modebewusst
- Barbasophie (orange): Intellektuell
- Barbalala (grün): Musikalisch
- Barbahelle (blau): Erfinderisch
- Barbabravo (rot): Sportlich
- Barbabo (schwarz, behaart): Künstlerisch
- Barbazoo (gelb): Naturfreund
Die Botschaft: Die Serie behandelt auf intelligente Weise Themen wie Umweltschutz, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Die Barbapapas helfen oft dabei, die Natur zu bewahren oder Probleme friedlich zu lösen – eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je.
3. Marco – Eine Reise voller Herzschmerz und Hoffnung
Marco aus dem Jahr 1976 ist ein Anime-Klassiker, der für seine emotionale Tiefe bekannt ist. Produziert wurde die Serie vom renommierten Studio Nippon Animation unter der Regie von Isao Takahata – einem der späteren Gründer von Studio Ghibli. Das Charakterdesign entwarf Yōichi Kotabe, und Hayao Miyazaki war als Künstlerischer Leiter am Layout beteiligt.
Die Handlung: Die Serie basiert auf der Geschichte Von den Apenninen zu den Anden aus Edmondo De Amicis’ Kinderbuch Cuore (1886). Der kleine Marco Rossi lebt mit seiner Familie in Genua. Seine Mutter muss nach Argentinien auswandern, um Geld zu verdienen. Als die Briefe ausbleiben, macht sich Marco allein auf den beschwerlichen Weg nach Südamerika, um seine Mutter zu suchen – begleitet nur von seinem treuen Affen Peppino.
Die Botschaft: Die Serie ist bekannt für ihre melancholische Grundstimmung und zeigt ein hartes Leben voller Entbehrungen. Sie erzählt von der bedingungslosen Liebe eines Sohnes zu seiner Mutter und von der Hoffnung, die auch in den dunkelsten Stunden nicht stirbt.
4. Die Biene Maja – Ein deutsches Fernsehphänomen
Die Biene Maja ist ein echtes deutsches Kulturgut. Die Geschichte begann 1912 mit dem gleichnamigen Buch von Waldemar Bonsels. Die Zeichentrickserie entstand 1975 als deutsch-österreichisch-japanische Koproduktion und wurde am 9. September 1976 erstmals im ZDF ausgestrahlt. Produziert wurde sie vom japanischen Studio Zuiyo Enterprise (später Nippon Animation) mit 52 Episoden – eine zweite Staffel folgte 1979.
Die Figuren: Neben der neugierigen und abenteuerlustigen Maja etablierte die Serie Figuren wie den tollpatschigen, aber treuen Willi und den weisen Grashüpfer Flip – Charaktere, die in Bonsels’ Buch nicht vorkamen.
Der Titelsong: Ein riesiger Teil des Erfolgs ist der Titelsong, gesungen von Karel Gott. Die eingängige Melodie wurde 1977 sogar ein Nummer-1-Hit in den deutschen Schlagerparaden.
Die Botschaft: Maja verkörpert Neugier, Mut und die Bereitschaft, das Unbekannte zu entdecken. Ihr Motto – keine Angst vor Neuem zu haben – half ihr, immer wieder Freunde zu gewinnen und Gefahren zu überstehen.
5. Der kleine Maulwurf – Ein europäischer Klassiker
Der kleine Maulwurf ist eine der bekanntesten europäischen Zeichentrickfiguren. Erfunden wurde er 1957 vom tschechischen Zeichner und Trickfilmer Zdeněk Miler (1921–2011). Die Inspiration kam ihm, als er über einen Maulwurfshügel stolperte – er suchte eine neue Tierfigur für einen Lehrfilm über die Verarbeitung von Flachs.
Die Besonderheit: Der Maulwurf spricht nicht, sondern kommuniziert mit universell verständlichen Lauten. So kann die Serie weltweit ohne Synchronisation verstanden werden. Zwischen 1957 und 2002 entstanden insgesamt 63 Episoden.
Der Erfolg: Der kleine Maulwurf ist in über 80 Ländern bekannt. In der DDR lief er ab 1959 im Kino und in der Sendung Unser Sandmännchen, in der Bundesrepublik ab Januar 1968 im Ersten. Eine Plüschfigur des Maulwurfs flog 2011 mit der Raumfähre Endeavour und 2018 zur Internationalen Raumstation (ISS).
Die Botschaft: Die Serie besticht durch ihren liebevollen Zeichenstil und die charmanten Abenteuer ihres Helden. Sie zeigt, dass selbst die kleinsten Wesen große Taten vollbringen können – und dass Freundschaft und Hilfsbereitschaft universelle Werte sind.
6. Nils Holgersson – Die Wunderbare Reise
Die Serie Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen aus dem Jahr 1980 ist eine japanisch-österreichische Koproduktion und die erste Produktion des Studios Pierrot – in Zusammenarbeit mit Apollo Film und Gakken. Regie führte Hisajuki Toriumi, die Musik für die deutsche Fassung stammte von Karel Svoboda.
Die Handlung: Der 14-jährige Nils lebt auf einem Hof in Südschweden, ist faul und quält die Tiere. Als Strafe verwandelt ihn ein Wichtelmännchen in einen Zwerg. Plötzlich versteht er die Sprache der Tiere und schließt sich der Hausgans Martin und einem Wildgänse-Schwarm an, die gen Lappland fliegen.
Die Botschaft: Die Serie zeigt, wie Nils durch seine Abenteuer Mitgefühl lernt und vom frechen Rowdy zum verantwortungsvollen Helden reift – eine Geschichte über Wandlung und Reue.
7. Kimba, der weiße Löwe – Der Anime-Pionier
Kimba, der weiße Löwe (jap. Janguru Taitei – „Kaiser des Dschungels“) ist eine der einflussreichsten Zeichentrickserien der Fernsehgeschichte. Sie begann als Manga-Serie des legendären japanischen Zeichners Osamu Tezuka (1928–1989), die von November 1950 bis April 1954 im Magazin Manga Shōnen erschien.
Die Zeichentrickserie: Die erste TV-Umsetzung wurde 1965 vom Studio Mushi Production produziert und umfasste 52 Episoden. Sie war ein Meilenstein – nicht nur als erste japanische Zeichentrickserie in Farbe, sondern auch als eine der ersten Anime-Serien, die international großen Erfolg feierte.
Die Handlung: Kimba ist der Sohn des weißen Löwen Caesars, des Königs des Dschungels. Nachdem Jäger seinen Vater töten und seine Mutter verschleppen, kehrt Kimba in seine afrikanische Heimat zurück, um den Platz seines Vaters einzunehmen. Was Kimba auszeichnet, ist sein pazifistischer und idealistischer Charakter – er hat bei den Menschen gelernt und versucht, den Dschungel durch Verständigung und Zivilisation zu verbessern.
Die Kontroverse: Ein bis heute diskutiertes Kapitel ist die frappierende Ähnlichkeit zwischen Kimba und Disneys Der König der Löwen (1994). Beide Geschichten teilen auffällige Parallelen: Der Name des Helden (Kimba vs. Simba), die Handlung (der Vater wird getötet, der junge Löwe muss ins Exil und später seinen Platz zurückerkämpfen), und zahlreiche ikonische Bilder. Disney wies diese Vorwürfe stets zurück – die Frage nach Inspiration oder Plagiat bleibt bis heute Gegenstand von Diskussionen.
Die Botschaft: Die Serie thematisierte auf kindgerechte Weise tiefgründige Ideen wie Pazifismus, Umweltschutz und den respektvollen Umgang zwischen Mensch und Tier – Werte, die weit über einfache Unterhaltung hinausgingen.
8. Pinocchio – Die vielen Gesichter der Marionette
Die Geschichte von Pinocchio wurde im Laufe der Jahrzehnte in vielen verschiedenen Zeichentrickserien erzählt. Die im deutschsprachigen Raum wohl bekannteste ist die 52-teilige Anime-Serie aus dem Jahr 1976 – eine Koproduktion von ZDF und ORF mit dem japanischen Studio Nippon Animation.
Die Handlung: Der alte, einsame Holzschnitzer Geppetto wünscht sich einen Sohn. Als er eine Marionette aus Holz fertigstellt, erwacht diese zum Leben – es ist Pinocchio. Die Serie begleitet seine Abenteuer, während er lernt, was richtig und falsch ist.
Die düstere Alternative: Ein ganz anderes, sehr viel düsteres Gegenstück ist die ebenfalls 52-teilige Anime-Serie Pinocchio: The Series (1972) vom Studio Tatsunoko Production. Sie hält sich deutlich enger an die oft grausame Vorlage von Carlo Collodi und ist daher weniger für kleinere Kinder geeignet.
Die Botschaft: Pinocchios Geschichte ist eine Parabel über Reife, Verantwortung und die Bedeutung von Ehrlichkeit – Themen, die in jeder Adaption auf unterschiedliche Weise behandelt werden.
9. Wickie und die starken Männer – Köpfchen statt Muskeln
Wickie und die starken Männer basiert auf den Kinderbüchern des schwedischen Autors Runer Jonsson aus dem Jahr 1963. Die Serie ist eine deutsch-österreichisch-japanische Koproduktion und wurde erstmals am 31. Januar 1974 im ZDF ausgestrahlt.
Der Held: Im Mittelpunkt steht der kleine Wikingerjunge Wickie – nicht besonders stark oder furchtlos, sondern eher ängstlich und schmächtig. Doch mit seinen genialen Einfällen rettet er immer wieder seine Mannschaft. Seine berühmte Geste: Er reibt sich die Nase und ruft „Ich hab’s!“ .
Der Titelsong: Der Ohrwurm „Hey, hey, Wickie!“ wurde von der Kölner Band The Stowaways (Vorgänger der Bläck Fööss) gesungen.
Die Botschaft: Die Serie vermittelt, dass Cleverness und Einfallsreichtum oft stärker sind als rohe Gewalt – eine Botschaft, die Generationen von Kindern geprägt hat.
10. Heidi – Das Mädchen aus den Alpen
Die japanische Zeichentrickserie Heidi aus dem Jahr 1974 ist ein weltweiter Fernsehklassiker. Sie basiert auf den Romanen von Johanna Spyri und wurde vom Studio Zuiyo (heute Nippon Animation) produziert. Die kreativen Köpfe dahinter waren Isao Takahata (Regie) und Hayao Miyazaki (Szenenbild) – die später das berühmte Studio Ghibli gründeten.
Die Handlung: Die fünfjährige Waise Heidi wird von ihrer Tante Dete zu ihrem Großvater, dem mürrischen Alm-Öhi, auf eine abgelegene Alm gebracht. Heidi erobert mit ihrer Fröhlichkeit sein Herz und freundet sich mit dem Ziegenhirten Peter an. Später wird sie als Spielgefährtin zur gelähmten Klara nach Frankfurt gebracht, doch das Heimweh treibt sie zurück in die Berge.
Die Musik: Die Kult-Titelmelodie „Heidi“, gesungen von Gitti & Erika und komponiert von Christian Bruhn, wurde millionenfach verkauft und ist bis heute unvergessen.
Die Botschaft: Die Serie zeigt die heilende Kraft der Natur und die Bedeutung von Heimat, Freundschaft und bedingungsloser Liebe.
11. Sindbad – Abenteuer aus 1001 Nacht
Die Kinderserie Sindbad (Originaltitel: Arabian Nights: Sindbad no Bōken) ist ein japanischer Anime-Klassiker aus den Jahren 1975 bis 1976, produziert vom Studio Nippon Animation.
Die Handlung: Anders als in der Vorlage aus Tausendundeiner Nacht ist Sindbad hier kein erwachsener Seefahrer, sondern ein kleiner, wagemutiger Junge. Er lebt in Bagdad und muss die Stadt verlassen, nachdem er mehrere kostbare Tonkrüge im Palast zerbrochen hat. Er schmuggelt sich auf das Schiff seines Onkels Ali und erlebt fantastische Reisen zu unheimlichen Inseln, versunkenen Königreichen und geheimnisvollen Wüsten.
Die Ausstrahlung: Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte vom 21. September 1978 bis 26. Juli 1979 im ZDF. Die Serie umfasst in der deutschen Fassung 42 Folgen (japanisch 52). Die Musik zur deutschen Fassung stammt von Christian Bruhn.
Die Botschaft: Sindbad steht für Abenteuerlust, Mut und den Entdeckergeist – und zeigt, dass auch die Jüngsten Großes erreichen können.
Fazit und Ausblick
Die Ära der Zeichentrickklassiker der 1970er- und 1980er-Jahre war mehr als eine bloße Fernsehphase. Sie war eine kulturelle Brücke zwischen Ost und West, zwischen Europa und Japan. Sie zeigte, dass Geschichten universell sind und dass Animation ein Medium ist, das komplexe Themen kindgerecht vermitteln kann.
Die Serien, die damals entstanden, sind bis heute lebendig – sei es durch Wiederholungen im KiKA, durch Neuverfilmungen in 3D oder durch die Erinnerungen derer, die mit ihnen aufgewachsen sind. Sie haben Generationen von Kindern geprägt und Werte vermittelt, die auch in einer digitalen Welt nichts von ihrer Gültigkeit verloren haben: Mut, Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Respekt vor der Natur und die Erkenntnis, dass Köpfchen oft stärker ist als Muskelkraft.
In einer Zeit, in der Kinderprogramme oft von schnellen Schnitten und grellen Farben dominiert werden, erinnern uns diese Klassiker daran, dass gute Geschichten Zeit brauchen – und dass die schönsten Abenteuer manchmal mit einem leisen „Es war einmal…“ beginnen.
Quellen
- Wikipedia-Einträge zu Once Upon a Time…, Es war einmal … das Leben, Marco (Anime), Die Biene Maja (Anime), Der kleine Maulwurf, Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen (Zeichentrickserie), Kimba, der weiße Löwe
- 45 Jahre: „Barbapapa“ – Morphing durch Gedankenkraft, WELT, 19. Mai 2015
- Josef Göhlen: „Wir haben in den 70ern deutsch-japanische Anime-Kultserien mit Liebe, Poesie und Humor produziert.“, J-BIG, 31. Oktober 2023
- Die Biene Maja ist jetzt 40 und eine Art Pippi Langstrumpf, Morgenpost, 9. September 2016
- Scheinbar entrückt – „Der kleine Maulwurf“, comic.de
- Marco, de los Apeninos a los Andes, elmundo.es
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